{"id":1052048,"date":"2025-03-19T14:58:37","date_gmt":"2025-03-19T13:58:37","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1052048"},"modified":"2025-03-19T16:55:16","modified_gmt":"2025-03-19T15:55:16","slug":"eu-energiekommissar-zu-aus-fuer-brennstoffimporte-aus-russland-ukraine-friedensgespraeche-kein-hindernis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-energiekommissar-zu-aus-fuer-brennstoffimporte-aus-russland-ukraine-friedensgespraeche-kein-hindernis\/","title":{"rendered":"EU-Energiekommissar zu Aus f\u00fcr Brennstoffimporte aus Russland: Ukraine-Friedensgespr\u00e4che kein Hindernis\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die von den USA gef\u00fchrten Friedensgespr\u00e4che mit Russland zur Beendigung des Krieges in der Ukraine haben die Europ\u00e4ische Union nicht dazu veranlasst, Pl\u00e4ne zum schrittweisen Ausstieg aus den Importen russischer fossiler Brennstoffe aufzuschieben. Dies erkl\u00e4rte <strong>Dan J\u00f8rgensen<\/strong>, EU-Kommissar f\u00fcr Energie und Wohnungswesen, in einem am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Interview mit dem European Newsroom (enr).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Plan wurde verschoben, aber die Bem\u00fchungen nicht\u201c, sagte J\u00f8rgensen gegen\u00fcber Journalisten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eWir arbeiten jeden Tag daran, russisches \u00d6l loszuwerden, aber es ist keine unkomplizierte Angelegenheit.\u201c<\/p><cite>EU-Energiekommissar Dan J\u00f8rgensen<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Plan f\u00fcr den Ausstieg sollte urspr\u00fcnglich am 26. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlicht werden. Er wurde jedoch von der Kommission verschoben, ohne dass ein neues Datum genannt wurde. J\u00f8rgensen hatte versprochen, die Roadmap in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit vorzulegen. Diese Frist wurde nun verfehlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab Spekulationen, die EU wolle Irritationen bei den Friedensgespr\u00e4chen zwischen Washington und Moskau zur Ukraine vermeiden und zuk\u00fcnftige wirtschaftliche Beziehungen zum Kreml nicht aufs Spiel setzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine <a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/all-out-for-energy-security-two-years-of-repowereu-and-the-electricity-market-reform\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/all-out-for-energy-security-two-years-of-repowereu-and-the-electricity-market-reform\/\">stellte die Europ\u00e4ische Kommission die Initiative <em>RePowerEU <\/em>vor,<\/a> eine umfassende Energiestrategie. Ihr Ziel ist es, vor 2030 unabh\u00e4ngig von russischen fossilen Brennstoffen zu werden und dem Kreml damit Einnahmen zur Kriegsf\u00fchrung zu entziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um dies zu erreichen, plant die EU, die Produktion erneuerbarer Energien auszuweiten, die Energieeffizienz zu verbessern und neue fossile Brennstoffe aus den USA, Norwegen und anderen L\u00e4ndern zu importieren. Seitdem haben EU-Staaten den Import von Kohle sowie \u2013 mit einigen Ausnahmen \u2013 von Roh\u00f6l aus Russland verboten und sich verpflichtet, auch die Nutzung anderer fossiler Brennstoffe aus Russland zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4re der Ausstieg aus russischen fossilen Brennstoffen einfach gewesen, \u201eh\u00e4tten wir es vor drei Jahren einfach gemacht\u201c, sagte J\u00f8rgensen. Der Kommissar betonte, dass zwar kein neues Datum f\u00fcr den inzwischen zweimal verschobenen Plan bekannt gegeben wurde, die Verz\u00f6gerung jedoch nicht monatelang andauern werde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Putins Kriegskasse wird weiterhin gef\u00fcllt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der globalen geopolitischen Lage m\u00fcsse die Kommission auch die EU-Mitgliedstaaten ber\u00fccksichtigen, \u201edie am st\u00e4rksten direkt von einem vollst\u00e4ndigen Stopp russischen Gases betroffen w\u00e4ren\u201c, sagte J\u00f8rgensen. Dabei verwies er auf Deutschland: Die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft des Blocks ist weiterhin ein bedeutender Importeur russischer fossiler Brennstoffe wie verfl\u00fcssigtes Erdgas (LNG).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Union hat ihre Importe von russischem Gas erheblich reduziert. Der Anteil der Gaslieferungen an die EU aus Russland \u2013 einschlie\u00dflich Pipeline-Gas und verfl\u00fcssigtem Erdgas (LNG) \u2013 ist von 45 Prozent im Jahr 2021 auf 15 Prozent im Jahr 2023 gesunken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-L\u00e4nder verbrauchen insgesamt auch weniger Gas \u2013 was bedeutet, dass der verbleibende Anteil von 15 Prozent aus Russland an einem deutlich kleineren Gesamtverbrauch gemessen wird. Norwegen und die USA sind inzwischen die gr\u00f6\u00dften Lieferanten der Union geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Energieumbau sei zwar erfolgreich gewesen, sagte der Kommissar, wies aber darauf hin, dass die EU im gleichen Zeitraum \u201ein Europa mehr Geld f\u00fcr den Kauf russischer fossiler Brennstoffe und Energie ausgegeben hat, als wir der Ukraine an Hilfe und Subventionen gew\u00e4hrt haben.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir haben eine Summe ausgegeben, die dem Preis von 2.400 neuen F-35-Kampfflugzeugen entspricht\u201c, sagte er und betonte, dass die EU \u201eindirekt dazu beitr\u00e4gt, die Kriegskasse von [Russlands Pr\u00e4sident Wladimir] Putin zu f\u00fcllen. (&#8230;) Wir m\u00fcssen mehr tun, um unabh\u00e4ngig von russischen Importen zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Streit um den Gastransit durch die Slowakei<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J\u00f8rgensen betonte sein Engagement f\u00fcr die L\u00f6sung des Streits zwischen der Slowakei und der Ukraine \u00fcber den Transit von russischem Gas. Seit Jahresbeginn steht der slowakische Premierminister <strong>Robert Fico<\/strong> im Konflikt mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten <strong>Wolodymyr Selenskyj<\/strong>. Dieser stoppte den Transit von russischem Gas, auf das die Slowakei angewiesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ukraine hat L\u00e4nder, die weiterhin russische Energie kaufen, beschuldigt, Moskaus Kriegsmaschinerie zu unterst\u00fctzen. Laut Fico sei Ukraines Entscheidung zum Transitstopp nicht nur eine leere politische Geste, sondern eine \u00e4u\u00dferst kostspielige Ma\u00dfnahme, die die EU Milliarden Euro kosten werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J\u00f8rgensen sagte, die von der Kommission berechneten Zahlen zu den Kosten der ukrainischen Entscheidung seien \u201enicht dieselben\u201c wie die Daten der slowakischen Regierung. Er betonte jedoch, dass die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde stets bereit sei, EU-Mitgliedstaaten zu unterst\u00fctzen, sollten sie sich mit einem Problem an sie wenden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zweimal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pl\u00e4ne f\u00fcr ein Ende von Importen fossiler Brennstoffe aus Russland sind zwar derzeit hintangestellt, aber keineswegs gestorben. Die Situation sei kompliziert, sagte EU-Energiekommissar Dan J\u00f8rgensen in einem Interview mit dem European Newsroom (enr).<\/p>\n","protected":false},"author":177,"featured_media":1048880,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[1185,147,19191],"class_list":["post-1052048","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-energy-de","tag-eu","tag-us-4"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1052048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/177"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1052048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1052048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1048880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1052048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1052048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1052048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}