{"id":1078424,"date":"2025-03-26T12:43:29","date_gmt":"2025-03-26T11:43:29","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1078424"},"modified":"2025-03-26T12:43:36","modified_gmt":"2025-03-26T11:43:36","slug":"kann-die-eu-das-wettrennen-um-seltene-erden-gewinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/kann-die-eu-das-wettrennen-um-seltene-erden-gewinnen\/","title":{"rendered":"Kann die EU das Wettrennen um Seltene Erden gewinnen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Union ben\u00f6tigt Seltene Erden und Kritische Rohstoffe, um ihre strategischen Wirtschaftsziele voranzutreiben. Allerdings sind die 27 Mitgliedstaaten derzeit stark abh\u00e4ngig von Importen aus L\u00e4ndern wie China.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Um welche Stoffe geht es eigentlich?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Union hat 34 Rohstoffe als Kritische Rohstoffe (<a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/infographics\/critical-raw-materials\/\">Critical Raw Materials,<\/a> CRM) identifiziert. Davon sind 17 als Strategische Rohstoffe (Strategic Raw Materials, SRM) klassifiziert. Diese Liste umfasst Elemente wie Kobalt, Kupfer, Wolfram, Lithium und Nickel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritische Rohstoffe sind f\u00fcr die EU-Wirtschaft von gro\u00dfer Bedeutung. Gleichzeitig ist das Risiko von Lieferunterbrechungen gro\u00df. Die Vorr\u00e4te sind \u00f6rtlich konzentriert und es gibt kaum Rohstoffe, die einzelne Elemente ersetzen k\u00f6nnen. \u201eEinige dieser Elemente sind mehr oder weniger unersetzlich oder nur zu hohen Kosten ersetzbar\u201c, so <strong>John Seaman<\/strong>, Forscher am Franz\u00f6sischen Institut f\u00fcr Internationale Beziehungen (Ifri).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SRMs sind nicht mit den Seltenen Erden zu verwechseln. Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, bei denen es sich gr\u00f6\u00dftenteils um Metalle handelt. Einige davon sind nicht einmal besonders selten. Diese Gruppe umfasst Elemente wie Cer, Europium, Erbium und Yttrium. Alle Seltenen Erden geh\u00f6ren zur Liste der Kritischen Rohstoffe der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJe mehr die Nachfrage nach diesen Rohstoffen steigt, desto mehr suchen die Menschen nach ihnen und desto mehr werden sie gefunden. Das Problem liegt mehr in der Beziehung zwischen den Abbaukosten und den Marktpreisen\u201c, so Seaman.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum braucht die EU die CRMs?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mai 2024 trat das europ\u00e4ische Gesetz \u00fcber Kritische Rohstoffe (<a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/strategy-and-policy\/priorities-2019-2024\/european-green-deal\/green-deal-industrial-plan\/european-critical-raw-materials-act_en\">European Critical Raw Materials Act<\/a>) in Kraft. Damit will die EU seine wirtschaftliche Autonomie st\u00e4rken, indem sie die Versorgung erh\u00f6ht und diversifiziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesetz legt die Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die inl\u00e4ndischen Kapazit\u00e4ten entlang der Lieferkette strategischer Rohstoffe fest, die bis 2030 erreicht werden sollen: 10 Prozent des j\u00e4hrlichen Bedarfs der EU f\u00fcr Abbau, 40 Prozent f\u00fcr Verarbeitung und 25 Prozent f\u00fcr Recycling. Nicht mehr als 65 Prozent des j\u00e4hrlichen Bedarfs der EU an jedem strategischen Rohstoff in jeder relevanten Verarbeitungsstufe sollen aus einem einzigen Drittland stammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachfrage wird in den kommenden Jahren voraussichtlich stark steigen, da Kritische Rohstoffe und Seltene Erden f\u00fcr die Pl\u00e4ne der EU, von fossilen Brennstoffen wegzukommen, unerl\u00e4sslich sind. F\u00fcr Batterien oder Solarmodule, die wichtige Puzzleteile in der gr\u00fcnen Industriestrategie der EU sind, werden diese Rohstoffe ben\u00f6tigt. Sie sind au\u00dferdem Teil industrieller Lieferketten und notwendig, damit Alltagsprodukte wie Mobiltelefone funktionieren. Auch f\u00fcr die Entwicklung strategischer Technologien, etwa in der Verteidigung, werden sie gebraucht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Beispiel: Die Kommission erwartet, dass die EU-Nachfrage nach Lithiumbatterien, die Elektro- und Energiespeicherfahrzeuge antreiben, bis 2030 um das 12-fache und bis 2050 um das 21-fache im Vergleich zu aktuellen Zahlen steigen wird. Die EU-Nachfrage nach Seltenen Erden, die in Windkraftanlagen und Elektrofahrzeugen verwendet werden, wird bis 2030 voraussichtlich um das F\u00fcnf- bis Sechsfache und bis 2050 um das Sechs- bis Siebenfache steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission plant, fast 50 Projekte und Unternehmen in den Mitgliedstaaten zu unterst\u00fctzen, um ihre Ziele f\u00fcr die Versorgung, Verarbeitung und das Recycling von CRMs zu erreichen. Am Dienstag ver\u00f6ffentlichte die Kommission eine <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_25_864\">Liste mit 47 \u201estrategischen Projekten\u201c<\/a>, darunter Projekte zum Abbau von Lithium und Wolfram, um die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Abh\u00e4ngigkeit von China zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eDies ist ein Meilenstein f\u00fcr die europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t als industrielles Schwergewicht.\u201c<\/p><cite>St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9, Exekutiv-Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Wohlstand und Industriestrategie<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"737\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/crm-stragtegic-projects_eu-map-1024x737.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1078086\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/crm-stragtegic-projects_eu-map-1024x737.jpg 1024w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/crm-stragtegic-projects_eu-map-980x706.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/crm-stragtegic-projects_eu-map-480x346.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Grafik mit den 47 Projekten f\u00fcr die Gewinnung und Verarbeitung seltener Erden und strategischer Metalle, die von der Europ\u00e4ischen Kommission in 13 EU-L\u00e4ndern genehmigt wurden. Quelle: Europ\u00e4ische Kommission<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibt es Vorkommen innerhalb der EU?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU kann nur einen Bruchteil ihres Bedarfs an einigen CRMs aus den Mitgliedstaaten decken. Seltene Erden werden derzeit in Europa nicht abgebaut, es gibt nur wenige bekannte Vorkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Portugal verf\u00fcgt beispielsweise \u00fcber die gr\u00f6\u00dften Lithiumreserven in Europa, die achtgr\u00f6\u00dften weltweit, und ist der einzige bedeutende Produzent in der EU. Der Abbau von Lithium ist jedoch in der portugiesischen Bev\u00f6lkerung umstritten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Spanische Konf\u00f6deration der Mineralrohstoffindustrie (Primigea) fordert, dass Europa dringend und schnell umfassende geologische Untersuchungen durchf\u00fchren m\u00fcsse, um die Autonomie zur\u00fcckzugewinnen, die es durch 40 Jahre Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Ressourcen verloren hat. Der Konf\u00f6deration zufolge geh\u00f6rt Spanien zu den L\u00e4ndern mit dem gr\u00f6\u00dften Potenzial f\u00fcr den Abbau wichtiger Rohstoffe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien ist der zweitgr\u00f6\u00dfte Produzent von Kupfer und Mangan in der EU. Angesichts des Drucks aus Br\u00fcssel, die industrielle Autonomie zu st\u00e4rken, hat die spanische Regierung k\u00fcrzlich einen Plan vorgelegt, um Bodenuntersuchungen zu beschleunigen. \u201eSpanien hat sehr reiche Bodenschichten\u201c, insbesondere was \u201eStrategische Mineralien\u201c betrifft, betonte <strong>Ester Boixereu<\/strong>, Geologin am Geologischen und Bergbauinstitut Spaniens (IGME).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch wird der Abbau auch dort von der Bev\u00f6lkerung kritisiert, die sich Sorgen \u00fcber die Belastungen und Umweltfolgen dieser Projekte macht, insbesondere im Hinblick auf den hohen Wasserverbrauch und den Einsatz von Chemikalien zur Gewinnung von Metallen aus dem Boden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wiederbelebung des Sektors werde \u201edas Risiko von Unf\u00e4llen erh\u00f6hen\u201c und \u201edie sozialen und \u00f6kologischen Auswirkungen des Bergbaus versch\u00e4rfen\u201c, kritisierte die Umweltgruppe Friends of the Earth k\u00fcrzlich und beklagte einen \u201eMangel an Transparenz\u201c der Beh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Woher importiert die EU Rohstoffe?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU bezieht derzeit den Gro\u00dfteil ihrer Kritischen Rohstoffe von au\u00dferhalb des Blocks. So lieferte die T\u00fcrkei bis 2024 sogar 98 Prozent des Bor-Bedarfs der EU, w\u00e4hrend China satte 100 Prozent der schweren Seltenen Erden lieferte, darunter Europium, Terbium oder Yttrium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">S\u00fcdafrika deckt 71 Prozent des EU-Bedarfs an Platinmetallen. Ein weiterer wichtiger Lieferant ist die Demokratische Republik Kongo: 63 Prozent des weltweiten Kobalts, das in Batterien und hochfesten Leichtlegierungen f\u00fcr die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie verwendet wird, stammen aus dem kriegsgebeutelten Staat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU hat sich bem\u00fcht, ihre Quellen zu diversifizieren, jedoch mit gemischtem Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2024 unterzeichnete die Kommission mit Ruanda ein Memorandum of Understanding (MOU) \u00fcber Kritische Rohstoffe. Br\u00fcssel wollte so seine Abh\u00e4ngigkeit von China f\u00fcr Rohstoffe wie Lithium, Zinn oder Gold reduzieren. Ruanda sollte finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Entwicklung seiner Bergbauprojekte erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings gab es von Anfang an Kontroversen, da ruandische K\u00e4mpfer in Konflikte in einer rohstoffreichen Grenzregion der benachbarten Demokratischen Republik Kongo verwickelt sind. Aufgrund der milit\u00e4rischen Eskalation in Nord-Kivu forderte das Europ\u00e4ische Parlament im Februar die Aussetzung des MOU.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Belgien setzte sich intensiv daf\u00fcr ein, Sanktionen gegen Ruanda wegen seiner Unterst\u00fctzung der M23-Rebellenbewegung in der Demokratischen Republik Kongo zu verh\u00e4ngen und das MOU auszusetzen. Die Kommission argumentierte jedoch, dass eine Aussetzung kontraproduktiv w\u00e4re. Unterdessen entschied sich Ruanda vergangeneWoche, die diplomatischen Beziehungen zu Belgien abzubrechen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sind Gr\u00f6nland und die Ukraine die Antwort?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ressourcen Gr\u00f6nlands haben die Aufmerksamkeit der USA auf sich gezogen. Pr\u00e4sident Donald Trumps Aussagen \u00fcber eine \u00dcbernahme des autonomen d\u00e4nischen Territoriums alarmierten sowohl Kopenhagen als auch Br\u00fcssel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Untergrund Gr\u00f6nlands enth\u00e4lt Lithium und Graphit f\u00fcr Batterien sowie Seltene Erden. Sie werden vom Geologischen Dienst von D\u00e4nemark und Gr\u00f6nland (GEUS) auf 36,1 Milliarden Tonnen gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz des gro\u00dfen Interesses an den Mineralien und Rohstoffen in Gr\u00f6nlands Bergen und Buchten ist laut <strong>Jakob Kl\u00f8ve Keiding<\/strong>,<strong> <\/strong>Chefberater der Abteilung f\u00fcr Kartierung und Mineralressourcen bei GEUS, die Zahl der geplanten Bergbauprojekte recht begrenzt. \u201eDie Unternehmen haben alle Ambitionen, eine Mine zu er\u00f6ffnen, aber nur wenige Projekte sind nahe an der Umsetzung\u201c, erkl\u00e4rt er.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Branche macht nur etwa ein Prozent der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Wirtschaft aus. Gr\u00f6nland bleibt fast vollst\u00e4ndig unerschlossen, und seine Mineralien werden als m\u00f6gliche Grundlage f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit angesehen. Ein Ziel, das von der Mehrheit der 57.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Insel unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Realit\u00e4t ist es jedoch ein weiter Weg von einer Abbaulizenz bis zur rentablen Produktion. Administrative Herausforderungen, schwierige arktische Bedingungen und die begrenzte Infrastruktur in Gr\u00f6nland machen es unter anderem schwierig, durch den Abbau der Rohstoffe Gewinne zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission hat die Ukraine als \u201eeine potenzielle Quelle f\u00fcr mehr als 20 Kritische Rohstoffe\u201c beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort werden insbesondere drei Kritische Mineralien gesch\u00fcrft: Mangan, Titan und Graphit, die f\u00fcr Elektro-Batterien unverzichtbar sind. Beim letztgenannten Material entfallen auf die Ukraine \u201e20 Prozent der gesch\u00e4tzten weltweiten Ressourcen\u201c, so das franz\u00f6sische B\u00fcro f\u00fcr geologische und bergbauliche Forschung (BRGM).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Boden der Ukraine werden mehrere Milliarden Tonnen Seltener Erden sowie andere strategische Materialien wie Graphit und Lithium vermutet. Viele dieser Lagerst\u00e4tten befinden sich jedoch in der von Russland kontrollierten Ostregion des Landes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ukraine steht kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA \u00fcber Mineralien. \u201eEines der Dinge, das wir tun, ist, sehr bald ein Abkommen \u00fcber Seltene Erden mit der Ukraine zu unterzeichnen, da sie einen enormen Wert an Seltenen Erden haben, und wir sch\u00e4tzen das\u201c, sagte Trump vor wenigen Tagen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump hat Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>unter Druck gesetzt, Wirtschaftsabkommen zu unterzeichnen, um die Vereinigten Staaten f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung im Widerstand gegen Russlands Invasion in der Ukraine zu entsch\u00e4digen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU hatte schon 2021 versucht, mit der Ukraine ins Rohstoffgesch\u00e4ft einzusteigen, als sie eine strategische Partnerschaft f\u00fcr Rohstoffe ins Leben rief. Die russische Invasion im Jahr 2022 machte jedoch die Umsetzung dieser Pl\u00e4ne gr\u00f6\u00dftenteils zunichte. Danach gelang es der EU nicht, einen gegenseitigen Rahmen zu schaffen, sodass der Block nun ins Hintertreffen geraten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich erkl\u00e4rte Ende Februar ebenfalls, dass es sich in Gespr\u00e4chen mit der Ukraine befinde, um auf ihren Rohstoffreichtum, einschlie\u00dflich milit\u00e4rischer Nutzung, zugreifen zu k\u00f6nnen. Die Gespr\u00e4che zwischen Frankreich und der Ukraine begannen im Oktober und wurden von den Verteidigungsministerien beider L\u00e4nder gef\u00fchrt, erkl\u00e4rte der franz\u00f6sische Ressortchef <strong>S\u00e9bastien Lecornu<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders als Trump strebe Frankreich keine Gegenleistung in Form von Mineralien aus der Ukraine f\u00fcr die gew\u00e4hrte Unterst\u00fctzung im Krieg gegen Russland an, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zweimal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Scandium, Beryllium, Gallium: Solche Rohstoffe kommen derzeit in vielen  Schlagzeilen und auch in Trumps Drohungen, Gebiete zu annektieren, vor. Doch warum sind diese Stoffe, die kaum jemand beim Namen kennt, so wichtig f\u00fcr die Weltwirtschaft? 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