{"id":108337,"date":"2023-03-06T12:31:27","date_gmt":"2023-03-06T11:31:27","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=108337"},"modified":"2023-03-06T12:32:56","modified_gmt":"2023-03-06T11:32:56","slug":"inflation-in-oesterreich-im-februar-bei-110-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/inflation-in-oesterreich-im-februar-bei-110-prozent\/","title":{"rendered":"Inflation in \u00d6sterreich im Februar bei 11,0 Prozent"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Die Inflation in \u00d6sterreich ist im Februar nur geringf\u00fcgig zur\u00fcckgegangen. Laut Schnellsch\u00e4tzung der Statistik Austria stiegen die Preise im vergangenen Monat um 11,0 Prozent, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Im J\u00e4nner betrug der Preisauftrieb 11,2 Prozent &#8211; der h\u00f6chste Wert in der aktuellen Teuerungswelle. Gemessen wird bei der Inflationsberechnung, wie stark die Preise in den vergangenen 12 Monate gestiegen sind, also von Februar 2022 auf Februar 2023.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die weiterhin hohe Teuerungsrate ist unter anderem auf Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln, Haushaltsenergie und Bewirtung zur\u00fcckzuf\u00fchren&#8220;, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Auch der f\u00fcr EU-Vergleiche harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im Februar bei 11,0 Prozent. Verglichen mit anderen EU-L\u00e4ndern ist die Inflation in \u00d6sterreich derzeit h\u00f6her. Deutschland etwa meldete am Mittwoch f\u00fcr Februar eine voraussichtliche Inflation von 8,7 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Produktgruppen, insbesondere Lebensmittel, Strom und Gas, waren vor einem Jahr, im Februar 2022, f\u00fcr Haushaltskunden noch deutlich billiger. \u00d6konomen erwarten, dass sich die Teuerung heuer im Laufe des Jahres abschw\u00e4cht, auch weil der sogenannte Basiseffekt zum Tragen kommt. So waren nach Beginn des Ukraine-Kriegs und im Sommer 2022 Diesel und Benzin deutlich teurer als derzeit. Unter anderem dieser Effekt d\u00fcrfte die Inflation in den n\u00e4chsten Monaten d\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Inflation in \u00d6sterreich ist 2022 Schritt f\u00fcr Schritt gestiegen und liegt seit September im zweistelligen Bereich. Damit erlebt \u00d6sterreich aktuell die h\u00f6chste Inflation seit 70 Jahren. Damals, im Juli 1952, lag die Teuerungsrate noch ein St\u00fcck h\u00f6her bei 14,1 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schnellsch\u00e4tzungen der Statistik Austria basieren auf dem zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung bestehenden Preisdatenbestand. Normalerweise liegen schon etwa 80 bis 90 Prozent der f\u00fcr den Verbraucherpreisindex erhobenen Preise vor. Der endg\u00fcltige Wert f\u00fcr Februar 2023 wird am 17. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlicht. (2.3.2023)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00d6sterreichs Gas-Abh\u00e4ngigkeit von Russland im J\u00e4nner bei 47 Prozent<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien\/Moskau &#8211; \u00d6sterreichs Anteil an russischem Erdgas ist im J\u00e4nner 2023 bei 47 Prozent gelegen. Das geht aus aktualisierten Zahlen des Energie-Dashboards des Klimaministeriums auf energie.gv.at hervor. Demnach stammte im J\u00e4nner knapp die H\u00e4lfte der Gasimporte aus Russland, die \u00fcbrigen 53 Prozent kamen aus anderen Quellen. Im Dezember lag Russlands Anteil bei 71 Prozent. Von Mai bis Oktober 2022 war die Abh\u00e4ngigkeit schrittweise von \u00fcber 70 auf knapp 20 Prozent gesunken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Daten stammen vom Verband Europ\u00e4ischer Fernleitungsnetzbetreiber (ENTSO-G) und der \u00f6sterreichischen Energie-Regulierungsbeh\u00f6rde E-Control. Allerdings sind die angegebenen Anteile mit Vorsicht zu genie\u00dfen. Die E-Control sch\u00e4tzt diese, indem sie Daten von den Gas\u00fcbergabepunkten an den Grenzen mit Zahlen, welche die E-Control aus dem Marktmonitoring erh\u00e4lt, kombiniert. Da die Teilnehmer am Gasmarkt beim Monitoring aber nicht verpflichtet sind, die genaue Herkunftsquelle des Gases anzugeben, kann es zu Ungenauigkeiten kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Grund f\u00fcr den Anstieg im November und Dezember sind geringere Importe aus Deutschland und Italien, bei gleichzeitig relativ konstanten Gasfl\u00fcssen aus Russland. Die Gazprom hatte der OMV die Gasliefermengen, die in Baumgarten in Nieder\u00f6sterreich ankommen, \u00fcber den Sommer stark gedrosselt, zuletzt aber wieder mehr geliefert. (2.3.2023)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00fcckf\u00fchrungs-Vereinbarung mit Marokko: F\u00fcr EU &#8222;nicht ungew\u00f6hnlich&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien\/Br\u00fcssel &#8211; Nach Ansicht der EU-Kommission sind Vereinbarungen mit Drittstaaten wie im Falle \u00d6sterreichs mit Marokko \u00fcber eine Kooperation bei R\u00fcck\u00fcbernahmen von illegalen Migranten &#8222;nicht ungew\u00f6hnlich&#8220;. Anitta Hipper, die Sprecherin von EU-Innenkommissarin Ylva Johansson, betonte auf APA-Anfrage am Freitag, die EU-Kommission habe ein Mandat, im Namen der EU mit Drittstaaten sowohl R\u00fcckf\u00fchrungsabkommen als auch Visa-Erleichterungsabkommen zu verhandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission sei sich der Herausforderungen \u00d6sterreichs bei der illegalen Migration angesichts steigender Zahlen bewusst, werde \u00d6sterreich auch weiter unterst\u00fctzen und diesbez\u00fcglich mit Wien in Kontakt bleiben, versicherte die Sprecherin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Marokko gebe es gegenw\u00e4rtig kein R\u00fcckf\u00fchrungsabkommen der EU. &#8222;Marokko ist ein strategischer Partner, und wir arbeiten sehr eng beim Migrationsmanagement zusammen&#8220;, versicherte die Sprecherin. Im vergangenen Jahr habe die EU ihre Migrations-Zusammenarbeit mit Drittstaaten verst\u00e4rkt, vor allem mit Marokko. So habe Johansson bei einem Besuch in Marokko im Juli 2022 auch die Frage der R\u00fcckf\u00fchrungen von illegalen Einwanderern thematisiert. Auch habe der EU-Gipfel im Februar die Bedeutung von einer geeinten Politik der EU bei R\u00fcckf\u00fchrungen unterstrichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Verringerung von irregul\u00e4rer Migration durch verbesserte R\u00fcckf\u00fchrungen kann den Weg f\u00fcr mehr legale Migration ebnen&#8220;, betonte die Sprecherin weiter. So gebe es aktuell eine Diskussion \u00fcber den Abschluss neuer Fachkr\u00e4ftepartnerschaften, eine Schl\u00fcsselinitiative im Rahmen des neuen Migrations- und Asylpakets, die dabei helfen soll, den Fachkr\u00e4ftemangel in der Europ\u00e4ischen Union abzubauen und Partnerschaften mit Drittstaaten im Bereich Migration zu st\u00e4rken. Ziele von solchen Fachkr\u00e4ftepartnerschaften seien Marokko, Tunesien, \u00c4gypten, Bangladesch und Pakistan. (3.3.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Inflation in \u00d6sterreich ist im Februar zwar leicht zur\u00fcckgegangen, bleibt aber mit einem Plus von 11,0 Prozent auf hohem Niveau. \u00d6sterreichs Gas-Abh\u00e4ngigkeit von Russland lag im J\u00e4nner bei 47 Prozent. 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