{"id":113207,"date":"2023-03-20T11:10:15","date_gmt":"2023-03-20T10:10:15","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=113207"},"modified":"2023-03-20T11:12:46","modified_gmt":"2023-03-20T10:12:46","slug":"norwegen-rechnet-mit-noch-engerer-zusammenarbeit-mit-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/norwegen-rechnet-mit-noch-engerer-zusammenarbeit-mit-deutschland\/","title":{"rendered":"Norwegen rechnet mit noch engerer Zusammenarbeit mit Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bergen&nbsp;\u2013&nbsp;Norwegens Ministerpr\u00e4sident <strong>Jonas Gahr St\u00f8re<\/strong> rechnet mit einer noch engeren Zusammenarbeit mit Deutschland in Energiefragen und dar\u00fcber hinaus. \u00abSeit vergangenem Jahr haben wir eine ziemlich spektakul\u00e4re Beschleunigung der norwegisch-deutschen Energiekooperation erlebt\u00bb, sagte St\u00f8re bei einem Besuch auf der Gasf\u00f6rderplattform Troll A. Man spreche nun unter anderem \u00fcber Windenergie, CO2-Einspeicherung und Wasserstoff. Er gehe davon aus, dass die Kooperation mit der Bundesrepublik weiter zunehmen werde, sagte St\u00f8re. Deutschland sei Norwegens wichtigster europ\u00e4ischer Partner \u2013 das zeige sich unter anderem auch daran, dass sich sein Land j\u00fcngst entschlossen habe, neue Leopard-2-Panzer aus der Bundesrepublik zu erwerben. Kern der Zusammenarbeit sei, dass die beiden L\u00e4nder politische Partner seien. F\u00fcr Norwegen sei es wichtig, dass in Berlin eine Bundesregierung sitze, die Interesse an und Wissen \u00fcber Angelegenheiten im Norden zeige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">St\u00f8re hatte am 17. M\u00e4rz gemeinsam mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> und Nato-Generalsekret\u00e4r <strong>Jens Stoltenberg <\/strong>die norwegische Gasf\u00f6rderplattform Troll A in der Nordsee besucht. Das Troll-Gasfeld westlich von Bergen deckte im vergangenen Jahr mehr als elf Prozent des Gasverbrauchs innerhalb der EU ab. Norwegens Gaslieferungen seien wichtig f\u00fcr Europas Sicherheit, betonte St\u00f8re. \u00abEs ist wichtig f\u00fcr Europa, einen demokratischen Partner in einer Energiewelt mit nicht so demokratischen Partnern zu haben.\u00bb Deutschland ist 2022 zu Norwegens wichtigstem Exportland aufgestiegen. Das liegt vor allem am Erdgas: Die Bundesrepublik importierte im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 726 Milliarden norwegischen Kronen (rund 64 Mrd. Euro) aus dem skandinavischen Land, allein 621 Milliarden Kronen entfielen dabei auf Gaslieferungen. (18. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Minister der EU-Staaten beraten \u00fcber Munition f\u00fcr Ukraine<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel&nbsp;\u2013&nbsp;Die Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der EU-Staaten wollen am Montagnachmittag \u00fcber die weitere Unterst\u00fctzung der Ukraine im Krieg gegen Russland beraten. Bei dem Treffen in Br\u00fcssel soll es vor allem um die Lieferung dringend ben\u00f6tigter Munition gehen. Hintergrund sind Sorgen, dass der Ukraine in der n\u00e4chsten Zeit wichtige Munitionstypen fehlen k\u00f6nnten. Dabei geht es insbesondere um Artilleriegeschosse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission und der Au\u00dfenbeauftragte <strong>Josep Borrell<\/strong> hatten deshalb k\u00fcrzlich einen Plan vorgelegt, wie m\u00f6gliche Lieferungen beschleunigt werden k\u00f6nnten. Dabei geht es zum einen um Lieferungen aus den nationalen Best\u00e4nden und zum anderen um einen gemeinschaftlichen Einkauf von Artilleriemunition. Aus EU-Mitteln k\u00f6nnten daf\u00fcr zwei Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Au\u00dfenminister kommen bereits am Montagvormittag (20. M\u00e4rz, um 10.45 Uhr) unter anderem zu Beratungen \u00fcber die politischen Spannungen in Tunesien zusammen. Zudem sollen wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen weitere Sanktionen gegen den Iran beschlossen werden. F\u00fcr Deutschland werden Au\u00dfenministerin <strong>Annalena Baerbock <\/strong>und Verteidigungsminister <strong>Boris Pistorius<\/strong> erwartet. (19. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Deutschlands Finanzminister kritisiert franz\u00f6sische Position zum Verbrennerverbot<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin \u2013&nbsp;Im Streit um das von der EU geplante Verbot f\u00fcr Verbrennungsmotoren in Neuwagen ab 2035 hat Deutschlands Finanzminister<strong> Christian Lindner <\/strong>seinen franz\u00f6sischen Kollegen <strong>Bruno Le Maire <\/strong>kritisiert. \u00abEs ist sehr bedauerlich, dass die franz\u00f6sische Regierung ein Kr\u00e4ftemessen ank\u00fcndigt, um den Verbrennungsmotor zu verbieten\u00bb, sagte Lindner in einem Zeitungsinterview. \u00abMein Freund Bruno Le Maire wei\u00df genau, dass die Mobilit\u00e4t mit dem Auto f\u00fcr viele hart arbeitenden Menschen immer teurer werden k\u00f6nnte. Wir m\u00fcssen diese Sorgen ernst nehmen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Le Maire hatte den deutschen Widerstand gegen das geplante EU-Verbot kritisiert. \u00abMan muss auf keinen Fall dieses Ziel aufschieben, es geht nicht um ein Ziel 2024 oder 2025, das ist ein Ziel f\u00fcr 2035, in zw\u00f6lf Jahren\u00bb, hatte Le Maire dem Sender France Info gesagt. \u00abNat\u00fcrlich sind wir zu einem Kr\u00e4ftemessen bei diesem Thema bereit, denn es ist ein Fehler f\u00fcr die Umwelt und ein wirtschaftlicher Fehler\u00bb, sagte Le Maire. \u00abWir hinken China beim E-Auto f\u00fcnf bis zehn Jahre hinterher\u00bb, es m\u00fcsse investiert werden, um diesen R\u00fcckstand aufzuholen. Er k\u00f6nne den gro\u00dfen Autoherstellern in Frankreich, Stellantis und Renault, die gro\u00dfe Anstrengungen unternommen h\u00e4tten, nicht sagen, sie m\u00fcssten auf E-Mobilit\u00e4t umstellen und dann erkl\u00e4ren, man halte dennoch ein bisschen an der Verbrennertechnik fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lindner sagte: \u00abWir sollten k\u00e4mpfen f\u00fcr klimafreundliche Technologien, aber alles vermeiden, was das Leben teurer macht, ohne die Umwelt zu sch\u00fctzen.\u00bb Sehr aufmerksam habe man Worte etwa von Stellantis aufgenommen, die laut Lindner skeptisch auf das Verbrennerverbot reagiert haben. \u00abIm Interesse der Arbeitspl\u00e4tze sollten wir gut zuh\u00f6ren.\u00bb Die EU-Abstimmung \u00fcber das Aus f\u00fcr neue Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 war wegen Nachforderungen Deutschlands verschoben worden. Deutschlands Verkehrsminister <strong>Volker Wissing<\/strong> hatte von der EU-Kommission einen Vorschlag verlangt, wie klimaneutrale, synthetische Kraftstoffe (\u00abE-Fuels\u00bb) nach 2035 in Verbrennermotoren eingesetzt werden k\u00f6nnen. (18. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kampf gegen Klimawandel \u2013 EU-Kommission will viele Branchen f\u00f6rdern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel&nbsp;\u2013&nbsp;Mit schnelleren Genehmigungsverfahren und einem besseren Zugang zu F\u00f6rdergeld will die EU-Kommission die Produktion klimafreundlicher Technologien ausbauen. Das sogenannte Netto-Null-Industrie-Gesetz solle etwa bessere Voraussetzungen f\u00fcr Windturbinen, W\u00e4rmepumpen, Sonnenkollektoren, erneuerbaren Wasserstoff und CO2-Speicherung schaffen, sagte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> am 16. M\u00e4rz. Damit will die EU ihr Ziel erreichen, bis 2050 klimaneutral zu sein. EU-Binnenmarktkommissar <strong>Thierry Breton <\/strong>betonte, dass nach dem Vorschlag der Beh\u00f6rde auch Atomkraft mit dem neuen Gesetz gef\u00f6rdert werden solle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziel ist, dass bis 2030 mindestens 40 Prozent des Bedarfs der Union an bestimmten Technologien in der EU hergestellt werden k\u00f6nnen. Neben W\u00e4rmepumpen, CO2-Speicherung, Solar- und Windkraft z\u00e4hlen dazu etwa auch Batterie- und Speichertechnologien, Elektrolyseure und Brennstoffzellen. \u00abAndere Netto-Null-Technologien werden ebenfalls durch die Ma\u00dfnahmen des Gesetzes unterst\u00fctzt, wenn auch in unterschiedlichem Ma\u00dfe\u00bb, hie\u00df es vonseiten der Kommission. Dazu z\u00e4hlten etwa Technologien f\u00fcr alternative Kraftstoffe und die Erzeugung von Energie \u00abaus nuklearen Prozessen mit minimalen Abf\u00e4llen aus dem Brennstoffkreislauf\u00bb. EU-Staaten und&nbsp;Europaparlament m\u00fcssen nun eine endg\u00fcltige Fassung des Gesetzesvorhabens aushandeln. (16. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eurogruppen-Chef: \u00abWir sind in der Lage, diese Risiken zu managen\u00bb<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main&nbsp;\u2013&nbsp;Eurogruppen-Chef <strong>Paschal Donohoe <\/strong>zeigt sich trotz der Turbulenzen zuversichtlich, dass Europas Banken gewappnet sind. \u00abWir sind uns der Risiken bewusst, die derzeit in unserem Banken- und unserem globalen Finanzsystem bestehen. Aber die H\u00f6he der Eigenkapitalpuffer gibt uns die Gewissheit, dass wir in der Lage sind, diese Risiken zu managen\u00bb, sagte er in einem Zeitungsinterview.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abWir sollten auf das vertrauen, was wir unternommen haben. Aber gleichzeitig ist niemand von uns selbstgef\u00e4llig angesichts des wirtschaftlichen Umfelds, in dem wir uns befinden.\u00bb Auf die Frage, ob die europ\u00e4ischen Banken auch f\u00fcr weitere Zinserh\u00f6hungen gewappnet seien, antwortete Donohoe: \u00abJa, unsere Banken sind auf m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen vorbereitet.\u00bb Er sei zwar nicht entspannt. \u00abAber ich glaube, dass die Ma\u00dfnahmen, die wir in Europa ergriffen haben, funktioniert haben und immer noch funktionieren.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Debatte um die Reform des Stabilit\u00e4tspakts in Br\u00fcssel und dem Widerstand von Deutschlands Finanzminister <strong>Christian Lindner <\/strong>sagte er: \u00abMinister Lindner ist sehr, sehr stark, wenn es darum geht, seine Ansichten sowohl zur deutschen als auch zur europ\u00e4ischen Finanzpolitik deutlich zu machen.\u00bb Dennoch sei es gelungen, in der Erkl\u00e4rung der Eurogruppe \u00c4nderungen vorzunehmen, die Lindner zu unterst\u00fctzen bereit war. \u00abWir haben also trotz allem eine Einigung erzielt.\u00bb (16. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Norwegen erwartet eine engere Kooperation mit Deutschland &#8211; nicht nur beim Thema Energie. Die EU-Staaten beraten \u00fcber weitere Munition f\u00fcr die Ukraine. 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