{"id":1160111,"date":"2025-04-17T14:26:49","date_gmt":"2025-04-17T12:26:49","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1160111"},"modified":"2025-04-17T15:42:04","modified_gmt":"2025-04-17T13:42:04","slug":"kos-neue-welle-der-eu-erweiterung-bis-2030-realistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/kos-neue-welle-der-eu-erweiterung-bis-2030-realistisch\/","title":{"rendered":"Kos: Neue Welle der EU-Erweiterung bis 2030 \u201erealistisch\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel (enr) \u2013 Die EU-Kommissarin f\u00fcr Erweiterung, <strong>Marta Kos<\/strong>, sagte, eine neue Welle der EU-Erweiterung bis 2030 sei eine \u201esehr realistische Perspektive\u201c, nicht nur f\u00fcr L\u00e4nder wie Albanien und Montenegro \u2013 die derzeit als Spitzenreiter im Beitrittsprozess gelten \u2013 sondern auch f\u00fcr Moldawien und die Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Interview mit dem European Newsroom (enr), das am Mittwoch ver\u00f6ffentlicht wurde, sagte Kos, sie hoffe, dass Moldawien und die Ukraine noch w\u00e4hrend der polnischen EU-Ratspr\u00e4sidentschaft, die bis Ende Juni 2025 l\u00e4uft, das erste Verhandlungsb\u00fcndel er\u00f6ffnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem zeigte sie sich optimistisch, dass es eine L\u00f6sung f\u00fcr Ungarns Veto gegen den Beitritt Kiews wegen des Umgangs mit der ungarischen Minderheit in der Ukraine geben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die Ukraine und Moldawien rasche Fortschritte auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft machen, warten die L\u00e4nder des westlichen Balkans seit Jahrzehnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nordmazedonien war einer der ersten Staaten des ehemaligen Jugoslawiens, der den Weg der europ\u00e4ischen Integration einschlug. Doch aufgrund interner Probleme und vor allem aufgrund von Blockaden durch benachbarte Mitgliedstaaten steht es noch immer am Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regierung des Landes bem\u00fcht sich um Garantien, dass es keine weiteren Blockaden aufgrund bilateraler Probleme geben wird. Kos sagte, sie verstehe die Frustration, k\u00f6nne aber keine solchen Garantien geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vergleich dazu betonte Kos, dass die Verhandlungen mit Montenegro bis Ende 2026 abgeschlossen sein k\u00f6nnten, w\u00e4hrend Albanien den Abschluss der Verhandlungen bis 2027 anstrebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU setzt sich auch weiterhin f\u00fcr Bosnien und Herzegowina ein, aber EU-Beamte \u00e4u\u00dfern zunehmend ihre Besorgnis \u00fcber innenpolitische Blockaden, die Reformen aufhalten und die Zukunft des Landes auf dem europ\u00e4ischen Weg gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch w\u00e4re wahrscheinlich der gl\u00fccklichste Mensch auf der Welt, wenn wir in der Lage w\u00e4ren, mit Bosnien zu verhandeln. Sie haben es wirklich verdient, die Menschen in Bosnien haben es verdient\u201c, sagte Kos und f\u00fcgte hinzu, dass es wichtig sei, dass die nationalen Beh\u00f6rden Verantwortung \u00fcbern\u00e4hmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kos rief auch die neue serbische Regierung, die noch best\u00e4tigt werden muss, dazu auf, \u201epro-europ\u00e4isch und pro-Reform\u201c zu sein, um den Beitrittsprozess voranzutreiben. Sie k\u00fcndigte f\u00fcr Ende April einen Besuch in Belgrad an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>EU-Beitritt bleibt \u201eleistungsorientiert\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Frage, ob es m\u00f6glich sei, einen ausgewogenen Ansatz in der Erweiterungspolitik gegen\u00fcber den westlichen Balkanstaaten einerseits und der Ukraine und Moldawien andererseits zu gew\u00e4hrleisten, betonte Kos, dass es sich in erster Linie um einen \u201eleistungsorientierten\u201c Prozess handele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kos betonte, dass kein Land zur\u00fcckgelassen werde. \u201eWir sind fest entschlossen, sie in die Europ\u00e4ische Union zu holen. Aber nat\u00fcrlich werden wir die erbrachten Leistungen im Blick behalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Schritt im Erweiterungsprozess erfordert den Konsens aller Mitgliedstaaten, und f\u00fcr jedes Kandidatenland im Beitrittsprozess sind 150 einstimmige Entscheidungen erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Kos sprechen sich derzeit 14 Mitgliedstaaten f\u00fcr die Abschaffung des Konsensverfahrens und den \u00dcbergang zur qualifizierten Mehrheit aus, aber das Problem sei, dass selbst diese \u00c4nderung Einigkeit erfordere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir werden sehen, ob es bald mehr sein werden\u201c, sagte Kos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zwei Mal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos h\u00e4lt eine neue Erweiterungswelle bis 2030 f\u00fcr \u201erealistisch\u201c, wobei die Ukraine, die Republik Moldau, Albanien und Montenegro vorangehen sollten. Sie warnt jedoch, dass der Fortschritt von der Leistung und dem Engagement der EU-Kandidatenl\u00e4nder abh\u00e4nge, erforderliche Reformen durchzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":1160302,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[18704,147,19583],"class_list":["post-1160111","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-erweiterung","tag-eu","tag-kos-4"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1160111"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160111\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1160302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1160111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1160111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1160111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}