{"id":118773,"date":"2023-04-03T12:40:03","date_gmt":"2023-04-03T10:40:03","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=118773"},"modified":"2023-04-03T12:41:31","modified_gmt":"2023-04-03T10:41:31","slug":"fischerei-krise-deutscher-minister-oezdemir-macht-sich-fuer-krabbenfischer-stark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/fischerei-krise-deutscher-minister-oezdemir-macht-sich-fuer-krabbenfischer-stark\/","title":{"rendered":"Fischerei-Krise &#8211; Deutscher Minister \u00d6zdemir macht sich f\u00fcr Krabbenfischer stark"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Im Zwist um EU-Pl\u00e4ne f\u00fcr ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei in Schutzgebieten st\u00e4rkt der deutsche Minister f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung <strong>Cem \u00d6zdemir <\/strong>Krabbenfischern den\u00a0R\u00fccken. \u00abWissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Krabbenfischerei schonender f\u00fcr den Meeresboden ist als andere Grundschleppnetzfischereien\u00bb, sagte der deutsche Gr\u00fcnen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem&nbsp;Vorhaben auf EU-Ebene erh\u00f6ht sich der Druck auf die&nbsp;deutsche&nbsp;Fischerei weiter.&nbsp;Diese hatte in den&nbsp;vergangenen Jahren mit zahlreichen Problemen zu k\u00e4mpfen. So d\u00fcrfen etwa vor allem f\u00fcr&nbsp;Ostseefischer besonders wichtige Heringsbest\u00e4nde inzwischen kaum noch gefangen werden. \u00dcberfischung, N\u00e4hrstoff-Eintr\u00e4ge vor allem aus der Landwirtschaft und der Klimawandel machen dem Bestand zu schaffen. Durch die restriktiven Fangvorgaben ist die deutsche Ostseefischerei in eine Krise geraten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So weit muss es f\u00fcr deutsche Krabbenfischer nicht kommen. \u00d6zdemir macht sich gegen ein&nbsp;generelles Verbot der Grundschleppnetze stark. Denn die vergleichsweise leichten Netze der Krabbenfischer w\u00fcrden auf feinerem Untergrund eingesetzt, so dass sich der Meeresboden und die dort vorkommenden Arten schneller erholten als beispielsweise in der Fischerei auf Plattfische. \u00abPauschale Verbote f\u00fchren in eine Sackgasse, aus der die Krabbenfischer nicht wieder rauskommen\u00bb, betonte \u00d6zdemir. Die Umweltauswirkungen der unterschiedlichen Fischereien m\u00fcssten differenziert betrachten werden, so der 57-J\u00e4hrige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission hatte k\u00fcrzlich einen Aktionsplan f\u00fcr eine nachhaltigere Fischerei vorgelegt. Demnach soll die Fischerei mit Grundschleppnetzen &#8211; also Netzen, die den Meeresgrund ber\u00fchren &#8211; in Schutzgebieten sp\u00e4testens 2030 unzul\u00e4ssig sein. Erste Ma\u00dfnahmen sollen demnach bereits bis Ende M\u00e4rz 2024 feststehen. Dagegen formierte sich gro\u00dfer Widerstand in Deutschland.\u00a0Dabei sind die Vorschl\u00e4ge der EU-Kommission keine neuen Gesetzesvorhaben. Die Kommission betonte auf Nachfrage: \u00abEs gibt kein automatisches oder vollst\u00e4ndiges Verbot der Grundfischerei, das im M\u00e4rz 2024 in Kraft treten w\u00fcrde.\u00bb (2. April)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anti-Betrugsbeh\u00f6rde ermittelt wegen Gratis-Fl\u00fcgen von EU-Beamten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Vom Golfstaat Katar bezahlte Fl\u00fcge des EU-Spitzenbeamten <strong>Henrik Hololei<\/strong> rufen europ\u00e4ische Anti-Betrugsermittler auf den Plan. Das EU-Amt f\u00fcr Betrugsbek\u00e4mpfung Olaf best\u00e4tigte am Freitag, dass es Ermittlungen in dem Fall aufgenommen habe. Da es sich um eine laufende Untersuchung handele, k\u00f6nne man keinen weiteren Kommentar machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang M\u00e4rz war bekannt geworden, dass Hololei als Leiter der Generaldirektion Verkehr und Mobilit\u00e4t der EU-Kommission mehrfach umsonst in der Business Class mit Qatar Airways geflogen war. Zeitgleich verhandelte seine Generaldirektion ein Flugabkommen mit dem Golfstaat Katar. Auch Hotelkosten wurden nach Angaben der EU-Kommission \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beh\u00f6rde betonte, dass Hololei sich an alle geltenden Regeln gehalten habe, versch\u00e4rfte die Vorgaben dann jedoch. Anfang der Woche wurde bekannt, dass Hololei um Versetzung gebeten habe und zum 1. April von der Spitze der Generaldirektion Verkehr als Berater zur Generaldirektion Internationale Partnerschaften wechselt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Katar steht bereits im Fokus eines Bestechungsskandals rund um das Europaparlament. Belgische Ermittler werfen dem Land vor, Einfluss auf politische Entscheidungen des Parlaments genommen zu haben. Zwei Europaabgeordnete sitzen unter anderem wegen des Verdachts der Korruption und der Geldw\u00e4sche in Untersuchungshaft. (31. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arbeitslosigkeit in Eurozone verharrt auf Rekordtief<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg &#8211; In der Eurozone bleibt die Arbeitslosigkeit auf einem rekordtiefen Niveau. Im Februar verharrte die Quote bei 6,6 Prozent, wie das <strong>Statistikamt Eurostat <\/strong>am Freitag mitteilte. Niedriger war die Quote seit der Euro-Einf\u00fchrung noch nie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit einem Jahr h\u00e4lt sich die Arbeitslosigkeit im W\u00e4hrungsraum auf einem niedrigen Niveau. Im Februar 2022 hatte die Quote bei 6,8 Prozent gelegen. Wie das Statistikamt weiter mitteilte, waren in den 20 Mitgliedstaaten der Eurozone im Februar rund 11,14 Millionen Menschen arbeitslos &#8211; nach rund 11,2 Millionen im Januar. Im Jahresvergleich ging die Zahl der Arbeitslosen um 257&nbsp;000 zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den 20 L\u00e4ndern der Eurozone weist Spanien mit 12,8 Prozent nach wie vor die h\u00f6chste Arbeitslosigkeit auf. Die deutsche Quote z\u00e4hlt mit 2,9 Prozent zu den niedrigsten im W\u00e4hrungsraum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeitsmarktdaten von Eurostat basieren auf Zahlen der Internationalen Arbeitsorganisation. Die Quote f\u00fcr Deutschland ist daher deutlich niedriger als die Quote, die von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit gemeldet wird. Diese teilte am Freitag mit, dass die deutsche Quote im M\u00e4rz und Februar jeweils bei 5,7 Prozent lag. (31. M\u00e4rz)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gebrauch der f\u00fcr Krabbenfischer wichtigen Grundschleppnetze k\u00f6nnte laut EU-Pl\u00e4nen in Meeresschutzgebieten eingeschr\u00e4nkt werden. Der deutsche Fischereiminister Cem \u00d6zdemir macht sich gegen ein generelles Verbot stark. Au\u00dferdem: EU-Anti-Betrugsbeh\u00f6rde ermittelt wegen Gratis-Fl\u00fcgen von EU-Beamten und die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist auf Rekordtief.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":118875,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[7065,9515,5217,617],"class_list":["post-118773","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-arbeitslosigkeit","tag-fischerei","tag-korruption","tag-umwelt"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118773"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118773\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/118875"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=118773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=118773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}