{"id":1257015,"date":"2025-05-16T14:35:13","date_gmt":"2025-05-16T12:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1257015"},"modified":"2025-05-16T14:35:17","modified_gmt":"2025-05-16T12:35:17","slug":"digitaler-wandel-in-europas-klassenzimmern-handyverbote-und-alterskontrollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/digitaler-wandel-in-europas-klassenzimmern-handyverbote-und-alterskontrollen\/","title":{"rendered":"Digitaler Wandel in Europas Klassenzimmern: Handyverbote und Alterskontrollen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kinder, die in der Schule, zu Hause und \u00fcberall sonst an ihren Smartphone-Bildschirmen kleben, sind ein allt\u00e4gliches Bild. Die Sorge \u00fcber negative psychische Auswirkungen w\u00e4chst. Diese reichen von Ablenkung im Unterricht \u00fcber die Verbreitung von Falschinformationen durch Fake News und soziale Medienabh\u00e4ngigkeit bis hin zu Online-Bel\u00e4stigung und Mobbing.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Treffen Anfang dieser Woche in Br\u00fcssel haben die EU-Jugend- und Bildungsministerinnen und -minister eine Reihe von Ma\u00dfnahmen diskutiert. Darunter waren Handyverbote in Schulen, strengere Alterskontrollen f\u00fcr Online-Aktivit\u00e4ten, Einschr\u00e4nkungen der Nutzung sozialer Medien f\u00fcr Minderj\u00e4hrige und ein EU-weiter Plan zur Bek\u00e4mpfung von Cybermobbing.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italien steht an vorderster Front bei der Forderung nach strengeren Einschr\u00e4nkungen der Handynutzung. Bildungsminister<strong> Giuseppe Valditara <\/strong>stellte auf dem Treffen eine Initiative vor. Sie soll die Nutzung von Smartphones im Unterricht f\u00fcr unter 14-J\u00e4hrige in ganz Europa verbieten. Diplomatischen Quellen zufolge unterst\u00fctzen elf EU-Mitgliedstaaten \u2013 darunter Frankreich, Schweden, \u00d6sterreich, Zypern und Griechenland \u2013 sowie die derzeitige polnische Ratspr\u00e4sidentschaft diesen Vorschlag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn wir unsere Kinder wirklich lieben, m\u00fcssen wir ihnen in der Schule eine Pause von den Handys garantieren\u201c, sagte Valditara. Er forderte einen koordinierten Ansatz auf europ\u00e4ischer Ebene in Bezug auf \u201eden Zugang zu sozialen Netzwerken, um Ph\u00e4nomene wie Cybermobbing, Kinderpornografie, Selbstverletzungen und geschlechtsspezifische Gewalt zu bek\u00e4mpfen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EU-Kommissar f\u00fcr Jugend, <strong>Glenn Micallef, <\/strong>stellte am Montag seine Vision f\u00fcr einen Aktionsplan gegen Cybermobbing vor. \u201eSoziale Medien haben ihre Vorteile, k\u00f6nnen aber auch unsere psychische Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt beeintr\u00e4chtigen\u201c, schrieb er auf der Plattform X. \u201eIch m\u00f6chte, dass sich Menschen, insbesondere Kinder und andere gef\u00e4hrdete Gruppen, online sicher f\u00fchlen, frei von Schaden und Bel\u00e4stigung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Social media has its benefits, but it can also impact our mental health and social cohesion. <br><br>Today I launched my vision for an Action Plan on Cyberbullying! <br><br>I want people, especially children and other vulnerable groups, to feel safe online, free from harm and harassment.\u2026 <a href=\"https:\/\/t.co\/e3OW7Cnwro\">pic.twitter.com\/e3OW7Cnwro<\/a><\/p>&mdash; Glenn Micallef (@GlennMicallef) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GlennMicallef\/status\/1921934112987734236?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 12, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digitale Ablenkung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Valditara erkl\u00e4rte, dass \u201edie Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zeigen, dass der Missbrauch von Mobilger\u00e4ten in der Kindheit und Vorpubert\u00e4t die kognitive Entwicklung negativ beeinflusst, Konzentrations- und Ged\u00e4chtnisverlust, eine Verringerung der Sprachf\u00e4higkeiten und des kritischen Denkens verursacht\u201c. Der italienische Minister f\u00fcgte hinzu: \u201eNeben dem R\u00fcckgang der schulischen Leistungen wird die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Nutzung von Smartphones in jungen Jahren als eine der Hauptursachen f\u00fcr soziale Isolation anerkannt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Daten der PISA-Studie 2022 der OECD gaben rund 65 Prozent der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler&nbsp; an, w\u00e4hrend des Mathematikunterrichts durch digitale Ger\u00e4te abgelenkt zu sein. Die Studienautoren \u00e4u\u00dferten auch Bedenken hinsichtlich der Suchtgefahr: \u201eIm Durchschnitt \u00fcber die OECD-L\u00e4nder hinweg berichteten 45 Prozent der Sch\u00fcler, dass sie nerv\u00f6s oder \u00e4ngstlich wurden, wenn ihre Telefone nicht in der N\u00e4he waren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 2023 und 2024 ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse zeigten, dass ein moderater Einsatz digitaler Ger\u00e4te in der Schule und f\u00fcr das Lernen zu besseren Leistungen f\u00fchrte und die Kinder und Jugendlichen von einem \u201egr\u00f6\u00dferen Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl\u201c in der Schule berichteten. Wenn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler jedoch mehr als eine Stunde pro Tag ihre Ger\u00e4te f\u00fcr Freizeitaktivit\u00e4ten nutzten, hatten sie tendenziell schlechtere Mathematiknoten. PISA bewertet die F\u00e4higkeiten von 15-J\u00e4hrigen in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schulregeln unterschiedlich streng<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Mitgliedstaaten haben bereits Handyverbote f\u00fcr Schulen erlassen, andere ziehen sie&nbsp; in Betracht. Die Bandbreite der Einschr\u00e4nkungen variiert jedoch innerhalb einzelner Staaten, Regionen oder sogar Schulen. Sie sind auch unterschiedlich streng \u2013 von vollst\u00e4ndigen Verboten, bei denen Handys \u00fcberhaupt nicht auf dem Schulgel\u00e4nde erlaubt sind, bis hin zu einer Nutzung, die auf bestimmte Zeiten wie Pausen beschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bulgarien ist es Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern seit 2016 verboten, Smartphones im Unterricht zu benutzen. Die Regierung strebt derzeit ein vollst\u00e4ndiges Verbot von Smartphones in Schulen an, au\u00dfer f\u00fcr strikt p\u00e4dagogische Zwecke, medizinische Notwendigkeiten oder Notf\u00e4lle. Bildungsminister<strong> Krasimir Valchev <\/strong>erkl\u00e4rte, er rechne mit einer Parlamentsabstimmung im Juni.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Spanien gelten seit dem Schuljahr 2020\/21 Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Nutzung von Mobiltelefonen in Schulen, die jedoch von Region zu Region unterschiedlich sind. Der staatliche Schulrat empfahl 2024, dass die Mobiltelefone von Sekundarsch\u00fclerinnen und -sch\u00fclern bis zum Verlassen der Schule ausgeschaltet bleiben. In Vorschulen und Grundschulen wird empfohlen, sie gar nicht erst mitzubringen, es sei denn, es gibt \u201esehr spezifische\u201c individuelle Gr\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich verbot bereits 2018 Grund- und Sekundarsch\u00fclern die Nutzung von Handys auf dem Schulgel\u00e4nde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italiens Bildungsministerium zufolge ist seit vergangenen September die Nutzung von Smartphones im Klassenzimmer f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verboten. Die d\u00e4nische Regierung plant ebenfalls, die Nutzung von Mobiltelefonen in Schulen und Nachmittagsbetreuungen zu verbieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6sterreich ist das bislang letzte Land, das Einschr\u00e4nkungen eingef\u00fchrt hat. Seit dem 1. Mai gilt dort ein Handyverbot sowohl im Unterricht als auch w\u00e4hrend der Pausen. Bildungsminister <strong>Christoph Wiederkehr<\/strong> erkl\u00e4rte Anfang dieser Woche: \u201eWir sehen immer mehr Mitgliedstaaten, die dieselbe Regel \u00fcbernehmen.\u201c&nbsp; Schulen als handyfreie Zonen f\u00fchrten zu besseren Leistungen und weniger Konflikten, f\u00fcgte er hinzu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Schweden schlug die Regierung ein neues, umfassendes Verbot f\u00fcr die Nutzung von Mobiltelefonen in Grundschulen (bis zu einem Alter von 16 Jahren) vor. Die Telefone sollen morgens eingesammelt und erst wieder herausgegeben werden, wenn die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Schule verlassen. Lehrende und Schulleiterinnen und -leiter sollen Telefone, iPads, Smartwatches und andere Ger\u00e4te konfiszieren d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist wirklich wichtig, die Zeit, die Sch\u00fcler mit Telefonen und Bildschirmen in der Schule verbringen, zu reduzieren\u201c, sagte Schulministerin <strong>Lotta Edholm<\/strong> auf einer Pressekonferenz im M\u00e4rz. Eine schwedische Regierungsbeh\u00f6rde empfahl im vergangenen Jahr f\u00fcr Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren maximal zwei bis drei Stunden Bildschirmzeit pro Tag, f\u00fcr Kinder im Alter von sechs bis zw\u00f6lf Jahren ein bis zwei Stunden und f\u00fcr Kinder unter sechs Jahren nicht mehr als eine Stunde pro Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Tschechischen Republik verbieten bislang nur einzelne Schulen Mobiltelefone. Die \u00f6ffentliche Meinung tendiert jedoch zu einem Verbot von Smartphones in Schulen. Laut einer im M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichten Umfrage unterst\u00fctzen 73 Prozent der Lehrenden an Grundschulen solche Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland liegt die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Bildung bei den Bundesl\u00e4ndern. Einige L\u00e4nder fordern Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die private Nutzung von Mobiltelefonen in Schulen und planen, entsprechende Vorschriften zu erlassen. Bis dahin entwickeln viele Schulen ihre eigenen Regeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Belgien gibt es weder seitens der fl\u00e4mischen Regierung noch der Regierung der franz\u00f6sischen Gemeinschaft oder der f\u00f6deralen Regierung detaillierte Pl\u00e4ne, wie die Nutzung von Smartphones und sozialen Medien unter jungen Menschen geregelt werden soll. Die Politik konzentriert sich weitgehend auf Bildungsma\u00dfnahmen zur Medienkompetenz in Schulen, etwa durch Workshops oder Fernsehprogramme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang dieses Monats ver\u00f6ffentlichte jedoch eine Gruppe belgischer Experten und Psychiater einen offenen Brief an die fl\u00e4mische Regierung und an die belgische Bundesregierung. Sie forderten eine klarere und strengere Politik zur Nutzung von Smartphones durch Kinder und Jugendliche und sprachen sich auch daf\u00fcr aus, die Nutzung sozialer Medien bis zum Alter von 16 Jahren zu verbieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vanessa Matz<\/strong>, die f\u00f6derale Ministerin f\u00fcr Digitalisierung, erkl\u00e4rte, sie sei nicht abgeneigt, \u00fcber Verbote auf nationaler Ebene nachzudenken, betonte jedoch, dass das Thema auf europ\u00e4ischer Ebene interessanter sei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"640\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/515237237-1024x640.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1256120\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/515237237-980x613.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/515237237-480x300.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Aufkleber an einer deutschen Schule weist auf ein Handyverbot hin. Foto:  Jens Kalaene, dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>TikTok im Visier<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Ansatz, den einige L\u00e4nder verfolgen, besteht darin, den Zugang zu sozialen Medien f\u00fcr junge Menschen einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EU-Beitrittskandidat Albanien etwa ging Ende 2024 gegen TikTok vor und verbot die beliebte App f\u00fcr ein Jahr. Laut Ministerpr\u00e4sident <strong>Edi Rama<\/strong> habe dieses soziale Netzwerk Gewalt und Mobbing unter albanischen Teenagern gef\u00f6rdert. Die Regierung erkl\u00e4rte, das Verbot habe die \u00fcberw\u00e4ltigende Unterst\u00fctzung der Eltern \u2013 90 Prozent der befragten Eltern seien daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Belgien forderte Digitalisierungsministerin Matz im vergangenen Monat ebenfalls Ma\u00dfnahmen von TikTok und den europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden gegen \u201eSkinnyTok\u201c, einen TikTok-Trend, der bei Jugendlichen f\u00fcr ein extrem schlankes Erscheinungsbild wirbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Totale Verbote sind nicht der einzige Weg, Kinder online zu sch\u00fctzen \u2013 Alters\u00fcberpr\u00fcfungen und Datenschutzgesetze bieten weitere M\u00f6glichkeiten. EU-Rechtsvorschriften wie der Digital Services Act (DSA) erfordern, dass Plattformen das Alter der Nutzenden \u00fcberpr\u00fcfen, und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) soll den Datenschutz gew\u00e4hrleisten. Allerdings ist es einfach, auf \u201eIch bin \u00fcber 18\u201c zu klicken \u2013 es gibt derzeit keine zuverl\u00e4ssigen Systeme, die das Alter der Nutzerinnen und Nutzer \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, ohne Datenschutzgesetze zu verletzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron<\/strong> erkl\u00e4rte Anfang dieser Woche, er sei f\u00fcr eine Altersverifikation, bevor sich Teenager in sozialen Netzwerken registrieren. Bereits 2024 hatte er ein Verbot von sozialen Medien f\u00fcr Kinder unter 15 Jahren und ein Handyverbot f\u00fcr Kinder unter 11&nbsp; Jahren gefordert. Er betonte erneut, dass dies auch eine europ\u00e4ische Verantwortung sei: \u201eWir sollten auch parallel einen europ\u00e4ischen Kampf f\u00fchren, aber ich denke, das muss geschehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Staatsministerin f\u00fcr Digitales, <strong>Clara Chappaz,<\/strong> sagte gegen\u00fcber <em>La Tribune Dimanche<\/em>, dass Frankreich sich drei Monate Zeit nehme, um \u201eseine europ\u00e4ischen Partner zu mobilisieren\u201c f\u00fcr eine \u201eeurop\u00e4ische Vereinbarung\u201c, die soziale Medien verpflichtet, das Alter von Teenagern zu \u00fcberpr\u00fcfen. Falls dies nicht gelingt, werde die Regierung Sanktionen verh\u00e4ngen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eSoziale Medien unter 15 Jahren sind ein absolutes Nein.\u201c<\/p><cite>Frankreichs Staatsministerin f\u00fcr Digitales Clara Chappaz<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei all den Diskussionen \u00fcber Verbote darf jedoch nicht vergessen werden, dass Mobiltelefone ein allgegenw\u00e4rtiger Bestandteil unseres Lebens geworden sind \u2013 unabh\u00e4ngig vom Alter. Sie sind Werkzeuge der Kommunikation zwischen Familie und Freunden, und f\u00fcr viele Eltern ist ein Smartphone auch ein Mittel, den Aufenthaltsort ihrer Kinder im Blick zu behalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Experten, darunter der deutsche Kinderschutzexperte<strong> Benjamin Thull <\/strong>vom Landesmedienzentrum Baden-W\u00fcrttemberg, halten Verbote sogar f\u00fcr kontraproduktiv. \u201eDas Smartphone ist das Medium, durch das alles passiert. Ich denke, ein Verbot in Schulen ist ein Fehler\u201c, sagte er. Thull argumentiert, dass es Kinder und Jugendliche gibt, die zu Hause keine Medienkompetenz erlernen. Daher sollte das Thema eine wichtige Rolle in Schulen spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zwei Mal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Ablenkung bis hin zu Cybermobbing \u2013 Smartphones und soziale Medien werden f\u00fcr eine Vielzahl von Problemen verantwortlich gemacht, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler betreffen. W\u00e4hrend sich die EU an ein Verbot von Mobiltelefonen in Schulen herantastet, sind einige Mitgliedstaaten bereits deutlich weiter gegangen.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":205953,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[147,1881,19977,16505],"class_list":["post-1257015","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-eu","tag-kinder","tag-mobiltelefone","tag-schulen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1257015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1257015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1257015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/205953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1257015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1257015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1257015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}