{"id":1295015,"date":"2025-05-30T11:56:17","date_gmt":"2025-05-30T09:56:17","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1295015"},"modified":"2025-05-30T11:56:20","modified_gmt":"2025-05-30T09:56:20","slug":"oesterreich-und-luxemburg-fuer-einfachere-eu-entwaldungsverordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/oesterreich-und-luxemburg-fuer-einfachere-eu-entwaldungsverordnung\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich und Luxemburg f\u00fcr einfachere EU-Entwaldungsverordnung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; \u00d6sterreich hat sich beim Rat der EU-Landwirtschaftsministerinnen und -minister am Montag in Br\u00fcssel zusammen mit Luxemburg f\u00fcr eine einfachere EU-Entwaldungsverordnung eingesetzt, und zahlreiche Staaten \u00fcberzeugt. &#8222;Wir wollen nicht die Betroffenen in Europa mit B\u00fcrokratie fluten, wir wollen die illegale Abholzung verhindern&#8220;, erkl\u00e4rte Norbert Totschnig (\u00d6VP), Minister f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, vor dem Treffen. Er kritisierte auch die vorige Woche ver\u00f6ffentlichte Risikobewertung zur Entwaldung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wir werden heute gemeinsam mit Luxemburg ein klares Signal zur Vereinfachung der Entwaldungsverordnung setzen, zu deren grunds\u00e4tzlicher Zielsetzung wir uns bekennen&#8220;, so Totschnig. &#8222;Wir leben in einer Zeit, in der wir faire Rahmenbedingungen brauchen, wir brauchen Planungssicherheit in der Wertsch\u00f6pfungskette und eine praxisorientierte Umsetzung.&#8220; Die EU-Kommission habe zwar Leitlinien ver\u00f6ffentlicht, diese seien &#8222;gut gemeint aber nicht rechtlich verbindend&#8220;. Darum brauche es eine Gesetzes\u00e4nderung der Rechtstexte, die die Kommission im Rahmen ihrer Omnibus-Initiative vornehmen solle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission unter Ursula von der Leyen hat sich das Ziel gesetzt, dass die B\u00fcrokratie f\u00fcr Unternehmen insgesamt um rund ein Viertel sinken soll. Meldepflichten f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen sollen um 35 Prozent zur\u00fcckgehen. Bisherige Omnibus-Pakete betrafen eine Verschiebung des Lieferkettengesetzes, Ausnahmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie vereinfachte Umweltanforderungen und -kontrollen sowie leichter verf\u00fcgbare F\u00f6rderungen f\u00fcr Landwirte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4nder mit hohem Risiko zu niedrig eingestuft<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Totschnig kritisierte auch die vorige Woche ver\u00f6ffentlichte Bewertung zur Entwaldung mit drei Risikostufen: &#8222;L\u00e4nder mit hohem Entwaldungsrisiko wurden mit einem mittleren eingestuft&#8220;, das relativiere die Anstrengungen von &#8222;L\u00e4ndern wie \u00d6sterreich, die sehr strenge Gesetze haben und sehr nachhaltig wirtschaften&#8220;. Er fordert hier Nachbesserungen. Die erste Benchmarking-Liste der Kommission klassifiziert L\u00e4nder nach ihrem &#8222;niedrigen&#8220;, &#8222;normalen&#8220; oder &#8222;hohen&#8220; Entwaldungsrisiko. Die Bewertung ber\u00fccksichtigt die Produktion der sieben unter die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) fallenden Rohstoffe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6sterreich wurde in der Kategorie &#8222;niedriges Risiko&#8220; eingestuft. Brasilien und Indonesien, die f\u00fcr ihre massiven Abholzungen der Regenw\u00e4lder immer wieder in der Kritik standen, sind in der mittleren Kategorie. Die EU-Entwaldungsverordnung soll verhindern, dass Produkte auf den europ\u00e4ischen Markt kommen oder von dort aus exportiert werden, f\u00fcr deren Herstellung es zu Entwaldung kam &#8211; also eine Waldfl\u00e4che dauerhaft in Agrarfl\u00e4che umgewandelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genug Geld im n\u00e4chsten EU-Budget f\u00fcr GAP gefordert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche Agrarminister Alois Rainer erkl\u00e4rte, er unterst\u00fctze die Initiative Luxemburgs zur Entwaldungsverordnung: Die Initiative der EU, &#8222;die Entwaldung weltweit einzugrenzen, ist ein guter Vorschlag, nur die b\u00fcrokratischen Auswirkungen f\u00fcr viele L\u00e4nder in Europa gehen zu weit&#8220;, sagte Rainer. &#8222;Bei uns ist das nicht notwendig&#8220;. Im n\u00e4chsten mehrj\u00e4hrigen EU-Budget, das ab Herbst verhandelt wird, brauche es eine starke Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) mit starker finanzieller Unterst\u00fctzung. Die EU-Kommission will ihren Vorschlag Mitte Juli vorlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Totschnig bekr\u00e4ftigte, die Finanzierung der GAP m\u00fcsse im n\u00e4chsten mehrj\u00e4hrigen EU-Haushalt &#8222;Priorit\u00e4t f\u00fcr die EU haben&#8220;. Vor allem in Zeiten mit vielen geopolitischen Problemen, &#8222;wo man am Markt Volatilit\u00e4t ausgleichen und Versorgungssicherheit&#8220; garantieren m\u00fcsse, ist ausreichend Geld f\u00fcr die GAP im EU-Budget laut \u00d6sterreichs Minister wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Land&amp;Forst Betriebe begr\u00fc\u00dfen Initiative zur Entwaldungsverordnung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Initiative ist ein klares Zeichen, dass die aktuelle Umsetzung der EUDR in ihrer jetzigen Form nicht tragbar ist&#8220;, erkl\u00e4rt Konrad Mylius, Pr\u00e4sident der Land&amp;Forst Betriebe \u00d6sterreich, laut Aussendung. &#8222;Wir danken Bundesminister Norbert Totschnig f\u00fcr seinen Einsatz und begr\u00fc\u00dfen ausdr\u00fccklich den Vorsto\u00df, praktikable L\u00f6sungen f\u00fcr L\u00e4nder mit nachweislich vernachl\u00e4ssigbarem Entwaldungsrisiko zu schaffen. Ebenso fordern wir mehr Transparenz in Bezug auf die Risikobewertung und bei der Umsetzung der Verordnung, um Rechtssicherheit f\u00fcr die betroffenen Betriebe zu gew\u00e4hrleisten.&#8220; (25.05.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vorschlag wurde beim Rat der Landwirtschaftsministerinnen und<br \/>\n-minister in Br\u00fcssel pr\u00e4sentiert und von zahlreichen L\u00e4ndern unterst\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1290619,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[1021,16710,147,617],"class_list":["post-1295015","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-agrar","tag-entwaldung","tag-eu","tag-umwelt"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1295015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1290619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1295015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1295015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1295015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}