{"id":132886,"date":"2023-06-01T12:33:48","date_gmt":"2023-06-01T10:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=132886"},"modified":"2023-06-01T12:33:56","modified_gmt":"2023-06-01T10:33:56","slug":"ezb-ausblick-fuer-finanzstabilitaet-im-euroraum-bleibt-fragil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/ezb-ausblick-fuer-finanzstabilitaet-im-euroraum-bleibt-fragil\/","title":{"rendered":"EZB: Ausblick f\u00fcr Finanzstabilit\u00e4t im Euroraum bleibt fragil"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main &#8211; Banken im Euroraum sind nach Einsch\u00e4tzung der<strong> Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/strong> (EZB) nach wie vor anf\u00e4llig f\u00fcr externe Schocks. Die Aussichten f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t insgesamt seien vor dem Hintergrund des j\u00fcngsten Bankenstresses au\u00dferhalb der W\u00e4hrungsunion \u00abweiterhin fragil\u00bb, teilte die Notenbank am Mittwoch anl\u00e4sslich der Vorlage ihres halbj\u00e4hrlich erscheinenden Finanzstabilit\u00e4tsberichts mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den USA waren seit Anfang M\u00e4rz drei Regionalbanken nach enormen Mittelabz\u00fcgen aufgrund von Liquidit\u00e4tssorgen kollabiert. In Europa war die Gro\u00dfbank Credit Suisse, die bereits vorher Probleme hatte, dank einer staatlich organisierten Not\u00fcbernahme durch die Schweizer Gro\u00dfbank UBS vor dem Untergang gerettet worden. Ein Problem f\u00fcr die Institute: die rasant gestiegenen Zinsen nach Jahren von Null- und Negativzinsen. Den j\u00fcngsten Stress haben die Geldh\u00e4user im Euroraum nach Einsch\u00e4tzung der EZB zwar gut verkraftet \u00ababer h\u00f6here Finanzierungskosten und eine geringere Qualit\u00e4t der Verm\u00f6genswerte k\u00f6nnten die Rentabilit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen.\u00bb Banken m\u00fcssten m\u00f6glicherweise mehr Mittel f\u00fcr m\u00f6gliche Kreditverluste zur\u00fccklegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abIn diesem Zusammenhang ist es unerl\u00e4sslich, die Bankenunion zu vollenden und insbesondere ein gemeinsames europ\u00e4isches Einlagensicherungssystem zu schaffen\u00bb, bekr\u00e4ftigte die Notenbank. Seit Jahren streiten die Europ\u00e4er \u00fcber eine grenz\u00fcbergreifende Sicherung von Kundengeldern als dritte S\u00e4ule der europ\u00e4ischen Bankenunion neben gemeinsamer Bankenaufsicht und gemeinsamer Abwicklung von Kriseninstituten. Widerst\u00e4nde gibt es in Deutschland, wo es gut gef\u00fcllte T\u00f6pfe f\u00fcr den Notfall gibt. Sparkassen und Genossenschaftsbanken bef\u00fcrchten, dass mit ihren Geldern Schieflagen von Instituten in anderen Staaten finanziert werden. (31.Mai)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Regeln gegen \u00dcberfischung sollen strenger kontrolliert werden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Mit mehr&nbsp;Video\u00fcberwachung auf Schiffen und satellitengest\u00fctzter \u00dcberwachung sollen in der EU k\u00fcnftig Vorgaben gegen&nbsp;umweltsch\u00e4dliche \u00dcberfischung besser kontrolliert werden. \u00abMit der Einigung werden rund 70 Prozent der geltenden Vorschriften f\u00fcr die Kontrolle von Fischereifahrzeugen aktualisiert, um die Fischerei in der EU nachhaltiger zu gestalten\u00bb, teilten die&nbsp;EU-Staaten nach einem Beschluss von Unterh\u00e4ndlern des EU-Parlaments und der EU-L\u00e4nder in der&nbsp;Nacht zu Mittwoch mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer klar gegen die&nbsp;Schutzma\u00dfnahmen verst\u00f6\u00dft, muss mit Strafen rechnen, die mindestens doppelt so hoch sind wie der Durchschnittswert der gefangenen Fische, wie das Europaparlament mitteilte. Viele&nbsp;Fischbest\u00e4nde in Gew\u00e4ssern um die&nbsp;EU sind in einem schlechten Zustand. Neben Faktoren wie \u00dcberfischung setzen den Tieren andere menschengemachte Probleme wie der Klimawandel zu. Umweltsch\u00fctzer fordern deswegen schon lange, dass von zahlreichen Best\u00e4nden weniger Tiere gefangen und Kontrollen versch\u00e4rft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein&nbsp;Problem besteht etwa bei Beifang: Fischer haben oft nicht nur das im Netz, was sie tats\u00e4chlich fangen wollen. Damit der Beifang begrenzt und nicht massenhaft tot oder schwer verletzt zur\u00fcck ins Meer geworfen wird, muss er in vielen&nbsp;F\u00e4llen mit an Land gebracht werden. Die sogenannte Anlandepflicht soll durch die neuen&nbsp;Regeln besser kontrolliert werden.&nbsp;Denn ob sich Fischer daran halten, ist auf offenem Meer bislang schwer zu \u00fcberwachen. Konkret sollen den neuen Regeln zufolge Schiffe, die l\u00e4nger als 18 Meter sind und bei denen das Risiko besteht, dass sie sich nicht an die Anlandepflicht halten, k\u00fcnftig per&nbsp;Video\u00fcberwachung kontrolliert werden k\u00f6nnen. Alle Schiffe werden k\u00fcnftig \u00fcber ein satellitengest\u00fctztes System \u00fcberwacht. Die&nbsp;neuen Regeln m\u00fcssen noch formell von&nbsp;Parlament und&nbsp;EU-Staaten abgesegnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die neuen Vorgaben aber auch streng genug umgesetzt werden, m\u00fcsse sich in der Praxis zeigen, so WWF-Fischereiexpertin Stella Nemecky. An einer ausreichenden&nbsp;Umsetzung mangele es h\u00e4ufig. (31. Mai)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU und USA wollen bei K\u00fcnstlicher Intelligenz st\u00e4rker kooperieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/Lule\u00e5 &#8211; Um die Chancen von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) zu nutzen und gleichzeitig ihre Risiken einzud\u00e4mmen, wollen die EU und die USA st\u00e4rker zusammenarbeiten. So soll unter anderem eine Expertengruppe zur \u00dcberwachung und Messung bestehender und neuer KI-Risiken eingesetzt werden, wie aus einem am Mittwoch beim Handels- und Technologierat von EU und USA ver\u00f6ffentlichten gemeinsamen Statement hervorgeht. Die gemeinsamen KI-Begriffe sollen erweitert, die Fortschritte bei der Weiterentwicklung von KI-Standards und -Instrumenten f\u00fcr das Risikomanagement fortgesetzt und ein Katalog bestehender und neu entstehender Risiken entwickelt werden, hie\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daneben wollen die Vereinigten Staaten und die EU ihre Kooperation bei der KI-Forschung in bestimmten Bereichen wie der Extremwetter- und Klimavorhersage, dem Notfallmanagement oder der Optimierung von Landwirtschaft und Energienetzen weiter vorantreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die transatlantische Initiative steht im Kontext von dramatisch klingenden Warnungen: In einer am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Stellungnahme hatte eine Reihe f\u00fchrender KI-Experten dazu aufgerufen, die Risiken ernst zu nehmen. Zu den Unterzeichnern der kurzen Stellungnahme geh\u00f6rt auch der Chef des ChatGPT-Erfinders OpenAI, Sam Altman. Der Chatbot ChatGPT, der S\u00e4tze auf dem Niveau eines Menschen formulieren kann, l\u00f6ste in den vergangenen Monaten einen neuen Hype rund um K\u00fcnstliche Intelligenz aus. Die Nonprofit-Organisation, auf deren Website der Text erschien, nennt als m\u00f6gliche Gefahren von K\u00fcnstlicher Intelligenz ihren Einsatz in der Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der bilaterale Handel zwischen der EU und den USA erreichte den Angaben zufolge mit 1,55 Billionen Euro im Jahr 2022 einen historischen H\u00f6chststand, davon mehr als 100 Milliarden Euro im digitalen Handel. Seit 2021 trifft sich der europ\u00e4isch-amerikanische Handels- und Technologierat, um das gemeinsame Vorgehen in wichtigen globalen Handels-, Wirtschafts- und Technologiefragen abzustimmen. Das f\u00fcnfte Treffen soll Ende des Jahres in den USA stattfinden. (31. Mai)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00f6herer Anteil von Kindern in Deutschland &#8211; aber unter EU-Schnitt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wiesbaden &#8211; Der Anteil von Kindern an der Bev\u00f6lkerung in Deutschland ist gestiegen. Er betrug Anfang vergangenen Jahres 13,0 Prozent, wie das <strong>Statistische Bundesamt<\/strong> am Dienstag in Wiesbaden anl\u00e4sslich des Internationalen Kindertages am 1. Juni mitteilte. Ein Tiefstand war mit 12,2 Prozent Anfang 2015 gemessen worden. Von 83,2 Millionen Menschen, die Anfang 2022 in Deutschland lebten, seien 10,9 Millionen Kinder bis 13 Jahre gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im EU-Schnitt betrug der Kinder-Anteil Anfang 2022 13,9 Prozent, wie das Bundesamt mitteilte. Geringer als in Deutschland war er in Italien (11,7 Prozent), Portugal (11,8 Prozent), Malta und Griechenland (je 12,6 Prozent) sowie Spanien (12,9 Prozent). Den h\u00f6chsten Anteil wiesen Irland (18,3 Prozent), Schweden (16,4 Prozent) und Frankreich (16,2 Prozent) auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund der Entwicklung in Deutschland seien h\u00f6here Geburtenzahlen: Wurden von 2010 bis 2014 j\u00e4hrlich im Schnitt rund 682 200 Kinder geboren, waren es von 2015 bis 2020 mit durchschnittlich gut 775 600 Kindern j\u00e4hrlich deutlich mehr. 2021 war mit rund 795 500 Kindern der h\u00f6chste Stand seit 1997 erreicht worden, wie das Bundesamt mitteilte. Vergangenes Jahr waren es nach vorl\u00e4ufigen Zahlen mit 738 900 Kindern allerdings wieder weniger. (30. Mai)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Finanzstabilit\u00e4t der Banken im Euroraum bleibt nach Einsch\u00e4tzung der Europ\u00e4ischen Zentralbank weiterhin fragil. 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