{"id":13347,"date":"2022-07-11T10:03:42","date_gmt":"2022-07-11T09:03:42","guid":{"rendered":"urn:newsml:dpa-newslab.com:20190401:sch3-D1lRjqyZZKPHzW7xyZDDxik59Zq6OMtVxUPVD1qFrB8-N6gThCTzp7sr25--ZJc"},"modified":"2022-07-11T16:00:00","modified_gmt":"2022-07-11T15:00:00","slug":"nord-stream-1-ukraine-kritisiert-sanktionsausnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/nord-stream-1-ukraine-kritisiert-sanktionsausnahme\/","title":{"rendered":"Nord Stream 1: Ukraine kritisiert Sanktionsausnahme"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kiew \u2013 Die Ukraine hat gegen die geplante Lieferung der gewarteten russischen <strong>Nord-Stream-1<\/strong>-Turbine von Kanada nach Deutschland protestiert. Man sei \u00abzutiefst entt\u00e4uscht\u00bb \u00fcber die Entscheidung der kanadischen Regierung, in diesem Fall eine Ausnahme von den gegen Russland verh\u00e4ngten Sanktionen zu machen, hie\u00df es in einer am Sonntag ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung des Au\u00dfen- und Energieministeriums in Kiew. Der russische Energiekonzern Gazprom hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen nach Deutschland durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 reduziert. Begr\u00fcndet wird das in Moskau mit der fehlenden Turbine, die nach Wartungsarbeiten sanktionsbedingt nicht aus Kanada zur\u00fcckgeliefert werden kann. Nun will Kanada die Turbine erst nach Deutschland schicken lassen, statt direkt nach Russland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Russland sei auch ohne die Turbine in der Lage, Gas in vollem Umfang zu liefern, kritisierte die Ukraine. \u00abRusslands Forderung nach der obligatorischen R\u00fcckgabe der Turbine zur Fortsetzung des Gastransports ist Erpressung.\u00bb Wenn der Westen nun nachgebe, werde ein \u00abgef\u00e4hrlicher Pr\u00e4zedenzfall\u00bb geschaffen, der \u00abMoskaus Gef\u00fchl der Straflosigkeit\u00bb, verst\u00e4rke, hie\u00df es aus Kiew. Kanada wiederum hatte argumentiert, ohne die n\u00f6tige Gasversorgung w\u00fcrde die deutsche Wirtschaft sehr leiden und die Deutschen w\u00e4ren m\u00f6glicherweise nicht in der Lage, im Winter ihre Wohnungen zu heizen. (10. Juli)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Streit um Super-League-Gr\u00fcndung besch\u00e4ftigt Europ\u00e4ischen Gerichtshof<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg \u2013 Der Streit um die Gr\u00fcndung einer europ\u00e4ischen Super League im Fu\u00dfball besch\u00e4ftigt ab diesem Montag den <strong>Europ\u00e4ischen Gerichtshof.<\/strong> F\u00fcr Montag und Dienstag sind m\u00fcndliche Verhandlungen in Luxemburg angesetzt. Die <strong>European Super League Company<\/strong> hatte Klage gegen die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union UEFA und den Weltverband FIFA bei einem Gericht in Madrid eingereicht, das wiederum den EuGH anrief. Die Anh\u00f6rung ist der erste Schritt, nach einem Gutachten eines EuGH-Generalanwalts wird ein Urteil in einigen Monaten erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Super League will mit der Klage feststellen lassen, dass die UEFA und die FIFA sich der Gr\u00fcndung einer Super League widersetzten, indem sie \u00abals ein Kartell handeln und ihre beherrschende Stellung auf dem Markt der Veranstaltung internationaler Wettbewerbe f\u00fcr Fu\u00dfballvereine in Europa und auf dem Markt der Kommerzialisierung der mit diesen Wettbewerben verbundenen Rechte missbrauchen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00f6lf Top-Clubs hatten im April 2021 die Gr\u00fcndung einer Superliga verk\u00fcndet, den Plan nach massiven Protesten von Ligen, Verb\u00e4nden und Fans jedoch schnell wieder verworfen. Die drei Spitzenvereine Real Madrid, Juventus Turin und FC Barcelona wollen aber weiterhin eine Super League als Konkurrenz zur Champions League der UEFA gr\u00fcnden. (10. Juli)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EZB mahnt Banken: Milliardenrisiko Klimawandel zwingt zum Handeln<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1185\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/urnnewsmldpa.com20090101220706-99-930090-v2-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13397\"\/><figcaption>Im Licht des heranbrechenden Tages steht die Zentrale der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Osten. Foto: Frank Rumpenhorst\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main \u2013 Gro\u00dfbanken im Euroraum sind nach Einsch\u00e4tzung der EZB-Aufsicht in Summe nicht ausreichend auf milliardenschwere Klimarisiken vorbereitet und m\u00fcssen dringend nachbessern. Der erste Klimastresstest der <strong>Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/strong> (EZB) habe ergeben, dass Geldh\u00e4user die finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels noch nicht hinreichend in ihre Stresstestrahmen und internen Modelle einbez\u00f6gen. Den Berechnungen zufolge drohen Banken infolge einer Zunahme von Naturkatastrophen sowie tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen in vielen Branchen im Zuge des Umbaus hin zu einer gr\u00fcneren Wirtschaft Verluste von mindestens 70 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDie Banken des Euro-W\u00e4hrungsgebiets m\u00fcssen dringend ihre Bem\u00fchungen zur Messung und Steuerung des Klimarisikos verst\u00e4rken\u00bb, mahnte der Chef der EZB-Bankenaufsicht, <strong>Andrea Enria<\/strong>, bei der Vorlage zusammenfassender Stresstestergebnisse am Freitag. 65 Prozent der 104 untersuchten Banken schnitten demnach schwach ab und wiesen nach Angaben der Aufseher \u00aberhebliche Einschr\u00e4nkungen bei ihren Stresstestf\u00e4higkeiten\u00bb auf. Nur 20 Prozent ber\u00fccksichtigten Klimarisiken bei der Kreditvergabe. Durchfallen konnten Banken bei dem als \u00abLern\u00fcbung\u00bb deklarierten Test allerdings nicht. Der Test modellierte zum Beispiel, dass Europa f\u00fcr ein Jahr von extremer Hitze oder schweren \u00dcberschwemmungen getroffen w\u00fcrde. Ziel war es, zu ermitteln, wie sich solche Szenarien zum Beispiel auf Immobilienfinanzierungen auswirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Greenpeace bezeichnete die Ergebnisse des Tests als \u00aberschreckend\u00bb: \u00abViele Banken untersch\u00e4tzen nach wie vor die Risiken durch die Klimakrise.\u00bb Mit fehlender Vorbereitung auf Klimarisiken gef\u00e4hrdeten Banken die Finanzstabilit\u00e4t und unterliefen aktiv Klimaziele. Die Aufseher hielten fest, es sei wichtig, dass Institute \u00abgenauere Daten und Einblicke in die Umstellungspl\u00e4ne ihrer Kunden\u00bb bek\u00e4men. \u00abBanken k\u00f6nnen bei der Finanzierung der notwendigen Investitionen zur Transformation der Wirtschaft eine durchaus wichtige Rolle spielen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Der Finanzsektor k\u00f6nne nicht \u00abals Ersatz f\u00fcr eine fehlende oder zu wenig ambitionierte Klimapolitik einspringen\u00bb.<\/p><cite>kommentierte die Forscherin am Mannheimer ZEW Karolin Kirschenmann. <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EZB \u00fcberwacht seit November 2014 die gr\u00f6\u00dften Banken im Euroraum direkt. Derzeit sind dies 111 Institute, die f\u00fcr fast 82 Prozent des Bankenmarktes im W\u00e4hrungsraum der 19 L\u00e4nder stehen. (8. Juli) <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europas Bahnen bauen Hilfe f\u00fcr Kiew aus &#8211; Spurbreite vor Angleichung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien \u2013 Die europ\u00e4ischen Bahnen wollen ihre Hilfe f\u00fcr die Ukraine verst\u00e4rken und damit nicht zuletzt den Getreideexport erleichtern. Dazu wollen sich rund 30 Bahnchefs in einer \u00abUkraine-Deklaration\u00bb bekennen. Neue Terminals und Umschlagpl\u00e4tze m\u00fcssten errichtet und vorhandene k\u00fcnftig besser genutzt werden, um angesichts des Ukraine-Kriegs das Getreide per Bahn transportieren zu k\u00f6nnen, sagte der <strong>Vorstandschef der Deutschen Bahn<\/strong>, Richard Lutz, am Freitag vor Beginn des Treffens der Bahnchefs. \u00abWir suchen h\u00e4nderingend nach zus\u00e4tzlichen Kapazit\u00e4ten\u00bb. Selbst wenn der Krieg schnell zu Ende gehe, werde es wohl wegen der Minen l\u00e4nger dauern, bis der Seeweg wieder voll nutzbar sei, meinte Lutz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch eine Angleichung der Spurbreite der ukrainischen Bahn an die EU-Norm werde vonseiten Kiews vorangetrieben, sagte Lutz. \u00abDas ist ein weiteres Signal, dass der Weg der Ukraine in die europ\u00e4ische Familie voll im Gange ist. Das ist ein sch\u00f6nes Signal\u00bb, sagte Lutz. Rund 22 Millionen Tonnen Getreide w\u00fcrden auf den Export warten. Die ukrainische Bahn transportiere derzeit rund 800 000 Tonnen im Monat. Der stark reduzierte Export hat speziell in einigen L\u00e4ndern Afrikas bereits eine Lebensmittelkrise ausgel\u00f6st und international viele Waren verteuert. (8. Juli)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.&nbsp;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ukraine kritisiert Kanada f\u00fcr die Lieferung einer Gasturbine f\u00fcr Nord Stream 1. Weitere europ\u00e4ische Themen: Angesichts des Ukraine-Kriegs wollen 30 Bahnchefs neue Terminals und Umschlagpl\u00e4tze errichten, um Getreide auf Schienen besser transportieren zu k\u00f6nnen. Zudem seien laut EZB Banken unzureichend f\u00fcr Klimarisiken vorbereitet.  <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":14265,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[1031,1079,1085,1091,1155],"class_list":["post-13347","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-ezb","tag-kanada","tag-klimawandel","tag-nord-stream-1","tag-superleague"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13347\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}