{"id":1360553,"date":"2025-06-25T12:57:38","date_gmt":"2025-06-25T10:57:38","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1360553"},"modified":"2025-06-25T12:57:41","modified_gmt":"2025-06-25T10:57:41","slug":"bulgariens-weg-in-die-eurozone-chancen-und-herausforderungen-bei-der-euro-einfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/bulgariens-weg-in-die-eurozone-chancen-und-herausforderungen-bei-der-euro-einfuehrung\/","title":{"rendered":"Bulgariens Weg in die Eurozone: Chancen und Herausforderungen bei der Euro-Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. Januar 2002 war es soweit: Funkelnagelneue M\u00fcnzen und Banknoten kamen in Umlauf. Aber dieser Tag war auch von Verwirrung und manchmal h\u00f6herer Mathematik bei der Umrechnung begleitet \u2013 die gemeinsame EU-W\u00e4hrung, der Euro, wurde in physischer Form in 12 Mitgliedstaaten eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach mehreren Jahren, in denen der Euro nur als Rechnungsw\u00e4hrung genutzt wurde, feierte er schlie\u00dflich sein Deb\u00fct unter den damals etwa 308 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern der urspr\u00fcnglichen Eurozonen-Mitglieder: \u00d6sterreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Spanien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion war seit Jahrzehnten eines der Ziele der Europ\u00e4ischen Union, und seit seiner Einf\u00fchrung ist der Euro ein fester Bestandteil des internationalen Finanzsystems geworden \u2013 trotz Herausforderungen wie der europ\u00e4ischen Staatsschuldenkrise von 2008 bis 2012.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bulgarien ist das n\u00e4chste Mitgliedsland, das der W\u00e4hrungsunion beitreten wird, die derzeit aus 20 der 27 EU-L\u00e4nder besteht. Anfang Juni gab die Europ\u00e4ische Kommission in ihrem Konvergenzbericht gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Bulgarien, ab Januar 2026 den Euro zu nutzen, womit das Land das 21. Mitglied der Eurozone wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eurogruppe sprach daraufhin eine Empfehlung aus, die bei einem ECOFIN-Treffen \u2013 bei dem sich die Wirtschafts- und Finanzminister der EU regelm\u00e4\u00dfig treffen \u2013 best\u00e4tigt wurde. Was noch fehlt, ist die Zustimmung der Staats- und Regierungschefs der EU im Europ\u00e4ischen Rat, die f\u00fcr diesen Donnerstag oder Freitag erwartet wird, sowie eine endg\u00fcltige Entscheidung am 8. Juli beim n\u00e4chsten ECOFIN-Treffen. Letzteres erfordert eine einstimmige Zustimmung zur Umrechnungsrate zwischen Euro und Lew, die die Kommission voraussichtlich am 30. Juni vorschlagen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hoffnung und Nostalgie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission erkl\u00e4rte, dass Bulgarien die strengen Kriterien erf\u00fcllt habe, \u201edie sicherstellen sollen, dass ein Land bereit ist, den Euro einzuf\u00fchren, und dass seine Wirtschaft ausreichend darauf vorbereitet ist\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung wurde von anderen Mitgliedern begr\u00fc\u00dft: \u201eEine gemeinsame W\u00e4hrung f\u00fcr ein weiteres Mitglied der Europ\u00e4ischen Union ist ein bedeutender Schritt f\u00fcr die Wirtschaft der gesamten Union,\u201c sagte der slowakische Finanzminister<strong> Ladislav Kamenick\u00fd.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) \u00e4u\u00dferte sich positiv und lobte das \u201eenorme Engagement\u201c des \u00e4rmsten EU-Mitglieds, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um den Euro einzuf\u00fchren, m\u00fcssen L\u00e4nder ihre nationale Gesetzgebung an das relevante EU-Recht angleichen und spezifische Bedingungen erf\u00fcllen, die auf die wirtschaftliche Konvergenz abzielen. Diese Konvergenzkriterien sind makro\u00f6konomische Indikatoren, die sich auf Preisstabilit\u00e4t, langfristige Zinss\u00e4tze, Wechselkursstabilit\u00e4t sowie solide und nachhaltige \u00f6ffentliche Finanzen konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bulgarien mit seinen 6,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern hat mehrere Jahre damit verbracht, seine Wirtschaft vorzubereiten, insbesondere damit, die Inflation zu senken. Das Land bereitet sich bereits vor, indem Preise in beiden W\u00e4hrungen angezeigt werden, Geldautomaten aktualisiert und Ma\u00dfnahmen gegen Spekulationen ergriffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bulgarien selbst reichen die Gef\u00fchle von Begeisterung in der Regierung bis zu Widerstand auf den Stra\u00dfen: Ministerpr\u00e4sident<strong> Rosen Zhelyazkov<\/strong> bezeichnete das gr\u00fcne Licht der Kommission als \u201eeinen bemerkenswerten Tag\u201c, der auf \u201eJahre der Reformen, des Engagements und der Abstimmung mit unseren europ\u00e4ischen Partnern\u201c folgte. Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, Industrie und Banken unterst\u00fctzen die Einf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger der pro-russischen Oppositionspartei \u201eVazrazhdane\u201c protestierten wiederholt und forderten eine R\u00fcckkehr zu mehr nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t sowie die Beibehaltung der nationalen W\u00e4hrung, des Lew. Pr\u00e4sident<strong> Rumen Radev<\/strong> hatte ebenfalls \u2013 jedoch ohne Erfolg \u2013 versucht, die Einf\u00fchrung zu bremsen, indem er ein Referendum \u00fcber den Beitritt zum Euro im Jahr 2026 vorschlug. Er stellte den Zeitpunkt der Einf\u00fchrung infrage und ist der Ansicht, dass Bulgarien mehr Zeit zur Vorbereitung ben\u00f6tige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00f6ffentliche Zustimmung scheint zu schwinden. Laut der Fr\u00fchjahrsumfrage 2025 von Eurobarometer sind 43 Prozent der Bulgarinnen und Bulgaren f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Euro \u2013 ein R\u00fcckgang um 3 Prozentpunkte im Vergleich zur Herbstumfrage. 50 Prozent sind gegen den Euro, ein Anstieg um 4 Prozentpunkte seit dem letzten Herbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bulgarinnen und Bulgaren erkennen die Vorteile, ohne dabei eine rosarote Brille aufzusetzen. \u201eEs wird uns mehr Freiheit geben und das Reisen ins Ausland erleichtern,\u201c sagte Akseniya, eine 36-j\u00e4hrige Softwareentwicklerin. Sie f\u00fcgte jedoch hinzu, dass sie \u201eein wenig Nostalgie\u201c empfinde. \u201eWir verlieren ein St\u00fcck unserer Identit\u00e4t, unseren Lew.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hauptsorgen der Bulgarinnen und Bulgaren drehen sich um einen m\u00f6glichen Anstieg der Inflation und der Preise f\u00fcr Waren des t\u00e4glichen Bedarfs. Die Regierung hat eine Informationskampagne gestartet, w\u00e4hrend die Regulierungsbeh\u00f6rden die Preise \u00fcberwachen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Lev-Eur-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1360442\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Lev-Eur-2-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Lev-Eur-2-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zwei Euro-Banknoten und ein 50-Lew-Schein. Bulgarien wird am 1. Januar 2026 als 21. Mitglied der Eurozone beitreten. Photo: BTA Photo\/Milena Stoykova<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von 12 auf 21<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien war eines der ersten L\u00e4nder, das den Euro einf\u00fchrte. Die Wirtschaft des Landes profitierte von Beginn an von der Mitgliedschaft in der Union \u2013 sie wuchs beispielsweise in 40 Jahren EU-Mitgliedschaft um das Zehnfache, trotz anhaltender struktureller Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU bot Spanien ein Netz aus Stabilit\u00e4t und Disziplin in Krisenzeiten, wie etwa 2008.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl das Land mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 2,6 Prozent f\u00fcr 2025 st\u00e4rker w\u00e4chst als der Eurozonen-Durchschnitt \u2013 den die Kommission in ihrer Fr\u00fchjahrsprognose auf nur 0,9 Prozent sch\u00e4tzte \u2013 stehen Herausforderungen bevor:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) forderte Anfang des Monats die Eurozonen-L\u00e4nder mit \u201ebegrenztem\u201c finanziellem Spielraum und hoher Verschuldung, darunter Spanien, auf, bedeutende Anpassungen ihrer Haushalte vorzunehmen. Diese L\u00e4nder stehen demnach vor \u201eAusgabenzw\u00e4ngen\u201c, die mit ihren Verpflichtungen bei Sicherheit und Verteidigung sowie einer alternden Bev\u00f6lkerung verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Einf\u00fchrung des Euro in Portugal w\u00e4gt das Land immer noch die Vor- und Nachteile seiner Integration in die Eurozone ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schritt wurde damals als ein Schritt in Richtung Modernisierung und finanzielle Stabilit\u00e4t begr\u00fc\u00dft. Die Einf\u00fchrung einer gemeinsamen W\u00e4hrung bedeutete jedoch auch den Verzicht auf wichtige wirtschaftspolitische Instrumente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Zentralisierung der geldpolitischen Entscheidungen bei der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt verlor Portugal die Kontrolle \u00fcber Zinss\u00e4tze und die M\u00f6glichkeit, seine W\u00e4hrung in Krisenzeiten abzuwerten. Diese Einschr\u00e4nkung wurde besonders w\u00e4hrend der Eurozonen-Schuldenkrise deutlich, als Portugal in schwere wirtschaftliche Turbulenzen geriet und einen internationalen Rettungsschirm ben\u00f6tigte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele portugiesische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger erinnern sich auch an eine unmittelbare Auswirkung: die steigenden Kosten f\u00fcr allt\u00e4gliche G\u00fcter. Obwohl die offiziellen Daten zur&nbsp; Inflation nur moderate Anstiege zeigten, war die \u00f6ffentliche Wahrnehmung, dass die Preise nach der Einf\u00fchrung des Euro sp\u00fcrbar gestiegen seien \u2013 ein Gef\u00fchl, das die \u00f6ffentliche Meinung \u00fcber die Einheitsw\u00e4hrung weiterhin beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eurozone wuchs allm\u00e4hlich auf 20 Mitglieder: Slowenien trat 2007 bei, Zypern und Malta 2008, die Slowakei 2009, Estland 2011, Lettland 2014 und schlie\u00dflich Litauen 2015.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2023 trat Kroatien bei \u2013 bislang das j\u00fcngste Mitglied der Eurozone. Der Beitritt erfolgte w\u00e4hrend einer Phase weltweit hoher Inflation. Doch viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger machen den Euro f\u00fcr die Preisanstiege verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kroatische Zentralbank erkl\u00e4rt, dass das Land wirtschaftlich vom Euro profitiert habe, da seine Wirtschaft Stabilit\u00e4t und Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber globalen Krisen zeige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde sagte im vergangenen Jahr,&nbsp; dass Kroatiens Inflation zu den h\u00f6chsten in der Eurozone geh\u00f6re, liege teilweise daran, dass Kroatien eine der h\u00f6chsten Wachstumsraten in der EU aufweise.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Euro? Nein, danke\u2026<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch gibt es eine Reihe von L\u00e4ndern, die lieber an ihren Kronen, Korunas, Forints, Zloty und Leu festhalten, anstatt den Euro einzuf\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4nemark schloss durch eine Opt-out-Klausel im Vertrag von Maastricht 1991 dauerhaft die Einf\u00fchrung des Euro aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schweden hat keine formelle Opt-out-Klausel, stimmte aber 2003 in einem Referendum gegen den Beitritt zur Eurozone. Es nimmt nicht am Wechselkursmechanismus teil und vermeidet es de facto, dem Euro beizutreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tschechische Republik, Ungarn und Polen geh\u00f6ren ebenfalls nicht zur Eurozone und zeigen wenig Bewegung in Richtung Einf\u00fchrung. Rum\u00e4nien w\u00e4re eher bereit, beizutreten, erf\u00fcllt jedoch noch nicht die notwendigen Kriterien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tschechische Regierung beschloss im April, keinen Zeitplan f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Euro festzulegen, obwohl das Land im vergangenen Jahr drei der f\u00fcnf Kriterien erf\u00fcllt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung sei jedoch nicht wirtschaftlich begr\u00fcndet, erkl\u00e4rte Finanzminister Zbynek Stanjura: \u201eEs gibt keine klaren wirtschaftlichen Gr\u00fcnde f\u00fcr oder gegen die Einf\u00fchrung des Euro, und die Erfahrungen anderer L\u00e4nder, die den Euro in der Vergangenheit eingef\u00fchrt haben, zeigen, dass der entscheidende Faktor die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung ist,\u201c sagte der Minister.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIn der Tschechischen Republik unterst\u00fctzt derzeit nur ein Viertel der Bev\u00f6lkerung die Einf\u00fchrung des Euro. Solange die Unterst\u00fctzung nicht auf mindestens 50 Prozent steigt, macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, eine nationale W\u00e4hrung mit einer so langen Tradition aufzugeben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Euro ohne die EU<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bosnien und Herzegowina ist formal noch weit davon entfernt, den Euro einzuf\u00fchren \u2013 das Land ist weder EU-Mitglied noch erf\u00fcllt es die Mindestanforderungen des Maastricht-Vertrags.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings ist die bosnische Konvertible Mark (BAM) an den Euro gekoppelt, was dem Land bereits viele Vorteile bringt: niedrige Inflation, ein stabiler Wechselkurs und die Vermeidung von W\u00e4hrungsrisiken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Experten warnen jedoch, dass die einseitige Einf\u00fchrung des Euro ohne EU-Mitgliedschaft erhebliche Risiken birgt \u2013 insbesondere den Verlust der Kontrolle \u00fcber die Geldpolitik und die M\u00f6glichkeit, dass selbst kleinste Schocks in der Eurozone ohne Anpassungsmechanismen auf Bosnien und Herzegowina \u00fcbertragen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite zeigen Daten der Zentralbank, dass die Ersparnisse der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Euro 6,7 Milliarden BAM betragen \u2013 ein Zeichen f\u00fcr das starke Vertrauen in die europ\u00e4ische W\u00e4hrung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digitale Verwirrung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen sind die Pl\u00e4ne der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) zur Einf\u00fchrung eines \u201edigitalen Euro\u201c immer wieder Ziel von Fehlinformationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der digitale Euro w\u00e4re im Wesentlichen eine Form von Bargeld, das von der EZB abgesichert wird. Es gibt jedoch noch keine Entscheidung \u00fcber seine Einf\u00fchrung oder einen Zeitplan daf\u00fcr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch f\u00fchren Diskussionen \u00fcber die Vorbereitungen regelm\u00e4\u00dfig zu falschen Behauptungen von Euroskeptikern. Sie behaupten, dies w\u00fcrde die Abschaffung von Bargeld und eine totale finanzielle \u00dcberwachung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lesen Sie die AFP-Faktenchecks zu diesen Behauptungen auf Franz\u00f6sisch <a href=\"https:\/\/example.com\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/example.com\/\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zwei Mal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bulgarien steht kurz vor der Einf\u00fchrung des Euro: Welche Erwartungen und Bef\u00fcrchtungen haben die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger des Landes? 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