{"id":1360766,"date":"2025-06-25T15:22:47","date_gmt":"2025-06-25T13:22:47","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1360766"},"modified":"2025-06-25T15:22:51","modified_gmt":"2025-06-25T13:22:51","slug":"jeder-fuenfte-europaeer-ist-zu-viel-verkehrslaerm-ausgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/jeder-fuenfte-europaeer-ist-zu-viel-verkehrslaerm-ausgesetzt\/","title":{"rendered":"Jeder f\u00fcnfte Europ\u00e4er ist zu viel Verkehrsl\u00e4rm ausgesetzt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kopenhagen &#8211; Mehr als jeder f\u00fcnfte Europ\u00e4er ist einem Report zufolge ungesund hohen Verkehrsl\u00e4rmpegeln ausgesetzt. Sch\u00e4tzungsweise 112 Millionen Menschen in 31 analysierten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern m\u00fcssten mit einem vom Stra\u00dfen-, Bahn- und Flugverkehr verursachten Umgebungsl\u00e4rm fertigwerden, der \u00fcber den Schwellenwerten der EU-Meldevorschriften liege, schreibt die <strong>Europ\u00e4ische Umweltagentur EEA<\/strong> in einem neuen Bericht. Solche L\u00e4rmpegel seien sowohl f\u00fcr die menschliche Gesundheit sch\u00e4dlich als auch f\u00fcr die Umwelt und die Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenig Fortschritt beim L\u00e4rmschutz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Experten bem\u00e4ngeln, dass es bei der Verringerung der L\u00e4rmbelastung nur langsam vorangehe. Das EU-Ziel, die Zahl der chronisch von Verkehrsl\u00e4rm beeintr\u00e4chtigten Menschen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu senken, werde so ohne zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen wahrscheinlich nicht erreicht, warnt die in Kopenhagen ans\u00e4ssige EU-Beh\u00f6rde. Sowohl auf europ\u00e4ischer als auch auf nationaler Ebene m\u00fcsse st\u00e4rker gegen das Problem vorgegangen werden, etwa auch durch einen besseren Zugang zu ruhigen und gr\u00fcnen Fl\u00e4chen in St\u00e4dten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht umfasst im Jahr 2021 erhobene Daten aus 31 EEA-Mitgliedstaaten &#8211; dazu z\u00e4hlen neben den 27 EU-L\u00e4ndern au\u00dferdem noch Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus geht hervor, dass in Deutschland als bev\u00f6lkerungsreichstem der L\u00e4nder sch\u00e4tzungsweise fast 22 Millionen Menschen (26 Prozent der Bev\u00f6lkerung) mit L\u00e4rmpegeln jenseits des Schwellenwertes von 55 Dezibel klarkommen m\u00fcssen. F\u00fcr diesen Berichtsteil wurden L\u00e4rmpegel aus dem gesamten Tagesverlauf ber\u00fccksichtigt. F\u00fcr die Nacht alleine gab es zudem eine zweite Auswertung mit einem Schwellenwert von 50 Dezibel. Dieser wurde bei fast 15 Millionen Menschen (18 Prozent) \u00fcberschritten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kinder besonders anf\u00e4llig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verglichen mit anderen umweltbedingten Gesundheitsgefahren in Europa rangiert Verkehrsl\u00e4rm dem Bericht zufolge gleich hinter Luftverschmutzung und temperaturbedingten Faktoren auf Platz drei. Als Hauptquelle der L\u00e4rmbel\u00e4stigung haben die Experten dabei den Stra\u00dfenverkehr ausgemacht, besonders denjenigen in dicht besiedelten st\u00e4dtischen Gebieten. \u00abObwohl Schienen- und Flugl\u00e4rm insgesamt weniger Menschen betreffen, bleiben sie bedeutende lokale L\u00e4rmquellen, insbesondere in der N\u00e4he gro\u00dfer Bahnverkehrskorridore und Flugh\u00e4fen\u00bb, erg\u00e4nzt die EEA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die langfristige Belastung durch Verkehrsl\u00e4rm wird nach EEA-Angaben mit einer breiten Palette an negativen Gesundheitsfolgen in Verbindung gebracht, darunter sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Diabetes und sogar vorzeitige Todesf\u00e4lle. Besonders Kinder und Jugendliche sind demnach anf\u00e4llig f\u00fcr die Folgen des L\u00e4rms, der zum Beispiel zu Leseschw\u00e4chen, Verhaltensauff\u00e4lligkeiten und Fettleibigkeit beitragen k\u00f6nne. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">L\u00e4rm schadet Gesundheit, aber auch Artenvielfalt und Wirtschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Folgen der L\u00e4rmbelastung gehen dem Bericht zufolge aber auch \u00fcber die menschliche Gesundheit hinaus: L\u00e4rm wirke sich auch auf die Tierwelt an Land und unter Wasser aus, hinzu k\u00e4men mit Krankheiten und Gesundheitsproblemen verbundene hohe wirtschaftliche und soziale Kosten. Pro Jahr verursache die verkehrsbedingte L\u00e4rmbel\u00e4stigung in Europa den Verlust von 1,3 Millionen gesunden Lebensjahren, was j\u00e4hrlichen Kosten von mindestens 95,6 Milliarden Euro entspreche. (24. Juni)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als 112 Millionen Europ\u00e4er sind laut einem Bericht der Europ\u00e4ischen Umweltagentur EEA gesundheitssch\u00e4dlichem L\u00e4rm durch Stra\u00dfen-, Bahn- und Flugverkehr ausgesetzt. Die EU-Ziele zum L\u00e4rmschutz sind in weiter Ferne \u2013 auch Deutschland hinkt hinterher.<\/p>\n","protected":false},"author":161,"featured_media":1360792,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[117,147,20599],"class_list":["post-1360766","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-deutschland","tag-eu","tag-verkehrslaerm"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1360766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/161"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1360766"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1360766\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1360792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1360766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1360766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1360766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}