{"id":1364330,"date":"2025-06-26T17:27:09","date_gmt":"2025-06-26T15:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1364330"},"modified":"2025-06-26T17:27:13","modified_gmt":"2025-06-26T15:27:13","slug":"oesterreichische-petition-laborfleisch-nein-danke-im-eu-parlament","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/oesterreichische-petition-laborfleisch-nein-danke-im-eu-parlament\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichische Petition &#8222;Laborfleisch? Nein, danke!&#8220; im EU-Parlament"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; G\u00e4nseleberimitat oder Rinderfettzellen aus dem Labor auf den Teller: Laut EU-Abgeordnetem und \u00d6VP-Agrarsprecher Alexander Bernhuber laufen erste Zulassungsverfahren daf\u00fcr bei der Europ\u00e4ischen Lebensmittelbeh\u00f6rde bereits. Mit fast 70.000 Unterschriften wird die Petition &#8222;Laborfleisch? Nein, danke!&#8220;, initiiert von den Landwirtschaftskammern K\u00e4rnten und Steiermark, am Dienstag im Petitionsausschuss des Europ\u00e4ischen Parlaments behandelt. Sie will einen Stopp der Zulassungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Petition wird von den Pr\u00e4sidenten der Landwirtschaftskammern Andreas Steinegger (Steiermark) und Siegfried Huber (K\u00e4rnten) pers\u00f6nlich im Europ\u00e4ischen Parlament eingebracht und vorgetragen. Ihr gemeinsames Anliegen: Der Schutz der regionalen Landwirtschaft und der Erhalt der hohen Qualit\u00e4tsstandards europ\u00e4ischer Lebensmittelproduktion. Sie fordern, dass der bereits gestartete Zulassungsprozess von Laborfleischprodukten in der Europ\u00e4ischen Lebensmittelbeh\u00f6rde EFSA von der EU-Kommission umgehend gestoppt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kleine Milchviehbetriebe bedroht<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer Unterschriftenaktion in den beiden Bundesl\u00e4ndern seien 70.000 Unterschriften gemeinsam zustandegebracht worden, sagte Huber bei einem Pressegespr\u00e4ch am Montag im Br\u00fcsseler EU-Parlament. In L\u00e4ndern wie \u00d6sterreich oder Italien sei die Position klar, so der K\u00e4rntner. Er fordert eine &#8222;politische Diskussion&#8220; und &#8222;politischen Druck&#8220;. &#8222;Jedes Konkurrenzprodukt zu unserem nachhaltigen Rindfleisch&#8220; bringe die Landwirtschaft unter Druck und bedrohe gerade kleine Milchviehbetriebe mit 15 oder 20 K\u00fchen, sagt sein Kollege Steinegger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Betriebe m\u00fcssen von etwas leben k\u00f6nnen&#8220;, sieht der Steirer die Lebensmittelversorgung gef\u00e4hrdet und appelliert daher zu einem &#8222;Nein&#8220; einer Zulassung von Laborfleisch in der EU. Auch vom Argument, im Reagenzglas hergestellte Fleischprodukte k\u00f6nnten den Hunger in benachteiligten Weltregionen lindern, ist der steirische Landwirtschaftskammerpr\u00e4sident nicht \u00fcberzeugt. Wenige gro\u00dfe Konzerne w\u00fcrden dann den Markt regieren: &#8222;Kann jemand in einem benachteiligten Teil der Welt das dann kaufen?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Verarbeiteter als normale Salami&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6VP-Agrarsprecher Bernhuber hat auch ethnische Bedenken; damit ist aber nicht Tierwohl gemeint. F\u00fcr ihn ist wichtig &#8222;zu unterscheiden, was ist pflanzlich und was ist tierisch? Tierisch ist, dass sich Zellen selbst\u00e4ndig vermehren&#8220;. F\u00fcr Laborfleisch w\u00fcrden aus Tierembryonen entnommene Zellen geklont, und dann im Reagenzglas als &#8222;Haufen, die Energie und Eiwei\u00df brauchen&#8220;, wachsen. Eine damit hergestellte Salami sei &#8222;noch mehr verarbeitet als eine normale Salami&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Umwelt- und Gesundheitsfreundlichkeit im Labor hergestellter Fleischprodukte sagt Bernhuber, der die Petition unterst\u00fctzt, dass die Herstellung sehr viel Energie verbrauche und die Langzeitauswirkungen auf den menschlichen K\u00f6rper nicht gekl\u00e4rt seien. &#8222;Fleischimitate aus der Fabrik, die mit vielen k\u00fcnstlichen Zus\u00e4tzen und enormen Energieeinsatz gez\u00fcchtet werden, sind ein Angriff auf die fl\u00e4chendeckende, familiengef\u00fchrte Land- und Forstwirtschaft&#8220;, so auch Biobauer Steinegger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Europ\u00e4ischen Parlaments fordern Bernhuber, Steinegger und Huber eine EU-weite Regulierung f\u00fcr sogenannte kultivierte Fleischprodukte. Aktuell fehlen wissenschaftliche Langzeitstudien, die m\u00f6gliche gesundheitliche Auswirkungen l\u00fcckenlos kl\u00e4ren. Auch Fragen der Kennzeichnung, Herkunft, Umweltbilanz und ethischer Verantwortung sind aus Sicht der Initiatoren nicht ausreichend beantwortet. (22.06.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine von den \u00f6sterreichischen Landwirtschaftskammern K\u00e4rnten und Steiermark gemeinsam mit<br \/>\n\u00d6VP-Agrarsprecher Bernhuber eingebrachte Petition fordert einen<br \/>\nStopp der Zulassungsverfahren f\u00fcr Laborfleisch. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":714191,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[20620,147,20618],"class_list":["post-1364330","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-agrarmarkt","tag-eu","tag-laborfleisch"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1364330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1364330"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1364330\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/714191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1364330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1364330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1364330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}