{"id":139036,"date":"2023-06-29T11:17:49","date_gmt":"2023-06-29T09:17:49","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=139036"},"modified":"2023-06-29T11:17:57","modified_gmt":"2023-06-29T09:17:57","slug":"anteil-der-alleinlebenden-in-deutschland-deutlich-ueber-eu-schnitt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/anteil-der-alleinlebenden-in-deutschland-deutlich-ueber-eu-schnitt\/","title":{"rendered":"Anteil der Alleinlebenden in Deutschland deutlich \u00fcber EU-Schnitt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wiesbaden &#8211; In Deutschland leben laut Statistik anteilig deutlich mehr Menschen allein als in den meisten anderen Staaten der Europ\u00e4ischen Union. Im vergangenen Jahr lag ihr Anteil bundesweit bei 20,1 Prozent und damit deutlich \u00fcber dem EU-Schnitt von 15,8 Prozent, wie das<strong> <\/strong>deutsche <strong>Statistische Bundesamt<\/strong> am Mittwoch in Wiesbaden auf Basis von Daten der europ\u00e4ischen Statistikbeh\u00f6rde <strong>Eurostat <\/strong>mitteilte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So lebten lediglich in den skandinavischen L\u00e4ndern Finnland (25,4 Prozent), Schweden (23,5 Prozent) und D\u00e4nemark (23,2 Prozent) sowie in Litauen (22,7 Prozent) und Estland (21,8 Prozent) anteilig noch mehr Menschen allein. Besonders niedrig war die Quote hingegen in der Slowakei (3,1 Prozent), gefolgt von Zypern (8,0 Prozent), Polen (8,5 Prozent), Kroatien (9,6 Prozent) und Portugal (9,9 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut den Angaben wohnten in den meisten EU-Staaten Frauen h\u00e4ufiger allein als M\u00e4nner. So waren im vergangenen Jahr in der EU im Schnitt rund 55 Prozent aller Alleinlebenden weiblich. Zudem lebten \u00e4ltere Menschen mehr als doppelt so h\u00e4ufig allein wie der Durchschnitt der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst k\u00fcrzlich hatte das Bundesamt bekannt gegeben, dass sich der Anteil der Einpersonenhaushalte in Deutschland seit den 1950er Jahren mehr als verdoppelt hat. (28. Juni)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-B\u00fcrger sollen an Supermarktkasse leichter an Bargeld kommen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Menschen in der EU sollen k\u00fcnftig einfacher an Bargeld kommen &#8211; gleichzeitig sollen Online-Zahlungen sicherer werden. Das sehen am Mittwoch in Br\u00fcssel vorgelegte Vorschl\u00e4ge der EU-Kommission vor. Sie will etwa, dass Einzelh\u00e4ndler Scheine und M\u00fcnzen ausgeben k\u00f6nnen, ohne dass Verbraucher etwas kaufen. Zudem sollen die Transparenzvorschriften etwa f\u00fcr Geldautomatengeb\u00fchren versch\u00e4rft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mehr Sicherheit von Online-Zahlungen soll unter anderem ein System zur \u00dcberpr\u00fcfung der \u00dcbereinstimmung der IBAN-Nummern und Namen der Zahlungsempf\u00e4nger f\u00fcr \u00dcberweisungen vorgeschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elektronische Zahlungen in der EU haben Kommissionsangaben zufolge in den vergangenen Jahren stetig zugenommen und 2021 einen Wert von 240 Billionen Euro erreicht (2017: 184,2 Billionen Euro). Dabei sind neue Anbieter, die sich digitale Technologien zunutze machen, in den Markt eingetreten. Gleichzeitig entstanden auch komplexere Arten von Betrug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den Reformvorschl\u00e4gen f\u00fcr die Zahlungsdienste-Richtlinie (PSD3) solle sichergestellt werden, dass der EU-Finanzsektor in der Lage ist, sich an den fortschreitenden digitalen Wandel und die damit verbundenen Risiken und Chancen anzupassen, erkl\u00e4rte die EU-Kommission. Dies solle insbesondere den Verbrauchern zugutekommen. (28. Juni)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Keine Einigung auf Reform bei Europawahlrecht in Sicht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg &#8211; Die Europawahl im kommenden Jahr wird voraussichtlich nach alten Regeln abgehalten. Eine Einigung auf eine Reform des Europawahlrechts ist nicht in Sicht, wie bei einer \u00f6ffentlichen Sitzung eines EU-Ministertreffens am Dienstag in Luxemburg deutlich wurde. Etliche Teilnehmer wie D\u00e4nemark, die\u00a0Niederlande und Polen \u00e4u\u00dferten ihre Bedenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele EU-Mitgliedstaaten kritisierten vor allem den Vorschlag, sogenannte transnationale Listen einzuf\u00fchren. Mit der Schaffung dieser Liste soll jeder W\u00e4hler zwei Stimmen bekommen: eine f\u00fcr die Wahl der Abgeordneten in den bisher \u00fcblichen nationalen Wahlkreisen und eine f\u00fcr einen EU-weiten Wahlkreis. Mit der l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Liste k\u00f6nnten beispielsweise Wahlberechtigte aus der Bundesrepublik Kandidaten aus Frankreich, Spanien oder Belgien w\u00e4hlen. Deutschland geh\u00f6rt zu den wenigen EU-L\u00e4ndern, die diesen Vorschlag unterst\u00fctzen. Laut Europastaatsministerin <strong>Anna L\u00fchrmann<\/strong> (Gr\u00fcne) k\u00f6nnten europ\u00e4ische Parteien dadurch sichtbarer gemacht werden und nationale Parteien angehalten werden, eher ein \u00abeurop\u00e4isches Programm\u00bb zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrere Mitgliedstaaten bem\u00e4ngelten au\u00dferdem die Idee, den 9. Mai als gemeinsamen europ\u00e4ischen Wahltag einzuf\u00fchren, darunter auch Deutschland. F\u00fcr eine Annahme neuer Regeln w\u00e4re eine einstimmige Entscheidung notwendig. (27. Juni)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/urnnewsmldpa.com20090101220720-99-92082-v2-s2048.jpeg\" alt=\"Bildausschnitt: Ein silbernes iPhone steckt in einer Hosentasche.\" class=\"wp-image-23381\" width=\"850\" height=\"592\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ermittler in EU k\u00f6nnen k\u00fcnftig leichter an Mails oder SMS kommen. Foto: picture alliance \/ dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ermittler in EU\u00a0k\u00f6nnen k\u00fcnftig leichter an Mails oder SMS kommen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Polizei und Justizbeh\u00f6rden k\u00f6nnen k\u00fcnftig bei der Verfolgung von Straftaten leichter grenz\u00fcberschreitend Zugang zu elektronischen Beweismitteln wie E-Mails oder SMS bekommen. Die EU-L\u00e4nder verabschiedeten am Dienstag in Br\u00fcssel ein entsprechendes Gesetz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den neuen Regeln k\u00f6nnen Justizbeh\u00f6rden elektronische Beweismittel direkt von Telekommunikations- oder Social-Media-Unternehmen mit Sitz in einem anderen EU-Staat anfordern. Diese m\u00fcssen dann innerhalb von zehn Tagen beziehungsweise im Notfall sogar innerhalb von acht Stunden antworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sogenannte Sicherungsanordnung soll zudem verhindern, dass Beweismittel durch die Anbieter gel\u00f6scht werden. Will jemand seinen Dienst in der EU&nbsp;anbieten, muss ein gesetzlicher Vertreter benannt werden, an den sich die Justizbeh\u00f6rden richten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In mehr als 50 Prozent aller strafrechtlichen Ermittlungen wird den Angaben zufolge ein grenz\u00fcberschreitendes Ersuchen f\u00fcr elektronische Beweise gestellt. Bisher war es demnach ein komplizierter Prozess, bei Dienstleistern in einem anderen EU-Land an elektronische Beweise zu kommen. (27. Juni) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland leben deutlich mehr Menschen alleine als im EU-Vergleich. Au\u00dferdem: Bargeld soll in der Europ\u00e4ischen Union zuk\u00fcnftig einfacher zu bekommen sein. Auch EU-Ermittler k\u00f6nnen k\u00fcnftig leichter grenz\u00fcberschreitend Zugang zu elektronischen Beweismitteln kommen und die Europawahl 2024 wird vorraussichtlich nach alten Regeln abgehalten. <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":139087,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[10495,117,147,10497,8233,10496],"class_list":["post-139036","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-bargeld","tag-deutschland","tag-eu","tag-europawahlrecht","tag-sicherheit","tag-statistik"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139036"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139036\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/139087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}