{"id":1430131,"date":"2025-07-14T11:38:58","date_gmt":"2025-07-14T09:38:58","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1430131"},"modified":"2025-07-14T11:39:01","modified_gmt":"2025-07-14T09:39:01","slug":"nach-trumps-zollankundigung-ist-die-eu-am-zug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/nach-trumps-zollankundigung-ist-die-eu-am-zug\/","title":{"rendered":"Nach Trumps Zollank\u00fcndigung ist die EU am Zug"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/Berlin\/Washington\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Nach der neuen Zollank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> f\u00fcr Importe aus der EU muss Europa in den laufenden Verhandlungen eine Antwort finden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump will Einfuhren aus der EU ab dem 1. August mit einem Zoll von 30 Prozent belasten. Eigentlich war nach wochenlangen Verhandlungen eine baldige Vereinbarung zur Entsch\u00e4rfung des Handelskonflikts erwartet worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU will trotz der erneuten Eskalation durch Trump vorerst keine Gegenz\u00f6lle in Kraft setzen. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> k\u00fcndigte an, die Aussetzung der Ma\u00dfnahmen bis Anfang August zu verl\u00e4ngern. \u00abDie Vereinigten Staaten haben uns ein Schreiben mit Ma\u00dfnahmen \u00fcbermittelt, die in Kraft treten w\u00fcrden, sofern keine Verhandlungsl\u00f6sung gefunden wird\u00bb, sagte sie. \u00abWir werden daher auch die Aussetzung unserer Gegenma\u00dfnahmen bis Anfang August verl\u00e4ngern.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugleich betonte von der Leyen, dass die EU nicht tatenlos bleiben werde. Die Kommission werde in den kommenden Wochen weitere Gegenma\u00dfnahmen vorbereiten, \u00abdamit wir bestens ger\u00fcstet sind\u00bb, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump hatte die neuen geplanten Z\u00f6lle am Samstag bekanntgemacht. Ob die Einf\u00fchrung dieses Zollsatzes noch abgewendet werden kann, m\u00fcssen die Verhandlungen zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Deutschland als Exportnation besonders getroffen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschlands Wirtschaftsministerin <strong>Katherina Reiche <\/strong>teilte mit: \u00abEs geht jetzt in der verbleibenden Zeit f\u00fcr die EU darum, pragmatisch eine L\u00f6sung mit den USA zu verhandeln, die sich auf die wesentlichen gro\u00dfen Konflikt-Punkte konzentriert.\u00bb US-Sonderz\u00f6lle w\u00fcrden laut Reiche nicht nur die exportierenden Unternehmen in Europa treffen, sondern auch sp\u00fcrbare wirtschaftliche Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Verbraucher auf der anderen Seite des Atlantiks haben.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Finanzminister und Vizekanzler <strong>Lars Klingbeil<\/strong> betonte, die Z\u00f6lle bedrohten die amerikanische Wirtschaft mindestens genauso stark wie Unternehmen in Europa. Der Sozialdemokrat forderte eine Deeskalation auf beiden Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings machte Klingbeil f\u00fcr die Bundesregierung auch deutlich, dass sie nicht klein beigeben will. \u00abWenn eine faire Verhandlungsl\u00f6sung nicht gelingt, dann m\u00fcssen wir entschlossene Gegenma\u00dfnahmen treffen, um Arbeitspl\u00e4tze und Unternehmen in Europa zu sch\u00fctzen.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trump l\u00e4sst Spielraum erkennen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Ratspr\u00e4sident <strong>Ant\u00f3nio Costa<\/strong> kritisierte in sozialen Netzwerken: \u00abZ\u00f6lle sind Steuern. Sie heizen die Inflation an, schaffen Unsicherheit und hemmen das Wirtschaftswachstum.\u00bb Die EU stehe geeint zusammen und sei bereit, ihre Interessen zu sch\u00fctzen, f\u00fcgte der Portugiese hinzu.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump l\u00e4sst in seinem Brief Spielraum erkennen: Zwar drohte er im Falle von Gegenma\u00dfnahmen mit weiteren Zollerh\u00f6hungen. Zugleich schreibt der US-Pr\u00e4sident: Sollte die EU bereit sein, ihre Handelsm\u00e4rkte f\u00fcr die Vereinigten Staaten zu \u00f6ffnen und Handelsbarrieren zu beseitigen, werde man eine Anpassung des Schreibens in Erw\u00e4gung ziehen. Die Z\u00f6lle k\u00f6nnten je nach Entwicklung der Beziehungen nach oben oder unten angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das sieht der Zollsatz vor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neue Zollsatz von 30 Prozent gilt demnach auf alle Waren, die die EU in die Vereinigten Staaten einf\u00fchren m\u00f6chte. Davon ausgenommen sind bestimmte Branchen, bei denen Trump andere Aufschl\u00e4ge verlangt. Bislang galten etwa f\u00fcr Auto und Autoteile sowie Stahl und Aluminium andere S\u00e4tze. Bislang belegen die USA importierte EU-Autos und -Autoteile mit einem Zollsatz von 25 Prozent, bei Stahl und Aluminiumeinfuhren sind es 50 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pr\u00e4sidentin des deutschen Auto-Branchenverbandes VDA,<strong> Hildegard M\u00fcller<\/strong>, kommentierte: \u00abDie Kosten f\u00fcr unsere Unternehmen sind bereits im Milliarden-Bereich &#8211; und mit jedem Tag w\u00e4chst die Summe.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Deutschland sind die USA der wichtigste Handelspartner. Mit seiner Zollpolitik will der Republikaner angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und erreichen, dass mehr in den USA produziert wird. Im weltweiten Zollkonflikt hatte Trump zun\u00e4chst eine Frist vom 9. Juli f\u00fcr neue Z\u00f6lle gesetzt und diese dann vor wenigen Tagen auf den 1. August verl\u00e4ngert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den vergangenen Wochen hatten die USA mit vielen L\u00e4ndern verhandelt. Zuletzt folgten Briefe an zahlreiche L\u00e4nder mit neuen Zollbestimmungen. Die H\u00f6he der zus\u00e4tzlichen Geb\u00fchr f\u00fcr Einfuhren aus der EU liegt dabei im Mittelfeld. (13. Juli)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>US-Pr\u00e4sident Trump will 30 Prozent Zoll auf Importe aus der EU. Die Europ\u00e4er wollen trotz des zunehmenden Drucks weiter verhandeln.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1429829,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[147,1193,603],"class_list":["post-1430131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eu","tag-handel","tag-usa"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1430131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1430131"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1430131\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1429829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1430131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1430131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1430131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}