{"id":1437435,"date":"2025-07-15T16:42:23","date_gmt":"2025-07-15T14:42:23","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1437435"},"modified":"2025-07-15T16:42:27","modified_gmt":"2025-07-15T14:42:27","slug":"eu-legt-neue-liste-fuer-gegenzoelle-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-legt-neue-liste-fuer-gegenzoelle-vor\/","title":{"rendered":"EU legt neue Liste f\u00fcr Gegenz\u00f6lle vor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Die EU bereitet nach den neuen Zollank\u00fcndigungen von US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> zus\u00e4tzliche Gegenz\u00f6lle auf Importe aus den USA im Wert von 72 Milliarden Euro vor. Bei einem Handelsministertreffen in Br\u00fcssel habe es Einigkeit dar\u00fcber gegeben, dass man f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle gewappnet sein sollte, erkl\u00e4rte der zust\u00e4ndige EU-Kommissar <strong>Maros Sefcovic<\/strong> in einer Pressekonferenz.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich die EU bis Anfang August weiter um eine Verhandlungsl\u00f6sung bem\u00fchen wird. Ab dann will Trump nach seiner Ank\u00fcndigung vom vergangenen Samstag Z\u00f6lle in H\u00f6he von 30 Prozent auf Einfuhren aus der EU erheben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sefcovic warnte, dass die Umsetzung der Trump-Pl\u00e4ne drastische Auswirkungen auf den transatlantischen Handel haben w\u00fcrde. \u00abSeien wir ehrlich: Ein Zollsatz von 30\u202fProzent k\u00e4me einem faktischen Handelsverbot gleich\u00bb, sagte er. Wenn er in Kraft treten sollte, sei mit erheblichen negativen Auswirkungen auf beiden Seiten des Atlantiks zu rechnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">List umfasste zun\u00e4chst Importe im Wert von 95 Milliarden Euro<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Vorbereitungen f\u00fcr die Gegenma\u00dfnahmen geht es um eine Liste mit Industrie- und Agrarerzeugnissen aus den USA, die von neuen Z\u00f6llen der EU betroffen sein sollen, falls die europ\u00e4ischen Bem\u00fchungen f\u00fcr eine g\u00fctliche Einigung scheitern. Sie wurde nach einer \u00f6ffentlichen Konsultation zuletzt noch einmal etwas angepasst. Urspr\u00fcnglich umfasste sie Importe aus den USA in die EU im Wert von sogar 95 Milliarden Euro.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Produkte vorerst von der Liste gestrichen wurden, sagte Sefcovic bisher nicht. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass sie nun noch einmal von den Mitgliedstaaten diskutiert werden kann. Auf der ersten Vorschlagsliste hatten auch symbolisch relevante US-Erzeugnisse wie Flugzeuge, Autos und Bourbon Whiskey gestanden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trump-Brief bringt \u00abv\u00f6llig andere Dynamik\u00bb<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber das Vorgehen von Trump \u00e4u\u00dferten sich bei dem Treffen sowohl Sefcovic als auch die derzeitige d\u00e4nische EU-Ratspr\u00e4sidentschaft schwer entt\u00e4uscht. \u00abWir haben wochenlang \u00fcber eine Grundsatzvereinbarung verhandelt, und ich denke, wir waren fast am Ziel\u00bb, sagte der EU-Kommissar. Trumps Brief bringe nun \u00abeine v\u00f6llig andere Dynamik\u00bb.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der d\u00e4nische Au\u00dfenminister <strong>Lars L\u00f8kke Rasmussen<\/strong> nannte Trumps Ank\u00fcndigung in seiner Funktion als Vorsitzender des EU-Handelsrats \u00ababsolut inakzeptabel und ungerechtfertigt\u00bb. Auch er machte deutlich, dass die USA im Fall einer Umsetzung ihrer Ank\u00fcndigungen mit entschlossenen Gegenma\u00dfnahmen rechnen m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits beschlossen sind Gegenz\u00f6lle f\u00fcr den Fall, dass die vor Monaten eingef\u00fchrten neuen Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte nicht wieder aufgehoben werden. Sie betreffen nach fr\u00fcheren EU-Angaben Ausfuhren der Vereinigten Staaten im Wert von insgesamt 21 Milliarden Euro und k\u00f6nnten zu den Z\u00f6llen auf die Exporte im Wert von 72 Milliarden Euro hinzukommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem bereitete die EU-Kommission zuletzt auch Beschr\u00e4nkungen bestimmter EU-Exporte von Stahlschrott und chemischen Erzeugnissen in die USA im Wert von 4,4&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro vor. Und sie schlie\u00dft ausdr\u00fccklich auch die Nutzung des neuen EU-Instruments gegen Zwangsma\u00dfnahmen nicht aus. Mit diesem k\u00f6nnte zum Beispiel US-Unternehmen der Zugang zu \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen in der EU versperrt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drohender Handelskrieg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den weiteren Verhandlungen sagte Sefcovic, er habe trotz des Briefes von Trump das Gef\u00fchl, dass auch seine US-amerikanischen Gespr\u00e4chspartner bereit zu weiteren Verhandlungen seien. Er sei hundertprozentig \u00fcberzeugt, dass eine Verhandlungsl\u00f6sung viel besser sei als die Spannungen, die im Fall einer weiteren Eskalation nach dem 1. August entstehen k\u00f6nnten, sagte Sefcovic: \u00abDiese Sache wird sonst nicht gut ausgehen.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als besonders verwundbar in einem Handelskrieg gilt die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft. Nach einer Analyse der Bundesbank ist fast jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande vom Export abh\u00e4ngig, der bereits 2024 schrumpfte und nun wegen des Zollstreits mit den USA unter zus\u00e4tzlichem Druck steht.\u00a0 (14. Juli)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU packt angesichts der Eskalation des Zollkonflikts durch US-Pr\u00e4sident Donald Trump ihre Druckmittel aus.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1437469,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[147,1193,20826,603,19106],"class_list":["post-1437435","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eu","tag-handel","tag-handelsstreit","tag-usa","tag-zoelle"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1437435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437435\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1437469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1437435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1437435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1437435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}