{"id":1441737,"date":"2025-07-16T12:14:26","date_gmt":"2025-07-16T10:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1441737"},"modified":"2025-07-16T13:37:15","modified_gmt":"2025-07-16T11:37:15","slug":"die-uebersehene-umweltgefahr-in-der-eu-laerm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/die-uebersehene-umweltgefahr-in-der-eu-laerm\/","title":{"rendered":"Die \u00fcbersehene Umweltgefahr in der EU: L\u00e4rm"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sommerferienzeit ist in vollem Gange. Wer sehnt sich nicht danach, in ein ruhiges Bergdorf oder an einen abgelegenen Strand zu entfliehen? Doch die Anreise mit Auto, Zug oder Flugzeug tr\u00e4gt ihren Teil zu der hohen L\u00e4rmbelastung bei, unter der Millionen Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er auf dem gesamten Kontinent leiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut den neuesten Sch\u00e4tzungen der <a href=\"https:\/\/www.eea.europa.eu\/en\/analysis\/indicators\/exposure-of-europe-population-to-noise?activeAccordion=546a7c35-9188-4d23-94ee-005d97c26f2b\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.eea.europa.eu\/en\/analysis\/indicators\/exposure-of-europe-population-to-noise?activeAccordion=546a7c35-9188-4d23-94ee-005d97c26f2b\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ischen Umweltagentur (EEA)<\/a> ist mehr als jede bzw. jeder f\u00fcnfte EU-B\u00fcrgerin oder -B\u00fcrger chronisch sch\u00e4dlichen L\u00e4rmbelastungen ausgesetzt. In st\u00e4dtischen Gebieten ist die Zahl noch h\u00f6her. Die Hauptquelle ist sowohl dort als auch in l\u00e4ndlichen Gebieten der Stra\u00dfenverkehr, gefolgt von Schienen- und Flugl\u00e4rm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet L\u00e4rm als die zweitgr\u00f6\u00dfte umweltbedingte Ursache f\u00fcr gesundheitliche Probleme, direkt nach den Auswirkungen verschmutzter Luft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Thema L\u00e4rmbelastung geh\u00f6rt zu den Null-Schadstoff-Zielen der Europ\u00e4ischen Kommission. Bis 2030 soll die Zahl der Menschen, die an einer chronischen Belastung durch Verkehrsl\u00e4rm leiden, im Vergleich zu 2017 um 30 Prozent reduziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU definiert in ihrer <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/ALL\/?uri=celex%3A32002L0049\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/ALL\/?uri=celex%3A32002L0049\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umgebungsl\u00e4rmrichtlinie (END)<\/a> L\u00e4rmschwellen. Allerdings legt sie keine Grenzwerte f\u00fcr L\u00e4rm fest und schreibt auch keine Ma\u00dfnahmen vor, die die Mitgliedstaaten in ihre Aktionspl\u00e4ne zur L\u00e4rmbek\u00e4mpfung aufnehmen m\u00fcssen. Dies f\u00e4llt in die Zust\u00e4ndigkeit der Mitgliedstaaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU reguliert jedoch L\u00e4rmemissionen an der Quelle, beispielsweise durch Gesetze, die festlegen, wie viel L\u00e4rm Fahrzeuge erzeugen d\u00fcrfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Schwellenwerte f\u00fcr L\u00e4rm beziehen sich auf Belastungsniveaus von 55 Dezibel (dB) oder mehr w\u00e4hrend des gesamten Tages-Abend-Nacht-Zeitraums (Lden) und 50 dB in der Nacht (Lnight). 55 dB entsprechen moderaten Ger\u00e4uschen, wie sie etwa auf einer Stra\u00dfe, in einem Wohngebiet oder bei einem normalen Gespr\u00e4ch auftreten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie L\u00e4rm uns schadet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn 55 dB nicht sehr laut erscheinen m\u00f6gen, warnt die WHO, dass chronische Belastung durch Umgebungsl\u00e4rm sowohl physische als auch psychische Auswirkungen auf die Gesundheit hat. \u201eDas Leben in einem von Verkehrsl\u00e4rm betroffenen Gebiet ist mit einem erh\u00f6hten Risiko verbunden, eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen zu entwickeln. Dazu geh\u00f6ren Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und psychische Erkrankungen,\u201c erkl\u00e4rte die WHO bereits 2018.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00fcrden die strengeren Kriterien der WHO (zwischen 45, 53 und 54 Lden f\u00fcr Flugzeug-, Stra\u00dfen- und Schienenl\u00e4rm) in der EU gelten, w\u00fcrde die Zahl der Betroffenen \u2013 etwa 20 Prozent oder rund 106 Millionen Menschen \u2013 auf \u00fcber 30 Prozent steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langfristige Belastung tr\u00e4gt j\u00e4hrlich zu 48.000 neuen F\u00e4llen von Herzkrankheiten und 12.000 vorzeitigen Todesf\u00e4llen in Europa bei. Sch\u00e4tzungen zufolge leiden zudem \u00fcber 22 Millionen Menschen unter schweren chronischen Belastungen und 6,5 Millionen unter Schlafproblemen. Umgebungsl\u00e4rm wird auch mit kognitiven und psychischen St\u00f6rungen in Verbindung gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dr. Mar\u00eda \u00c1ngeles Bonmat\u00ed <\/strong>von der Spanischen Gesellschaft f\u00fcr Schlafmedizin (SES) erkl\u00e4rte, dass n\u00e4chtlicher L\u00e4rm die Entspannung und Trennung vom Alltag verhindert, die notwendig sind, um einzuschlafen. \u201eEr kann uns abrupt wecken oder in oberfl\u00e4chlichen Schlafphasen halten, was dazu f\u00fchrt, dass die Schlafqualit\u00e4t durch Ver\u00e4nderungen in der Schlafstruktur leidet: Wir brauchen l\u00e4nger, um einzuschlafen, wachen fr\u00fcher auf, als wir m\u00fcssten, oder verbringen weniger Zeit im Tief- und REM-Schlaf,\u201c sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tags\u00fcber anhaltender L\u00e4rm wird mit erh\u00f6htem Blutdruck und Stress sowie einer Verschlechterung der Stimmung in Verbindung gebracht, f\u00fcgte sie hinzu. \u201eEs ist wichtig, dass die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die Bedeutung von Schlaf und Ruhe f\u00fcr ihre Nachbarn verstehen und dass Institutionen eine knappe Ressource wie Stille sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umgebungsl\u00e4rm wirkt sich auch negativ auf Wildtiere im Wasser und auf Land aus. Er kann Verhaltensst\u00f6rungen, Kommunikationsprobleme und eingeschr\u00e4nkte Fortpflanzungsf\u00e4higkeit ausl\u00f6sen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"639\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/MAP1-273855-TERM005-v4-1-1024x639.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1441923\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/MAP1-273855-TERM005-v4-1-980x611.png 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/MAP1-273855-TERM005-v4-1-480x299.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Auf der Landkarte zeigt die EEA L\u00e4rmbelastung innerhalb urbaner Gebiete in der EU. Copyright: European Commission, European Environment Agency (EEA)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wer macht all diesen L\u00e4rm?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verkehrsl\u00e4rm gilt als Hauptverursacher, und Stra\u00dfenverkehr als prim\u00e4re Quelle der L\u00e4rmbelastung. In einer im Dezember 2024 ver\u00f6ffentlichten Bewertung \u2013 basierend auf Daten aus dem Jahr 2022 \u2013 stellte die Europ\u00e4ische Umweltagentur (EEA) zwar einen marginalen R\u00fcckgang der Belastung in diesem Bereich fest. Gleichzeitig warnte die EEA, dass diese durch die zunehmende Urbanisierung und damit steigende Verkehrsdichte wieder steigen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein R\u00fcckgang des Flugl\u00e4rms \u2013 vermutlich eine Folge der Covid-19-Pandemie \u2013 war jedoch nur von kurzer Dauer: Wie die Luftfahrt-Sicherheitsbeh\u00f6rde Eurocontrol Anfang dieses Sommers mitteilte, sind mit 37.000 Fl\u00fcgen an Spitzentagen die Verkehrsvolumina \u2013&nbsp; und damit auch die L\u00e4rmpegel \u2013 wieder auf dem gleichen Niveau wie vor der Pandemie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Frankreich k\u00fcndigte die Regierung vergangene Woche striktere Bedingungen f\u00fcr Nachtfl\u00fcge am Flughafen Paris-Orly an, um die L\u00e4rmbelastung zu reduzieren \u2013 allerdings ohne die Anzahl der Fl\u00fcge zu verringern, wie es von Umweltschutz- und Anwohnergruppen gefordert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den neuen Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rt eine Sperre ab 22 Uhr f\u00fcr die lautesten Flugzeuge: \u201eNur die leisesten Flugzeuge d\u00fcrfen nach 22 Uhr starten und landen,\u201c lie\u00df das Verkehrsministerium in einer Mitteilung verlauten. Um den Schlaf der Anwohnenden zu sch\u00fctzen, gilt f\u00fcr den zweitgr\u00f6\u00dften Flughafen Frankreichs au\u00dferdem ein striktes Nachtflugverbot zwischen 23:30 Uhr und 6:00 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach anhaltenden Protesten gegen den L\u00e4rm k\u00fcndigte die Regierung au\u00dferdem Pl\u00e4ne an, den Einsatz von Schallschutzma\u00dfnahmen rund um gro\u00dfe Flugh\u00e4fen in ganz Frankreich zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Psssst!<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bem\u00fchungen zur Reduzierung der L\u00e4rmbelastung in Europa sind uneinheitlich und oft Regionen oder sogar den lokalen Gemeinden \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daten des italienischen Umweltforschungsinstituts ISPRA zeigen, dass ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung L\u00e4rmpegeln ausgesetzt ist, die die von der WHO empfohlenen Grenzwerte sowohl tags\u00fcber als auch nachts \u00fcberschreiten. Dennoch haben mehrere Regionen keine Gesetze zur L\u00e4rmbek\u00e4mpfung erlassen, und weniger als zwei Drittel der Gemeinden haben ein nationales Instrument zur Verwaltung der L\u00e4rmbelastung angenommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Spanien sind laut Daten der SES aus dem Jahr 2024 etwa 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung tags\u00fcber L\u00e4rmpegeln ausgesetzt, die die WHO-Grenzwerte \u00fcberschreiten. Der EEA zufolge verursacht L\u00e4rmbelastung dort j\u00e4hrlich mehr als 1.000 vorzeitige Todesf\u00e4lle und 4.000 Krankenhausaufenthalte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Teil der L\u00e4rmbelastung ist auch auf die Menschen selbst zur\u00fcckzuf\u00fchren: In historischen Vierteln von Madrid, Barcelona und Valencia, wo viele Wohnungen keine Klimaanlage haben und das \u00d6ffnen der Fenster im Sommer unerl\u00e4sslich ist, ist eine erholsame Nachtruhe nahezu unm\u00f6glich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtliche Schritte gegen den L\u00e4rm gehen inzwischen weit \u00fcber Bars hinaus. In ganz Spanien sind Anti-L\u00e4rm-Vereinigungen entstanden. \u201eDas Einzige, was uns von anderen L\u00e4ndern unterscheidet, ist, dass wir lauter sind,\u201c schrieb der spanische Autor Ignacio Peyr\u00f3 k\u00fcrzlich in der Tageszeitung El Pa\u00eds.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland forderten mehrere Bundesl\u00e4nder bereits 2023 die Bundesregierung auf, strengere Gesetze gegen Verkehrsl\u00e4rm zu erlassen. Laut Statistiken des Umweltbundesamtes (UBA) aus demselben Jahr sind allein rund um Hauptverkehrsstra\u00dfen etwa 8,5 Millionen Deutsche gesundheitsgef\u00e4hrdendem L\u00e4rm ausgesetzt, w\u00e4hrend 6,4 Millionen unter lautem Schienenverkehr leiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde innerhalb geschlossener Ortschaften als wirksames Mittel zur Reduzierung des Stra\u00dfenl\u00e4rms.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00e4rmbelastung im EU-Beitrittskandidatenland Nordmazedonien liegt im europ\u00e4ischen Durchschnitt, doch im Vergleich zu vielen Urlaubszielen ist es dort ruhiger, was Tourismus und Menschenmengen betrifft. Laut Statistiken des Innenministeriums wird in der beliebtesten Touristenstadt Ohrid die h\u00f6chste Anzahl an L\u00e4rmbeschwerden registriert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"775\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Traffic-in-the-Brussels-European-Quarter-e1752656829778-1024x775.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1441644\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Traffic-in-the-Brussels-European-Quarter-e1752656829778-980x551.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Traffic-in-the-Brussels-European-Quarter-e1752656829778-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verkehrsstau im Br\u00fcsseler Europaviertel. Foto: Ivonne Marschall, enr<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zeit, in Ohrst\u00f6psel zu investieren?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <a href=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/ECAPublications\/SR-2025-02\/SR-2025-02_EN.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/ECAPublications\/SR-2025-02\/SR-2025-02_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ische Rechnungshof (ECA)<\/a> nahm in einem im Januar ver\u00f6ffentlichten Bericht die Anti-Verschmutzungs-Politik der Kommission genauer unter die Lupe und kritisierte L\u00fccken und Verz\u00f6gerungen bei der Bewertung und Berichterstattung \u00fcber L\u00e4rmbelastung durch die Mitgliedstaaten. Er bem\u00e4ngelte auch das Fehlen von EU-Grenzwerten oder Reduktionszielen f\u00fcr L\u00e4rm. \u201eWir sind der Ansicht, dass das Fehlen von EU-L\u00e4rmminderungszielen die Mitgliedstaaten davon abh\u00e4lt, Ma\u00dfnahmen zur wirksamen Reduzierung der L\u00e4rmbelastung zu priorisieren,\u201c schrieben die Pr\u00fcfenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Verwaltungen in St\u00e4dten sei es schwer, wirksame Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, da es an Koordination zwischen den Beh\u00f6rden mangele, Zweifel an der Wirksamkeit der Ma\u00dfnahmen best\u00fcnden und Widerstand von Anwohnenden zu sp\u00fcren sei, f\u00fcgte der ECA hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er empfahl, EU-weite Ziele in die Richtlinie \u00fcber Umgebungsl\u00e4rm (END) aufzunehmen und die Grenzwerte f\u00fcr L\u00e4rmbelastung bis 2029 an die von der WHO empfohlenen Werte anzugleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fehlen von Daten macht es schwerer, Fortschritte zu bewerten. Mit Blick auf 2030 erkl\u00e4rte die EEA in ihrer Bewertung von 2025, das Ziel, die Zahl der von Verkehrsl\u00e4rm betroffenen Menschen um 30 Prozent zu reduzieren, sei \u201enicht auf Kurs\u201c. Im Vergleich zum Ausgangswert von 2017 gebe es nur eine 2-prozentige Ver\u00e4nderung .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zwei Mal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es um Umweltverschmutzung geht, fallen vielen Menschen schnell Luft und Wasser ein. Doch eine ebenso gef\u00e4hrliche, aber unsichtbare Gefahr ist stets in H\u00f6rweite: L\u00e4rm.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1441511,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[20901,20585,20902,20900],"class_list":["post-1441737","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-eea-2","tag-laerm","tag-laermbelastung","tag-umweltverschmutzung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1441737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1441737"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1441737\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1441511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1441737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1441737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1441737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}