{"id":146900,"date":"2023-07-26T13:01:52","date_gmt":"2023-07-26T11:01:52","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=146900"},"modified":"2023-07-26T13:01:53","modified_gmt":"2023-07-26T11:01:53","slug":"bosniens-weg-in-die-eu-wird-durch-interne-spaltungen-erschwert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/bosniens-weg-in-die-eu-wird-durch-interne-spaltungen-erschwert\/","title":{"rendered":"Bosniens Weg in die EU wird durch interne Spaltungen erschwert"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr hat Bosnien und Herzegowina (BiH) z\u00fcgig eine neue Regierung gebildet und ist einer EU-Mitgliedschaft einen gro\u00dfen Schritt n\u00e4her gekommen, als es nach vielen Jahren des Wartens den Kandidatenstatus erhielt. Innenpolitische Probleme sorgen jedoch f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte politische Krise seit dem Friedensabkommen von Dayton von 1995, das den Krieg in den 1990er Jahren beendet hat. Sie k\u00f6nnte die Region destabilisieren und die euro-atlantische Zukunft des Landes gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Dayton-Abkommen teilte Bosnien und Herzegowina in zwei Entit\u00e4ten: eine bosnisch-kroatische F\u00f6deration und die Republika Srpska (RS). Sie sind durch eine schwache Zentralregierung miteinander verbunden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bosnischer Serbenf\u00fchrer Dodik auf Kollisionskurs mit dem internationalen Gesandten Schmidt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pr\u00e4sident der mehrheitlich bosnisch-serbischen Republika Srpska, <strong>Milorad Dodik<\/strong>, ein Verb\u00fcndeter des Kremls, \u00fcbt seit Jahren einen enormen Einfluss auf die serbische Entit\u00e4t des Landes aus und hat h\u00e4ufig ethnische Spannungen gesch\u00fcrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Wochen unterzeichnete Dodik zwei umstrittene Gesetze, die beide als aufr\u00fchrerische Rhetorik und sezessionistische politische Ma\u00dfnahmen betrachtet werden und nach Ansicht Washingtons das Friedensabkommen von Dayton untergraben. Heftige Reaktionen kamen auch von der bosnisch-kroatischen F\u00f6deration sowie aus Paris, Rom und Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Denis Be\u0107irovi\u0107<\/strong>, Mitglied der Pr\u00e4sidentschaft von Bosnien und Herzegowina, erkl\u00e4rte, dass Dodik &#8222;das Friedensabkommen von Dayton sowie die Unabh\u00e4ngigkeit, Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t von Bosnien und Herzegowina und damit Frieden und Sicherheit offen bedroht&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem ersten von Dodik am 7. Juli unterzeichneten Gesetz werden Gerichtsurteile des bosnischen Verfassungsgerichts nicht mehr anerkannt. Das Verfassungsgericht von Bosnien und Herzegowina besteht aus neun Richtern, von denen drei vom Pr\u00e4sidenten des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs f\u00fcr Menschenrechte gew\u00e4hlt werden. Die anderen vier werden von der F\u00f6deration und zwei von der RS gew\u00e4hlt. Dodik fordert, dass die ausl\u00e4ndischen Richter durch einheimische ersetzt werden. Au\u00dferdem behauptet er, dass das unbewegliche Verm\u00f6gen in der RS bosnisch-serbisches Eigentum ist und nicht dem Staat geh\u00f6rt. Laut Dodik werden die Urteile des bosnischen Verfassungsgerichts in der RS solange nicht angewandt bis es reformiert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zweite Gesetz erm\u00f6glicht es der bosnisch-serbischen Entit\u00e4t, Entscheidungen des obersten internationalen Gesandten in Bosnien und Herzegowina, derzeit <strong>Christian Schmidt<\/strong>, zu umgehen oder zu ignorieren. US-Au\u00dfenminister <strong>Antony Blinken<\/strong> twitterte am 8. Juli, dass Dodiks Unterzeichnung eines Gesetzes, das die Autorit\u00e4t des internationalen Gesandten ablehnt, &#8222;gegen die Verfassung von Bosnien und Herzegowina verst\u00f6\u00dft und das Dayton-Abkommen untergr\u00e4bt&#8220;. Die US-Botschaft in Sarajevo bezeichnete das Gesetz als &#8222;vors\u00e4tzlichen Angriff auf das Friedensabkommen von Dayton&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Republika Srpska President Dodik&#39;s signing of a law rejecting the High Representative&#39;s authority violates the Bosnia and Herzegovina constitution and undermines the Dayton Accords. The U.S. supports <a href=\"https:\/\/twitter.com\/OHR_BiH?ref_src=twsrc%5Etfw\">@OHR_BiH<\/a> and its sovereignty, territorial integrity, and multiethnic character.<\/p>&mdash; Secretary Antony Blinken (@SecBlinken) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/SecBlinken\/status\/1677447626059399173?ref_src=twsrc%5Etfw\">July 7, 2023<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 9. Juli traten beide Gesetzesentw\u00fcrfe, die im vergangenen Monat von bosnisch-serbischen Gesetzgebern verabschiedet worden waren, mit ihrer Ver\u00f6ffentlichung in der Republika Srpska offiziell in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schmidt<\/strong> kritisierte die bosnisch-serbischen Beh\u00f6rden scharf und sprach von einem &#8222;Angriff auf das bosnische Verfassungsgericht&#8220; und einem &#8222;Versuch, den rechtlichen und verfassungsrechtlichen Rahmen des Landes zu bedrohen, einschlie\u00dflich der Schl\u00fcsselelemente wie die Entscheidungen des Hohen Repr\u00e4sentanten&#8220;.\u00a0 Er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Die politischen Vertreter der RS versuchen, die Rechtsstaatlichkeit zu gef\u00e4hrden und Chaos zu stiften. Von nun an werden alle Handlungen, die gegen die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung von Bosnien und Herzegowina versto\u00dfen, als Straftatbestand behandelt werden. Und die Verantwortlichen werden strafrechtlich verfolgt.&#8220; Die neue Ma\u00dfnahme w\u00fcrde es der bosnischen Justiz erm\u00f6glichen, Politiker, die sich den Anordnungen Schmidts und des Verfassungsgerichts widersetzen, mit Strafen von bis zu f\u00fcnf Jahren Gef\u00e4ngnis zu belangen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Scmidt.jpeg\" alt=\"Visoki predstavnik me\u0111unarodne zajednice u BiH Christian Schmidt Foto: FENA\/Hazim Aljovi\u0107 \" class=\"wp-image-21185\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Scmidt.jpeg 1024w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Scmidt-980x654.jpeg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Scmidt-480x320.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der internationale Gesandte Bosniens ist derzeit der deutsche Diplomat Christian Schmidt. Er hat Exekutivbefugnisse &#8211; die so genannten Bonner Befugnisse &#8211; und kann insbesondere gew\u00e4hlte Beamte entlassen und Gesetze durchsetzen. Foto: Hazim Aljovi\u0107\/FENA <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dodik zeigte sich jedoch trotzig und wetterte in einem Brief an das B\u00fcro des Hohen Repr\u00e4sentanten gegen Schmidt. &#8222;Der Hohe Repr\u00e4sentant in Bosnien existiert nicht, und es ist widerlich und illegal, sich selbst falsch darzustellen&#8220;, schrieb Dodik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der bosnische Serbenf\u00fchrer weigert sich, Schmidts Autorit\u00e4t anzuerkennen, seit das Amt aufgrund einer Intervention Moskaus und Pekings den R\u00fcckhalt des UN-Sicherheitsrats verloren hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Milorad Dodik unterh\u00e4lt gute Beziehungen zu den serbischen Beh\u00f6rden und macht in seinen \u00c4u\u00dferungen keinen Hehl daraus, dass er mit der Unterst\u00fctzung des offiziellen Belgrads f\u00fcr seine Ansichten rechnet, die im Westen auf Verurteilung sto\u00dfen. Am 24. April erkl\u00e4rte der serbische Pr\u00e4sident <strong>Aleksandar Vu\u010di\u0107<\/strong>, er habe nie etwas gegen BiH und dessen Integrit\u00e4t gesagt. &#8222;Ich bin bestrebt, den Frieden und die Stabilit\u00e4t in der Region auf jede erdenkliche Weise zu erhalten&#8220;, sagte Vu\u010di\u0107.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 2. Juli k\u00fcndigte Dodik, der sich seit langem f\u00fcr eine Abspaltung einsetzt, ein m\u00f6gliches Referendum \u00fcber den Status der Republika Srpska noch in diesem Jahr an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Weg zum Autoritarismus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 20. Juli verabschiedete das bosnisch-serbische Parlament ein Gesetz, das Verleumdung unter Strafe stellt. Kritiker sagen, dass dieser Schritt darauf abzielt, kritische Stimmen in der bosnisch-serbischen Entit\u00e4t zum Schweigen zu bringen. Die US-Botschaft in Sarajevo warnte: &#8222;Diejenigen, die diese repressive Gesetzgebung eingef\u00fchrt und unterst\u00fctzt haben, haben die Republika Srpska einen Schritt weiter auf dem Weg zum Autoritarismus gebracht&#8220;, und f\u00fcgte hinzu, dass dies auch die euro-atlantische Zukunft des Landes gef\u00e4hrde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bedroht Dodik Bosniens Weg in die EU?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nationalversammlung der RS &#8222;hat nicht die Befugnis zu beschlie\u00dfen, die Entscheidungen des Verfassungsgerichts von Bosnien und Herzegowina nicht anzuwenden&#8220;, sagte eine Sprecherin des Europ\u00e4ischen Ausw\u00e4rtigen Dienstes und f\u00fcgte hinzu, dass die Abstimmung &#8222;daher ohne Rechtsgrundlage&#8220; sei und &#8222;eine klare Abweichung von den Erwartungen, die mit der Gew\u00e4hrung des EU-Kandidatenstatus einhergingen&#8220;, darstelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Aussetzung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung der wichtigsten EU-Priorit\u00e4ten ist bedauerlich&#8220;, so die Sprecherin weiter. &#8222;Die EU hat immer wieder bewiesen, dass sie ein loyaler Partner von Bosnien und Herzegowina ist und sich eindeutig f\u00fcr das Land und seine Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft als einheitliches, geeintes und souver\u00e4nes Land einsetzt,&#8220; f\u00fcgte sie hinzu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Repr\u00e4sentant der bosnischen Kroaten<em> <\/em>in Bosnien und Herzegowina, Vorsitzender der Kroatischen Demokratischen Union Bosnien und Herzegowinas (HDZ BiH) und der Kroatischen Nationalversammlung (HNS BiH), <strong>Dragan \u010covi\u0107<\/strong>, wies darauf hin, dass der Gro\u00dfteil des mit <strong>EU-Erweiterungskommissar<\/strong> <strong>Oliv\u00e9r V\u00e1rhelyi<\/strong> vereinbarten Pakets bis Oktober umgesetzt werde. Er betonte, dass dies auch das Wahlgesetz und die Reform des Verfassungsgerichts von BiH einschlie\u00dfen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wahlgesetz wird seit Jahren debattiert. Kroatien betont, dass es notwendig sei, alle Bestimmungen in der Verfassung zu streichen, die nationale Minderheiten diskriminieren, und die Gleichheit der drei konstituierenden Nationen in Bosnien und Herzegowina zu gew\u00e4hrleisten. So wurde beispielsweise der bosnisch-kroatische Repr\u00e4sentant <strong>\u017deljko Kom\u0161i\u0107<\/strong> bisher in vier Wahlen von der nichtkroatischen Mehrheit in die dreik\u00f6pfige Pr\u00e4sidentschaft gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher fordert Kroatien und die bosnischen Kroaten eine Bestimmung in der Verfassung und im Wahlgesetz an, die es einer Ethnie unm\u00f6glich machen w\u00fcrde, die Vertreter einer anderen Nation zu w\u00e4hlen. Dies wurde teilweise vom Hohen Repr\u00e4sentanten unterst\u00fctzt, der am Vorabend der Wahl eine Wahlreform durchsetzte. Kritiker sagen, dass solche Schritte zu einer weiteren institutionellen Zersplitterung f\u00fchren und haupts\u00e4chlich darauf abzielen, den Sieg der christlich-demokratischen Partei HDZ in den bosnisch-kroatischen Wahlkreisen zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>K\u00f6nnen die EU-Verhandlungen bis Ende des Jahres beginnen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte Woche fand in Br\u00fcssel zum ersten Mal der Stabilit\u00e4ts- und Assoziationsrat EU-Bosnien und Herzegowina statt, seit das Land im Dezember letzten Jahres den Kandidatenstatus erhalten hatte. Dabei wurden die Fortschritte des Landes \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kroatien betonte, dass es in seinem Interesse sei, ein funktionierendes und stabiles Bosnien und Herzegowina in seiner Nachbarschaft zu haben. Au\u00dfenminister<strong> Gordan Grli\u0107 Radman<\/strong> erkl\u00e4rte am 19. Juli, Kroatien werde sich f\u00fcr die Aufnahme von Verhandlungen \u00fcber den Beitritt Bosniens und Herzegowinas zur Europ\u00e4ischen Union bis Ende dieses Jahres einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die slowenische Au\u00dfenministerin <strong>Tanja Fajon<\/strong> sagte, sie glaube, dass Bosnien und Herzegowina auf einem guten Weg sei, nachdem dem Land im vergangenen Jahr der Kandidatenstatus zuerkannt wurde, f\u00fcr den sich Slowenien stark eingesetzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wenn man bedenkt, dass das Land sehr schnell Regierungsstrukturen auf allen Ebenen gebildet hat, so schnell wie nie zuvor in seiner Geschichte (&#8230;), erwarten wir, dass es jetzt sehr ehrgeizige Reformen durchf\u00fchren wird. Das Ziel ist, dass die Beitrittsgespr\u00e4che bis zum Ende des Jahres beginnen&#8220;, sagte die Ministerin. Sie f\u00fcgte hinzu, dass ein gro\u00dfer Teil der wichtigsten Priorit\u00e4ten noch nicht erf\u00fcllt sei.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Keine EU-Sanktionen gegen den bosnischen Serbenf\u00fchrer Dodik<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 12. Juli forderte das Europ\u00e4ische Parlament gezielte Sanktionen gegen <strong>Milorad Dodik<\/strong>, gegen den die USA und das Vereinigte K\u00f6nigreich bereits Sanktionen verh\u00e4ngt haben, sowie gegen andere hochrangige Beamte der Republika Srpska wegen sezessionistischer Aktionen im Land.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Dodik.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-131249\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Dodik.jpeg 1024w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Dodik-980x654.jpeg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Dodik-480x320.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der bosnische Serbenf\u00fchrer Milorad Dodik<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht zu Bosnien und Herzegowina, der mit 530 Stimmen bei 68 Gegenstimmen und 33 Enthaltungen angenommen wurde, prangert die &#8222;wiederkehrende aufr\u00fchrerische Rhetorik und die sezessionistischen Gesetze und Ma\u00dfnahmen der F\u00fchrung der RS&#8220; an. Die Abgeordneten warnten, dass &#8222;mehr als 25 Jahre nach dem Ende des Krieges das Land immer noch mit Spaltungen konfrontiert ist, die von den politischen Eliten gef\u00f6rdert werden, und mit Sezessionsversuchen&#8220; der RS. Solche Aktionen destabilisieren BiH, widersprechen seiner EU-Perspektive und gef\u00e4hrden den Zugang zu EU-Finanzmitteln, hei\u00dft es in dem Bericht. Schlie\u00dflich forderten die Abgeordneten BiH auf, seine Vorbereitungen f\u00fcr die EU-Beitrittsverhandlungen zu verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungarn sprach sich jedoch gegen die Verh\u00e4ngung von Sanktionen gegen Dodik aus. In einer Rede in Banja Luka am 5. Juli bekundete der <strong>ungarische Au\u00dfenminister Peter Szijjarto<\/strong> seine volle Unterst\u00fctzung f\u00fcr den bosnischen Serbenf\u00fchrer. &#8222;Wir unterst\u00fctzen Dodik und stehen ihm f\u00fcr Sie, f\u00fcr die Serben in Bosnien und Herzegowina, zur Seite, denn Sie haben entschieden, dass er Ihr Pr\u00e4sident ist&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird freitags ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der EU-Kandidatenstatus war ein Meilenstein f\u00fcr Bosnien und Herzegowina letzten Dezember. Nun steht das Land vor seiner gr\u00f6\u00dften politischen Krise seit Ende des Krieges 1995.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":88133,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[2245,147,10781],"class_list":["post-146900","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-bosnien","tag-eu","tag-eu-mitgliedschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=146900"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146900\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=146900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=146900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=146900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}