{"id":1503033,"date":"2025-08-01T12:30:48","date_gmt":"2025-08-01T10:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1503033"},"modified":"2025-08-01T12:47:07","modified_gmt":"2025-08-01T10:47:07","slug":"eu-us-zollabkommen-totaler-ausverkauf-oder-das-kleinere-uebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-us-zollabkommen-totaler-ausverkauf-oder-das-kleinere-uebel\/","title":{"rendered":"EU-US-Zollabkommen: Totaler Ausverkauf oder das kleinere \u00dcbel?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur wenige Tage vor der Frist am 1. August gaben EU-Kommissionspr\u00e4sidentin<strong> Ursula von der Leyen<\/strong> und US-Pr\u00e4sident<strong> Donald Trump<\/strong> am Sonntag eine Einigung \u00fcber ein Handelsabkommen bekannt, um Z\u00f6lle von 30 Prozent auf EU-Exporte nach Amerika zu verhindern. Hat von der Leyen damit ein schlimmeres Szenario abgewendet, oder hat Trump sie \u201ezum Fr\u00fchst\u00fcck verspeist\u201c, wie Ungarns stets kritischer Ministerpr\u00e4sident <strong>Viktor Orb\u00e1n<\/strong> unkte?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist klar \u2013 und was noch nicht?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Exporte werden k\u00fcnftig mit einem einheitlichen Zollsatz von 15 Prozent auf die meisten Produkte belegt \u2013 h\u00f6her als die Z\u00f6lle vor Trumps R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus, aber deutlich niedriger als die angedrohten 30 Prozent. Die Z\u00f6lle sollen einer von Trump am Donnerstag unterzeichneten Verordnung zufolge am 7. August in Kraft treten \u2013 eine Woche sp\u00e4ter als urspr\u00fcnglich vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie EU wird bedeutende Z\u00f6lle abschaffen, einschlie\u00dflich der vollst\u00e4ndigen Aufhebung aller EU-Z\u00f6lle auf US-Industrieg\u00fcter, wodurch enorme M\u00f6glichkeiten f\u00fcr amerikanische Produkte geschaffen werden, in Europa zu konkurrieren und zu gewinnen,\u201c hie\u00df es in einer <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/fact-sheets\/2025\/07\/fact-sheet-the-united-states-and-european-union-reach-massive-trade-deal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erkl\u00e4rung<\/a> des Wei\u00dfen Hauses zum Zollabkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission betonte hingegen in einem nach dem Treffen ver\u00f6ffentlichten erkl\u00e4renden <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/qanda_25_1930\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dokument<\/a>, dass die vereinbarten Details lediglich \u201eSchl\u00fcsselparameter\u201c und ein \u201eerster Schritt in einem Prozess\u201c seien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Together, the EU and the US are a market of 800 million people.<br>\u00a0<br>And nearly 44 percent of global GDP.<br><br>It\u2019s the biggest trade deal ever \u2193 <a href=\"https:\/\/t.co\/rG3cHebXEk\">https:\/\/t.co\/rG3cHebXEk<\/a><\/p>&mdash; Ursula von der Leyen (@vonderleyen) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/vonderleyen\/status\/1949540436659286179?ref_src=twsrc%5Etfw\">July 27, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut der Kommission gelten die 15-Prozent-Z\u00f6lle f\u00fcr nahezu alle derzeit mit Gegenz\u00f6llen belegten EU-Exporte, einschlie\u00dflich Autos und Autoteilen, die derzeit mit 25 Prozent besteuert werden. Sie gelten auch f\u00fcr potenzielle zuk\u00fcnftige Z\u00f6lle auf pharmazeutische Produkte und Halbleiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Z\u00f6lle auf Flugzeuge (und Teile), einige Chemikalien, Medikamente und Rohstoffe werden jedoch auf das Niveau vor Trumps Amtsantritt im Januar zur\u00fcckgesetzt. Die EU versprach zudem einen besseren Zugang f\u00fcr US-Fischereiprodukte und bestimmte landwirtschaftliche Exporte auf den EU-Markt. Ketchup und Kekse werden hier etwa erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Details bleiben weiterhin unklar. Laut einer Erkl\u00e4rung des Wei\u00dfen Hauses hat sich die EU auch zum umfangreichen Erwerb von amerikanischer Energie und milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung verpflichtet. Bisher ist jedoch nur Ersteres von der Europ\u00e4ischen Kommission best\u00e4tigt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU erkl\u00e4rte, sie beabsichtige, in den n\u00e4chsten drei Jahren Fl\u00fcssigerdgas oder \u00d6l im Wert von 700 Milliarden Euro (750 Milliarden Dollar) zu kaufen und Investitionen europ\u00e4ischer Unternehmen im Wert von rund 550 Milliarden Euro (600 Milliarden Dollar) zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend das Wei\u00dfe Haus darauf besteht, dass Z\u00f6lle auf Stahl, Aluminium und Kupfer bei 50 Prozent bleiben, widerspricht die EU: \u201eDie EU und die USA werden Zollkontingente f\u00fcr EU-Exporte auf historischen Niveaus einf\u00fchren, wodurch die derzeitigen 50-Prozent-Z\u00f6lle gesenkt werden,\u201c so die Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission betonte, dass das Abkommen rechtlich nicht bindend sei und weitere Verhandlungen folgen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie schlimm ist es?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Spitzenpolitikerinnen und -politiker \u00e4u\u00dferten sich nicht begeistert \u00fcber das Abkommen, r\u00e4umten jedoch mehrheitlich ein, dass es wahrscheinlich das bestm\u00f6gliche Ergebnis unter den gegebenen Umst\u00e4nden sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch bin mir zu 100 Prozent sicher, dass dieses Abkommen besser ist als ein Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten,\u201c sagte EU-Handelskommissar <strong>Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreichs Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron<\/strong> erkl\u00e4rte am Mittwoch, die Europ\u00e4ische Union sei in den Verhandlungen nicht \u201egef\u00fcrchtet\u201c genug gewesen und versprach, in den weiteren Gespr\u00e4chen \u201estandhaft\u201c zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eDas ist noch nicht das Ende.\u201c <\/p><cite>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEuropa sieht sich selbst noch nicht genug als Macht. Um frei zu sein, muss man gef\u00fcrchtet werden. Wir wurden nicht genug gef\u00fcrchtet,\u201c sagte Macron Teilnehmenden zufolge w\u00e4hrend einer Kabinettssitzung, r\u00e4umte jedoch ein, dass das Abkommen franz\u00f6sische und europ\u00e4ische Interessen in wichtigen Exportsektoren gewahrt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland warnte Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz<\/strong>, dass der erzielte Kompromiss die exportorientierte deutsche Wirtschaft schwer belasten werde. \u201eDie deutsche Wirtschaft wird erheblichen Schaden nehmen durch diese Z\u00f6lle,\u201c sagte Merz am Montag. Obwohl er unzufrieden sei, verteidigte er die Kommission und erkl\u00e4rte: \u201eMehr war offensichtlich nicht zu erreichen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italiens Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Giorgia Meloni<\/strong> begr\u00fc\u00dfte das Abkommen. \u201eIch habe immer gedacht und denke weiterhin, dass eine Eskalation im Handel zwischen Europa und den Vereinigten Staaten unvorhersehbare und potenziell verheerende Folgen gehabt h\u00e4tte,\u201c sagte sie, betonte aber, dass die Details noch gepr\u00fcft werden m\u00fcssten. Vizepremier und Au\u00dfenminister <strong>Antonio Tajani <\/strong>versprach unterdessen, dass die Regierung von den Z\u00f6llen betroffene Unternehmen unterst\u00fctzen werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der portugiesische Ministerpr\u00e4sident<strong> Lu\u00eds Montenegro<\/strong> erkl\u00e4rte, das Abkommen bringe \u201eVorhersehbarkeit und Stabilit\u00e4t, die f\u00fcr portugiesische Unternehmen und die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Slowenien reagierte zur\u00fcckhaltend. Das Wirtschaftsministerium steckt noch in der Analyse,&nbsp; betonte jedoch ebenfalls die Bedeutung von Vorhersehbarkeit und Stabilit\u00e4t, insbesondere f\u00fcr wichtige Sektoren wie die Automobil- und Pharmaindustrie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gewinner, Verlierer und alle dazwischen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Analystinnen und Analysten sind sich einig, dass die USA gr\u00f6\u00dftenteils als Gewinner hervorgehen, da beispielsweise US-Autohersteller beim Verkauf in die EU keine Z\u00f6lle zahlen m\u00fcssen. Auf US-Verbraucherinnen und -Verbraucher k\u00f6nnten jedoch h\u00f6here Preise f\u00fcr importierte Waren zukommen, wenn Unternehmen die zus\u00e4tzlichen Kosten an sie weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merz warnte, dass auch die USA nicht ungeschoren davonkommen w\u00fcrden. \u201eWir werden auch in Amerika die Folgen dieser Handelspolitik sehen.\u201c Es werde nicht nur zu h\u00f6herer Inflation, sondern auch zu allgemeinen Beeintr\u00e4chtigungen im transatlantischen Handel kommen, f\u00fcgte der Kanzler hinzu. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eDiese Z\u00f6lle sind auch nach meiner festen \u00dcberzeugung nicht im Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika.\u201c <\/p><cite>Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeit werde das zeigen, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland ist mit Abstand der gr\u00f6\u00dfte Exporteur von Waren in die USA, die ein wichtiger Absatzmarkt f\u00fcr Autos, Stahl und Werkzeugmaschinen sind. Diese Warenausfuhren beliefen sich 2024 auf insgesamt 161,2 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An zweiter Stelle stehen Irland und Italien, deren Exporte im vergangenen Jahr laut der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat einen Wert von 72 Milliarden Euro bzw. 64 Milliarden Euro erreichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich ist weniger stark betroffen, auch wenn die Schwergewichte in Bereichen wie Luftfahrt, Agrar- und Lebensmittelindustrie, Wein und Luxusg\u00fcter Marktanteile verlieren k\u00f6nnten. Laut Eurostat exportiert die EU insgesamt 20 Prozent ihrer Waren in die Vereinigten Staaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auswirkungen der US-Z\u00f6lle variieren stark je nach Abh\u00e4ngigkeit vom US-Markt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An einem Ende der Skala steht beispielsweise Portugal. Die meisten Exporte des Landes konzentrieren sich auf die Europ\u00e4ische Union, insbesondere Spanien. Exporte in die USA machen nur 5 Prozent des Gesamtvolumens aus. Dennoch sagte die portugiesische Regierung volle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Unternehmen zu, um die negativen Auswirkungen des Abkommens abzumildern, insbesondere in den Bereichen Textilien, Schuhe, Wein und Metallverarbeitung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland und insbesondere seine riesige Automobilindustrie stehen als gr\u00f6\u00dfter EU-Exporteur in die USA am anderen Ende des Spektrums. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erkl\u00e4rte,&nbsp; selbst ein Zollsatz von 15 Prozent habe immense negative Auswirkungen auf die Exportindustrie. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) belaufen sich die j\u00e4hrlichen Kosten f\u00fcr Unternehmen in der deutschen Automobilindustrie allein auf Milliardenbetr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"555\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/511806590-1-1024x555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1503080\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/511806590-1-980x531.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/511806590-1-480x260.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mitarbeiter arbeiten im VW Stammwerk im Karosseriebau an Neuwagen Volkswagen Tayron und Tiguan. Foto: Julian Stratenschulte\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irland nimmt eine Sonderstellung ein: Die Insel hat den gr\u00f6\u00dften Handels\u00fcberschuss unter den EU-27 und exportiert mehr als ein Viertel ihrer Waren in die USA. Das liegt vor allem daran, dass gro\u00dfe US-Pharmaunternehmen dort ans\u00e4ssig sind. Irland ist auch europ\u00e4ischer Hauptsitz der meisten US-Technologieriesen wie Apple, Google und Meta, die von dem vorteilhaften irischen Steuersystem angezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt sind einige Sektoren in Europa st\u00e4rker betroffen, insbesondere die Lebensmittel- und Weinindustrie, wie im Fall Spaniens, Frankreichs Luftfahrt- und Luxusg\u00fcterunternehmen sowie Italiens Automobilsektor. Der franz\u00f6sisch-italienische Konzern Stellantis, Hersteller der Marken Fiat und Peugeot, setzte im April aufgrund dieser Unsicherheiten seine Prognosen f\u00fcr das Jahr aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die EU daran arbeitet, die Bedingungen des Zollabkommens zu kl\u00e4ren, sp\u00fcren bulgarische Exporteure bereits die Auswirkungen \u2013 und reagieren mit einer Diversifizierungsstrategie. Zum Beispiel bei Kaviar: Das Land ist mittlerweile einer der f\u00fchrenden Produzenten von schwarzem Kaviar in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut<strong> Emil Arabadjiev<\/strong>, Verbandsvorsitzender der Kaviarproduzenten, exportiert das Land j\u00e4hrlich mehr als 15 Tonnen. Er sagte, er glaube, dass h\u00f6here Preise die Nachfrage jenseits des Atlantiks nicht ver\u00e4ndern w\u00fcrden, da das Produkt Mangelware sei. Diversifizierung in neue M\u00e4rkte wie Australien, Kanada und Spanien bringe jedoch Ruhe in die Branche.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schlimmer geht immer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das EU-Beitrittskandidatenland Bosnien und Herzegowina (BiH) gelten ab dem 7. August Z\u00f6lle von 30 Prozent auf alle Produkte. Die Au\u00dfenhandelskammer von BiH sch\u00e4tzte, dass die neuen Z\u00f6lle die Verteidigungsindustrie des Landes am h\u00e4rtesten treffen werden. 60 Prozent ihrer Exporte gehen in die USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl die US-Exporte nur etwa 1 Prozent des gesamten Au\u00dfenhandels von Bosnien und Herzegowina ausmachen, k\u00f6nnten die indirekten Auswirkungen erheblich sein. Besonders gef\u00e4hrdet sind Unternehmen, deren Produkte \u00fcber europ\u00e4ische Unternehmen in die USA gelangen, wo erh\u00f6hte Preise die Nachfrage m\u00f6glicherweise verringern k\u00f6nnten. Die am st\u00e4rksten betroffenen Sektoren d\u00fcrften die Metall- und Automobilindustrie sein, mit potenziellen Folgen f\u00fcr Besch\u00e4ftigung, Kosten und Inflation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Regierung gibt es Initiativen, die Z\u00f6lle auf amerikanische Produkte vollst\u00e4ndig abzuschaffen, vor allem als Versuch, sich bei der Trump-Administration beliebt zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wo verhandelt die EU noch?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA m\u00f6gen der gr\u00f6\u00dfte Handelspartner der EU sein, aber Br\u00fcssel verfolgt auch eine Reihe anderer Abkommen. Diese in Gang zu bringen, dauert jedoch.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die EU verhandelt derzeit Abkommen oder aktualisierte Abkommen mit (unter anderem) Indien, Indonesien, Malaysia, den Philippinen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Australien, Singapur oder Thailand.<\/li>\n\n\n\n<li>Wirtschaftspartnerschafts- oder Assoziierungsabkommen sind im Verabschiedungs- oder Ratifizierungsprozess mit dem s\u00fcdamerikanischen Handelsblock Mercosur, Mexiko und mehr als einem Dutzend afrikanischer Staaten.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Interimsabkommen mit Chile trat am 1. Februar in Kraft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Abkommen mit Mercosur, zu dem Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay geh\u00f6ren, ist eines der gr\u00f6\u00dften. Besonders Spanien dr\u00e4ngt auf die Annahme, trotz Bef\u00fcrchtungen des europ\u00e4ischen Agrarsektors. \u201eWir haben keine andere Wahl. Wir m\u00fcssen unbedingt eine Einigung zwischen beiden Handelsbl\u00f6cken erzielen,\u201c sagte der spanische Ministerpr\u00e4sident <strong>Pedro S\u00e1nchez<\/strong> w\u00e4hrend eines Besuchs in Uruguay im Juli.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann ist da noch<a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/eu-and-china-mark-50-years-of-diplomatic-relations-as-trade-and-climate-tensions-loom\/\"> China<\/a>: Trotz der Tatsache, dass die EU und China f\u00fcreinander die zweitgr\u00f6\u00dften Handelspartner im Warenverkehr sind, haben sich die Beziehungen zunehmend verschlechtert. Br\u00fcssel ist alarmiert wegen eines Rekord-Handelsdefizits von \u00fcber 300 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sowie&nbsp; Chinas Exportkontrollen f\u00fcr kritische Seltene Erden, die in Elektromotoren und Sensoren verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine Key Story des enr. Der Inhalt basiert auf der Berichterstattung der teilnehmenden Nachrichtenagenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Union und die Vereinigten Staaten haben ein Handelsabkommen geschlossen. Doch viele Details sind noch unklar. Wer gewinnt mit diesem Deal  \u2013 und wer verliert?<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1502322,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[1193,16807,603,19106],"class_list":["post-1503033","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-handel","tag-trump-5","tag-usa","tag-zoelle"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1503033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1503033"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1503033\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1502322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1503033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1503033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1503033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}