{"id":151845,"date":"2023-08-14T10:24:49","date_gmt":"2023-08-14T08:24:49","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=151845"},"modified":"2023-08-14T11:14:58","modified_gmt":"2023-08-14T09:14:58","slug":"chef-von-halbleiter-vertrieb-rutronik-kritisiert-eu-foerderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/chef-von-halbleiter-vertrieb-rutronik-kritisiert-eu-foerderungen\/","title":{"rendered":"Chef von Halbleiter-Vertrieb Rutronik kritisiert EU-F\u00f6rderungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eisingen &#8211; Von Pl\u00e4nen f\u00fcr den Ausbau einer Chip-Industrie in Europa h\u00e4lt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der&nbsp;Halbleiter-Vertriebsfirma Rutronik, <strong>Thomas Rudel<\/strong>, wenig. Das Geld komme am&nbsp;Ende ausl\u00e4ndischen Firmen zugute. Neue Unternehmen aufzubauen, lohne sich nicht, sagte Rudel. \u00abWenn Sie es gescheit machen wollen, m\u00fcssen sie acht bis zehn Milliarden investieren.\u00bb Maschinen bekomme man in&nbsp;Deutschland derzeit ebenso wenig wie Elektroingenieure. \u00abUnd dann haben Sie noch keine Patente. Und ohne Patente kannst Du nichts verkaufen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>EU-Parlament<\/strong> hatte im Juli das Europ\u00e4ische Chip-Gesetz gebilligt, durch das f\u00fcr die Chip-Industrie bis zu 43 Milliarden Euro mobilisiert werden sollen. Die Investitionen sollen unter anderem aus dem EU-Haushalt und der Privatwirtschaft kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europa habe aber im Vergleich zu den&nbsp;M\u00e4rkten in Asien und Amerika an Bedeutung eingeb\u00fc\u00dft, sagte Rudel. Fr\u00fcher seien die Anteile in etwa gleich verteilt gewesen. \u00abDas hat sich verschoben.\u00bb Europa mache nur noch neun bis zehn Prozent Marktanteil aus. Kunden investieren nach seinen Angaben auch nicht mehr gro\u00df in Europa. \u00abWir wandern mit unseren Kunden mit, ob wir das wollen oder nicht\u00bb, sagte Rudel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wandern mit unseren Kunden mit, ob wir das wollen oder nicht.<\/p>\n<cite>Thomas Rudel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Rutronik<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rutronik ist einer von etwa einer Handvoll Halbleiter-Distributoren in Deutschland. Diese Firmen arbeiten quasi als Vertrieb der Hersteller vor allem f\u00fcr Mittelst\u00e4ndler. Ein gro\u00dfes Logistikzentrum betreibt das Unternehmen in Eisingen bei&nbsp;Pforzheim.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Dienstag hatte der taiwanische Chip-Hersteller <strong>TSMC <\/strong>angek\u00fcndigt, bis zum Jahr 2027 ein Halbleiterwerk in Dresden zu errichten. Geplant sind Subventionen in Milliardenh\u00f6he. Experten stellen jedoch infrage, dass die hiesige Konjunktur den erhofften Schub bekommt. (13 August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spanische Liga zeigt Paris Saint-Germain bei EU-Kommission an<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Madrid &#8211; Die spanische Fu\u00dfball-Profiliga geht erneut gegen den franz\u00f6sischen Meister<strong> Paris Saint-Germain<\/strong> vor. Die Liga habe bei der Europ\u00e4ischen Kommission Anzeige erstattet, teilte LaLiga am Samstag mit, weil sie der Ansicht sei, dass die Subventionen, die der Club vom Emirat&nbsp;Katar erhalte, \u00abden Markt verzerren und gegen die EU-Verordnung \u00fcber ausl\u00e4ndische Subventionen versto\u00dfen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist nicht das erste Mal, dass die spanische Liga gegen europ\u00e4ische Top-Clubs vorgeht, die mit ausl\u00e4ndischen Geldern finanziert werden. Im Juni 2022 hatte&nbsp;die von <strong>Javier Tebas<\/strong> angef\u00fchrte Organisation bei der Europ\u00e4ischen Fu\u00dfball-Union <strong>UEFA<\/strong> eine Beschwerde gegen PSG wegen angeblicher Verst\u00f6\u00dfe gegen die Finanzregularien eingereicht. Bereits im April 2022 war eine \u00e4hnliche Beschwerde gegen Manchester City vorgelegt worden. (12 August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/urnnewsmldpa.com20090101221014-99-129616-v2-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-68719\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Archivbild &#8211;  Schutzsuchende auf dem Weg nach Europa. Foto: Kemal Softic\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Frontex: H\u00f6chste Zahl unerlaubter Grenz\u00fcbertritte seit 2016<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warschau &#8211; In den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 haben 176 100 Menschen versucht, auf irregul\u00e4re Weise in die EU zu gelangen. Das war f\u00fcr diesen Zeitabschnitt der h\u00f6chste Wert seit 2016, wie die EU-Grenzschutzagentur<strong> Frontex<\/strong> am Freitag in Warschau mitteilte. Allein im Juli registrierte Frontex 42 700 solcher Versuche, so viele wie seit M\u00e4rz 2016 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das ein Anstieg um 19 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als die H\u00e4lfte der Einreiseversuche (89 047) gab es den Angaben zufolge auf der Route \u00fcber das zentrale Mittelmeer, also von Libyen und Tunesien \u00fcber Sizilien und Malta. Hier hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Der verst\u00e4rkte Migrationsdruck auf dieser Route k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Frontex in den kommenden Monaten anhalten, da die Schleuser angesichts des harten Wettbewerbs zwischen den kriminellen Gruppen niedrigere Preise f\u00fcr die Mittelmeerpassage anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf allen anderen Routen war die Zahl der versuchten unerlaubten Einreisen dagegen r\u00fcckl\u00e4ufig. Das gilt auch f\u00fcr die Route \u00fcber den westlichen Balkan, die mit 52 200 entdeckten irregul\u00e4ren Einreiseversuchen an zweiter Stelle nach dem Weg \u00fcber die zentrale Mittelmeerpassage lag. Hier betrug der R\u00fcckgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 26 Prozent. Frontex f\u00fchrt das auf striktere Visaregelungen der Balkanl\u00e4nder zur\u00fcck. (11 August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europ\u00e4ische Union sieht Abschaffung der Todesstrafe in Ghana positiv<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/Accra &#8211; Die EU hat die Abschaffung der Todesstrafe in Ghana begr\u00fc\u00dft. \u00abDie Todesstrafe ist eine grausame und unmenschliche Strafe, die eine inakzeptable Verweigerung der menschlichen W\u00fcrde und Integrit\u00e4t darstellt\u00bb, sagte ein Sprecher des EU-Au\u00dfenbeauftragten <strong>Josep Borrell <\/strong>am Freitag in Br\u00fcssel. Die EU lehne die Todesstrafe unter allen Umst\u00e4nden ab und werde sich weiterhin f\u00fcr ihre Abschaffung in den wenigen verbleibenden L\u00e4ndern einsetzen, in denen sie noch in Kraft sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Parlament in Ghana hatte am 25. Juli f\u00fcr eine entsprechende Gesetzes\u00e4nderung gestimmt. Das ghanaische Gesetz sah bis dahin theoretisch die Todesstrafe unter anderem f\u00fcr verurteilte M\u00f6rder vor. In der Praxis kam es in dem westafrikanischen Land mit rund 34 Millionen Einwohnern allerdings seit Jahrzehnten nicht mehr zu einer Hinrichtung. Laut der britischen NGO <strong>The Death Penalty Project<\/strong> ist Ghana das 29. Land in Afrika, das die Todesstrafe abgeschafft hat. Weltweit haben 124 L\u00e4nder die Todesstrafe aus ihren Gesetzb\u00fcchern gestrichen. (11 August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1281\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/urnnewsmldpa.com20090101230810-99-791303-v2-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151767\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Auszubildender im Metall-Handwerk misst in einem Ausbildungszentrum die Dicke eines Werkst\u00fccks. Die Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland hat sich in den letzten 15 Jahren nahezu halbiert und liegt deutlich unter dem EU-Schnitt. Foto: Felix K\u00e4stle\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland deutlich unter EU-Schnitt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wiesbaden &#8211; Die Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland hat sich in den letzten 15 Jahren nahezu halbiert und liegt deutlich unter dem EU-Schnitt. Im vergangenen Jahr lag die Erwerbslosenquote der 15- bis 24-J\u00e4hrigen hierzulande bei 6,0 Prozent, wie das <strong>Statistische Bundesamt<\/strong> am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr 2007 waren es noch 11,9 Prozent. In EU-Schnitt war die Quote im vergangenen Jahr mit 14,5 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Am h\u00f6chsten war sie in Griechenland (31,4 Prozent) und Spanien (29,8 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als einen Grund nannten die Statistiker das duale Ausbildungssystem in Deutschland, das wegen des betrieblichen Teils der Ausbildung als Erwerbst\u00e4tigkeit gilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugleich ist in den vergangenen Jahrzehnten der Anteil der Jugendlichen in Deutschland gesunken, die finanziell auf eigenen Beinen stehen. Im vergangenen Jahr waren 61 Prozent der 15- bis 24-J\u00e4hrigen f\u00fcr ihren Lebensunterhalt haupts\u00e4chlich auf famili\u00e4re oder staatliche Unterst\u00fctzung angewiesen. 38 Prozent verdienten ihr Geld \u00fcberwiegend selbst. F\u00fcr knapp 1 Prozent war bereits in jungen Jahren ein eigenes Verm\u00f6gen die Haupteinkommensquelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">30 Jahre zuvor bestritt noch die H\u00e4lfte der 15- bis 24-J\u00e4hrigen ihren Lebensunterhalt haupts\u00e4chlich aus eigener Erwerbst\u00e4tigkeit. Die andere H\u00e4lfte \u2013 und damit 11 Prozentpunkte weniger als 2022 \u2013 war damals haupts\u00e4chlich auf finanzielle Unterst\u00fctzung angewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte d\u00fcrfte sich auch widerspiegeln, dass sich ein immer gr\u00f6\u00dferer Teil der Jugendlichen in Schule, Studium oder Ausbildung befinde, erl\u00e4uterten die Statistiker. (10 August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 2027 soll ein neues Halbleiterwerk in Dresden errichtet werden &#8211; der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Halbleiter-Vertriebs sieht die EU-Pl\u00e4ne f\u00fcr den Ausbau der Chip-Industrie kritisch. EU-Grenzschutzagentur Frontex meldet die h\u00f6chste Zahl unerlaubter Grenz\u00fcbertritte seit 2016.  Au\u00dferdem: Die Spanische Liga zeigt Fu\u00dfballclub Paris Saint-Germain bei der EU-Kommission an, die Todesstrafe in Ghana wurde abgeschafft und die Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland liegt unter EU-Schnitt. <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":151835,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[10991,117,147,7063,837,5821,1897],"class_list":["post-151845","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-chip-act","tag-deutschland","tag-eu","tag-jugendarbeitslosigkeit","tag-migration-de","tag-sport","tag-wirtschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/151845","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=151845"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/151845\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/151835"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=151845"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=151845"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=151845"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}