{"id":1555014,"date":"2025-08-22T12:27:01","date_gmt":"2025-08-22T10:27:01","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1555014"},"modified":"2025-08-22T13:22:07","modified_gmt":"2025-08-22T11:22:07","slug":"us-importzoll-auf-autos-aus-eu-soll-rueckwirkend-sinken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/us-importzoll-auf-autos-aus-eu-soll-rueckwirkend-sinken\/","title":{"rendered":"US-Importzoll auf Autos aus EU soll r\u00fcckwirkend sinken"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Die US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus Deutschland und anderen EU-Staaten sollen r\u00fcckwirkend zum 1. August auf 15 Prozent gesenkt werden. EU-Handelskommissar <strong>Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d<\/strong> k\u00fcndigte in Br\u00fcssel an, dass die EU die daf\u00fcr notwendigen Voraussetzungen erf\u00fcllen werde. \u00abIch denke, das sind willkommene Nachrichten f\u00fcr die Autoindustrie\u00bb, sagte er. Zuletzt lag der Zollsatz f\u00fcr aus der EU in die USA eingef\u00fchrte Autos bei 27,5 Prozent.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz zuvor hatten die EU und die USA eine gemeinsame Erkl\u00e4rung auf Basis der in Schottland getroffenen Handelsvereinbarungen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>und US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> ver\u00f6ffentlicht. In ihr ist festgehalten, dass die USA ihre Autoz\u00f6lle r\u00fcckwirkend zum Monatsbeginn senken, sobald die EU ihrerseits den Gesetzgebungsprozess f\u00fcr Einfuhrerleichterungen zugunsten bestimmter US-Produkte einleitet. So sollen etwa Z\u00f6lle auf US-Industrieg\u00fcter vollst\u00e4ndig abgeschafft werden und Barrieren f\u00fcr den Import von bestimmten Lebensmitteln fallen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Autobauer in der EU hatten nach dem Treffen von Trump und von der Leyen am 27. Juli bislang vergeblich auf erhoffte Zollsenkungen gewartet, da ihre Fahrzeuge zun\u00e4chst nicht unter die Regelungen f\u00fcr einen neuen Basiszollsatz in H\u00f6he von 15 Prozent fielen. Dies soll der Erkl\u00e4rung zufolge aber nun ge\u00e4ndert werden. Festgehalten sind in dem Dokument zudem zahlreiche andere bereits bekannte Vereinbarungen zwischen der EU und den USA.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weinbauer und Spirituosenhersteller stehen vor Herausforderungen&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine guten Neuigkeiten gab es f\u00fcr Weinbauer und Spirituosenhersteller in der Europ\u00e4ischen Union. \u0160ef\u010dovi\u010d bedauerte, dass f\u00fcr Produkte wie Wein, Bier und andere alkoholische Getr\u00e4nke kein Ergebnis deutlich unterhalb des Basiszollsatzes in H\u00f6he von 15 Prozent verhandelt worden konnte. Zugleich betonte der EU-Handelskommissar, an einer L\u00f6sung f\u00fcr \u00abeine der wichtigsten Interessen der EU\u00bb arbeiten zu wollen: \u00abDiese T\u00fcren sind also nicht f\u00fcr immer verschlossen.\u00bb\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf \u00abdigitale Handelsbarrieren\u00bb k\u00fcndigten die EU und die USA unterdessen an, diese anzugehen. Auf Nachfragen von Journalisten, was genau diese beinhalteten, stellte \u0160ef\u010dovi\u010d klar, dass es sich nicht um \u00c4nderungen der EU-Digital-Gesetze Digital Markets Act (DMA) oder Digital Services Act (DSA) gehe. W\u00e4hrend ersteres unter anderem darauf abzielt, dass gro\u00dfe Tech-Konzerne nicht etwa aufgrund einer marktbeherrschenden Stellung andere Anbieter benachteiligen d\u00fcrfen, macht letzterer gro\u00dfen Internetplattformen strengere Auflagen zum Schutz ihrer Nutzer.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erkl\u00e4rung ist nicht rechtsverbindlich&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sichert die EU Trump zu, bis zum Ende von dessen Amtszeit US-Energie im Wert von 750\u202fMilliarden Dollar zu kaufen. Nach fr\u00fcheren Angaben von Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen sollen Fl\u00fcssigerdgas (LNG), \u00d6l und Kernbrennstoffe aus den Vereinigten Staaten die L\u00fccken f\u00fcllen, die nach dem geplanten vollst\u00e4ndigen Verzicht auf russisches Gas und \u00d6l entstehen werden. Zus\u00e4tzlich verspricht die EU Trump, in den kommenden Jahren weitere 600\u202fMilliarden\u202fUS-Dollar in den USA zu investieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtsverbindlich ist die gemeinsame Erkl\u00e4rung nicht. Die EU muss bef\u00fcrchten, dass Trump wieder einseitig Z\u00f6lle erh\u00f6ht, wenn Verabredungen nicht umgesetzt werden. Auf den EU-Vorschlag, gegenseitig vollst\u00e4ndig auf Z\u00f6lle auf Industrieg\u00fctern zu verzichten, gingen die USA nicht ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU akzeptierte den Deal, weil ohne Einigung ab dem 1. August US-Z\u00f6lle in H\u00f6he von 30 Prozent sowie ein echter Handelskrieg gedroht h\u00e4tten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kam die Sorge, Trump k\u00f6nne im Fall eines versch\u00e4rften Konflikts neue Drohkulissen aufbauen &#8211; beispielsweise indem er erneut die milit\u00e4rische Beistandspflicht innerhalb der Nato infrage stellt oder die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine zur\u00fcckf\u00e4hrt &#8211; beides sind \u00e4u\u00dferst sensible Themen angesichts der Bedrohungen durch Russland.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Situation f\u00fcr exportierende Autobauer bleibt schwierig&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Europ\u00e4er im Bereich der Verteidigung nicht so abh\u00e4ngig von den USA w\u00e4ren, h\u00e4tten sie den Deal vielleicht nicht akzeptiert. Wirtschaftlich ist die EU n\u00e4mlich mit etwa 450 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in 27 L\u00e4ndern eine echte Marktmacht, die den Vereinigten Staaten in einem Handelskonflikt schwer zusetzen k\u00f6nnte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bessert sich die Situation durch die politische Erkl\u00e4rung etwas, sie bleibt aber schwierig. (21. August)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie geht es weiter mit den hohen US-Z\u00f6llen auf Autoimporte aus der EU? Die europ\u00e4ischen Hersteller hatten bis zuletzt keine Klarheit. Die EU und USA haben eine Erkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlicht. <\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1554999,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[16772,1193,21228,603,19106],"class_list":["post-1555014","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-autoindustrie","tag-handel","tag-importe-2","tag-usa","tag-zoelle"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1555014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1555014"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1555014\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1554999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1555014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1555014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1555014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}