{"id":156258,"date":"2023-08-31T13:37:09","date_gmt":"2023-08-31T11:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=156258"},"modified":"2023-08-31T13:37:17","modified_gmt":"2023-08-31T11:37:17","slug":"mckinsey-europas-autobauer-brauchen-neue-china-strategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/mckinsey-europas-autobauer-brauchen-neue-china-strategie\/","title":{"rendered":"McKinsey: Europas Autobauer brauchen neue China-Strategie"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00fcnchen &#8211; Die europ\u00e4ische Autoindustrie braucht nach Einsch\u00e4tzung der Unternehmensberatung McKinsey eine neue China-Strategie. Auf dem wichtigsten Automarkt der Welt h\u00e4tten europ\u00e4ische Hersteller seit 2019 rund 5 Prozentpunkte Marktanteil verloren, bei E-Autos h\u00e4tten neue Wettbewerber weltweit 51 Prozent Marktanteil. \u00abEine st\u00e4rkere Anpassung an den chinesischen Kundengeschmack mit einem starken Fokus auf die neueste Technologie, Konnektivit\u00e4t, Fahrassistenzsysteme und Unterhaltungselektronik\u00bb k\u00f6nne die Erosion in China stoppen, schrieben die Branchenexperten in einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Studie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Notwendig sei auch mehr Forschung und Entwicklung in China. W\u00e4hrend europ\u00e4ische Hersteller vier Jahre vom Konzept zur Pilotphase eines Autos brauchen, schaffen es die besten chinesischen Hersteller in zwei Jahren. H\u00f6chstens 20 Prozent der Belegschaft in der europ\u00e4ischen Autoindustrie h\u00e4tten Software-Kenntnisse, \u00abbei den Herausforderern aus USA und China liegt der Anteil bei 45 Prozent\u00bb, hei\u00dft es in der Studie. Chinesische Hersteller h\u00e4tten bei E-Autos einen Kostenvorteil von 20 bis 30 Prozent. Die Energiekosten f\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie seien zwei- bis dreimal h\u00f6her als in China und den USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die europ\u00e4ische Autoindustrie \u00abkann jedoch immer noch aus einer Position der St\u00e4rke heraus agieren\u00bb, sagte McKinsey-Branchenexperte <strong>Andreas Cornet<\/strong>. Sie erwirtschafte dreimal so viel Umsatz wie die chinesischen Autobauer, punkte mit Kundenverst\u00e4ndnis, Design und Marken, besch\u00e4ftige 14 Millionen Menschen und sei mit 30 Prozent s\u00e4mtlicher Forschungs- und Entwicklungsausgaben in der EU ein Innovationstreiber. Bis 2030 haben europ\u00e4ische Hersteller mehr als 150 neue E-Modelle angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Batterien sei die Abh\u00e4ngigkeit von China jedoch gro\u00df: \u00ab90 Prozent der Kapazit\u00e4ten zum Raffinieren von Lithium liegen in China, mehr als 70 Prozent der Zellen werden in China gefertigt.\u00bb Bis 2030 drohe eine riesige L\u00fccke bei Batterien, \u00abEuropa k\u00f6nnten 500 GWh an lokaler Kapazit\u00e4t fehlen\u00bb, schreiben die Berater. Europa brauche 20 zus\u00e4tzliche Batteriefabriken f\u00fcr 35 Milliarden Euro. Auch bei Halbleitern sei die Versorgung nicht gesichert. \u00ab37 neue Werke mit einem Investitionsvolumen von 190 Milliarden Euro k\u00f6nnten das Risiko mindern.\u00bb Um bei Fahrassistenzsystemen und autonomem Fahren vorne mit dabei zu sein, sollten europ\u00e4ische Konzerne bei der Datennutzung und der Definition technischer Standards mehr zusammenarbeiten. (30. August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klimachef der EU-Kommission will mit B\u00fcrgern und Industrie mehr reden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Der neue Klimachef der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d<\/strong>, will die Kommunikation mit B\u00fcrgern und Industrie intensivieren. Es m\u00fcsse sichergestellt werden, dass Europa von den \u00abfortschrittlichen und zukunftsweisenden\u00bb Klimagesetzen profitiere, sagte der Slowake in Br\u00fcssel. Die Gesetze sollten \u00abin vollem Umfang f\u00fcr das Wirtschaftswachstum, f\u00fcr die Sozialpolitik und nat\u00fcrlich f\u00fcr die Aufrechterhaltung der F\u00fchrungsposition Europas und der Europ\u00e4ischen Union in diesem gesamten Sektor\u00bb genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abWenn es um die B\u00fcrger und die \u00f6ffentliche Meinung geht, m\u00fcssen wir unser M\u00f6glichstes tun, um besser \u00fcber dieses Thema zu kommunizieren\u00bb, sagte \u0160ef\u010dovi\u010d auf die Frage, wie er mit Gegenreaktionen umgehen wolle. Man m\u00fcsse in einem permanenten interaktiven Kommunikationsmodus mit den B\u00fcrgern sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Generell will \u0160ef\u010dovi\u010d bei der ambitionierten Klimapolitik nicht nachlassen. Sein Ziel sei es, alle offenen Gesetzesvorschl\u00e4ge noch vor der Wahl im kommenden Jahr abzuschlie\u00dfen. \u00abWir m\u00fcssen die Vorschriften ordnungsgem\u00e4\u00df umsetzen, eng mit der Industrie zusammenarbeiten, unsere internen Ma\u00dfnahmen so koh\u00e4rent wie m\u00f6glich gestalten, die wichtigsten Interessengruppen ansprechen (&#8230;)\u00bb, sagte \u0160ef\u010dovi\u010d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vergangene Woche hatte Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>entschieden, \u0160ef\u010dovi\u010d zum Nachfolger<strong> Frans Timmermans<\/strong> zu machen &#8211; und damit zum Klimachef. Timmermans ist Spitzenkandidat des rot-gr\u00fcnen B\u00fcndnisses f\u00fcr die Parlamentswahl in den Niederlanden und hatte seinen R\u00fccktritt eingereicht. Er war bislang f\u00fcr den \u00abGr\u00fcnen Deal\u00bb zust\u00e4ndig, mit dem die EU bis 2050 klimaneutral werden will. Die Strategie umfasst Ma\u00dfnahmen in verschiedenen Bereichen wie Energie, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u0160ef\u010dovi\u010d wolle unter anderem intensiv mit der Industrie diskutieren, \u00abum sicherzustellen, dass wir gemeinsam an der Umsetzung unseres Gesamtkonzepts arbeiten, dass der Green Deal eine europ\u00e4ische Wachstumsstrategie ist.\u00bb Zwar habe die EU einen Pionier-Vorteil, aber andere gro\u00dfe Volkswirtschaften bewegten sich. Jetzt, wo nahezu der gesamte Rechtsrahmen fertiggestellt sei oder demn\u00e4chst werde, sei die Umsetzung der Klimagesetze sehr wichtig. (30. August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Streitkr\u00e4fte sollen weitere 10 000 ukrainische Soldaten ausbilden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Toledo &#8211; Die Ukraine kann auf eine Ausweitung der europ\u00e4ischen Ausbildungsmission (EUMAM) f\u00fcr ihre Streitkr\u00e4fte hoffen. Der EU-Au\u00dfenbeauftragte<strong> Josep Borrell <\/strong>schlug am Mittwoch bei einem EU-Verteidigungsministertreffen vor, bis Ende des Jahres 40 000 statt 30 000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in der EU auszubilden. Das Ziel von 30 000 werde bereits Ende Oktober erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borrell sprach sich zudem daf\u00fcr aus, die insbesondere von den Niederlanden und D\u00e4nemark geplante Ausbildung von ukrainischen Kampfpiloten an Kampfjets vom Typ F-16 in die EU-Mission zu integrieren. Man werde entsprechende M\u00f6glichkeiten pr\u00fcfen, sagte er bei dem informellen Treffen im spanischen Toledo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildungsmission der EU war im vergangenen November von den Au\u00dfenministern der Mitgliedstaaten beschlossen worden. Damals hatte es gehei\u00dfen, es sollten erst einmal bis zu 15 000 ukrainische Soldaten in Deutschland, Polen und anderen EU-L\u00e4ndern ausgebildet werden. Sp\u00e4ter wurde das Ziel dann auf 30 000 hochgeschraubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU will mit dem Einsatz dazu beitragen, dass sich die ukrainischen Truppen k\u00fcnftig noch besser als bislang gegen die Angreifer aus Russland verteidigen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Bundeswehr bildet ukrainische Streitkr\u00e4fte unter anderem am Flugabwehrsystem Patriot, der Panzerhaubitze 2000, dem Sch\u00fctzenpanzer Marder und den Kampfpanzern Leopard 1 und Leopard 2 aus. Zudem gibt es Trainings in milit\u00e4rischer F\u00fchrung und im Sanit\u00e4tsbereich. Nach Angaben der deutschen Bundeswehr waren zuletzt durchschnittlich rund 1500 Bundeswehrangeh\u00f6rige an der Mission beteiligt. Sie kamen demnach als Ausbilderinnen und Ausbilder, aber auch in der Versorgung der ukrainischen Kr\u00e4fte sowie als Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zum Einsatz. (30. August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Kommission will Fang von Lachs und Hering in Ostsee beschr\u00e4nken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Wegen des schlechten \u00f6kologischen Zustands der Ostsee will die EU-Kommission den Fang von Lachs und Hering vorerst beschr\u00e4nken. \u00abWir m\u00fcssen alle Ma\u00dfnahmen ergreifen, damit sich die Fischer vor Ort wieder auf gesunde Fischbest\u00e4nde verlassen k\u00f6nnen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern\u00bb, sagte der zust\u00e4ndige EU-Kommissar <strong>Virginijus Sinkevi\u010dius <\/strong>am Montag bei der Vorstellung eines Vorschlags f\u00fcr die Fangquoten im kommenden Jahr. Er sei \u00fcber die Verschlechterung des \u00d6kosystems in der Ostsee zunehmend besorgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret soll die Lachsfischerei im Hauptbecken des Meeres um 15 Prozent sinken. Die Heringsf\u00e4nge im Rigaischen Meerbusen m\u00fcssen dem Vorschlag zufolge um 20 Prozent verringert werden. Im Finnischen Meerbusen dagegen d\u00fcrfte sogar mehr Lachs gefangen werden: Die EU-Kommission schlug vor, die Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Lachs dort um 7 Prozent zu erh\u00f6hen. F\u00fcr andere Sorten wie Dorsch oder Scholle werden die Fangquoten sp\u00e4ter mitgeteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Vorschlag der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde werden sich nun die Regierungen der Mitgliedstaaten befassen. Endg\u00fcltig festgelegt werden die Fangquoten f\u00fcr 2024 bei einem Ministertreffen am 23. und 24. Oktober.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Autoindustrie habe nach Einsch\u00e4tzung der Unternehmensberatung McKinsey auf dem chinesischen Automarkt seit 2019 rund 5 Prozentpunkte Marktanteil verloren. Der neue EU-Klimakommissar Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d will die Kommunikation mit B\u00fcrgern und Industrie intensivieren. 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