{"id":1563308,"date":"2025-08-26T12:02:38","date_gmt":"2025-08-26T10:02:38","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1563308"},"modified":"2025-08-26T12:02:42","modified_gmt":"2025-08-26T10:02:42","slug":"forum-alpbach-appelle-fuer-gemeinsames-europa-am-tirol-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/forum-alpbach-appelle-fuer-gemeinsames-europa-am-tirol-tag\/","title":{"rendered":"Forum Alpbach: Appelle f\u00fcr gemeinsames Europa am &#8222;Tirol-Tag&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alpbach\/\u00d6sterreich &#8211; Mit dem &#8222;Tirol-Tag&#8220; hat das heurige Europ\u00e4ische Forum Alpbach (EFA) am Sonntag seinen traditionellen Auftakt erfahren. In den Ansprachen vor der Kirche im Dorfzentrum standen nach dem &#8222;Landes\u00fcblichen Empfang&#8220; Appelle f\u00fcr ein gemeinsames Europa im Zentrum. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (\u00d6VP) erinnerte etwa an die Anf\u00e4nge des Forums nach den &#8222;Zerst\u00f6rungen des Zweiten Weltkrieges&#8220;. Das &#8222;Vereinen und sich finden&#8220; sei &#8222;zu selbstverst\u00e4ndlich geworden&#8220;, kritisierte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wir arbeiten nicht mehr daran&#8220;, bedauerte Mattle und forderte dahingehend ein Umdenken und &#8222;Selbstbewusstsein&#8220; in Europa. Der Gedanke der EU sei in den vergangenen Jahrzehnten &#8211; das Forum feiert heuer sein 80-j\u00e4hriges Bestehen &#8211; in Alpbach &#8222;lebendig gehalten worden&#8220;, lobte der Tiroler Landeshauptmann indes. Dementsprechend betonte er die &#8222;verbindende Funktion&#8220; der Veranstaltung, die sowohl die Europaregion Tirol-S\u00fcdtirol-Trentino, um die sich bei den &#8222;Euregio-Days&#8220; alles dreht, als auch die EU st\u00e4rke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kompatscher: &#8222;Brauchen dieses Europa&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In eine \u00e4hnliche Kerbe schlug S\u00fcdtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP). Angesichts der vielf\u00e4ltigen Herausforderungen m\u00fcsse Europa zusammenstehen und &#8222;eine (gemeinsame, Anm.) Stimme erheben&#8220;. Es gehe dabei &#8211; auch wenn in den Euregio-Days Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Fokus st\u00fcnde &#8211; um mehr als \u00d6konomie, so der Landeshauptmann. Vielmehr gehe es um gemeinsame &#8222;Werte&#8220;, erinnerte auch Kompatscher an die Lehren aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts. &#8222;Wir brauchen dieses Europa&#8220;, betonte er und verwies auf die Wichtigkeit von Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Trentiner Amtskollege Maurizio Fugatti (Lega) verwies in seiner kurzen Ansprache ebenfalls auf die &#8222;gemeinsame Geschichte&#8220; der Europaregion Tirol-S\u00fcdtirol-Trentino. Die gemeinsame Arbeit in der Euregio solle &#8222;Beispiel f\u00fcr Europa&#8220; sein, hoffte Fugatti.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuer EFA-Pr\u00e4sident Karas fordert &#8222;Bewegung&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neue Forumspr\u00e4sident Othmar Karas, ehemaliger EU-Parlamentsvizepr\u00e4sident und fr\u00fcherer \u00d6VP-Spitzenpolitiker, bekundete seine &#8222;Ehre und Freude&#8220; ob der neuen Aufgabe. Alpbach sei ein &#8222;Ort der Verantwortung und des Aufbruchs&#8220;. &#8222;Wir d\u00fcrfen nie aufh\u00f6ren, aufzubrechen&#8220;, mahnte Karas andauernde &#8222;Bewegung&#8220; ein. In der Anwesenheit von Ex-EU-Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker (EVP) &#8211; dieser nahm am Dorfplatz neben den Euregio-Landeshauptm\u00e4nnern Aufstellung &#8211; ortete Karas indes ein &#8222;besonderes Signal&#8220;, die Euregio-Days und der &#8222;Tirol-Tag&#8220; h\u00e4tten &#8222;an Strahlkraft gewonnen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tradition zum Forums-Auftakt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders als in den Vorjahren stand w\u00e4hrend des &#8222;Landes\u00fcblichen Empfangs&#8220; in der kleinen Unterl\u00e4nder Gemeinde zwar nicht Kaiserwetter am Programm, der fr\u00fchmorgens noch prasselnde Regen hatte sich vor Beginn jedoch immerhin verfl\u00fcchtigt. Dementsprechend gingen der feierliche Auftakt und die Reden auch heuer wieder am Dorfplatz inmitten der malerischen Kulisse des &#8222;Blumendorfs&#8220; \u00fcber die B\u00fchne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuvor hatte eine Heilige Messe &#8211; zelebriert von Ivo Muser, Bischof der Di\u00f6zese Bozen-Brixen &#8211; den Festtag eingel\u00e4utet. Anschlie\u00dfend daran standen wie \u00fcblich Sch\u00fctzenaufmarsch samt Ehrensalve, das Abschreiten der Formationen durch die Landeshauptleute sowie &#8222;Schnapserl-Ausgabe&#8220; auf dem Programm. Die \u00f6rtliche Bundesmusikkapelle gab die Tiroler Landeshymne &#8222;Zu Mantua in Banden&#8220; ebenso wie die Bundeshymne und die Europahymne zum Besten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den Schaulustigen und Ehreng\u00e4sten war auch heuer wieder heimische Polit-Prominenz zahlreich vertreten. F\u00fcr die Bundesregierung war Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (\u00d6VP), seitens der Tiroler Landesregierung unter anderem Mattles Stellvertreter Josef Geisler (\u00d6VP) anwesend. Auch Ex-EU-Kommissar Franz Fischler und Tirols Altlandeshauptmann G\u00fcnther Platter (beide \u00d6VP) lie\u00dfen sich einen Besuch nicht nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als 4.000 Teilnehmer und viel Spitzenpolitik erwartet<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Europ\u00e4ische Forum Alpbach wurde 1945 gegr\u00fcndet und findet seitdem allj\u00e4hrlich statt. Heuer stehen von 16. bis 29. August erstmals unter F\u00fchrung des neuen Forumspr\u00e4sidenten Karas etliche Veranstaltungen auf dem Plan. Die Konferenz steht unter dem Motto &#8222;Recharge Europe&#8220;. Als zentrale inhaltliche Schwerpunkte wurden im Vorfeld &#8222;Sicherheitsunion, Energieunion und Kapitalmarktunion&#8220; genannt. Die sich erstmals \u00fcber vier Tage erstreckenden Euregio-Days mit dem &#8222;Tirol-Tag&#8220; im Zentrum bilden dabei den Auftakt. In deren Fokus soll Wettbewerbsf\u00e4higkeit in einer sich wandelnden europ\u00e4ischen Gegenwart stehen sowie die Gemeinden und konkrete lokale L\u00f6sungen stehen. Zudem diskutieren in der &#8222;Euregio-Akademie&#8220; junge Menschen \u00fcber die Zukunft des alpinen Lebensraums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt rechneten die Organisatoren im Vorfeld mit mehr als 4.000 Teilnehmern. Das Programm gliedert sich in f\u00fcnf Module: ebenjene &#8222;Euregio Days&#8220; (16.-19.8.) mit Fokus auf globalen Herausforderungen aus Sicht der Euregio Tirol-S\u00fcdtirol-Trentino, die &#8222;Seminar Days&#8220; (17.-22.8.), die &#8222;Lab Days&#8220; (21.-23.8.), die &#8222;Europe in the World Days&#8220; (23.-26.8.) mit Debatten zu Europas Rolle im globalen Kontext, sowie die &#8222;Austria in Europe Days&#8220; (26.-29.8.) mit Schwerpunkt auf die Rolle der EU-Mitgliedstaaten in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich wurde auch die \u00f6sterreichische Spitzenpolitik erwartet: Unter anderem w\u00fcrden Bundespr\u00e4sident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker (\u00d6VP), Vizekanzler Andreas Babler (SP\u00d6), Au\u00dfenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und Europaministerin Claudia Plakolm (\u00d6VP) teilnehmen, die jeweils einen oder mehrere Staatsg\u00e4ste nach Alpbach mitbringen, wie Karas im Gespr\u00e4ch mit der APA ausf\u00fchrte. Rund drei Viertel der Regierung werde anwesend sein. An Staatsg\u00e4sten h\u00e4tten bisher etwa der lettische Pr\u00e4sident Edgars Rinkevics, der belgische Premierminister Bart De Wever, die Au\u00dfenminister von Tschechien und Rum\u00e4nien, Jan Lipavsk\u00fd und Emil Hurezeanu, und der ungarische Europaminister J\u00e1nos B\u00f3ka zugesagt. (18.08.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 80. Europa Forum Alpbach (EFA) l\u00e4uft derzeit im \u00f6sterreichischen Tirol. Zahlreiche europ\u00e4ische Spitzenpolitikerinnen und -politiker sind dabei.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1519331,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[21104,18437,21276,147],"class_list":["post-1563308","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-alpbach","tag-austria-5","tag-diplomatie-4","tag-eu"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1563308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1563308"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1563308\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1519331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1563308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1563308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1563308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}