{"id":1568722,"date":"2025-08-27T13:09:01","date_gmt":"2025-08-27T11:09:01","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1568722"},"modified":"2025-08-27T13:09:06","modified_gmt":"2025-08-27T11:09:06","slug":"stocker-in-serbien-vucic-strebt-keine-dritte-amtszeit-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/stocker-in-serbien-vucic-strebt-keine-dritte-amtszeit-an\/","title":{"rendered":"Stocker in Serbien: Vu\u010di\u0107 strebt keine dritte Amtszeit an"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Belgrad &#8211; Der serbische Pr\u00e4sident Aleksandar Vu\u010di\u0107 strebt keine dritte Amtszeit an. Er werde seine Karriere als Pr\u00e4sident in einem Jahr beenden, sagte Vu\u010di\u0107 beim Besuch von \u00d6sterreichs Bundeskanzler Christian Stocker (\u00d6VP) Mitte August in Belgrad. Laut Verfassung k\u00f6nne er nicht noch einmal antreten, sagte Vu\u010di\u0107. &#8222;Ich bin kein Diktator&#8220; und w\u00fcrde &#8222;nie wieder als Pr\u00e4sident Serbiens antreten&#8220;, betonte er. Stocker unterzeichnete in Belgrad ein Abkommen \u00fcber vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sagte der Bundeskanzler eine Teilnahme \u00d6sterreichs an der Expo 2027 in der serbischen Hauptstadt zu. Laut Stocker geht es in dem Abkommen, welches er mit dem serbischem Premier \u0110uro Macut unterzeichnet hat, auch um die Zusammenarbeit in den Bereichen Biomasse, Wasserkraft, Abwasser, Telekommunikation, Infrastruktur und Transportlogistik. Auch die Zusammenarbeit gegen illegale Migration war Thema der Gespr\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stocker sagte Vu\u010di\u0107 eine konsequente Unterst\u00fctzung f\u00fcr die EU-Beitrittsperspektive Serbiens zu, der Kanzler bef\u00fcrwortet etwa die Er\u00f6ffnung des n\u00e4chsten Verhandlungsclusters 3 in den Beitrittsgespr\u00e4chen. \u00d6sterreich wolle auch eine graduelle Integration vor dem Vollbeitritt erm\u00f6glichen, etwa in den Bereichen Transport und Energie, so Stocker. Dabei m\u00fcssten aber f\u00fcr alle EU-Beitrittskandidaten dieselben Regeln gelten. Rechtsstaatlichkeit sei ein zentraler Wert, auch die Unabh\u00e4ngigkeit von Medien und Justiz sowie die Anerkennung von Gerichtsurteilen, betonte der Kanzler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stocker: Dialog mit Kosovo &#8222;alternativlos&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stocker forderte Serbien insbesondere zum Dialog mit dem Kosovo auf, um den Konflikt mit der seit 2008 unabh\u00e4ngigen fr\u00fcheren serbischen Teilrepublik zu l\u00f6sen. Aus Sicht der EU sei der Dialog Belgrad-Prishtina alternativlos, wenn man eine L\u00f6sung finden wolle, so Stocker. Er auch k\u00f6nne keine L\u00f6sung anbieten, &#8222;ich habe nicht den Stein der Weisen&#8220;, so Stocker. Er sehe jedenfalls nach seinen Gespr\u00e4chen die Bereitschaft zu diesem Dialog. Auch Vu\u010di\u0107 betonte, Serbien wolle mit Prishtina reden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vu\u010di\u0107 betonte, man habe durch die Anerkennung des Kosovo Serbien 14 Prozent des Landes weggenommen. Er beklagte eine Ungleichbehandlung des Westens gegen\u00fcber Serbien im Vergleich zur Ukraine. &#8222;Und dann sagt man uns: Schaut nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vu\u010di\u0107 kritisiert &#8222;gewaltsame Proteste&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Fragen zu den landesweiten Protesten in Serbien nach dem Einsturz eines Bahnhofdachs im vergangenen November in Novi Sad betonte der serbische Pr\u00e4sident, es gebe &#8222;nicht so massive aber ziemlich gewaltsame Proteste&#8220;. Jede bisherige Versammlung sei gesetzeswidrig abgelaufen. Er sei stolz darauf, dass Serbien nicht gewaltsam darauf reagiert habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vu\u010di\u0107 reagierte auch auf Aussagen, die der montenegrinische Premierminister Milojko Spaji\u0107 am Dienstag beim Besuch Stockers in Podgorica gemacht hatte. Spaji\u0107 hatte erkl\u00e4rt, es w\u00e4re im nationalen Interesse seines Landes, dass auch Serbien der EU und der NATO beitrete. &#8222;Wir wollen keinem Milit\u00e4rblock angeh\u00f6ren, wir wollen neutral bleiben&#8220;, so der serbische Pr\u00e4sident. Zu Montenegro strebe er &#8222;br\u00fcderliche Beziehungen&#8220; an. In Hinblick auf die EU-Beitrittsgespr\u00e4che sagte Vu\u010di\u0107, er k\u00f6nne nicht garantieren, dass neue Kapitel er\u00f6ffnet w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bundeskanzler traf in der \u00f6sterreichischen Botschaftsresidenz in Belgrad auch noch \u00d6FB-Rekordteamspieler Marko Arnautovi\u0107, der seit kurzem beim Spitzenclub Roter Stern Belgrad kickt. \u00d6sterreich ist der drittgr\u00f6\u00dfte Investor in Serbien &#8211; laut Vu\u010di\u0107 nach China und den Niederlanden &#8211; und einer der st\u00e4rksten F\u00fcrsprecher f\u00fcr einen EU-Beitritt der Westbalkanstaaten. In Serbien sind laut Stocker rund 800 \u00f6sterreichische Unternehmen aktiv, die f\u00fcr 25.000 Arbeitspl\u00e4tze sorgen. \u00d6sterreich und Serbien seien nicht nur durch eine gemeinsame Geschichte, sondern auch durch menschliche Bande verbunden, betonte Stocker. Die serbische Diaspora sei aus der Mitte der Gesellschaft in \u00d6sterreich nicht mehr wegzudenken. (14.08.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreichs Kanzler unterzeichnete ein Abkommen zur verst\u00e4rkten Wirtschaftszusammenarbeit und forderte Belgrad zu Dialog mit Prishtina auf.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1156601,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[18437,21283,147,2321],"class_list":["post-1568722","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-austria-5","tag-beitrittsgespraeche","tag-eu","tag-serbien"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1568722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1568722"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1568722\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1156601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1568722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1568722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1568722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}