{"id":1598423,"date":"2025-09-05T13:43:40","date_gmt":"2025-09-05T11:43:40","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1598423"},"modified":"2025-09-05T13:43:44","modified_gmt":"2025-09-05T11:43:44","slug":"zehn-jahre-danach-wie-die-migrationswelle-von-2015-europas-gesellschaften-neu-definiert-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/zehn-jahre-danach-wie-die-migrationswelle-von-2015-europas-gesellschaften-neu-definiert-hat\/","title":{"rendered":"Zehn Jahre danach: Wie die Migrationswelle von 2015 Europas Gesellschaften neu definiert hat"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel (enr) \u2013 Zehn Jahre nach Beginn der Migrationswelle von 2015 betont EU-Migrationskommissar <strong>Magnus Brunner<\/strong>, die Europ\u00e4ische Union entscheide, wer ihre Grenzen \u00fcberschreiten darf und wer nicht. Um die weitere Ankunft von Migranten aus Nicht-EU-L\u00e4ndern zu bew\u00e4ltigen, forderte er effektivere R\u00fcckf\u00fchrungen und eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit mit Drittl\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNach zehn Jahren Verhandlungen setzen wir nun ein modernes Migrationssystem um, das uns die Kontrolle dar\u00fcber gibt, wer nach Europa kommen darf \u2013 und wer nicht,\u201c sagte&nbsp; Brunner in einem schriftlich gef\u00fchrten Interview mit dem European Newsroom (enr) und verwies dabei auf den Migrations- und Asylpakt, der im Juni 2026 in Kraft treten soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pakt umfasst eine Reihe neuer Vorschriften zur Steuerung von Migration und zur Schaffung eines gemeinsamen Asylsystems auf EU-Ebene. Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex wird er \u201esicherstellen, dass die Union \u00fcber starke und sichere Au\u00dfengrenzen verf\u00fcgt, dass die Rechte der Menschen gew\u00e4hrleistet sind und dass kein EU-Land allein gelassen wird, wenn es unter Druck steht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daf\u00fcr m\u00fcsse das europ\u00e4ische Haus in Ordnung gebracht werden: Das geschehe mit einer Reform des Asyl- und Migrationssystems und durch Abkommen mit Drittstaaten, so Brunner.&nbsp; \u201eDamit stellen wir sicher, dass wir \u00fcber die richtigen Werkzeuge verf\u00fcgen, um Asylverfahren effizienter zu gestalten, und ein harmonisiertes System f\u00fcr die R\u00fcckf\u00fchrung von Personen ohne Bleiberecht zu schaffen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUm zu verhindern, dass Menschen gef\u00e4hrliche Wege einschlagen, m\u00fcssen wir mit Drittstaaten entlang der Routen und auch in Herkunftsl\u00e4ndern zusammenarbeiten,\u201c sagte der \u00f6sterreichische Kommissar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Frage, wie die EU angesichts der wachsenden Unzufriedenheit mit der Masseneinwanderung das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit wiederherstellen will, antwortete Brunner: \u201eDie Priorit\u00e4t unserer Migrationspolitik ist es, die Kontrolle dar\u00fcber zu haben, was in Europa geschieht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Jahrzehnt nach <\/strong><strong><em>\u201eWir schaffen das\u201c<\/em><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bilder sind in die Geschichte eingegangen: Anfang September 2015 zogen lange Schlangen von ersch\u00f6pften Frauen und M\u00e4nnern mit ihren Habseligkeiten auf dem R\u00fccken durch Mitteleuropa.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 31. August, als Tausende von Fl\u00fcchtlingen auf einer Autobahn in Ungarn in Richtung Deutschland marschierten, sagte die damalige deutsche Bundeskanzlerin <strong>Angela Merkel<\/strong> die ber\u00fchmten drei Worte \u201eWir schaffen das\u201d. Niemand ahnte damals, dass diese Worte zur ber\u00fchmtesten Aussage ihrer 16-j\u00e4hrigen Kanzlerschaft werden w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merkel und der zu der Zeit \u00f6sterreichische Bundeskanzler <strong>Werner Faymann<\/strong> beschlossen in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2015, die Grenzen beider L\u00e4nder offen zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb weniger Monate hat Deutschland danach Hunderttausende Menschen aufgenommen, von denen die meisten vor Konflikten in Syrien, Irak oder Afghanistan geflohen waren \u2013 ein Wendepunkt, der das Land tief spalten sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahr 2015 war unter anderem mitverantwortlich f\u00fcr den Aufstieg der rechtsextremen Partei Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut <strong>Marko Lovec<\/strong>, Professor f\u00fcr Internationale Beziehungen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Sozialwissenschaften in Ljubljana, war die neue Migrationssituation einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr den Wandel der politischen Stimmung in Europa. Seit 2014 haben rechte, euroskeptische und populistische Parteien die Migration als eines der Hauptthemen im Vorfeld nationaler und EU-Wahlen genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine gef\u00e4hrliche Reise in den Wohlstand<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das in der Genfer Konvention verankerte und 1951 von 155 Staaten ratifizierte Asylrecht bedeutet, dass im Jahr 2024 mehr als eine Million Menschen einen Antrag in der Europ\u00e4ischen Union stellen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Migrantinnen und Migranten reisen \u00fcber Griechenland in die Europ\u00e4ische Union ein und dann \u00fcber die EU-Beitrittskandidaten Serbien und Nordmazedonien weiter nach Norden. Andere entscheiden sich f\u00fcr den Weg nach Westen \u00fcber Albanien oder den Kosovo.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund seiner geografischen Lage wird Nordmazedonien als Korridor zwischen Griechenland und Serbien genutzt. Migrierende sind w\u00e4hrend ihrer Reise mit vielen Herausforderungen konfrontiert: willk\u00fcrliche Inhaftierungen und Ausweisungen, Missbrauch und Misshandlung, sogar Tod. Schleusergruppen bringen Migrantinnen und Migranten illegal ins Land und erzielen hohe illegale Gewinne (zwischen 500 und 1.500 Euro pro Person), daf\u00fcr dass sie sie von Griechenland nach Serbien bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kroatien liegt ebenfalls an der stark frequentierten Westbalkanroute. Wie Nordmazedonien ist es eine Transitstation auf dem Weg in wohlhabendere Mitgliedstaaten \u2013 vor allem Deutschland, \u00d6sterreich und Schweden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2015 \u2013 unter dem damaligen Ministerpr\u00e4sidenten <strong>Zoran Milanovi\u0107<\/strong> \u2013 bestand die Politik Kroatiens darin, Fl\u00fcchtende ins Land zu lassen, allerdings nur, um sich um kranke und gebrechliche Menschen zu k\u00fcmmern, bevor sie weiter an die Grenzen zu Ungarn und Slowenien transportiert wurden. Das Land weigerte sich, ein Hotspot oder Aufnahmezentrum zu werden, von dem aus Fl\u00fcchtlinge weiter in n\u00f6rdliche EU-Mitgliedstaaten umgesiedelt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/urnnewsmldpa.com20090101ap1311c116143f45519485162f8e746c89-v1003-s2048-1024x683.jpeg\" alt=\"Migranten warten an Bord eines Schiffes der italienischen K\u00fcstenwache auf der sizilianischen Insel Lampedusa. 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Foto: David Lohmueller<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere beliebte, aber gef\u00e4hrliche Route f\u00fchrt von Nordafrika und dem Nahen Osten nach Italien, auf der viele mit Booten reisen und durch die das Mittelmeer zu einem Massengrab wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben des <a href=\"https:\/\/data.unhcr.org\/en\/situations\/europe-sea-arrivals\/location\/24521\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fl\u00fcchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen<\/a> (UNHCR) erreichte die Zahl der Ank\u00fcnfte auf dem Seeweg 2016 mit 181.436 einen H\u00f6chststand, wobei 4.578 Menschen ums Leben kamen oder vermisst wurden. Die Zahlen schwanken im Laufe der Jahre, aber die Zahl der Toten oder Vermissten ist ersch\u00fctternd.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Zahl der Ank\u00fcnfte geht zur\u00fcck, aber Integration und Inklusion verlaufen uneinheitlich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem franz\u00f6sischen Amt f\u00fcr den Schutz von Fl\u00fcchtlingen und Staatenlosen (OFPRA) entfielen allein auf Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland fast 80 Prozent der Asylantr\u00e4ge in der EU im Jahr 2024.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland blieb mit 237.000 Antr\u00e4gen oder 23 Prozent aller in der EU gestellten Antr\u00e4ge das f\u00fchrende Zielland, gefolgt von Spanien, Italien und Frankreich. Zypern ist das Land mit der h\u00f6chsten Zahl an Asylantr\u00e4gen pro Kopf (1\/138 Einwohner), vor Griechenland (1\/141 Einwohner).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Daten zeigen jedoch, dass die Zahl der Antr\u00e4ge zur\u00fcckgeht, obwohl die Debatte dar\u00fcber immer h\u00e4rter gef\u00fchrt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland gingen die Antr\u00e4ge im August dieses Jahres um fast 60 Prozent zur\u00fcck. Insgesamt beantragten im August 7.803 Menschen zum ersten Mal Asyl, verglichen mit 18.427 im Vorjahr, wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der R\u00fcckgang ist auf verschiedene Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Migration zur\u00fcckzuf\u00fchren, die Deutschland unter dem seit Mai amtierenden Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz <\/strong>ergriffen hat. Die Regierung setzte harte Ma\u00dfnahmen durch, wie strenge Grenzkontrollen und die Abschiebung verurteilter afghanischer Straft\u00e4ter in ihr von den Taliban kontrolliertes Heimatland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien verzeichnete einen \u00e4hnlichen R\u00fcckgang, wo zwischen Januar und September dieses Jahres 23.931 Migrantinnen und Migranten ankamen, 11.578 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl Spanien ein Land an der Frontlinie ist, haben sich immigrationsfeindliche Narrative dort noch nicht durchgesetzt, auch wenn es in den letzten Monaten einige Zwischenf\u00e4lle gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So kam es beispielsweise im Juli in der Stadt Torre-Pacheco zu gewaltt\u00e4tigen Ausschreitungen gegen Einwanderer, nachdem ein 68-j\u00e4hriger Rentner am 9. Juli behauptete, drei M\u00e4nner nordafrikanischer Herkunft h\u00e4tten ihn ohne Provokation angegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der pl\u00f6tzliche Ausbruch von Gewalt \u00fcberraschte Spanien, aber die Anti-Migranten-Rhetorik hat sich bereits seit einiger Zeit aufgebaut, teilweise aufgrund von Desinformationen, die in den sozialen Medien kursieren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Faktencheck: Desinformation sch\u00fcrt Anti-Migranten-Unruhen in Spanien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das digitale Faktencheck-Team der Nachrichtenagentur AFP in Spanien hat viele falsche Behauptungen im Zusammenhang mit Einwanderern widerlegt. Ein virales Video, das einen Obdachlosen zeigt, der im Mai in Almer\u00eda (Spanien) angegriffen wurde, wurde aus dem Zusammenhang gerissen und trug dazu bei, die Gewalt gegen Einwanderer zu sch\u00fcren, indem es f\u00e4lschlicherweise mit dem Vorfall in Torre-Pacheco in Verbindung gebracht wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lesen Sie die vollst\u00e4ndige Faktenpr\u00fcfung der AFP auf Franz\u00f6sisch: <a href=\"https:\/\/factuel.afp.com\/doc.afp.com.683E4WE\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/factuel.afp.com\/doc.afp.com.683E4WE<\/a>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Nachbarland Portugal sagte zu, rund 4.500 Asylsuchende aufzunehmen, als 2015 die Fl\u00fcchtlingskrise ausbrach. In der Praxis nahm das Land zwischen 2015 und 2018 etwa 1.550 Fl\u00fcchtende auf, von denen viele aus Lagern in Griechenland und Italien \u00fcberstellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Integrationsbem\u00fchungen wurden durch eine Mischung aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Initiativen koordiniert. Den Fl\u00fcchtlingen wurden Unterk\u00fcnfte, Gesundheitsversorgung, Bildung und Portugiesischkurse zur Verf\u00fcgung gestellt. Es wurden auch Besch\u00e4ftigungsprogramme entwickelt, obwohl es sich als schwierig erwies, die F\u00e4higkeiten der Fl\u00fcchtlinge mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes in Einklang zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines der Kennzeichen des portugiesischen Ansatzes war die Verteilung. Anstatt die Fl\u00fcchtenden in gro\u00dfen st\u00e4dtischen Zentren zu konzentrieren, verteilten die Beh\u00f6rden die Familien auf St\u00e4dte und D\u00f6rfer im ganzen Land. Diese Strategie f\u00f6rderte enge Gemeinschaftsbindungen, f\u00fchrte aber auch dazu, dass sich viele Fl\u00fcchtlinge von der breiteren Diaspora isoliert f\u00fchlten. Sprachbarrieren und die Nichtanerkennung beruflicher Qualifikationen erschwerten die Integration zus\u00e4tzlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bulgarien konzentrierte sich ein Gro\u00dfteil der Debatte auf den Arbeitsmarkt. Eine Umfrage der soziologischen Agentur Myara im M\u00e4rz ergab, dass mehr als die H\u00e4lfte der bulgarischen Bev\u00f6lkerung dagegen ist, Migrantinnen und Migranten die Aufnahme einer Arbeit im Land zu gestatten, selbst angesichts des Arbeitskr\u00e4ftemangels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Frankreich k\u00fcndigte die Regierung im Juli an, dass die Registrierung legal im Land lebender Ausl\u00e4nderinnen und&nbsp; Ausl\u00e4nder bei der staatlichen Arbeitsvermittlung France Travail k\u00fcnftig kurz nach ihrer Ankunft in Frankreich automatisch erfolgen solle, um die \u201eArbeitslosigkeit\u201c unter Nicht-EU-Neuzugewanderten zu bek\u00e4mpfen. Die Regierung gab an, dass die Arbeitslosenquote unter Nicht-EU-Ausl\u00e4ndern mit legalem Wohnsitz in Frankreich bei 16,4 Prozent liege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland hatte laut den neuesten Daten des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fast zwei Drittel der Fl\u00fcchtlinge, die 2015 ins Land kamen, bis 2022 einen Arbeitsplatz gefunden. Viele Migrantinnen und Migranten haben jedoch noch keine Arbeit gefunden. Sie sind vier Mal h\u00e4ufiger arbeitslos als der Rest der Bev\u00f6lkerung, mit einer Arbeitslosenquote von 28 Prozent im letzten Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Italien leben laut dem Ministerium f\u00fcr Arbeit und Sozialpolitik fast 2,4 Millionen ausl\u00e4ndische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer \u2013 das entspricht mehr als 10 Prozent der gesamten Erwerbsbev\u00f6lkerung des Landes. Obwohl sie Multikulturalismus ins Land bringen, stehen viele von ihnen vor strukturellen Herausforderungen bei der Integration, darunter sprachliche und b\u00fcrokratische Hindernisse sowie Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Zeit hat es bewiesen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zehn Jahre nach ihrer legend\u00e4ren Aussage \u201eWir schaffen das\u201c ist Angela Merkel \u00fcberzeugt, dass Deutschland bei der Integration von Migranten erhebliche Fortschritte erzielt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merkel r\u00e4umt ein, dass das Land damals \u201enicht gut vorbereitet\u201c auf diese \u201egewaltige Aufgabe\u201c war und dass es \u201eEntt\u00e4uschungen\u201c gegeben habe. Dennoch verweist sie auf die \u201eunglaublichen Anstrengungen\u201c, die viele unternommen haben, um die Neuank\u00f6mmlinge willkommen zu hei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine Key Story des enr. Der Inhalt basiert auf der Berichterstattung der teilnehmenden Nachrichtenagenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einem Jahrzehnt fl\u00fcchteten mehr als eine Million Menschen binnen weniger Wochen nach Europa. Die Folgen der Migrationswelle von 2015 sind in der Politik, den Klassenzimmern, Arbeitspl\u00e4tzen und Gemeinden sichtbar. F\u00fcr EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sind jedoch die souver\u00e4ne Kontrolle in der Migrationspolitik und die Zusammenarbeit mit Drittl\u00e4ndern entscheidend, um einen weiteren Zustrom von Asylsuchenden zu stoppen.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":1595241,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[21401,7825,21400,147,837],"class_list":["post-1598423","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-2015-2","tag-asyl","tag-brunner-2","tag-eu","tag-migration-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1598423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1598423"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1598423\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1595241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1598423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1598423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1598423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}