{"id":1604751,"date":"2025-09-09T12:03:58","date_gmt":"2025-09-09T10:03:58","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1604751"},"modified":"2025-09-09T12:04:02","modified_gmt":"2025-09-09T10:04:02","slug":"eu-richtlinie-klarere-angaben-zur-herkunft-von-honig-bald-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-richtlinie-klarere-angaben-zur-herkunft-von-honig-bald-pflicht\/","title":{"rendered":"EU Richtlinie: Klarere Angaben zur Herkunft von Honig bald Pflicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Bei Honig stehen manche Eigenschaften ganz genau auf den Gl\u00e4sern. In puncto Herkunft hei\u00dft es auf den Etiketten bisher aber oft nur: Mischung \u00abaus\u00a0EU-L\u00e4ndern und Nicht-EU-L\u00e4ndern\u00bb. Solche vagen Angaben m\u00fcssen nach einer europ\u00e4ischen Richtlinie bald konkreter werden, n\u00e4mlich mit den Ursprungsl\u00e4ndern je nach Gewichtsanteil. Das deutsche Bundesern\u00e4hrungsministerium bringt jetzt eine Verordnung f\u00fcr die nationale Umsetzung auf den Weg. Verbrauchersch\u00fctzer begr\u00fc\u00dfen das als \u00fcberf\u00e4llig und mahnen noch weitere verpflichtende Herkunftsangaben an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Minister <strong>Alois Rainer<\/strong> sagte der Deutschen Presse-Agentur: \u00abMit der genauen Ursprungsangabe ist bei jedem Glas Honig klar, woher der Honig kommt. Das ist die Transparenz, die wir brauchen.\u00bb Eine klare Kennzeichnung f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher sorge f\u00fcr Fairness im Wettbewerb und mache es auch allen leichter, sich f\u00fcr heimische Produkte zu entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bisherige Kennzeichnung vage<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei muss bislang das\u00a0Ursprungsland\u00a0prinzipiell angegeben werden, wie eine\u00a0EU-Richtlinie schon festlegt. Stammt der Glas-Inhalt aber aus mehreren L\u00e4ndern, k\u00f6nnen es noch auch pauschale Angaben f\u00fcr die gesamte Honigmischung sein: aus den 27\u00a0EU-L\u00e4ndern, aus \u00abNicht-EU-L\u00e4ndern\u00bb rund um den Globus oder eben eine \u00abMischung von\u00a0Honig\u00a0aus\u00a0EU-L\u00e4ndern und Nicht-EU-L\u00e4ndern\u00bb.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verbraucherorganisation Foodwatch monierte bereits seit l\u00e4ngerem: \u00abF\u00fcr Au\u00dferirdische mag eine solche Kennzeichnung vielleicht interessant sein.\u00bb Denn das sage nicht mehr aus als \u00abHerkunft: Planet Erde\u00bb. Etwas konkreter sind schon Angaben wie \u00abaus Lateinamerika\u00bb oder \u00abChile, Guatemala und Uruguay\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eingef\u00fchrt wird nun aber eine verpflichtende Ursprungslandkennzeichnung f\u00fcr Mischungen, wie ein Ministeriumssprecher erl\u00e4uterte. Und dabei m\u00fcssen die L\u00e4nder in absteigender Reihenfolge ihres Anteils und zus\u00e4tzlich mit dem Gewichtsanteil in Prozent angegeben werden. Ein einziges Ursprungsland ist wie bisher ohne Prozentzahl anzugeben, also etwa \u00abHonig aus Deutschland\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neue Regeln sollen ab Mitte 2026 greifen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 2024 auf EU-Ebene beschlossene Richtlinie muss bis zum 14. Dezember in deutsches Recht umgesetzt sein. In Kraft treten sollen die Neuregelungen am 14. Juni 2026. Dabei gilt: \u00abWas bis zum Stichtag nach den bisherigen Vorgaben hergestellt, abgef\u00fcllt und gekennzeichnet wurde, kann auch nach dem Stichtag abverkauft werden\u00bb, erl\u00e4uterte der Ministeriumssprecher. F\u00fcr die Wirtschaft sei so insgesamt eine \u00dcbergangsfrist von 24 Monaten geschaffen worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foodwatch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <strong>Chris Methmann<\/strong> sagte zu den Neuregelungen: \u00abEine transparente Herkunftskennzeichnung bei Honig ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig.\u00bb Verbraucherinnen und Verbraucher wollten wissen, wo ihr Essen herkommt. Konsequente Kontrollen m\u00fcsse es gegen \u00abHonigpanscherei\u00bb etwa mit Zuckersirup geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutschland ist Honig-Importland<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hintergrund von Honigmischungen ist ganz generell auch, dass die Erzeugung in Deutschland die Nachfrage nicht deckt. Der Selbstversorgungsgrad sank im vergangenen Jahr um 5 Prozentpunkte auf 37 Prozent, wie aus Daten des Agrarministeriums hervorgeht. Importiert wurden demnach 72.600 Tonnen. Wichtigste Herkunftsl\u00e4nder nach Menge waren die Ukraine (22 Prozent), Argentinien (14 Prozent), Rum\u00e4nien und Mexiko (jeweils 7 Prozent).\u00a0(8. September)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etiketten gebon oft nur vage Informationen \u00fcber die Herkunft von Honig. Deutschland will nun eine EU-Richtline umsetzen, die eine klarere  Kennzeichnung vorschreibt.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1604764,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[21412,21413,9143,1341,2167],"class_list":["post-1604751","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-honig","tag-kennzeichnung","tag-landwirtschaft-2","tag-lebensmittel","tag-verbraucherschutz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1604751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1604751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1604751\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1604764"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1604751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1604751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1604751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}