{"id":1612504,"date":"2025-09-11T10:51:59","date_gmt":"2025-09-11T08:51:59","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1612504"},"modified":"2025-09-11T10:52:03","modified_gmt":"2025-09-11T08:52:03","slug":"eu-gericht-erlaubt-klimasiegel-fuer-atomkraft-und-erdgas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-gericht-erlaubt-klimasiegel-fuer-atomkraft-und-erdgas\/","title":{"rendered":"EU-Gericht erlaubt Klimasiegel f\u00fcr Atomkraft und Erdgas"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Die EU-Kommission darf Atomkraft und Gas einem Urteil des Gerichts der Europ\u00e4ischen Union zufolge weiterhin als klimafreundlich einstufen. Eine Klage \u00d6sterreichs gegen die sogenannte Taxonomie wiesen die Richterinnen und Richter in Luxemburg ab, wie das Gericht mitteilte. Gegen das Urteil kann \u00d6sterreich noch vor der n\u00e4chsth\u00f6heren Instanz vorgehen, dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EU will nachhaltige Investitionen f\u00f6rdern<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Taxonomie ist eine Art G\u00fctesiegel f\u00fcr nachhaltige Finanzprodukte. Das Klassifizierungssystem soll Unternehmen sowie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern bei nachhaltiger Geldanlagen unterst\u00fctzen. \u00d6sterreich kritisiert, dass dabei Kernenergie und fossiles Gas als wesentlicher Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel eingestuft werden. Wien warf Br\u00fcssel \u00abGreenwashing\u00bb vor, also dass etwas als klimafreundlich gekennzeichnet wird, obwohl es das gar nicht ist. R\u00fcckenwind bekommt \u00d6sterreich von Umweltorganisationen, die ebenfalls gegen die Einordnung klagten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das EU-Gericht hatte nichts an der Einsch\u00e4tzung der EU-Kommission zu Kernenergie und Gas auszusetzen. Die Wirtschaftst\u00e4tigkeiten gelten damit grunds\u00e4tzlich als nachhaltig im Sinne der Taxonomie-Verordnung der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch sogenannte \u00dcbergangswirtschaftst\u00e4tigkeiten &#8211; f\u00fcr die es keine technisch und wirtschaftlich sinnvollen CO2-armen Alternativen gibt &#8211; k\u00f6nnen nach dieser EU-Verordnung nachhaltig sein. Investitionen in Gas- oder Atomkraftwerke etwa gelten unter anderem dann als klimafreundlich, wenn diese die aktuell emissions\u00e4rmsten Technologien nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Richter: Atomenergie und Gas tragen zu Versorgungssicherheit bei<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Luxemburger Richterinnen und Richter f\u00fchrten an, dass die Erzeugung von Atomenergie nahezu keine Treibhausgasemissionen verursache und dass derzeit keine ausreichenden alternativen Technologien zur Verf\u00fcgung stehen, um den Energiebedarf stetig und zuverl\u00e4ssig zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Gas k\u00f6nne einen Klimaschutz-Beitrag leisten, stellte das Gericht fest. Hintergrund ist, dass Gaskraftwerke die noch klimasch\u00e4dlicheren Kohlekraftwerke ersetzen k\u00f6nnen. Das EU-Klimasiegel sei Teil eines \u00abschrittweisen Vorgehens, das darauf abzielt, die Treibhausgasemissionen in Etappen zu verringern und zugleich die Versorgungssicherheit zu erm\u00f6glichen\u00bb, betonten die Richterinnen und Richter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abEin schwarzer Tag f\u00fcr das Klima\u00bb, sagte der Vorstand der Umweltschutzorganisation Greenpeace Deutschland, <strong>Martin Kaiser<\/strong>, nach der Entscheidung. Mit der Einstufung w\u00fcrden Milliarden in Gas und Atom flie\u00dfen, statt den schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien voranzutreiben. Greenpeace f\u00fchrt eine Klage mit gleicher Sto\u00dfrichtung vor dem Europ\u00e4ischen Gericht. (10. September)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Das EU-Gericht l\u00e4sst eine Klage \u00d6sterreichs gegen die Einstufung der EU-Kommission von Gas und Atom als gr\u00fcne Geldanlagen abblitzen. <\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1612505,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[3811,1203,933,19905,535,5445,9735,21441],"class_list":["post-1612504","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-atomenergie","tag-eu-kommission","tag-gas-4","tag-gericht","tag-klima","tag-klimaschutz","tag-taxonomie","tag-urteil"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1612504","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1612504"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1612504\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1612505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1612504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1612504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1612504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}