{"id":162296,"date":"2023-09-25T16:10:59","date_gmt":"2023-09-25T14:10:59","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=162296"},"modified":"2023-09-25T16:11:07","modified_gmt":"2023-09-25T14:11:07","slug":"oesterreich-gewinnt-drei-eu-bio-awards","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/oesterreich-gewinnt-drei-eu-bio-awards\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich gewinnt drei EU-Bio-Awards"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die Europ\u00e4ische Kommission m\u00f6chte die Bio-Landwirtschaft in Europa unterst\u00fctzen und hat den 23. September zum EU-Bio-Tag erkl\u00e4rt. Am Montag wurden in Br\u00fcssel die zweiten EU-Bio-Awards verliehen. \u00d6sterreich ist Vorreiter im Bio-Bereich, und konnte gleich drei Preise mitnehmen: Das Burgenland wurde als beste Bio-Region, Wien als beste Bio-Stadt der EU ausgezeichnet. Das gr\u00f6\u00dfte Bio-Restaurant der Welt, die Luftburg Kolarik im Wiener Prater, ist das beste Bio-Restaurant der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Bio-Preise werden in sieben Kategorien verliehen. Sie gehen an Akteure entlang der Bio-Wertsch\u00f6pfungskette, deren Projekte einen echten Mehrwert f\u00fcr die Bio-Produktion und den Bio-Konsum schaffen. Neben dem besten Bio-Bauern und der besten Bio-B\u00e4uerin werden auch regionale Auszeichnungen und Preise an Unternehmen verliehen. Die Bewerber werden von einer Jury nach vier Kategorien bewertet. Die Jury setzt sich aus Vertretern der EU-Institutionen und landwirtschaftlichen Dachorganisationen zusammen. EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski betonte in seinen einleitenden Worten die Bedeutung der Bio-Landwirtschaft in der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ich bin sehr stolz. Anfangs war es nicht einfach, die Landwirte zu \u00fcberzeugen, sich uns anzuschlie\u00dfen auf unserem Weg zur Biolandwirtschaft. Dieser Preis ist motivierend, unseren Weg weiterzuverfolgen&#8220;, bedankte sich die zust\u00e4ndige burgenl\u00e4ndische Landesr\u00e4tin Astrid Eisenkopf, die den Preis in Br\u00fcssel f\u00fcr das Burgenland entgegen nahm. 160 neue Biolandwirte seien in den letzten Jahren in ihrem Bundesland dazugekommen. Das Burgenland sei ein Vorreiter im Klimaschutz und Umweltschutz, so Eisenkopf. Bereits 41 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che sind im Burgenland laut Eisenkopf Bio-Fl\u00e4che. Bis 2027 soll es die H\u00e4lfte sein. In \u00fcber 90 Prozent der Kinderbildungseinrichtungen mache der Anteil der Bio-Lebensmittel 60 bis 70 Prozent aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Landwirtschaft ist sehr wichtig in Wien, denn Wien an sich ist schon ein gro\u00dfer Bio-Landwirt&#8220;, betonte der Wiener Stadtrat J\u00fcrgen Czernohorsky, der die Auszeichnung f\u00fcr Wien in Empfang nahm. Wien lege einen deutlichen Schwerpunkt auf die F\u00f6rderung von Bio-Lebensmitteln: &#8222;Damit sich nicht nur wohlhabende Menschen bio leisten k\u00f6nnen, sondern alle, haben wir die Marke Wiener Gusto gegr\u00fcndet&#8220;, so Czernohorsky. Die Bio-Produkte von Wiener Gusto sind im Lebensmittelhandel in Wien und Umgebung erh\u00e4ltlich. Sie stammen von Wiener Bio-Landwirtinnen und -Landwirten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00f6sterreichische Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Wirtschafts- und Sozialausschusses Oliver R\u00f6pke erkl\u00e4rte, er freue sich besonders, dass so viele Preise in sein Heimatland gingen. R\u00f6pke vergab die dritte Auszeichnung nach \u00d6sterreich. Das gr\u00f6\u00dfte Bio-Restaurant der Welt ist laut EU-Kommission auch das beste in der EU: Die Luftburg Kolarik im Wiener Prater. &#8222;Wir sind 100 Prozent biozertifiziert mit 1200 Gedecken. Wir sind der Beweis, dass man bio auch in gro\u00dfem Umfang machen kann&#8220;, so Paul Kolarik, Eigent\u00fcmer und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. &#8222;Wir servieren 500.000 G\u00e4sten pro Jahr hochwertige Bio-Produkte. Wir hoffen, auch andere zu motivieren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6VP-Landwirtschaftssprecherin Simone Schmiedtbauer, die f\u00fcr das Europaparlament in der Jury war, gratulierte den Gewinnern: &#8222;In \u00d6sterreich werden rund 28 Prozent der Fl\u00e4chen biologisch bewirtschaftet, was uns zu echten Bio-Pionieren macht. Diese Tatsache wurde heute bei den EU-Bio-Awards honoriert. Ohne engagierte Landwirtinnen und Landwirte, Unternehmerinnen und Unternehmer und ohne die richtigen Rahmenbedingungen in den Gemeinden und Regionen h\u00e4tten wir den erfolgreichen Weg \u00d6sterreichs hin zu mehr Bio nicht umsetzen k\u00f6nnen. Ich danke ihnen stellvertretend f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr eine erfolgreiche Bio-Landwirtschaft in \u00d6sterreich einsetzen.&#8220; (25.09.2023)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kocher: EU-Pharmapaket mit Blick auf Wettbewerbsf\u00e4higkeit beurteilen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/EU-weit &#8211; Das geplante EU-Pharmapaket soll nicht nur aus der gesundheitlichen, sondern auch aus der wirtschaftlichen Perspektive beurteilt werden. Das forderte Wirtschaftsminister Martin Kocher (\u00d6VP) am Montag im Vorfeld des Rats f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit in Br\u00fcssel. &#8222;Es ist ganz wichtig, dass Medikamente leistbar sind, aber es geht auch darum, dass es Planbarkeit gibt. Gerade bei hochinnovativen Medikamenten geht es darum, den Patentschutz planbar aufrechtzuerhalten&#8220;, so Kocher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kocher will im Rat gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen ein entsprechendes Positionspapier vorstellen. Verschiedene Ma\u00dfnahmen, die im Gesetzesvorschlag der EU-Kommission enthalten sind, k\u00f6nnten negative Auswirkungen auf Europas Wirtschaft und Arbeitsmarkt haben, steht in dem Papier. Dabei geht es vor allem um Fragen des Patentschutzes beziehungsweise des Betriebsgeheimnisses. Deutschland und \u00d6sterreich fordern, dass das Pharmapaket auch bei k\u00fcnftigen Wettbewerbsr\u00e4ten diskutiert und dass der Kommissionsvorschlag wissenschaftlich auf seine Auswirkungen f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit gepr\u00fcft wird. Es gehe darum, dass forschende Pharmaunternehmen weiter in Europa bleiben und investieren, sagte Kocher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Regierungskollege, Gesundheitsminister Johannes Rauch (Gr\u00fcne), habe sich klar f\u00fcr das Pharmapaket ausgesprochen. Man habe hier naturgem\u00e4\u00df andere Schwerpunkte. &#8222;Dem Gesundheitsminister geht es um die Preise, es geht ihm um die Verf\u00fcgbarkeit, es geht ihm um die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Dem Wirtschaftsminister geht es um die Innovation, den Wohlstand und die Arbeitspl\u00e4tze in diesem Bereich.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Bei allen Debatten, die wir \u00fcber Liefersicherheit f\u00fchren, m\u00fcssen wir auch die \u00f6konomischen Interessen im Blick behalten&#8220;, pflichtete Sven Giegold, Staatssekret\u00e4r im deutschen Wirtschaftsministerium, Kocher bei. Auch Roland Lescure, beigeordneter Industrieminister Frankreichs, sprach sich vor dem Rat f\u00fcr ein Abw\u00e4gen zwischen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekten aus. (25.09.2023)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Asylantr\u00e4ge in der EU gestiegen &#8211; \u00d6sterreich pro Kopf an 2. Stelle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-weit\/Br\u00fcssel\/Luxemburg  &#8211; Im Juni haben 83.385 Menschen in einem der 27 EU-L\u00e4nder erstmals um Asyl angefragt &#8211; das sind ein Viertel mehr als ein Jahr davor (Juni 2022), aber weniger als im vergangenen Herbst, wie die europ\u00e4ische Statistikbeh\u00f6rde Eurostat am Freitag mitteilte. Die zweith\u00f6chste Anzahl an Erstantr\u00e4gen pro Kopf wurde in \u00d6sterreich verzeichnet, nach Zypern. Auch bei unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen lag \u00d6sterreich EU-weit an zweiter Stelle, 2022 lag es an der Spitze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Erstantr\u00e4gen kommen 5.795 Menschen, die eine erneute Anfrage stellten. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich wie in den Vormonaten wurden auch im Juni 2023 in Deutschland (23.190), Spanien (16.075), Frankreich (12.475) und Italien (10.730) die meisten Erstantr\u00e4ge auf Asyl gestellt, was 75 Prozent aller Erstantr\u00e4ge in der EU ausmacht. Die Gesamtzahl der Asyl-Erstantragsteller lag in der EU bei 0,186 je tausend Einwohner. Im Vergleich zur Bev\u00f6lkerung der jeweiligen EU-L\u00e4nder wurde die h\u00f6chste Rate registrierter Erstantragsteller im Juni 2023 in Zypern (0,799 Antragsteller pro Tausend Einwohner) verzeichnet, die zweith\u00f6chste in \u00d6sterreich (0,519). Im Gegensatz dazu wurde die niedrigste Rate in Ungarn (0,0004) gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie in den Vormonaten bildeten auch im Juni 2023 Syrer die gr\u00f6\u00dfte Gruppe der Asylbewerber (13.150 Erstantragsteller). Es folgten Afghanen (7.775), Venezolaner (6.925) und Kolumbianer (6.165).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahl der Neuantr\u00e4ge unbegleiteter Minderj\u00e4hriger ging von Mai auf Juni 2023 um drei Prozent auf 2.975 zur\u00fcck. Die gro\u00dfe Mehrheit kam aus Syrien und Afghanistan. Die meisten wurden in Deutschland aufgenommen (etwa 800 Minderj\u00e4hrige), danach folgten \u00d6sterreich (etwas unter 600), die Niederlande (etwas \u00fcber 400), Bulgarien (rund 400) und Spanien (etwas \u00fcber 200). 2022 nahm \u00d6sterreich laut Eurostat rund ein Drittel der unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen in der EU auf &#8211; 13.275 von insgesamt 39.520 &#8211; und lag damit EU-weit an der Spitze vor Deutschland und den Niederlanden. (22.09.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag wurden in Br\u00fcssel die zweiten EU-Bio-Awards verliehen. \u00d6sterreich konnte gleich drei Preise mitnehmen. Das geplante EU-Pharmapaket soll nicht nur aus der gesundheitlichen, sondern auch aus der wirtschaftlichen Perspektive beurteilt werden. Das forderte \u00d6sterreichs Wirtschaftsminister Martin Kocher am Montag im Vorfeld des Rats f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit in Br\u00fcssel. 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