{"id":1663605,"date":"2025-10-01T10:22:19","date_gmt":"2025-10-01T08:22:19","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1663605"},"modified":"2025-10-01T10:22:24","modified_gmt":"2025-10-01T08:22:24","slug":"bruessel-will-europas-sparer-zu-anlegern-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/bruessel-will-europas-sparer-zu-anlegern-machen\/","title":{"rendered":"Br\u00fcssel will Europas Sparer zu Anlegern machen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Europas B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sparen Billionen &#8211; und legen sie kaum zinsbringend auf Bankkonten. Damit mehr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ihr Geld stattdessen investieren, will die EU-Kommission die finanzielle Bildung der Verbraucher st\u00e4rken. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum soll die finanzielle Bildung verbessert werden?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Umfrage der EU-Kommission hatte 2023 ergeben, dass nur jeder Zweite in der EU \u00fcber durchschnittliches Finanzwissen verf\u00fcge, weniger als jeder F\u00fcnfte \u00fcber ein hohes. Bei der Umfrage wurde auch deutlich, dass es gerade bei Frauen, jungen Menschen, Menschen mit geringerem Einkommen und einem niedrigeren Bildungsniveau L\u00fccken gibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit verbesserter Finanzkompetenz aber k\u00f6nnten Menschen besser haushalten, Betrug vermeiden, Schulden verantwortungsvoll managen und mehr sparen, hei\u00dft es von der Kommission. Mit ihrer nun vorgestellten Strategie will die Beh\u00f6rde zudem daf\u00fcr sorgen, dass die B\u00fcrger auf solider Grundlage an den Kapitalm\u00e4rkten teilnehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie will die Kommission die finanzielle Bildung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger verbessern?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kommission zufolge soll es in allen Mitgliedsstaaten Initiativen von \u00f6ffentlichen und privaten Akteuren zur Verbesserung der Finanzkompetenz geben. Eine EU-weite Informationskampagne soll die nationalen Ma\u00dfnahmen verst\u00e4rken. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde ermutigt die Mitgliedsl\u00e4nder auch, bestehende EU-Finanzierungswege f\u00fcr Initiativen und Forschungsprojekte zum Thema zu nutzen. Um Fortschritte und Entwicklungen zu beobachten, will die Kommission unter anderem regelm\u00e4\u00dfig Umfragen durchf\u00fchren.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was soll die Spar- und Anlagekonten ausmachen?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konten von etwa Banken oder Neo-Brokern sollen einfach zu bedienen und flexibel sein sowie breite Anlagem\u00f6glichkeiten und steuerliche Anreize bieten. Sehr riskante oder komplexe Produkte, wie beispielsweise bestimmte Derivate oder manche Kryptow\u00e4hrungen, sollen nicht zugelassen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben mangelnder Finanzkompetenz sind der Kommission zufolge auch komplizierte Abl\u00e4ufe beim Investieren und ein zersplitterter Finanzmarkt mit wenig Wettbewerb Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum viel Geld auf Sparkonten liegt. Damit die B\u00fcrgerinnen k\u00fcnftig einfachere M\u00f6glichkeiten haben, ihr Geld anzulegen, sollen in mehr Mitgliedsstaaten die sogenannten Spar- und Anlagekonten entstehen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum will die EU-Kommission, dass mehr Erspartes an den Kapitalm\u00e4rkten landet?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sparquote in der EU ist den Angaben nach eine der h\u00f6chsten weltweit: Rund zehn Billionen Euro Ersparnisse von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern liegen in der EU auf der Bank. Gleichzeitig wird in der Staatengemeinschaft dringend Geld etwa f\u00fcr Aufr\u00fcstung oder den gr\u00fcnen und digitalen Wandel gebraucht. Wenn mehr B\u00fcrger ihr Geld beispielsweise in b\u00f6rsennotierte Unternehmen investieren, steht mehr Kapital zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem optimistischen Szenario sch\u00e4tzt die Kommission demnach etwa, dass eine st\u00e4rkere Beteiligung von Privatanlegern an den Kapitalm\u00e4rkten die Investitionen in europ\u00e4ische Anlagen \u00fcber zehn Jahre um mehr als 1,2 Billionen Euro erh\u00f6hen k\u00f6nnte. \u00abDadurch h\u00e4tten EU-Unternehmen besseren Zugang zu Kapital und mehr Finanzierungsm\u00f6glichkeiten, um ihr Wachstum und ihre Innovation zu unterst\u00fctzen\u00bb, so die Kommission. Dies k\u00f6nnte ihren Angaben nach auch innovative kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen umfassen. Die Spar- und Anlagekonten spielten insgesamt eine wichtige Rolle dabei, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der EU zu st\u00e4rken, so die Kommission. (30. September)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU braucht Geld &#8211; etwa f\u00fcr Verteidigung und die Wirtschaft. Gleichzeitig liegen riesige Sparsummen in Europas Banken. <\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1456782,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[9139,1203,21682,4019,21683,21006],"class_list":["post-1663605","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-banken","tag-eu-kommission","tag-finanzielle-bildung","tag-investitionen","tag-kapitalmaerkte","tag-sparen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1663605","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1663605"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1663605\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1456782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1663605"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1663605"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1663605"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}