{"id":1680263,"date":"2025-10-07T15:38:47","date_gmt":"2025-10-07T13:38:47","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1680263"},"modified":"2025-10-07T15:38:51","modified_gmt":"2025-10-07T13:38:51","slug":"whatsapp-warnt-vor-eu-chatkontrolle-sorge-um-privatsphaere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/whatsapp-warnt-vor-eu-chatkontrolle-sorge-um-privatsphaere\/","title":{"rendered":"WhatsApp warnt vor EU-Chatkontrolle &#8211; Sorge um Privatsph\u00e4re"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin&nbsp;(dpa)&nbsp;&#8211;&nbsp;Der Messenger WhatsApp, der in Deutschland von etwa drei Vierteln der Bev\u00f6lkerung genutzt wird, spricht sich klar gegen die Einf\u00fchrung einer Chatkontrolle in der EU aus. \u00abTrotz gegenteiliger Behauptungen untergr\u00e4bt der neueste Vorschlag der Ratspr\u00e4sidentschaft der EU nach wie vor die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung und gef\u00e4hrdet die Privatsph\u00e4re, Freiheit und digitale Sicherheit aller\u00bb, sagte eine Sprecherin des Facebook-Konzerns Meta, zu dem auch WhatsApp geh\u00f6rt, dem Portal Netzpolitik.org.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritik &#8211; aber bisher keine R\u00fcckzug-Drohung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abWir setzen uns weiterhin f\u00fcr st\u00e4rkere Sicherheit ein und sind der \u00dcberzeugung, dass Regierungen weltweit dies ebenfalls tun sollten\u00bb, sagte die Meta-Sprecherin. In der vergangenen Woche hatte die Chefin des Messengers Signal,<strong> Meredith Whittaker<\/strong>, angek\u00fcndigt, dass man in letzter Konsequenz den europ\u00e4ischen Markt verlassen w\u00fcrde, wenn durch eine geplante EU-Verordnung keine private, verschl\u00fcsselte Kommunikation mehr m\u00f6glich sei. Die Meta-Sprecherin lie\u00df hingegen offen, wie WhatsApp auf eine m\u00f6gliche Einf\u00fchrung einer Chatkontrolle reagieren w\u00fcrde.\u00a0<br><br>Beim Streit um die Chatkontrolle geht es um eine geplante Verordnung der EU, die sich gegen die Verbreitung von Darstellungen von Kindesmissbrauch richten soll. Das Regelwerk sieht vor, dass private Nachrichten und Fotos von Messengerdiensten wie WhatsApp, Signal, Telegram oder Threema auf strafbare Inhalte durchleuchtet werden k\u00f6nnen, bevor sie verschl\u00fcsselt und versendet werden. Dabei soll vor allem kontrolliert werden, ob es sich um eine Darstellung von Kindesmissbrauch handeln k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Signal-Chefin Whittaker hatte in einem Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur die EU-Pl\u00e4ne als Versuch bewertet, eine Hintert\u00fcr in die Messenger einzubauen. \u00abDie Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung garantiert die Privatsph\u00e4re von Millionen und Abermillionen von Menschen auf der ganzen Welt, oft auch in lebensbedrohlichen Situationen.\u00bb Deshalb lehne Signal die Chatkontrolle ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auch Threema gegen Chatkontrolle<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Messenger Threema aus der Schweiz, der in Deutschland zahlreiche Nutzer hat, stellt sich gegen den Vorschlag der d\u00e4nischen Ratspr\u00e4sidentschaft. \u00abWir sind nach wie vor entschieden gegen Massen\u00fcberwachung in jeder Form\u00bb, sagte Pressesprecher <strong>Philipp Rieger<\/strong> gegen\u00fcber Netzpolitik.org.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Union ber\u00e4t seit drei Jahren \u00fcber die entsprechenden Regeln. Mehrere Ratspr\u00e4sidentschaften scheiterten bereits beim Versuch, einen Kompromiss zu finden, dem gen\u00fcgend Mitgliedsstaaten zustimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Findet sich eine Mehrheit f\u00fcr den Vorschlag, br\u00e4uchte es dann noch eine Einigung mit dem Europ\u00e4ischen Parlament. Das sieht eine m\u00f6gliche Chatkontrolle aber quer durch alle politischen Lager \u00e4u\u00dfert kritisch und wollte den urspr\u00fcnglichen Vorschlag damals entsch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuer Vorschlag k\u00f6nnte n\u00e4chste Woche zur Abstimmung stehen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neue Vorschlag der d\u00e4nischen Ratspr\u00e4sidentschaft wird im Laufe der Woche von den EU-Staaten auf der Ebene der Botschafter beraten. Zeichnet sich dort eine Einigung ab, k\u00f6nnten die zust\u00e4ndigen Minister der L\u00e4nder dar\u00fcber Anfang n\u00e4chste Woche abstimmen. Doch viele Staaten, darunter auch Deutschland, haben sich bis jetzt nicht klar positioniert. Besonders die Stimmen bev\u00f6lkerungsreicher L\u00e4nder fallen aber schwer ins Gewicht und sind somit entscheidend. (6. Oktober)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WhatsApp warnt: Die geplante EU-Verordnung zur Chatkontrolle k\u00f6nnte die Privatsph\u00e4re von Millionen Nutzern gef\u00e4hrden.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1680273,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[21794,21795,21796,21797],"class_list":["post-1680263","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-chatkontrolle","tag-kindesmissbrauch","tag-messenger-dienste","tag-whatsapp"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1680263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1680263"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1680263\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1680273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1680263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1680263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1680263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}