{"id":1697649,"date":"2025-10-13T16:53:17","date_gmt":"2025-10-13T14:53:17","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1697649"},"modified":"2025-10-13T16:53:22","modified_gmt":"2025-10-13T14:53:22","slug":"ungarische-sondersteuer-hattmannsdorfer-fordert-konsequenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/ungarische-sondersteuer-hattmannsdorfer-fordert-konsequenzen\/","title":{"rendered":"Ungarische Sondersteuer &#8211; Hattmannsdorfer fordert Konsequenzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien\/Br\u00fcssel (APA) &#8211; \u00d6sterreichs Wirtschaftsminister <strong>Wolfgang Hattmannsdorfer<\/strong> von der konservativen \u00d6VP hat in zwei Briefen an die EU-Kommission Konsequenzen gegen die in Ungarn erhobenen Sondersteuern f\u00fcr Lebensmittelketten gefordert. Die Binnenmarktregeln m\u00fcssten f\u00fcr alle gelten, rief Hattmannsdorfer die Kommission zum &#8222;raschen Handeln&#8220; auf. Betroffen sind unter anderem \u00f6sterreichische Handelsketten wie &#8222;Spar&#8220; oder &#8222;Hofer&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem im Herbst 2024 er\u00f6ffneten Vertragsverletzungsverfahren wurde im Juni 2025 eine Stellungnahme an Ungarn \u00fcbermittelt. Die EU sieht einen Versto\u00df gegen die Niederlassungsfreiheit. Sollte die Reaktion aus Ungarn unzureichend ausfallen, k\u00f6nnte eine Klage vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) ein n\u00e4chster Schritt sein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hattmannsdorfer schickte nun Briefe an Exekutiv-Vizepr\u00e4sident <strong>St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9<\/strong> und Vizepr\u00e4sidentin <strong>Teresa Ribera<\/strong>. Es m\u00fcsse ein konsequentes Vorgehen gegen diskriminierende Ma\u00dfnahmen geben, die den freien Binnenmarkt unterlaufen, hielt er darin fest. Au\u00dferdem verlangte er eine rasche Pr\u00fcfung der anh\u00e4ngigen Beihilfebeschwerde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sondersteuer seit 2022<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungarn hebt im Lebensmitteleinzelhandel seit 2022 eine Sondersteuer ein, die bis zu 4,5 Prozent des Nettoumsatzes ausmacht. Betroffen sind vor allem ausl\u00e4ndische Handelsketten wie Spar und Hofer. Ungarische Franchiseketten bzw. nationale Anbieter sind hingegen von der Regelung ausgenommen oder bezahlen nur niedrige Steuern. So entstehe faktisch ein &#8222;Binnenmarkt-Aufschlag&#8220; f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen, kritisierte der \u00d6sterreicher. Ungarn verteidigt seine Vorgehensweise mit einer angeblichen &#8222;\u00dcberw\u00e4lzung der Inflation durch westliche Handelsketten&#8220;. &#8222;Wenn solche Praktiken Schule machen, droht der Binnenmarkt zu zerfallen &#8211; mit allen Folgen f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze, Investitionen und Preisstabilit\u00e4t&#8220;, so Hattmannsdorfer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus forderte Hattmannsdorfer eine starke europ\u00e4ische Binnenmarktstrategie, die gleiche Wettbewerbsbedingungen in allen Mitgliedsstaaten sicherstellt &#8211; nicht nur beim Warenverkehr, sondern auch bei Steuern, Abgaben und Unternehmensrechten. &#8222;Der Binnenmarkt ist das gr\u00f6\u00dfte Erfolgsprojekt Europas&#8220;, unterstrich er und verwies dabei auf weitere Markteingriffe in Ungarn, die ebenfalls schon Gegenstand von EU-Vertragsverletzungsverfahren sind. (12.10.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ungarische Sondersteuer f\u00fcr Lebensmittelketten diskriminiere ausl\u00e4ndische Einzelhandelsketten gegen\u00fcber ihren ungarischen Konkurrenten. Die Kritik ist nicht neu. \u00d6sterreichs Wirtschaftsminister fordert die EU-Kommission nun aber zu einem &#8222;raschen Handeln&#8220; auf. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1649752,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-1697649","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1697649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1697649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1697649\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1649752"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1697649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1697649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1697649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}