{"id":1714006,"date":"2025-10-17T13:27:31","date_gmt":"2025-10-17T11:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1714006"},"modified":"2025-10-17T13:27:35","modified_gmt":"2025-10-17T11:27:35","slug":"europa-am-katzentisch-die-eu-strebt-eine-staerkere-rolle-in-der-zukunft-gazas-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/europa-am-katzentisch-die-eu-strebt-eine-staerkere-rolle-in-der-zukunft-gazas-an\/","title":{"rendered":"Europa am Katzentisch? Die EU strebt eine st\u00e4rkere Rolle in der Zukunft Gazas an"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU steht nach dem von den USA vermittelten Friedensabkommen unter wachsendem Druck, ihre Rolle im Nahen Osten neu zu definieren. Die Europ\u00e4ische Kommission und das Europ\u00e4ische Parlament signalisieren Bereitschaft, sich von einem rein humanit\u00e4ren Akteur zu einem aktiveren politischen Player in den Bereichen Wiederaufbau und Schaffung von neuen Regierungsstrukturen in Gaza zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Mitgliedstaaten sind seit dem Angriff der militanten islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 tief gespalten. Nun hoffen sie, zu einer f\u00fchrenden Rolle bei der Umsetzung des Friedensplans f\u00fcr Gaza zur\u00fcckzufinden. Den Frieden in Gaza zu sichern, werde \u201eau\u00dferordentlich komplex\u201c, sagte die EU-Au\u00dfenbeauftragte <strong>Kaja Kallas<\/strong> am Montag. \u201eDer Friedensplan erfordert erhebliche internationale Unterst\u00fctzung, um erfolgreich zu sein,\u201c betonte sie. Europa wolle dazu umfassend beitragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lob \u2013 und der Versuch, sich einen Platz am Verhandlungstisch zu sichern<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Staatschefs der USA, Katars, \u00c4gyptens und der T\u00fcrkei hatten bei ihrer feierlichen Zeremonie in \u00c4gypten ein Dokument unterzeichnet, das die geltende Waffenruhe auf Basis des 20-Punkte-Plans von US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> festigen soll. Darin hei\u00dft es: \u201eGemeinsam werden wir diese Vereinbarung so umsetzen, dass Frieden, Sicherheit, Stabilit\u00e4t und Chancen f\u00fcr alle V\u00f6lker der Region, einschlie\u00dflich der Pal\u00e4stinenser und Israelis, gew\u00e4hrleistet sind.\u201d Mit Hilfe welcher konkreten Ma\u00dfnahmen dies gelingen solle, wurde nicht erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"647\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/552609698-1024x647.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1712547\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/552609698-980x620.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/552609698-480x304.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump zeigt das unterzeichnente Friedensdokument beim Gaza-Gipfel in \u00c4gypten am 14. Oktober 2025. Foto: Michael Kappeler\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Spitzen begr\u00fc\u00dften den Friedensplan. Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> und der Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates, <strong>Ant\u00f3nio Costa<\/strong>, lobten die Bem\u00fchungen und betonten die Bedeutung eines dauerhaften Waffenstillstands. Von der Leyen sagte, die EU werde weiterhin die schnelle und sichere Lieferung humanit\u00e4rer Hilfe nach Gaza unterst\u00fctzen. \u201eUnd wenn die Zeit gekommen ist, werden wir bereit sein, beim Wiederaufbau und der Wiederherstellung zu helfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wiederaufbau Gazas wird teuer: Laut Sch\u00e4tzungen m\u00fcssen mehr als 55 Millionen Tonnen Schutt aus dem K\u00fcstenstreifen entfernt werden, sagte <strong>Jaco Cilliers<\/strong> vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in Jerusalem. Allein in den n\u00e4chsten drei Jahren k\u00f6nnten daf\u00fcr rund 17 Milliarden Euro ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU setzt sich seit Langem f\u00fcr die Umsetzung der Zwei-Staaten-L\u00f6sung \u2013 einen pal\u00e4stinensischen und einen israelischen Staat \u2013 ein. Sie betrachtet dies als den einzigen Weg, um langfristigen Frieden im Nahen Osten zu schaffen. Doch um dies zu verwirklichen, muss die politisch geschw\u00e4chte Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde ihre Glaubw\u00fcrdigkeit zur\u00fcckgewinnen. Die EU ist entschlossen, bei dieser Reform zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">The first phase of the Gaza deal is a major step towards peace.<br>We now need to plan for the day after.<br><br>The EU stands ready to do its part, by redeploying our EUBAM Rafah mission and discussing what can be done with EUPOL COPPS mandate.<br><br>Doorstep at Paris meeting on Gaza peace \u2193 <a href=\"https:\/\/t.co\/fThskmYmbF\">pic.twitter.com\/fThskmYmbF<\/a><\/p>&mdash; Kaja Kallas (@kajakallas) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kajakallas\/status\/1976318742209466534?ref_src=twsrc%5Etfw\">October 9, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der bulgarische Pr\u00e4sident <strong>Rumen Radev <\/strong>sieht im Friedensplan eine Chance f\u00fcr die EU: \u201eHier hat Europa die M\u00f6glichkeit, eine Schl\u00fcsselrolle zu spielen und einen bedeutenden Beitrag zur schnellen und vollst\u00e4ndigen Umsetzung dieses Plans zu leisten. Wir sind fest davon \u00fcberzeugt, dass die Zwei-Staaten-L\u00f6sung der einzige gangbare Weg zu einer dauerhaften L\u00f6sung des Konflikts und zur Schaffung eines gerechten und dauerhaften Friedens im Nahen Osten ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der slowakische Au\u00dfenminister<strong> Juraj Blan\u00e1r <\/strong>erkl\u00e4rte, Bratislava werde \u201edie humanit\u00e4ren Bem\u00fchungen weiter intensivieren und politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Friedens leisten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die slowenische Au\u00dfenministerin <strong>Tanja Fajon <\/strong>sagte, der erste Teil des US-Friedensplans f\u00fcr Gaza werde zwar erfolgreich umgesetzt. Es sei jedoch wichtig, sich der \u201efragilen Situation und der Dilemmata\u201c bewusst zu sein, die bei den Verhandlungen \u00fcber die zweite Phase ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssten. Die Menge an humanit\u00e4rer Hilfe, die derzeit in den zerst\u00f6rten Gazastreifen gelange, sei immer noch unzureichend.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Grenzhindernisse&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verz\u00f6gerungen beim Neustart der zivilen EU-Mission zur \u00dcberwachung des Grenz\u00fcbergangs Rafah zwischen Gaza und \u00c4gypten zeigen, dass Vorsicht geboten ist. Urspr\u00fcnglich f\u00fcr Mittwoch geplant, wurde der Einsatz gestoppt, da Israel darauf bestand, dass die Hamas die sterblichen \u00dcberreste der letzten toten Geiseln \u00fcbergibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Mission bleibe in Bereitschaft und werde am Grenz\u00fcbergang Rafah eingesetzt, sobald die Bedingungen dies zulassen, sagte ein Sprecher von Kallas in Br\u00fcssel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Mission zur Grenzunterst\u00fctzung in Rafah (EUBAM Rafah) wurde 2005 eingerichtet, um den Grenz\u00fcbergang im S\u00fcden Gazas zu \u00fcberwachen. Nach der Macht\u00fcbernahme der Hamas in Gaza zwei Jahre sp\u00e4ter wurde sie ausgesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rafah ist der einzige Grenz\u00fcbergang aus dem Gazastreifen, der nicht durch israelisches Territorium f\u00fchrt \u2013 und bleibt f\u00fcr den Personenverkehr geschlossen. Direkte Hilfslieferungen von \u00c4gypten nach Gaza sind derzeit ebenfalls nicht m\u00f6glich. Allerdings gelangen Lastwagen mit Hilfsg\u00fctern von der \u00e4gyptischen Seite aus in die Region und werden dann zu Grenz\u00fcberg\u00e4ngen in Israel umgeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcberwachungsmission EUBAM zielt darauf ab, eine neutrale, dritte Partei an diesem wichtigen Grenz\u00fcbergang zu positionieren. Sie umfasst Polizeikr\u00e4fte aus Italien, Spanien und Frankreich. Im Januar wurde die Mission kurzzeitig wieder eingesetzt, jedoch im M\u00e4rz erneut pausiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Erkl\u00e4rung sagte der italienische Verteidigungsminister<strong> Guido Crosetto,<\/strong> er habe die Wiederaufnahme der italienischen Operationen im Rahmen der EU-Mission unter denselben Bedingungen wie im Januar genehmigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Regierung hat Vorbereitungen f\u00fcr eine m\u00f6gliche deutsche Beteiligung an einer zuk\u00fcnftigen Mission getroffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine wichtigere Rolle f\u00fcr Europa<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU, der wichtigste Geldgeber der Pal\u00e4stinenser, will auch zum Wiederaufbau Gazas beizutragen. Seit dem 7. Oktober 2023 stellte Br\u00fcssel mehr als 550 Millionen Euro an die Pal\u00e4stinenser bereit. Im April hatte die Kommission ein mehrj\u00e4hriges Programm f\u00fcr den Wiederaufbau in den pal\u00e4stinensischen Gebieten angek\u00fcndigt, das bis zu 1,6 Milliarden Euro f\u00fcr den Zeitraum 2025 bis 2027 umfassen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission hat signalisiert, dass sie \u00fcber reine Hilfsleistungen hinausgehen m\u00f6chte und sich bereit erkl\u00e4rt, die Ausgestaltung der \u00fcbergangsweisen Regierung von Gaza nach dem Waffenstillstand mit zu tragen. Dazu geh\u00f6rt etwa die Nutzung bestehender EU-Missionen f\u00fcr Grenzsicherheit, Polizeiausbildung und der Aufbau institutioneller Kapazit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir sind bereit, mit allen uns zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln zu seinem Erfolg beizutragen,\u201c sagte Ursula von der Leyen \u00fcber den Friedensplan. Dies schlie\u00dfe die \u201eBereitstellung von Unterst\u00fctzung bei der Regierungsf\u00fchrung und f\u00fcr die Reform der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde\u201c ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU bekundete ihren Wunsch nach einer Rolle im \u201eBoard of Peace\u201c, das den Wiederaufbau Gazas \u00fcberwachen soll. Dies spiegetl Br\u00fcssels Wunsch nach einer zentraleren politischen Rolle wider. \u201eWir glauben, dass Europa eine wichtige Rolle spielt und dass wir auch Teil davon sein sollten,\u201c sagte Kallas vergangene Woche. \u201eIch denke, Europa sollte nicht nur ein Zahlender, sondern auch ein Akteur sein,\u201c f\u00fcgte sie w\u00e4hrend eines Besuchs in Kuwait hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der spanische Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez \u00f6ffnete die T\u00fcr f\u00fcr die Entsendung spanischer Truppen, um den Frieden in Gaza nach dem Waffenstillstand zu garantieren. In einem Radiointerview mit Cadena SER sagte S\u00e1nchez, es sei noch unklar, wie die Sicherheit in Gaza gew\u00e4hrleistet werden solle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte es jedoch zu einem internationalen Einsatz von Truppen kommen, um den Frieden zu garantieren, wolle Spanien sich daran beteiligen und eine \u201eaktive Pr\u00e4senz\u201c zeigen \u2013 nicht nur beim Wiederaufbau Gazas, sondern auch bei der Friedenssicherung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron sagte, die Europ\u00e4er w\u00fcrden ihre Bem\u00fchungen verst\u00e4rken, pal\u00e4stinensische Polizeikr\u00e4fte in Gaza auszubilden. Gleichzeitig deutete er an, dass Frankreich nicht an der einzurichtenden Stabilisierungstruppe teilnehmen werde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politische Bedenken<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist unklar, ob das Friedensabkommen zu einem langfristigen Ende der K\u00e4mpfe f\u00fchren wird. Die Details m\u00fcssen nun in einer zweiten Phase ausgehandelt werden. Der Frieden bleibt fragil, und erste Risse sind bereits sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Anlass zu Bedenken ist die Entschlossenheit der Hamas, weiterhin gegen Israel zu k\u00e4mpfen. \u201eDie Aussagen der Hamas, dass sie ihre Waffen nicht niederlegen wird, sind besorgniserregend,\u201c sagte der slowakische Chefdiplomat Blan\u00e1r.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der deutsche Au\u00dfenminister <strong>Johann Wadephul<\/strong> betonte, dass die Hamas entwaffnet und ihr politischer Einfluss beendet werden m\u00fcsse. \u201eUnd das wird die Aufgabe der Pal\u00e4stinenser sein, dass sie sich lossagen von dieser Organisation,\u201c sagte er im deutschen Fernsehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage, wer den Gazastreifen verwalten wird, gilt als einer der entscheidenden Faktoren daf\u00fcr, ob sich die Lage in dem blockierten K\u00fcstenstreifen nach dem zweij\u00e4hrigen Krieg stabilisieren kann. Ein Machtvakuum k\u00f6nnte den Gazastreifen in weiteres Chaos oder sogar in einen B\u00fcrgerkrieg st\u00fcrzen. Israel und die Vereinigten Staaten bestehen darauf, dass die Hamas keine Rolle in einer zuk\u00fcnftigen Regierung Gazas spielen darf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Macron versicherte, dass Frankreich eine \u201esehr besondere Rolle\u201c dabei spielen werde, sicherzustellen, dass die Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde in die zuk\u00fcnftige Verwaltung Gazas integriert wird. Er bestand auf eine pal\u00e4stinensische Beteiligung an diesem Prozess.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Sprecher von Kaja Kallas sagte, alle Parteien seien aufgefordert, Zur\u00fcckhaltung zu \u00fcben und von jeglichen Aktivit\u00e4ten abzusehen, die den Waffenstillstand gef\u00e4hrden k\u00f6nnten. \u201eWir bekr\u00e4ftigen als EU, dass die Hamas keine zuk\u00fcnftige Rolle in der Verwaltung des Gazastreifens spielen darf.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berichte \u00fcber Gewalt zwischen Hamas-Mitgliedern und bewaffneten Clans im Gazastreifen sorgen ebenfalls f\u00fcr Besorgnis. \u201eDie Europ\u00e4ische Union ist besorgt \u00fcber die Berichte, die wir gesehen haben, wonach es in Gaza aufgrund von Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen der Hamas und Gangmitgliedern mehrere Todesopfer gegeben hat,\u201c so der Sprecher von Kallas.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt auch Berichte, die darauf hindeuten, dass die Hamas brutal gegen Personen vorgeht, die sie der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/urnnewsmldpa.com20090101251005-99-238705-v1-s2048.jpeg\" alt=\"Trucks loaded with humanitarian aid cross into the Gaza Strip through the Kerem Shalom crossing.\" class=\"wp-image-1699557\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit Hilfsg\u00fctern belandene Lastw\u00e4gen am Kerem Shalom Grenz\u00fcbergang in Gaza. Foto Abed Rahim Khatib\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was tun mit Bibi?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU ist auch in Bezug auf die Rolle der israelischen Regierung und die von Ministerpr\u00e4sident <strong>Benjamin Netanyahu <\/strong>in dem Konflikt gespalten. Diese Spaltungen zwangen die EU oft dazu, sich auf Erkl\u00e4rungen der Hohen Vertreterin oder einzelner Mitgliedstaaten zu beschr\u00e4nken, anstatt einheitliche EU-Positionen zu vertreten. Dies schr\u00e4nkt die Wirksamkeit des Blocks als politischer Akteur ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland etwa war lange Zeit unersch\u00fctterlich an der Seite Israels, bewegt sich jedoch langsam in Richtung einer differenzierteren Position und betont seine Besorgnis \u00fcber das Leid der Zivilbev\u00f6lkerung in Gaza. Im August 2025 vollzog die deutsche Regierung eine bedeutende Kurs\u00e4nderung mit der Ank\u00fcndigung, keine Exporte von milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung mehr zu genehmigen, die im Gaza-Krieg eingesetzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien hingegen h\u00e4lt die israelische Regierung auf mehr Distanz. Ministerpr\u00e4sident S\u00e1nchez betonte, dass bisher nur ein Waffenstillstand erreicht worden sei und dieser nun gefestigt werden m\u00fcsse, um einen endg\u00fcltigen Frieden zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wies darauf hin, dass die von seiner Regierung gegen Israel beschlossenen Ma\u00dfnahmen, wie das Waffenembargo, weiterhin in Kraft bleiben, da es sich derzeit nur um einen Waffenstillstand handelt. \u201eWir werden dieses Embargo aufrechterhalten, bis dieser gesamte Prozess gefestigt ist und sich endg\u00fcltig auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden befindet,\u201c sagte er. Ebenso warnte er, dass Frieden nicht bedeuten k\u00f6nne, dass diejenigen vergessen werden oder straffrei bleiben, die sich internationalen Gerichtsverfahren stellen m\u00fcssen, wie etwa Netanyahu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere L\u00e4nder, wie Ungarn und die Tschechische Republik, haben EU-Positionen, die Israel kritisieren, blockiert oder abgeschw\u00e4cht. Sie stehen den US-amerikanischen und israelischen Positionen n\u00e4her und erkennen die pal\u00e4stinensische Staatlichkeit nicht an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Europas B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger dr\u00e4ngen auf eine prinzipienfestere und entschlossenere Haltung der EU in Gaza. Doch wie effektiv Br\u00fcssel seine Nahostpolitik gestalten kann, h\u00e4ngt davon ab, ob der Block die unterschiedlichen Positionen der Mitgliedstaaten \u00fcberwinden und Ank\u00fcndigungen in konkrete Ma\u00dfnahmen umsetzen kann.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1522536,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[21937,11700,11009,21979,21980],"class_list":["post-1714006","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-friedensplan","tag-gaza-3","tag-grenzschutz","tag-palaestinenser","tag-wiederaufbau"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1714006","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1714006"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1714006\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1522536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1714006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1714006"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1714006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}