{"id":1723592,"date":"2025-10-21T15:35:39","date_gmt":"2025-10-21T13:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1723592"},"modified":"2025-10-21T15:35:44","modified_gmt":"2025-10-21T13:35:44","slug":"bis-zu-1-400-schiffe-russlands-schattenflotte-beunruhigt-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/bis-zu-1-400-schiffe-russlands-schattenflotte-beunruhigt-eu\/","title":{"rendered":"Bis zu 1.400 Schiffe: Russlands Schattenflotte beunruhigt EU"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg&nbsp;(dpa)&nbsp;&#8211;&nbsp;Die sogenannte russische Schattenflotte zur Umgehung von internationalen \u00d6lsanktionen wegen des Ukraine-Kriegs bereitet der EU zunehmend Sorgen. Nach einer internen Analyse wird die Gr\u00f6\u00dfe der Flotte mittlerweile auf 600 bis 1.400 Tanker gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDiese Schiffe tragen nicht nur zur russischen Kriegswirtschaft bei, sondern stellen auch eine erhebliche Gefahr f\u00fcr Umwelt und Schifffahrtssicherheit dar\u00bb, warnen Experten der EU-Au\u00dfenbeauftragten<strong> Kaja Kallas<\/strong> in dem Dokument, das am Montag als Grundlage f\u00fcr Diskussionen bei einem Au\u00dfenministertreffen in Luxemburg diente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungl\u00fccke k\u00f6nnten demnach \u00d6lkatastrophen und andere Meeresverschmutzungen verursachen \u2013 mit verheerenden Folgen f\u00fcr K\u00fcstengebiete, \u00d6kosysteme und die Fischerei. Da viele der Schiffe unklare Eigentumsverh\u00e4ltnisse haben und laut den Experten nicht oder nur unzureichend versichert sind, m\u00fcssten im Falle einer Havarie wohl die Steuerzahler der K\u00fcstenstaaten f\u00fcr die Beseitigung der Sch\u00e4den aufkommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schiffe als Plattform f\u00fcr Drohnen-Attacken<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem wird in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Text davor gewarnt, dass Schiffe der Schattenflotte als Plattform f\u00fcr den Start von Drohnen f\u00fcr St\u00f6r- oder Spionageangriffe genutzt werden k\u00f6nnen. Diesen Verdacht gab es auch nach den mysteri\u00f6sen Drohnensichtungen in D\u00e4nemark, die vor allem in der Hauptstadt Kopenhagen zu erheblichen Einschr\u00e4nkungen des Flugverkehrs gef\u00fchrt hatten. \u00abMoskaus Schattenflotte finanziert Russlands Krieg und dient zugleich als Ausgangspunkt f\u00fcr hybride Angriffe\u00bb, mahnte Kallas am Montag bei dem Au\u00dfenministertreffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Probleme mit der Schattenflotte in den Griff zu bekommen, schl\u00e4gt Kallas nun vor, nicht nur sch\u00e4rfer gegen beteiligte Schiffe und Reederei vorzugehen, sondern auch noch intensiver mit K\u00fcstenl\u00e4ndern und solchen Staaten zu kooperieren, unter deren Flagge die Schiffe registriert sind. Diese Staaten sollen im Idealfall ihr Einverst\u00e4ndnis geben, dass Schiffe von Marinekr\u00e4ften aus EU-L\u00e4ndern kontrolliert werden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Arbeitspapier f\u00fcr das Au\u00dfenministertreffen zufolge sind drei EU-Marinemissionen bereits seit Juni 2025 damit beauftragt, die Schattenflotte zu \u00fcberwachen und Informationen \u00fcber sie zu beschaffen. Dazu geh\u00f6rt unter anderem die Operation \u00abAspides\u00bb, die eigentlich vor allem dazu beitragen soll, Handelsschiffe im Roten Meer vor Angriffen durch die jemenitische Huthi-Miliz zu sch\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">K\u00fcnftig sollen mehr als 560 Schiffe auf Sanktionsliste stehen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die sogenannte Schattenflotte versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterst\u00fctzern der Ukraine eingef\u00fchrten Preisdeckel f\u00fcr russisches \u00d6l zu umgehen. Daf\u00fcr werden meist veraltete Schiffe und verschiedene Methoden genutzt, um die Herkunft von \u00d6lladungen zu verschleiern. Mitunter wird der Transponder des satellitengest\u00fctzten automatischen Schiffsidentifizierungssystems (AIS) ausgeschaltet oder manipuliert, manchmal \u00d6l auf hoher See zwischen Tankern umgeladen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit die EU-Au\u00dfenbeauftragte ihre Pl\u00e4ne umsetzen kann, braucht sie die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten. Gleiches gilt f\u00fcr weitere Sanktionen. Geplant ist dem Dokument zufolge, dass die Zahl der von Hafenverboten und Strafma\u00dfnahmen betroffenen Schiffe im Zuge des 19. Pakets mit EU-Russland-Sanktionen von derzeit 444 auf 562 erh\u00f6ht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim EU-Au\u00dfenministertreffen sagte Kallas, sie hoffe, dass in dieser Woche bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten eine Einigung \u00fcber das 19. Sanktionspaket erzielt werden k\u00f6nne. Man m\u00fcsse aber kontinuierlich nach neuen Wegen im Kampf gegen die Schattenflotte suchen, da Russland erfinderisch beim Umgehen von Sanktionen sei. Thema seien dabei auch neue Befugnisse, um an Bord von Schiffen gehen zu k\u00f6nnen. Um bew\u00e4hrte Verfahren aus der gesamten Union zusammenzuf\u00fchren, habe sie jetzt einen Sonderkoordinator ernannt, erkl\u00e4rte Kallas. (20. Oktober)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz immer neuer EU-Sanktionen exportiert Russland mit Hilfe seiner sogenannten Schattenflotte \u00d6l im Milliardenwert. Bei einem Ministertreffen gibt es neue Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Gegenma\u00dfnahmen.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1722627,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[111,145,835,1077,22044],"class_list":["post-1723592","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-konflikte","tag-oel","tag-russland-de","tag-sanktionen","tag-schattenflotte"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1723592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1723592"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1723592\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1722627"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1723592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1723592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1723592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}