{"id":172524,"date":"2023-10-27T13:03:46","date_gmt":"2023-10-27T11:03:46","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=172524"},"modified":"2023-10-30T11:29:21","modified_gmt":"2023-10-30T10:29:21","slug":"die-tuerkei-wird-hundert-erdogan-nachfolger-und-konkurrent-von-atatuerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/die-tuerkei-wird-hundert-erdogan-nachfolger-und-konkurrent-von-atatuerk\/","title":{"rendered":"Die T\u00fcrkei wird hundert: Erdogan \u2013 Nachfolger und Konkurrent von Atat\u00fcrk"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 29. Oktober feiert die T\u00fcrkei den 100. Jahrestag der Gr\u00fcndung ihrer modernen Republik. Das Programm f\u00fcr die Feierlichkeiten wurde nur eine Woche zuvor ver\u00f6ffentlicht. Die Regierung hat \u201enoch nicht einmal Einladungen an ausl\u00e4ndische Staatsoberh\u00e4upter versandt\u201c, so <strong>Soli \u00d6zel<\/strong>, Professorin f\u00fcr internationale Beziehungen an der Kadir-Has-Universit\u00e4t in Istanbul.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pr\u00e4sident <strong>Recep Tayyip Erdogan<\/strong> wird von seinen Gegnern beschuldigt, eine \u201eneue T\u00fcrkei\u201c zu zelebrieren, die konservativer und religi\u00f6ser ist. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident bereitet daher eine neue Verfassung vor: Diese neue Verfassung w\u00fcrde den Frauen das Recht garantieren, unter allen Umst\u00e4nden den Schleier zu tragen, sie w\u00fcrde &#8222;die Familie (als) das Fundament der Gesellschaft&#8220; festschreiben und festlegen, dass die Ehe nur &#8222;zwischen einem Mann und einer Frau&#8220; geschlossen werden kann, wie Erdogan w\u00e4hrend seiner Kampagne seit seiner Wiederwahl und auch in der vergangenen Woche sehr h\u00e4ufig erw\u00e4hnt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit ihrer Gr\u00fcndung ist die Partei f\u00fcr Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) &#8222;bestrebt, eine Identit\u00e4t und alternative Narrative zur Republik aufzubauen&#8220;, so <strong>Seren Selvin Korkmaz<\/strong>, Direktorin des Istanbuler Instituts f\u00fcr politische Forschung. &#8222;Die Polarisierung der T\u00fcrkei hat sich sogar auf die Hundertjahrfeier ausgeweitet: Die AKP spricht vom &#8218;Jahrhundert der T\u00fcrkei&#8216;, andere vom &#8218;zweiten Jahrhundert&#8216; der Republik&#8220;, f\u00fcgt sie hinzu. Erdogan pr\u00e4gt nicht nur die t\u00fcrkische Politik und Gesellschaft, sondern scheint sich auch des geopolitischen Einflusses bewusst zu sein, den er aus\u00fcben kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erdogan hebt Blockade des schwedischen <\/strong><strong>NATO-Beitritts <\/strong><strong>auf<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem 17-monatigen diplomatischen Patt unterzeichnete Erdogan am Montag die Stockholmer Beitrittsprotokolle und schickte die Dokumente zur Ratifizierung an die Parlamentarische Versammlung in Ankara. Er betonte, dass die endg\u00fcltige Entscheidung im Parlament getroffen werde, wo seine Partei, die AKP, zusammen mit ihrer Verb\u00fcndeten, der ultranationalistischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), die Mehrheit hat. Der Generalsekret\u00e4r der NATO, <strong>Jens Stoltenberg<\/strong>, und der schwedische Ministerpr\u00e4sident <strong>Ulf Kristersson<\/strong> zeigten sich zuversichtlich \u00fcber einen raschen Beitritt Schwedens zum B\u00fcndnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident hatte zuvor erkl\u00e4rt, er werde dem Beitritt Schwedens zustimmen, \u201ewenn die USA ihre Versprechen einhalten\u201c. Er bezog sich dabei auf den Verkauf von F-16-Kampfjets an die T\u00fcrkei, der vom US-Kongress blockiert werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ankara hob das Veto auf und gestattete Finnland im M\u00e4rz den Beitritt zum Atlantischen B\u00fcndnis. Das geschah allerdings erst nach Aufhebung des Embargos f\u00fcr Waffenverk\u00e4ufe an die T\u00fcrkei, das Helsinki 2019 nach den t\u00fcrkischen Operationen gegen kurdische Kr\u00e4fte in Nordsyrien verh\u00e4ngt hatte. Finnland, das gleichzeitig mit Schweden einen Antrag auf NATO-Beitritt stellte, wurde im April aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die T\u00fcrkei hat Schweden wiederholt beschuldigt, in der T\u00fcrkei verbotenen kurdischen K\u00e4mpfern Unterschlupf zu gew\u00e4hren, und ihre Auslieferung gefordert. Erdogan forderte Schweden auch auf, Ma\u00dfnahmen wegen der Koranverbrennungen bei Protesten im Land zu ergreifen, die viele muslimische L\u00e4nder ver\u00e4rgert hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die T\u00fcrkei und Ungarn sind die letzten NATO-Mitglieder, die den Beitritt Schwedens noch nicht ratifiziert haben, der von allen Mitgliedern genehmigt werden muss, bevor er wirksam wird. Wenn auch Ungarn gr\u00fcnes Licht gibt, kann Schweden wahrscheinlich noch vor dem Treffen der NATO-Au\u00dfenminister am 28. und 29. November im Hauptquartier in Br\u00fcssel der Allianz beitreten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1279\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/urnnewsmldpa.com20090101231024-99-683968-v3-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-172452\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ministerpr\u00e4sident von Schweden Ulf Kristersson und Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg nehmen an einer Pressekonferenz im schwedischen Regierungssitz Rosenbad teil. Foto: Jonas Ekstr\u00f6mer\/TT News Agency\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die T\u00fcrkei erwartet nichts mehr von der EU, sagt Erdogan<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Beziehungen zwischen Ankara und der EU scheint jedoch kein Fortschritt in Sicht zu sein. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident erkl\u00e4rte am 1. Oktober, sein Land erwarte \u201enichts mehr von der Europ\u00e4ischen Union, die uns seit 40 Jahren vor ihrer T\u00fcr warten l\u00e4sst\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir haben alle Versprechen gehalten, die wir der EU gegeben haben, aber sie haben fast keines ihrer Versprechen gehalten,\u201c sagte er und f\u00fcgte hinzu, dass er \u201ekeine neuen Forderungen oder Bedingungen f\u00fcr den Beitrittsprozess\u201c dulden werde, damit sein Land der Union beitreten k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Juli hatte die slowenische Au\u00dfenministerin<strong> Tanja Fajon<\/strong> im Vorfeld des EU-Rates f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten \u00fcber die T\u00fcrkei betont, dass eine Diskussion \u00fcber den EU-Beitrittsantrag der T\u00fcrkei sinnvoll sei, wenn das Land ein aufrichtiges Interesse zeige. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen \u2013 wie Migration, Zypern und die Vermittlerrolle der T\u00fcrkei im Ukraine-Krieg \u2013 g\u00e4be es viel zu besprechen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vermittler im Ukraine-Krieg<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im vergangenen Jahr bot sich die T\u00fcrkei als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland an und half bei der Aushandlung eines Abkommens, das sichere Getreideexporte \u00fcber das Schwarze Meer erm\u00f6glichte. Seitdem f\u00fchrt die T\u00fcrkei Gespr\u00e4che mit beiden Seiten \u00fcber eine Wiederbelebung des Abkommens, das nach dem R\u00fcckzug Russlands weniger als ein Jahr sp\u00e4ter gescheitert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl Russland als auch die Ukraine bereiten sich auf einen harten Winter vor. Die Ukraine warnt vor erneuten Angriffen auf ihre Energieinfrastruktur und Russland versucht, eine ukrainische Gegenoffensive zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 21. Oktober k\u00fcndigte Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>an, dass die T\u00fcrkei Ende Oktober an Friedensgespr\u00e4chen \u00fcber die Beendigung des Ukraine-Krieges teilnehmen werde. \u201eDie T\u00fcrkei wird teilnehmen und ihre ma\u00dfgebliche Stimme und Haltung einbringen,\u201c sagte Selenskyj. Es wird nicht erwartet, dass Russland an den Gespr\u00e4chen teilnimmt. Selenskyj hofft, dadurch Unterst\u00fctzung f\u00fcr seinen eigenen Friedensplan zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach \u00e4hnlichen Treffen in der saudischen Stadt Dschidda und in Kopenhagen zu Beginn dieses Jahres ist die Mittelmeerinsel Malta am 28. und 29. Oktober Gastgeber der Friedensgespr\u00e4che \u00fcber die Ukraine. An dem saudischen Gipfel, der zu keiner Abschlusserkl\u00e4rung f\u00fchrte, nahmen Vertreter aus rund 40 L\u00e4ndern teil, darunter China, Indien, die Vereinigten Staaten und die Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erdogan nennt Hamas Freiheitsk\u00e4mpfer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In seiner ersten Reaktion auf die t\u00f6dlichen Angriffe der Hamas am 7. Oktober hatte der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident einen gem\u00e4\u00dfigten Ton angeschlagen, alle Angriffe auf Zivilisten verurteilt und Israel zu einer ma\u00dfvollen Reaktion aufgefordert. Nach dem Angriff auf das al-Ahli-Arab-Krankenhaus im Gazastreifen in der vergangenen Woche, als die Hamas Israel unmittelbar nach der Explosion beschuldigte, das Krankenhaus beschossen zu haben, wurde er jedoch viel deutlicher. Israel hingegen erkl\u00e4rte, eine fehlgeleitete Rakete aus dem Gazastreifen sei daf\u00fcr verantwortlich. Die Explosion f\u00fchrte zu Protesten in der gesamten muslimischen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Mittwoch sagte er seinen geplanten Besuch in Israel wegen des \u201eunmenschlichen Krieges\u201c gegen die Hamas-K\u00e4mpfer in Gaza ab. Der t\u00fcrkische Staatschef f\u00fcgte hinzu, dass er die Hamas nicht als terroristische Organisation betrachte, sondern als \u201eBefreier\u201c, die f\u00fcr ihr Land k\u00e4mpften, was eine rasche und w\u00fctende Verurteilung durch die israelische Regierung nach sich zog.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ankara unterh\u00e4lt Kontakte zur Hamas und versucht nach eigenen Angaben, die Freilassung der Geiseln zu erreichen. Die Hamas gilt in den USA, Europa und Israel als terroristische Organisation, nicht aber in der T\u00fcrkei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erdogan habe mit dem Chef der islamistischen Hamas, <strong>Ismail Haniya<\/strong>, telefoniert. T\u00fcrkischen Quellen zufolge sagte Erdogan, dass eine dauerhafte Friedensl\u00f6sung im Nahen Osten nur mit einem pal\u00e4stinensischen Staat in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt m\u00f6glich sei. Die T\u00fcrkei werde sich auch weiterhin auf der internationalen B\u00fchne f\u00fcr eine dauerhafte Friedensl\u00f6sung einsetzen, so Erdogan. Der Pressedienst der t\u00fcrkischen Regierung verk\u00fcndete am Samstag auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter), die T\u00fcrkei werde sich weiterhin f\u00fcr einen m\u00f6glichst baldigen Waffenstillstand in der Region einsetzen. Erdogan wolle sich auch um weitere humanit\u00e4re Hilfe f\u00fcr den Gazastreifen bem\u00fchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Aktivit\u00e4ten der T\u00fcrkei auf dem westlichen Balkan<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die T\u00fcrkei hat in den letzten Jahren ihren Einfluss auf dem westlichen Balkan ausgeweitet, vor allem in den L\u00e4ndern der Region mit muslimischer Bev\u00f6lkerung. In Bosnien und Herzegowina (BiH) erweiterte Ankara seine Pr\u00e4senz durch die Er\u00f6ffnung von Bildungseinrichtungen, aber auch durch gro\u00dfe Infrastrukturprojekte und Netzwerke t\u00fcrkischer Unternehmer. Die T\u00fcrkei hat mehr als 284 Millionen Euro in die Infrastruktur von Bosnien und Herzegowina investiert. Auch das von Ankara finanzierte Belgrad-Sarajevo-Autobahnprojekt im Wert von vier Milliarden Euro wurde angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Bericht \u00fcber den Au\u00dfenhandel des albanischen Instituts f\u00fcr Statistik f\u00fcr den Zeitraum Januar bis Juli 2023 wird die T\u00fcrkei mit einem Anteil von 6,8 Prozent als drittgr\u00f6\u00dfter Handelspartner Albaniens genannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die T\u00fcrkei \u00fcbernimmt die NATO-Kosovo-Mission KFOR<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in Serbien und im Kosovo l\u00e4sst die T\u00fcrkei ihre Muskeln spielen. Am 25. Oktober traf der t\u00fcrkische Armeechef <strong>Ya\u015far G\u00fcler<\/strong> in Belgrad mit dem stellvertretenden Ministerpr\u00e4sidenten und Verteidigungsminister Serbiens, <strong>Milo\u0161 Vu\u010devi\u0107<\/strong>, zusammen. \u201eDie T\u00fcrkei hat einen gro\u00dfen und bedeutenden politischen, wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und kulturellen Einfluss und eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Region des westlichen Balkans,\u201c sagte Vu\u010devi\u0107.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend G\u00fcler betonte, dass die T\u00fcrkei den EU-Beitritt Serbiens unterst\u00fctzen werde, war ein weiteres beherrschendes Thema die Sicherheitsfrage im n\u00f6rdlichen Kosovo. Die NATO-gef\u00fchrte KFOR-Truppe im Kosovo wechselt regelm\u00e4\u00dfig das Kommando, zuletzt im Oktober. Der t\u00fcrkische General <strong>\u00d6zkan Ulutas<\/strong> hat die F\u00fchrung der 4.500 Mann starken Truppe \u00fcbernommen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Spannungen zwischen dem Kosovo und dem benachbarten Serbien wieder zunehmen. Am 24. September \u00fcberfielen kosovo-serbische Paramilit\u00e4rs eine kosovarische Polizeistreife im Norden des Kosovo, der fast ausschlie\u00dflich von Serben bewohnt wird. Bei dem Schusswechsel starben drei Serben und ein kosovarischer Polizist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir sind ermutigt durch die Zusicherungen, die wir von Herrn G\u00fcler bez\u00fcglich der Sicherheit der serbischen Gemeinschaft im Kosovo und in Metohija erhalten haben,\u201c sagte Vu\u010devi\u0107. Er f\u00fcgte hinzu, dass Serbien darauf bestehen werde, dass \u201ean der Verwaltungslinie in Richtung Kosovo und Metohija nur Mitglieder der KFOR auf der Seite von Kosovo und Metohija anwesend sein sollten und dass gemeinsame Patrouillen von Mitgliedern der serbischen Armee und Mitgliedern der KFOR fortgesetzt werden sollten\u201c. Serbien bef\u00fcrworte auch \u201eeine direkte Kommunikation zwischen dem Generalstabschef der serbischen Streitkr\u00e4fte und dem KFOR-Befehlshaber\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Distanziert sich die T\u00fcrkei vom Westen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da das zweite Jahrhundert der t\u00fcrkischen Republiken beginnt, stellt sich die Frage, in welche Richtung Erdogan das Land zu lenken versucht und ob er letztendlich erfolgreich sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr <strong>Berk Esen<\/strong>, Professor an der Sabanci-Universit\u00e4t in Istanbul, \u201edr\u00e4ngt Erdogan auf eine zweite Republik, die konservativer und islamischer ist und sich vom Westen distanziert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEr versucht, auf allen wichtigen politischen Gebieten und bei allen Projekten seine Spuren zu hinterlassen. Aber ob es nun um die Feier der Unabh\u00e4ngigkeit des Landes oder um die Ehrung der Armee geht, dessen Oberbefehlshaber der Pr\u00e4sident ist, Mustafa Kemal Atat\u00fcrk ist \u00fcberall pr\u00e4sent,\u201c so der Wissenschaftler. \u201eEs ist ihm nicht ganz gelungen, ihn auszul\u00f6schen, aber das wird er wahrscheinlich nach 2023 versuchen,\u201c erwartet Esen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel wurde redaktionell bearbeitet. In einer fr\u00fcheren Version war ein Zitat enthalten, das f\u00e4lschlicherweise Seren Selvin Korkamaz zugeschrieben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird w\u00f6chentlich&nbsp;ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hundert Jahre nachdem Kemal Atat\u00fcrk die T\u00fcrkische Republik ausgerufen hat, balanciert das Land zwischen Ost und West. Recep Tayyip Erdogan will die Idee eines \u201eJahrhunderts der T\u00fcrkei\u201c vorantreiben &#8211; entgegen der Werte des Gr\u00fcndervaters. <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":172545,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[11662,6545],"class_list":["post-172524","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-hamas","tag-tuerkei"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/172524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=172524"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/172524\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/172545"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=172524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=172524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=172524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}