{"id":173778,"date":"2023-11-02T11:47:15","date_gmt":"2023-11-02T10:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=173778"},"modified":"2023-11-02T11:47:28","modified_gmt":"2023-11-02T10:47:28","slug":"eu-wahl-deutlich-mehr-eu-begeisterung-bei-jungwaehlern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-wahl-deutlich-mehr-eu-begeisterung-bei-jungwaehlern\/","title":{"rendered":"EU-Wahl: Deutlich mehr EU-Begeisterung bei Jungw\u00e4hlern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Bei der EU-Wahl im kommenden Fr\u00fchjahr werden in \u00d6sterreich auch rund 1,2 Millionen Jungw\u00e4hler unter 30 Jahren wahlberechtigt sein. Unter diesen ist die Begeisterung f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union besonders gro\u00df. Eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit von 70 Prozent der 16- bis 29-J\u00e4hrigen ist laut einer aktuellen Umfrage zufrieden mit der EU. Von den Parteien punkten traditionell vor allem Gr\u00fcne und NEOS (Liberale) bei den Jungw\u00e4hlern &#8211; aktuell liegt laut Umfrage aber auch die FP\u00d6 hoch im Kurs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt werden laut Statistik Austria ausgehend vom aktuellen Bev\u00f6lkerungsstand rund 1,2 Millionen Wahlberechtigte am Wahltag am 9. Juni zwischen 16 und 29 Jahren alt sein &#8211; davon geh\u00f6ren rund 155.000 der Gruppe der 16- und 17-J\u00e4hrigen an. 162.000 Wahlberechtigte unter 30 sind EU-B\u00fcrger mit Wohnsitz in \u00d6sterreich. Sie k\u00f6nnen entscheiden, ob sie bei der Wahl die \u00f6sterreichischen EU-Abgeordneten bestimmen wollen oder die EU-Vertreter ihres Heimatlandes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die EU-Begeisterung bei den Jungw\u00e4hlern im Vergleich zu \u00e4lteren Bev\u00f6lkerungsgruppen besonders hoch ist, d\u00fcrfte auch daran liegen, dass sie bereits als EU-B\u00fcrger geboren sind. Denn wer am Wahltag im kommenden Jahr 29 Jahre alt ist, ist bereits nach dem EU-Beitritts \u00d6sterreichs am 1. J\u00e4nner 1995 zur Welt gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den 16- bis 29-J\u00e4hrigen sind laut der Umfrage des Instituts f\u00fcr Demoskopie &amp; Datenanalyse (IFDD) f\u00fcr die APA 14 Prozent &#8222;sehr zufrieden&#8220; und 56 Prozent &#8222;eher zufrieden&#8220; mit der Europ\u00e4ischen Union. Dagegen ist die Begeisterung bei den anderen Altersgruppen in der Anfang Oktober durchgef\u00fchrten Umfrage deutlich geringer, nur rund 40 Prozent der Befragten ab 30 Jahren zeigte sich zufrieden. In der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre sind acht Prozent &#8222;sehr zufrieden&#8220;, 33 Prozent &#8222;eher zufrieden&#8220;. Bei den \u00dcber-50-J\u00e4hrigen sind \u00fcberhaupt nur drei Prozent &#8222;sehr zufrieden&#8220; und 37 Prozent &#8222;eher zufrieden&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dementsprechend ist umgekehrt auch die Zahl der Unzufriedenen bei den J\u00fcngeren viel geringer: W\u00e4hrend ein Drittel der \u00dcber-50-J\u00e4hrigen &#8222;gar nicht zufrieden&#8220; ist mit der EU, sind es bei den 30- bis 49-J\u00e4hrigen 21 Prozent und bei den Unter-30-J\u00e4hrigen nur 9 Prozent. Zugleich sind fast drei Viertel der Jungw\u00e4hler davon \u00fcberzeugt, dass \u00d6sterreich ohne EU schlechter dastehen w\u00fcrde. Bei den 30- bis 49-J\u00e4hrigen sind mit 46 Prozent weniger als die H\u00e4lfte dieser Meinung, bei den \u00dcber-50-J\u00e4hrigen mit 52 Prozent eine knappe Mehrheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings spiegelt sich die tendenziell gr\u00f6\u00dfere EU-Begeisterung bei den Jungw\u00e4hlern nicht unbedingt in der Wahlbeteiligung wider. Studien zufolge ist die Wahlbeteiligung j\u00fcngerer Menschen EU-weit deutlich geringer als jene \u00e4lterer Wahlberechtigter. Bei der letzten Europawahl 2019 gingen laut einer Eurobarometer-Umfrage deutlich weniger als die H\u00e4lfte der Unter-24-J\u00e4hrigen zu Wahl (42 Prozent), w\u00e4hrend die Wahlbeteiligung aller EU-B\u00fcrger bei 51 Prozent lag. Bei den Wahlen zuvor war die Wahlbeteiligung der Jungw\u00e4hler demnach noch niedriger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch was die Parteipr\u00e4ferenz angeht, unterschiedet sich das Wahlverhalten der j\u00fcngeren Menschen von jenem der \u00c4lteren. Besonders hoch in der Gunst der Jungw\u00e4hler stehen traditionell die Gr\u00fcnen. Bei der letzten EU-Wahl 2019 waren die Gr\u00fcnen laut Wahlanalyse von SORA\/ISA im Auftrag des ORF mit 28 Prozent bei den Unter-30-J\u00e4hrigen die mit Abstand st\u00e4rkste Partei. Damit schnitt die Partei bei den 16- bis 29-J\u00e4hrigen doppelt so gut ab wie insgesamt (14,1 Prozent). Bei den jungen Menschen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig besser punkten konnten auch die NEOS, die von 14 Prozent der Unter-30-J\u00e4hrigen gew\u00e4hlt wurden (insgesamt 8,4 Prozent). Dagegen erzielte der gro\u00dfe Wahlsieger \u00d6VP bei den Jungw\u00e4hler ein miserables Ergebnis: Nur 16 Prozent der 16-bis 29-J\u00e4hrigen machten ihr Kreuz bei den t\u00fcrkisen EU-Kandidaten, obwohl die Partei insgesamt 34,55 Prozent erreichte. Bei FP\u00d6 und SP\u00d6 gab es kaum Abweichungen bei den Jungw\u00e4hlern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwas anders sieht die Situation in der aktuellen IFDD-Sonntagsfrage f\u00fcr die EU-Wahl am 9. Juni aus. Demnach hat die FP\u00d6 bei den Jungw\u00e4hlern aktuell die Nase vorn mit 25 Prozent und liegt damit f\u00fcnf Prozentpunkte \u00fcber der Parteipr\u00e4ferenz aller Befragten. Dahinter folgen die Gr\u00fcnen mit 22 Prozent, doppelt so viele wie insgesamt. Auch die NEOS schneiden in der Umfrage besser ab unter den Jungw\u00e4hlern, allerdings mit sieben Prozent nur einen Prozentpunkt \u00fcber dem gesamten Wert. Besonders schlecht kommt offenbar die \u00d6VP derzeit bei den jungen Menschen an: bei den 16- bis 29-j\u00e4hrigen Befragten geben nur acht Prozent an, dass sie \u00d6VP w\u00e4hlen w\u00fcrden, wenn am kommenden Sonntag Europawahlen w\u00e4ren (insgesamt 20). Unterdurchschnittlich liegt auch die SP\u00d6 bei den Jungw\u00e4hlern mit 12 Prozent (insgesamt 20). Allerdings ist noch fast jeder F\u00fcnfte Jungw\u00e4hler unentschlossen. (01.11.2023)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inflation in \u00d6sterreich noch immer deutlich \u00fcber dem Durchschnitt im Euroraum<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt &#8211; Die Inflation im Euroraum schw\u00e4cht sich im Zuge der Serie von zehn Zinserh\u00f6hungen der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) immer deutlicher ab. Die Verbraucherpreise stiegen im Oktober nur noch um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in einer ersten Sch\u00e4tzung mitteilte. In \u00d6sterreich liegt die Eurostat-Rate mit 4,9 Prozent immer noch deutlich \u00fcber dem Durchschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Schnellsch\u00e4tzung der Statistik Austria (nicht-EU-harmonisiert) dann ist die Teuerungsrate in der Alpenrepublik im Oktober auf 5,4 Prozent gesunken, nach 6 Prozent im September. Es handle sich dabei um den niedrigsten Stand seit J\u00e4nner 2022, teilte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Dienstag in einer Aussendung mit. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Preissteigerung von 0,3 Prozent. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das geht vor allem auf die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel und M\u00f6bel zur\u00fcck, die vor einem Jahr deutlich gestiegen waren und nun die Teuerung weitaus weniger kr\u00e4ftig antreiben&#8220;, erkl\u00e4rte Thomas. &#8222;Au\u00dferdem sind Treibstoffe im Vergleich zum Oktober des Vorjahres deutlich g\u00fcnstiger.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung sieht sich in der Entwicklung der Inflationsrate in ihrer Politik best\u00e4tigt: Finanzminister Magnus Brunner (\u00d6VP) verwies in einer Aussendung auf &#8222;die Kombination aus kaufkraftst\u00fctzenden Hilfen und gezielten Preis- bzw. Kostensenkungsma\u00dfnahmen bei Strom sowie struktureller Entlastungen wie der Abschaffung der kalten Progression und der Valorisierung der Sozial- und Familienleistungen&#8220;. Diese sorgen &#8211; so der Minister &#8211; &#8222;trotz aller Herausforderungen daf\u00fcr, dass das Leben f\u00fcr die Menschen leistbar bleibt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich positiv beurteilte auch der Koalitionspartner die Entwicklung: &#8222;Das Aussetzen der Energieabgaben und die Strompreisbremse sorgen daf\u00fcr, dass der Preisanstieg deutlich eingebremst wird&#8220;, sagte Jakob Schwarz, Sprecher f\u00fcr Budget und Steuern im Gr\u00fcnen Klub im Parlament laut einer Aussendung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SP\u00d6-Klubobmann Philipp Kucher sieht die Situation naturgem\u00e4\u00df anders: &#8222;Im Vergleich zum Vorkrisenniveau sind die Mieten in \u00d6sterreich um bis zu 25 Prozent gestiegen&#8220;, so Kucher. &#8222;Die Energiekosten sind im Vergleich zum Vorkrisenniveau um 61 Prozent gestiegen. Die Lebensmittelpreise sind in \u00d6sterreich im Vergleich zum Vorkrisenniveau um 23 Prozent teurer geworden&#8220;, erg\u00e4nzte der Klubobmann laut einer Stellungnahme des SP\u00d6-Parlamentsklubs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Im Euroraum liegt die Teuerungsrate im Schnitt bei 2,9 Prozent, unser Nachbarland Deutschland vermeldete f\u00fcr das Vormonat einen R\u00fcckgang der Inflation auf 3,8 Prozent.&#8220;, zitierte der Freiheitliche Parlamentsklub die FP\u00d6-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch. &#8222;Wer hier \u2013 so wie die \u00d6VP \u2013 in Freudenges\u00e4nge verf\u00e4llt, der beweist einmal mehr, wie weit entfernt er von den Sorgen der Bev\u00f6lkerung in Wahrheit ist.&#8220; (31.10.2023)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auch \u00d6sterreichs Konjunktur ist schw\u00e4cher als in der Eurozone<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin &#8211; Die Wirtschaft der Eurozone ist im Sommer \u00fcberraschend geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von Juli bis September um 0,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in einer Schnellsch\u00e4tzung mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet, nach einem BIP-Zuwachs von 0,2 Prozent im Fr\u00fchjahr. Das \u00f6sterreichische BIP ist laut Eurostat im Vergleich zum Vorquartal sogar um 0,6 Prozent gesunken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde bleibt die Wirtschaft im Euroraum wahrscheinlich f\u00fcr den Rest des Jahres schwach. Mit weiter zur\u00fcckgehender Inflation und anziehender Auslandsnachfrage d\u00fcrfte die Konjunktur demnach in den kommenden Jahren jedoch an St\u00e4rke gewinnen. (31.10.2023)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zustimmungswerte der EU in \u00d6sterreich sind unter Jungw\u00e4hlern deutlich h\u00f6her als bei den \u00e4lteren Generationen. Bei den unter 30-J\u00e4hrigen punkten traditionell die Gr\u00fcnen und Liberalen, aber auch die Rechtsau\u00dfen-Partei FP\u00d6 ist laut Umfragen unter den Jungw\u00e4hlern beliebt. Mit Blick auf die \u00f6konomischen Statistiken zu Teuerung und Konjunktur schneidet \u00d6sterreich dann schlechter ab als der Schnitt im Euroraum.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":118361,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-173778","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173778"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173778\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/118361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}