{"id":1772531,"date":"2025-11-10T13:49:39","date_gmt":"2025-11-10T12:49:39","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1772531"},"modified":"2025-11-10T13:49:44","modified_gmt":"2025-11-10T12:49:44","slug":"celac-eu-gipfel-brunner-lateinamerika-wichtiger-partner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/celac-eu-gipfel-brunner-lateinamerika-wichtiger-partner\/","title":{"rendered":"CELAC-EU-Gipfel &#8211; Brunner: Lateinamerika &#8222;wichtiger Partner&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bogota (APA) &#8211; Lateinamerika ist f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union im Bereich Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung und Migration &#8222;ein wichtiger Partner&#8220;. Dies betonte der \u00f6sterreichische EU-Kommissar <strong>Magnus Brunner<\/strong> am Sonntag im APA-Gespr\u00e4ch beim EU-CELAC-Gipfel in Kolumbien. Brunner traf beim Gipfel mehrere kolumbianische Minister und leitete auch den dritten Drogendialog EU-Kolumbien. Im Hafen von Santa Marta schaute er sich konkrete Aktivit\u00e4ten bei der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung an. &#8222;Kolumbien ist sehr engagiert und aktiv.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zusammenarbeit mit den lateinamerikanischen Staaten sei sehr wirksam, sagte Brunner. &#8222;Ich glaube, dass Kolumbien alles daran setzt, (gegen den Drogenhandel) anzuk\u00e4mpfen. Es stimmt, die Mengen sind hinaufgegangen, aber auch die Aufgriffe sind hinaufgegangen.&#8220; F\u00fcr die EU gehe es darum, Kolumbien operativ zu unterst\u00fctzen &#8211; konkret durch die Hilfe von Europol und beim Aufbau von Strukturen. Au\u00dferdem unterstreicht Brunner die Europ\u00e4ische Hafenallianz, die die EU-Kommission letztes Jahr gegr\u00fcndet hat und von der Lateinamerika lernen wolle. Durch eine bessere Zusammenarbeit von privaten und \u00f6ffentlichen Stellen sollen Prozesse im Bereich Logistik und Sicherheit verbessert werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Brunner auch f\u00fcr Kooperation mit den USA<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesprochen auf das Vorgehen der USA in der Karibik sagte Brunner: &#8222;Ich bin der Meinung, man muss mit den Staaten kooperieren, um zu unterst\u00fctzen, dass auf demokratischem Weg gewisse Entwicklungen in die richtige Richtung gehen, und darum ist die Zusammenarbeit enorm wichtig. Es ist keine Option zu sagen: Wir ziehen uns jetzt zur\u00fcck.&#8220; Au\u00dferdem habe er auch bei seinen bilateralen Gespr\u00e4chen mit den Kolumbianern mitgenommen, dass ihnen die Zusammenarbeit gerade auch mit den USA enorm wichtig ist &#8211; und mit Europa. &#8222;Dass wir beide wichtige Partner f\u00fcr sie sind, im Kampf gegen den Drogenhandel.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Grund f\u00fcr die Reise zum CELAC-Gipfel ist f\u00fcr den Kommissar das Thema Migration. Da die Visafreiheit in der EU immer wieder missbraucht wird, will die EU-Kommission Anfang 2026 eine neue Visastrategie vorlegen. Deshalb spiele Migration und Visapolitik am Rande des Gipfels eine gro\u00dfe Rolle. &#8222;Legale Migration werden wir in den n\u00e4chsten Jahren f\u00fcr die Arbeitsm\u00e4rkte brauchen. Aber es geht darum, dass wir entscheiden, wer nach Europa kommt &#8211; und nicht Menschenh\u00e4ndler und Schlepper.&#8220; Das neue Entry-Exit-System der EU sei schon ein gutes Mittel, um zu wissen, wer Europa betritt und verl\u00e4sst, mit oder ohne Visa.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drogenproblem wird auch f\u00fcr EU immer gr\u00f6\u00dfer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat bei der Drogenbek\u00e4mpfung aktuell vor allem das kolumbianische Nachbarland Venezuela im Visier, wobei er auf den Einsatz milit\u00e4rischer Mittel setzt. Kritiker attestieren ihm, einen Regimewechsel in Venezuela im Visier zu haben. Der gestiegene Drogenkonsum hat sich in den vergangenen Jahren aber auch f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union zu einem Problem entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2023 hat Spanien 9,5 Tonnen Kokain in einer einzigen Lieferung sichergestellt. Sie war in einer Bananenlieferung aus Ecuador versteckt. Laut EU-Drogenbericht 2024 verwenden kriminelle Organisationen zunehmend legale kommerzielle Infrastrukturen, die am weltweiten Handel beteiligt sind: &#8222;Es gibt dokumentierte F\u00e4lle, in denen Lieferketten infiltriert und Mitarbeiter in Schl\u00fcsselpositionen durch Einsch\u00fcchterung und Korruption instrumentalisiert wurden.&#8220; Fast 70 Prozent der von Zollbeh\u00f6rden beschlagnahmten Drogen werden in europ\u00e4ischen H\u00e4fen sichergestellt. Im belgischen Hafen Antwerpen-Br\u00fcgge waren es im Jahr 2023 rund 121 Tonnen Kokain \u2013 ein weiterer Rekord.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Dezember wird die Kommission ihre neue Drogenstrategie vorstellen. Ein Unterschied zum bisherigen Vorgehen wird laut Brunner sein, dass man sich mehr mit internationalen Partnern austauschen wolle. Neben Kolumbien habe man schon Europol-Abkommen mit Brasilien und Ecuador, und arbeite an einem mit Peru, Bolivien und Mexiko. (09.11.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00f6sterreichische EU-Kommissar Magnus Brunner nutzte den EU-CELAC-Gipfel in Kolumbien, um sich mit mehreren Politikern des Gastgeberlandes zu treffen. Im Zentrum der Gespr\u00e4che stand dabei der Kampf gegen die Drogenkriminalit\u00e4t sowie eine neue Visastrategie der EU. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1707940,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-1772531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1772531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1772531"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1772531\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1707940"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1772531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1772531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1772531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}