{"id":1787755,"date":"2025-11-14T11:00:09","date_gmt":"2025-11-14T10:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1787755"},"modified":"2025-11-14T11:07:35","modified_gmt":"2025-11-14T10:07:35","slug":"alles-einsteigen-eu-beschleunigt-den-ausbau-des-hochgeschwindigkeitsbahnnetzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/alles-einsteigen-eu-beschleunigt-den-ausbau-des-hochgeschwindigkeitsbahnnetzes\/","title":{"rendered":"Alles einsteigen! EU beschleunigt den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang November k\u00fcndigte die <a href=\"https:\/\/transport.ec.europa.eu\/news-events\/news\/commission-launches-plan-accelerate-high-speed-rail-across-europe-2025-11-05_en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ische Kommission<\/a> ein neues umfassendes Verkehrspaket an. Darin enthalten: Ein Aktionsplan, um den Ausbau des Hochgeschwindigkeitszugnetzes in Europa zu beschleunigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel: Die Reisezeiten zwischen gro\u00dfen St\u00e4dten bis 2040 zu halbieren. Daf\u00fcr sollen neue Strecken gebaut und bestehende modernisiert werden, um Geschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Stunde (km\/h) oder mehr zu erreichen. Bahnfahren soll als attraktive Alternative zu Kurzstreckenfl\u00fcgen etabliert werden, die Anbindung verbessert und das Verkehrssystem der EU effizienter und klimafreundlicher gestaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verkehrskommissar<strong> Apostolos Tzitzikostas<\/strong> sagte: \u201eHochgeschwindigkeitsz\u00fcge bedeuten nicht nur k\u00fcrzere Reisezeiten \u2013 sie bedeuten, Europa zu vereinen, unsere Wirtschaft zu st\u00e4rken und im globalen Wettlauf um nachhaltigen Verkehr f\u00fchrend zu sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Passagiere sollen k\u00fcnftig von Berlin nach Kopenhagen in 4 Stunden reisen k\u00f6nnen, statt wie bisher in 7 Stunden. Die Reisezeit von Sofia nach Athen soll von derzeit 13 Stunden und 40 Minuten auf 6 Stunden verk\u00fcrzt werden, und die Bahnfahrt zwischen Wien und Berlin soll 4 Stunden und 30 Minuten dauern, statt wie bisher 8 Stunden und 10 Minuten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">\ud83d\udcf0 Good news is on the way for rail travellers!<br><br>Travel time will be cut significantly between:<br><br>\ud83d\udccd Copenhagen \u2013 Berlin<br>\ud83d\udccd Paris \u2013 Rome<br>\ud83d\udccd Vienna \u2013 Ljubljana<br><br>And more&#8230;<br><br>\ud83c\udf10 Take a look at the future of EU rail \ud83d\udc47<a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/EUTransport?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#EUTransport<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/ConnectingEurope?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#ConnectingEurope<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/TEN_T?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#TEN_T<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/bQ64BiOWU4\">pic.twitter.com\/bQ64BiOWU4<\/a><\/p>&mdash; EU Transport (@Transport_EU) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Transport_EU\/status\/1986064398855680172?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 5, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Verbesserung der Reisezeiten zwischen den Hauptst\u00e4dten Europas ist ein greifbares und pragmatisches Ergebnis unseres Willens, Europa vereinter und effizienter zu machen,\u201c sagte der Vizepr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Raffaele Fitto.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel arbeitet deshalb daran, Hindernisse f\u00fcr grenz\u00fcberschreitenden Bahnverkehr zu beseitigen \u2013 von der Harmonisierung der Ticketingsysteme, f\u00fcr die Anfang n\u00e4chsten Jahres ein Gesetzesvorschlag erwartet wird, bis hin zur Wettbewerbsf\u00f6rderung, um die Preise zu senken. Der Aktionsplan baut auf dem transeurop\u00e4ischen Verkehrsnetz (TEN-T) auf und umfasst gesetzgeberische Ma\u00dfnahmen zur Beschleunigung der Entwicklung des Netzes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission sieht Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge als nachhaltige Alternative zu Kurzstreckenfl\u00fcgen. Z\u00fcge sto\u00dfen deutlich weniger Treibhausgase aus als Flugzeuge, Schiffe, Autos oder Busse. Laut der Kommission entfallen auf den Schienenverkehr nur etwa 0,3 Prozent der Emissionen im Verkehrssektor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Beh\u00f6rde plant au\u00dferdem, Mitgliedstaaten, Bahnbetreiber und Finanzinstitute zusammenzubringen, um den enormen Investitionsbedarf zu koordinieren. Der wird bis 2040 auf mindestens 345 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt und k\u00f6nnte bis 2050 auf \u00fcber 500 Milliarden Euro steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Alberto Mazzola<\/strong>, Chef der europ\u00e4ischen Bahnlobbygruppe CER, bezeichnete den Plan als wichtigen ersten Schritt. \u201eMit diesem zentralen Impuls, der alle Akteure zusammenbringt, kann Europa wirklich von isolierten Inseln mit Hochgeschwindigkeitsz\u00fcgen zu einem integrierten transkontinentalen Netz werden,\u201c sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Bem\u00fchungen, Bahnverbindungen in ganz Europa zu integrieren gab es eine Reihe von R\u00fcckschl\u00e4gen, darunter auch ein gescheiterter Neustart der Nachtz\u00fcge Paris-Berlin und Probleme mit einer neuen Verbindung von Br\u00fcssel nach Venedig, die bei ihrer Jungfernfahrt im Februar schon an der italienischen Grenze zum Stillstand kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die belgische Europaabgeordnete <strong>Kathleen Van Brempt<\/strong> (S&amp;D) wies darauf hin, dass auch fr\u00fchere Kommissionen den Hochgeschwindigkeitsbahnverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2015 verdoppeln wollten. \u201eDoch heute ist der Bahnverkehr gerade mal um 17 Prozent gestiegen. Das liegt vor allem an schlechten Verbindungen und einem Mangel an Infrastruktur,\u201c sagte Van Brempt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von Norden nach S\u00fcden, Osten nach Westen: Vernetzte Hauptst\u00e4dte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europas Hauptst\u00e4dte arbeiten bereits an der Verbesserung der Bahnanbindung, wobei eine Neuerung bereits 2026 eingef\u00fchrt werden soll: die M\u00f6glichkeit, Bahnreisen in ganz Europa einfach online zu buchen. Ziel ist es, die Auswahl f\u00fcr Passagiere zu erh\u00f6hen, den digitalen Zugang zu allen Tickets zu verbessern und mehr Bahntickets auf gro\u00dfen Ticketplattformen verf\u00fcgbar zu machen, auch die von kleineren Bahngesellschaften, so die Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 12.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken in Europa seien derzeit noch vor allem in nur wenigen Mitgliedstaaten zu finden \u2013 wie Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland, sagte Tzitzikostas, w\u00e4hrend Mittel- und Osteuropa leider nach wie vor schlecht angebunden seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der franz\u00f6sische staatliche Bahnbetreiber SNCF k\u00fcndigte bereits im Juni an, ab 2026 Hochgeschwindigkeits-Personenverkehrsdienste im benachbarten Italien anzubieten, um mit dem Rivalen Trenitalia auf dessen Heimatmarkt zu konkurrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eItalien ist ein nat\u00fcrlicher Markt f\u00fcr Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge, mit 56 Millionen Passagieren pro Jahr,\u201c sagte <strong>Alain Krakovitch<\/strong>, Leiter der Intercity-TGV-Dienste bei SNCF Voyageurs. Der franz\u00f6sische Branchenriese expandierte 2021 mit Intercity-Diensten nach Spanien, w\u00e4hrend Trenitalia selbst versucht, in Frankreich auf der profitablen Strecke Paris-Lyon Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien verf\u00fcgt \u00fcber das gr\u00f6\u00dfte Netz f\u00fcr Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge in Europa, mit mehr als 4.400 Kilometern innerhalb seines Staatsgebiets. Hochgeschwindigkeits-Verbindungen zu den Nachbarl\u00e4ndern sind allerdings eher begrenzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Portugal, Spanien und die Kommission einigten sich im Rahmen des Aktionsplans darauf, dass die Verbindung Lissabon-Madrid bis 2030 mit einem konventionellen Zug in f\u00fcnf Stunden und bis 2034 mit einem Hochgeschwindigkeitszug in drei Stunden m\u00f6glich sein soll. Das w\u00e4re die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den beiden L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien hat einen einzigen transeurop\u00e4ischen Hochgeschwindigkeitskorridor mit Frankreich (die Grenzverbindung Perpignan-Figueres, integriert in den sogenannten Mittelmeerkorridor). Kommissar Tzitzikostas sagte, er arbeite \u201esehr intensiv\u201c mit den Verkehrs- und Infrastrukturministern Frankreichs und Spaniens daran, die Nadel\u00f6hre an den Grenzen zwischen beiden L\u00e4ndern zu beseitigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tomasz Lachowicz<\/strong>, Vertreter der polnischen Staatsbahn in Br\u00fcssel, sagte, die PKP S.A. nehme seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung einer Strategie f\u00fcr das Wachstum des Hochgeschwindigkeitsverkehrs auf EU-Ebene ein. Polen wurde ihm zufolge von seinen europ\u00e4ischen Partnern als das Land mit dem gr\u00f6\u00dften Potenzial f\u00fcr Investitionen in den Schienenverkehr identifiziert. Die Finanzierung im n\u00e4chsten EU-Haushalt werde entscheidend sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Slowakei erhielt von der EU mehr als 135 Millionen Euro, um Eisenbahnstrecken zu modernisieren und die Sicherheit im Schienenverkehr zu erh\u00f6hen. Die Kommission genehmigte die Finanzmittel f\u00fcr slowakische Projekte aus dem \u201eConnecting Europe\u201c-Topf (CEF), so <strong>Denisa \u017dil\u00e1kov\u00e1<\/strong>, Staatssekret\u00e4rin im Verkehrsministerium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ministerium sagte, dass diese Investitionen k\u00fcrzere Reisezeiten erm\u00f6glichen, die Sicherheit erh\u00f6hen und die slowakischen Strecken f\u00fcr den Betrieb moderner Z\u00fcge mit der Sicherheitstechnologie ETCS (European Train Control System) vorbereiten werden. Verkehrsunternehmen sowie Expertinnen und Experten fordern nach mehreren Unf\u00e4llen die Einf\u00fchrung dieses Systems.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ver\u00f6ffentlichten Pl\u00e4ne der Kommission umfassen eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen der slowenischen Hauptstadt Ljubljana und Wien in \u00d6sterreich, die die Reisezeit von derzeit 6 Stunden auf 4,5 Stunden verk\u00fcrzen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Verringerung der Reisezeit soll durch \u00f6sterreichische Investitionen in eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Klagenfurt und Wien erreicht werden.&nbsp; Sloweniens Regierung priorisiert die Strecke von Ljubljana \u00fcber Celje und Maribor nach \u0160entilj, wo sie mit dem \u00f6sterreichischen Netz nach Wien verbunden werden kann. Dem Infrastrukturministerium zufolge soll diese Strecke zwischen 2040 und 2050 gebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Slowenischen Eisenbahnen stehen derzeit vor vielen Problemen in Bezug auf P\u00fcnktlichkeit und Reisezeiten, f\u00fchren das jedoch auf die Einschr\u00e4nkungen der Schieneninfrastruktur und die gro\u00dfe Anzahl von Bauarbeiten im Netz zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ambitionen reichen \u00fcber die aktuellen EU-Mitgliedstaaten hinaus:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der bulgarische Vizepremier und Verkehrsminister <strong>Grozdan Karadjov<\/strong> und sein Amtskollege aus dem EU-Beitrittskandidatenland Nordmazedonien, <strong>Aleksandar Nikoloski<\/strong>, unterzeichneten Anfang November eine Vereinbarung \u00fcber die Vorbereitung, den Bau und den Betrieb eines grenz\u00fcberschreitenden Eisenbahntunnels zwischen den beiden L\u00e4ndern, mit dem Ziel, die beiden Hauptst\u00e4dte Sofia und Skopje per Bahn zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nikoloski sagte, dieser Korridor habe eine bedeutende strategische, wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung f\u00fcr den Balkan und f\u00fcr ganz Europa, da er auch der NATO helfen werde, die Ukraine zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der grenz\u00fcberschreitende Tunnel ist ein Schl\u00fcsselelement des Westbalkan-Ostmittelmeer-Verkehrskorridors und des strategischen Korridors VIII, der Teil des transeurop\u00e4ischen Verkehrsnetzes (TEN-T) ist. Seine Umsetzung soll die fehlende Schienenverbindung zwischen Bulgarien und Nordmazedonien schaffen und den Zugang zwischen dem Schwarzen Meer und der Adria verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Pl\u00e4nen der Kommission geh\u00f6rt auch die Eisenbahnstrecke zwischen Sofia und Athen, auf der die Reisezeiten auf 6 Stunden verk\u00fcrzt werden sollen. Karadjov verk\u00fcndete im Oktober au\u00dferdem Fortschritte von Sofia und Ankara bei einem Bahnprojekt, das S\u00fcdostbulgarien und die Nordwestt\u00fcrkei verbinden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ende September k\u00fcndigte Nikoloski den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Skopje nach Thessaloniki und Athen in Griechenland an. Die Fahrt von Skopje nach Thessaloniki solle dann nur noch 1 Stunde und 20 Minuten und nach Athen nicht mehr als 4 Stunden dauern. \u201eIch glaube, dass das das Leben in diesem Teil Europas v\u00f6llig ver\u00e4ndern wird. Die Hochgeschwindigkeitsbahn wird somit zum wichtigsten wirtschaftlich-infrastrukturellen Projekt f\u00fcr ganz S\u00fcdosteuropa,\u201c sagte Nikoloski.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"665\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/546346826-1-1024x665.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1787757\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/546346826-1-980x636.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/546346826-1-480x312.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine alte und stark verrostete Dampflok steht auf einem Abstellgleis auf dem Gel\u00e4nde der Loksammlung im deutschen Falkenberg (Elbe-Elster). Foto: Patrick Pleul\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Abstellgleis Deutschland<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund seiner Gr\u00f6\u00dfe und geografischen Lage sollte Deutschland ein zentraler Knotenpunkt im europ\u00e4ischen Bahnnetz sein. Doch da der Betreiber Deutsche Bahn (DB) seit Jahren f\u00fcr immer schlechteren Service in der Kritik steht, ist eine reibungslose Fahrt durch Deutschland derzeit nicht \u201eauf Schiene\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche Verkehrsminister entlie\u00df Anfang des Jahres den Chef des staatlichen Betreibers. Die neue Bahnvorst\u00e4ndin, <strong>Evelyn Palla<\/strong>, versprach im September einen Neustart. Die DB, einst f\u00fcr ihre P\u00fcnktlichkeit und Effizienz gepriesen, ist heute f\u00fcr h\u00e4ufige Versp\u00e4tungen und Zugausf\u00e4lle bekannt. Fast 40 Prozent der Fernverkehrsz\u00fcge kamen im vergangenen Jahr zu sp\u00e4t. Gar nicht mitgerechnet waren jene Z\u00fcge, die ganz ausgefallen sind oder gestrichen wurden. Und die Situation hat sich seitdem nicht verbessert \u2013 im September lag dieser Wert bei etwa 45 Prozent. Dar\u00fcber hinaus meldete das Unternehmen f\u00fcr das erste Halbjahr 2025 einen Verlust von 760 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palla warnte, dass Verbesserungen Zeit brauchen w\u00fcrden. \u201eEs gibt keinen Qualit\u00e4tsschalter, den wir pl\u00f6tzlich umlegen k\u00f6nnen, und dann ist alles gut,\u201c sagte sie. \u201eDie Erneuerung der Bahninfrastruktur ist ein Marathon, kein Sprint.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Deutsche Bahn strebt nun an, bis 2029 70 Prozent der Fernz\u00fcge p\u00fcnktlich fahren zu lassen \u2013 die bisherige Frist 2026 kann sie nicht einhalten. Die Regierung hat 100 Milliarden Euro f\u00fcr die Erneuerung des DB-Netzes bis 2029 bereitgestellt. Kritikerinnen und Kritiker machen jahrelange Unterinvestitionen f\u00fcr den Zustand des Netzes verantwortlich. Die Pro-Kopf-Investitionen in die Bahn stiegen im letzten Jahr um fast 70 Prozent. Die letzte Regierung hatte laut der Fahrgastlobby Pro Bahn Allianz die Erneuerung des Netzes vorangetrieben . Nachbarl\u00e4nder wie \u00d6sterreich und die Schweiz g\u00e4ben jedoch immer noch etwa doppelt so viel aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Versp\u00e4tungen und Stillst\u00e4nde<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bem\u00fchungen, den grenz\u00fcberschreitenden Bahnverkehr in Europa zu f\u00f6rdern, sto\u00dfen immer wieder auf finanzielle, politische oder regulatorische Hindernisse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Tschechien werde die neue Regierung die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Hradec Kr\u00e1lov\u00e9 in Ostb\u00f6hmen und ins polnische Wroc\u0142aw aufgrund fehlender Mittel nicht weiterf\u00fchren, sagte<strong> Karel Havl\u00ed\u010dek<\/strong>, stellvertretender Vorsitzender der rechtspopulistischen ANO-Partei, die aus den Parlamentswahlen Anfang Oktober als Siegerin hervorging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue tschechische Regierung werde jedoch die Hauptstrecke vom deutschen Dresden,&nbsp; \u00fcber \u00dast\u00ed nad Labem in Nordb\u00f6hmen, Prag und Br\u00fcnn nach B\u0159eclav in S\u00fcdm\u00e4hren fortsetzen, sagte Havl\u00ed\u010dek.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eisenbahnfans waren entt\u00e4uscht, als die beliebte Nachtzugverbindung von Berlin nach Paris im vergangenen Monat gestrichen wurde. Der franz\u00f6sische Betreiber SNCF und die \u00f6sterreichische \u00d6BB, Europas f\u00fchrender Nachtzugbetreiber, hatten angek\u00fcndigt, dass die Nachtstrecke ab Mitte Dezember eingestellt wird. Eingef\u00fchrt worden war sie erst im Dezember 2023.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings erkl\u00e4rte der belgisch-niederl\u00e4ndische Betreiber European Sleeper, dass er einspringen und ab M\u00e4rz 2026 dreimal w\u00f6chentlich einen Zug zwischen den franz\u00f6sischen und deutschen Hauptst\u00e4dten anbieten werde. Nachtz\u00fcge erleben in Europa eine Renaissance, insbesondere bei klimabewussten jungen Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regionalz\u00fcge, die eigentlich Frankreich und Deutschland verbinden sollten, verkehren derzeit nur in Frankreich, da die deutsche Betriebsgenehmigung fehlt, wie die franz\u00f6sische Region Grand Est Anfang November mitteilte. Die Z\u00fcge, die St\u00e4dte wie Stra\u00dfburg mit benachbarten deutschen Regionen verbinden sollten, h\u00e4tten 2023 geliefert werden sollen, kamen jedoch erst im Mai. In der Zwischenzeit hatte Deutschland die Vorschriften zur Dauer der Notbremsung f\u00fcr Z\u00fcge versch\u00e4rft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Problem ist der Mangel an Lokomotiven oder Waggons. Der bulgarische Verkehrsminister sagte beispielsweise, den Bulgarischen Staatsbahnen (BDZ) fehlten etwa 80 Waggons sowie 15 neue Fernverkehrsz\u00fcge. Einige wurden bereits gekauft und sollen bis Ende 2027 geliefert werden, aber aufgrund fehlender Finanzierung m\u00fcsse etwa die H\u00e4lfte der ben\u00f6tigten Schienenfahrzeuge gemietet oder gebraucht gekauft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von M\u00fcnchen nach Rom in sechs Stunden und von Skopje nach Athen in nicht mehr als vier: Wenn es nach der EU-Kommission geht, k\u00f6nnte das die Zukunft f\u00fcr europ\u00e4ische Bahnreisende sein. Doch bleiben diese ehrgeizigen Pl\u00e4ne auf Schiene?<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1763814,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[21175,22282,22285,22283],"class_list":["post-1787755","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-bahn","tag-hochgeschwindigkeit","tag-ten-t-5","tag-zugnetz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1787755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1787755"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1787755\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1763814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1787755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1787755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1787755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}