{"id":1787920,"date":"2025-11-14T13:54:40","date_gmt":"2025-11-14T12:54:40","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1787920"},"modified":"2025-11-14T13:54:45","modified_gmt":"2025-11-14T12:54:45","slug":"eu-erweiterungskommissarin-will-schutz-vor-veto-missbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-erweiterungskommissarin-will-schutz-vor-veto-missbrauch\/","title":{"rendered":"EU-Erweiterungskommissarin will Schutz vor Veto-Missbrauch"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien (APA) &#8211; EU-Erweiterungskommissarin <strong>Marta Kos<\/strong> will sicherstellen, dass k\u00fcnftige EU-Beitrittsl\u00e4nder nicht ihr Veto im Interesse einer ausl\u00e4ndischen Macht missbrauchen k\u00f6nnen, um Europa zu spalten oder zu schw\u00e4chen. &#8222;Wir m\u00fcssen eine ehrliche Diskussion dar\u00fcber f\u00fchren, welche Schutzma\u00dfnahmen wir in k\u00fcnftige Beitrittsvertr\u00e4ge aufnehmen werden, um unseren B\u00fcrgern zu versichern, dass die Integrit\u00e4t unserer Union gesch\u00fctzt ist&#8220;, sagte Kos am Donnerstagabend im Parlament in Wien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrer &#8222;Rede an die Freiheit&#8220; betonte die aus Slowenien stammende EU-Kommissarin, liberale Politikerin und Ex-Diplomatin zugleich, dass sie keine EU-Mitgliedschaft mit weniger Rechten oder ohne Stimmrecht vorschlage. &#8222;Wir diskutieren hier \u00fcber Schutzma\u00dfnahmen gegen R\u00fcckschritte.&#8220; Die &#8222;Rede an die Freiheit&#8220; wird von der liberalen &#8222;Renew Europe&#8220; und einem Thinktank der \u00f6sterreichischen liberalen Partei NEOS veranstaltet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kos bedauert Vers\u00e4umnisse der EU<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kos bedauerte, dass die EU-Erweiterung bisher nicht schneller vorangeschritten ist. &#8222;Ich halte es f\u00fcr einen der traurigsten Momente unserer Europ\u00e4ischen Union, dass wir &#8211; mit Ausnahme von Slowenien und Kroatien &#8211; nicht dem Modell folgen konnten, das in den 1980er und fr\u00fchen 2000er-Jahren so erfolgreich war&#8220;, sagte sie in Hinblick auf den Westbalkan. &#8222;Wir haben es vers\u00e4umt, die glaubw\u00fcrdige Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft als Instrument zu nutzen, um Vers\u00f6hnung zu erreichen, diese Grenzen wieder aufzuheben und bilaterale Konflikte zu beseitigen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Ukrainer zahlten den Preis daf\u00fcr, &#8222;dass wir Grauzonen auf unserem Kontinent zugelassen haben&#8220;, sagte sie in Hinblick auf Russlands Angriffskrieg. &#8222;Heute sehen wir, wie die Welle der Freiheit zur\u00fcckgeht, und Europa l\u00e4uft erneut Gefahr, zu einer von Autokratien umgebenen Insel zu werden&#8220;, warnte Kos. Dabei sei die Situation gef\u00e4hrlicher als in den 1990er-Jahren. &#8222;Kr\u00e4fte aus dem Inneren schw\u00e4chen uns. Heute stehen wir Europ\u00e4er vor denselben grundlegenden Fragen wie die Begr\u00fcnder des europ\u00e4ischen Integrationsprozesses: Wollen wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und souver\u00e4n \u00fcber unsere eigene Zukunft entscheiden?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Europ\u00e4ische Integration heute verwirklichen, nicht morgen&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kandidatenl\u00e4nder blickten auf die EU, um sich vor Angriffen Russlands zu sch\u00fctzen, sagte Kos. &#8222;Das k\u00f6nnen wir erreichen, indem wir die europ\u00e4ische Integration heute verwirklichen, nicht morgen.&#8220; Der Krieg in der Ukraine habe begonnen, als sich Kiew Europa zuwandte, um seine Freiheit und Demokratie zu festigen. &#8222;Putin akzeptierte die Existenz der Ukraine, solange er ihre F\u00fchrung kontrollieren konnte. Aber er konnte eine freie und demokratische Ukraine, die ihre unabh\u00e4ngige Zukunft aufbaute, nicht akzeptieren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europa sollte von diesen Entwicklungen lernen, sagte Kos. &#8222;Die Strategien f\u00fcr hybride Kriegsf\u00fchrung, die zuerst gegen die Demokratien der Ukraine und Moldau eingesetzt wurden, waren sp\u00e4ter auch in anderen Teilen Europas zu beobachten. Dieselben Social-Media-Konten, die in Moldau Desinformation verbreiteten, waren sp\u00e4ter w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahlen in Rum\u00e4nien und Polen aktiv.&#8220; Bis 2027 w\u00fcrden die Ukraine und Moldau vollst\u00e4ndig in den EU-Energiemarkt integriert sein, um sie vor russischer Energieerpressung zu sch\u00fctzen, sagte Kos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit einer verst\u00e4rkten europ\u00e4ischen Zusammenarbeit k\u00f6nne man gemeinsam &#8222;den Feinden der Freiheit begegnen&#8220;. Sie sehe, wie Reformen in Montenegro, Albanien, der Ukraine und Moldau den Wandel vorantreiben, sagte Kos. &#8222;Und selbst in Serbien beschreitet eine junge Generation neue Wege, indem sie Rechenschaftspflicht, freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und eine inklusive Demokratie fordert.&#8220; (13.11.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es brauche eine ehrliche Diskussion dar\u00fcber, wie verhindert werden k\u00f6nne, dass k\u00fcnftige EU-Beitrittsl\u00e4nder ihr Veto nicht &#8222;im Interesse einer ausl\u00e4ndischen Macht&#8220; nutzen. Das sagte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Donnerstag bei einer Rede im \u00f6sterreichischen Parlament. Sie betonte aber, dass es ihr nicht um eine EU-Mitgliedschaft mit weniger Rechten gehe. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1760589,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-1787920","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1787920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1787920"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1787920\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1760589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1787920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1787920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1787920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}