{"id":180704,"date":"2023-11-23T15:26:08","date_gmt":"2023-11-23T14:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=180704"},"modified":"2023-11-23T15:26:14","modified_gmt":"2023-11-23T14:26:14","slug":"liebe-giorgia-scholz-und-meloni-vereinbaren-engere-zusammenarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/liebe-giorgia-scholz-und-meloni-vereinbaren-engere-zusammenarbeit\/","title":{"rendered":"\u00abLiebe Giorgia\u00bb &#8211; Scholz und Meloni vereinbaren engere Zusammenarbeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin &#8211; Deutschland und Italien werden k\u00fcnftig nach dem Willen beider Regierungen enger zusammenarbeiten. Der deutsche Kanzler <strong>Olaf Scholz<\/strong> (SPD) und Italiens Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Giorgia Meloni <\/strong>unterzeichneten am Mittwoch im Berliner Kanzleramt einen gemeinsamen \u00abAktionsplan\u00bb. In dem 37-seitigen Papier erkl\u00e4ren beide, sich \u00abbereits in fr\u00fchen Phasen zu zentralen politischen Ma\u00dfnahmen\u00bb enger abstimmen zu wollen. In zentralen Themen wie dem Kurs gegen\u00fcber Russland oder der Klimapolitik gibt es zwischen der Ampel und der rechtsnationalen italienischen Regierung dem Papier zufolge keine Differenzen. Auch die fr\u00fcheren Meinungsverschiedenheiten in der Migrationspolitik spielten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Scholz und Meloni keine Rolle mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regierungschefs und mehrere Ministerinnen und Minister beider Seiten kamen in Berlin zu sogenannten Regierungskonsultationen zusammen. In dem \u00abAktionsplan\u00bb vereinbart wurden zahlreiche Vorhaben. So sind j\u00e4hrliche Treffen von Ministern, Industrie- und Bankenverb\u00e4nden, Kooperationen und Projekte in verschiedensten Bereichen wie Migration, Sicherheit, Verteidigung, Energie, Wissenschaft, Sozialpolitik oder Klima geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Scholz sprach von neuen Kooperationsprojekten und neuen Formaten der Zusammenarbeit. Konkret erw\u00e4hnte er den Bereich Energie und die langfristige Versorgungssicherheit bei Gas und Wasserstoff. Er k\u00fcndigte den Bau einer neuen Pipeline \u00fcber die Alpen an. Meloni sprach im Kanzleramt von einem historischen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im gemeinsamen Papier hei\u00dft es, Deutschland und Italien w\u00fcrden neue Gas- und Wasserstoffpipelines \u00fcber \u00d6sterreich und\/oder die Schweiz vorantreiben. Die Gaspipeline-Infrastruktur nach Nordafrika solle ausgebaut und die Einfuhr von zehn Millionen Tonnen Wasserstoff bis 2030 verwirklicht werden. (22. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EZB: Rasant gestiegene Zinsen bergen Risiken f\u00fcr Banken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main &#8211; Banken im Euroraum bleiben nach Einsch\u00e4tzung der<strong> Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) <\/strong>anf\u00e4llig f\u00fcr externe Schocks. Die Aussichten f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t insgesamt seien weiterhin fragil, teilte die Notenbank am Mittwoch anl\u00e4sslich der Vorlage ihres halbj\u00e4hrlich erscheinenden Finanzstabilit\u00e4tsberichts mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDie schwachen Wirtschaftsaussichten und die Folgen der hohen Inflation belasten die F\u00e4higkeit der Menschen, Unternehmen und Regierungen, ihre Schulden zu bedienen\u00bb, erl\u00e4uterte EZB-Vizepr\u00e4sident <strong>Luis de Guindos <\/strong>in Frankfurt. \u00abEs ist von entscheidender Bedeutung, dass wir wachsam bleiben, da die Wirtschaft in ein Umfeld h\u00f6herer Zinss\u00e4tze \u00fcbergeht, das mit wachsenden Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen einhergeht.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar profitieren Geldh\u00e4user von den seit Juli 2022 rasant gestiegenen Zinsen, weil sie zum Beispiel an h\u00f6heren Kreditzinsen verdienen und selbst wieder Zinsen bekommen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Allerdings haben Banken zum Beispiel in Deutschland viele langfristige Kredite mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedriger Verzinsung in ihren B\u00fcchern, die Nachfrage nach neuen Finanzierungen war in den vergangenen Monaten tendenziell r\u00fcckl\u00e4ufig. An den Immobilienm\u00e4rkten endete mit der Zinswende der jahrelange Preisanstieg, bei Gewerbeimmobilien werden h\u00f6here Finanzierungskosten zur Belastung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDie Banken des Euroraums profitieren von steigenden Zinsen, sehen sich aber mit Gegenwind durch h\u00f6here Finanzierungskosten, schlechtere Qualit\u00e4t der Aktiva und geringere Kreditvolumina konfrontiert\u00bb, fasst die EZB zusammen. Insgesamt sei das Bankensystem des Euroraums \u00abgut aufgestellt, um diesen Risiken zu widerstehen\u00bb. Die zuletzt erh\u00f6hten Kapitalpuffer zum Beispiel f\u00fcr m\u00f6gliche R\u00fcckschl\u00e4ge auf den Immobilienm\u00e4rkten sollten nach Daf\u00fcrhalten der EZB aber beibehalten werden. (22. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europ\u00e4ische Union stellt Ukraine weitere 1,5 Milliarden Euro bereit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kiew\/Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Die Ukraine hat weitere 1,5 Milliarden Euro von der Europ\u00e4ischen Union erhalten. \u00abDas hilft uns, die \u00f6konomische Stabilit\u00e4t unter Kriegsbedingungen zu wahren\u00bb, schrieb Regierungschef <strong>Denys Schmyhal <\/strong>am Mittwoch bei Telegram. Insgesamt habe Kiew bereits \u00fcber 16,5 Milliarden Euro in diesem Jahr von der EU erhalten. Zuvor hatte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> auf der Online-Plattform X (ehemals Twitter) \u00fcber die Zahlung informiert. Ihren Angaben nach hat Br\u00fcssel die Ukraine seit dem russischen Einmarsch vor knapp 21 Monaten mit 85 Milliarden Euro unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Leyen stellte weitere Hilfen in Aussicht. Die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin hatte vorgeschlagen, dass der EU-Beitrittskandidat bis Ende 2027 50 Milliarden Euro erhalten solle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ukrainische Staatshaushalt wird in diesem Jahr mit umgerechnet gut 38 Milliarden Euro aus dem Ausland finanziert. Das entspricht rund 60 Prozent der gesamten Haushaltsmittel. F\u00fcr das kommende Jahr erwartet das osteurop\u00e4ische Land eine Auslandsfinanzierung in \u00e4hnlicher H\u00f6he. (22. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der dpa-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der dpa.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politisch hatte es zwischen Giorgia Melonis Rechtsregierung in Rom und Berlin vor einer Weile noch geknirscht. Nun begr\u00fc\u00dft Scholz sie mit \u00abLiebe Giorgia\u00bb und es gibt es einen gemeinsamen \u00abAktionsplan\u00bb zur verbesserten Zusammenarbeit. Au\u00dferdem: Laut EZB bergen gestiegene Zinsen Risiken f\u00fcr Banken. Die EU stellt 1,5 Milliarden Euro f\u00fcr die Ukraine bereit.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":180731,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-180704","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180704"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180704\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/180731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}