{"id":180824,"date":"2023-11-23T15:35:50","date_gmt":"2023-11-23T14:35:50","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=180824"},"modified":"2023-11-23T15:37:10","modified_gmt":"2023-11-23T14:37:10","slug":"eu-klimakommissar-hoekstra-im-vorfeld-der-cop28-das-zeitfenster-schliesst-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-klimakommissar-hoekstra-im-vorfeld-der-cop28-das-zeitfenster-schliesst-sich\/","title":{"rendered":"EU-Klimakommissar Hoekstra im Vorfeld der COP28: &#8222;Das Zeitfenster schlie\u00dft sich&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeit wird knapp die globale Erderw\u00e4rmung auf maximal zwei oder vorzugsweise anderthalb Grad Celsius zu begrenzen, wie es die Staats- und Regierungschefs der Welt vor acht Jahren in Paris vereinbart haben. Die COP28-Klimaverhandlungen finden zu einem geopolitisch sensiblen Zeitpunkt statt, da die russische Invasion in der Ukraine noch immer andauert und Israel sich im Krieg mit der Hamas befindet. Danaben gibt es noch vielen andere Spannungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neue EU-Kommissar f\u00fcr Klimapolitik, <strong>Wopke Hoekstra,<\/strong> hofft, dass der Klimagipfel der Vereinten Nationen COP28 in Dubai dem Kampf gegen die globale Erw\u00e4rmung einen globalen Impuls verleihen wird. &#8222;Wissenschaftler sagen uns, dass viel, viel mehr Ehrgeiz n\u00f6tig ist und sich das Zeitfenster tats\u00e4chlich schlie\u00dft&#8220;, betonte er in einem Interview mit dem European Newsroom.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Dubai will die EU gro\u00dfe CO2-Emittenten wie China dazu bringen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Im Gegenzug ist die EU bereit, zum Beispiel f\u00fcr Klimasch\u00e4den in \u00e4rmeren Teilen der Welt zu zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um auf der COP28-Klimakonferenz, die n\u00e4chste Woche in Dubai beginnt, zu einem Kompromiss zu gelangen, &#8222;m\u00fcssen wir einen steilen Anstieg bew\u00e4ltigen, weil die Ziele einfach sehr hoch sind&#8220;, sagte Hoekstra.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00fcngsten Reisen nach China, in den Nahen Osten, nach Lateinamerika und Afrika h\u00e4tten ihm gezeigt, welche Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden seien. Er h\u00f6rte sich die formellen und informellen Positionen der verschiedenen L\u00e4nder an und analysierte sie, um nach einer m\u00f6glichen Landezone zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;In jedem dieser Bereiche &#8211; erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Methan, Kohlenstoffm\u00e4rkte, schrittweiser Ausstieg aus fossilen Brennstoffen -, bem\u00fche ich mich Hinweise zu suchen, Vorschl\u00e4ge einzubringen, Meinungen zu h\u00f6ren und verusche bestimmte Positionen neu zu formulieren&#8220;, um Differenzen zu verringern, sagt Hoekstra.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eLoss and Damage\u201c-Finanzierung: &#8218;Wirtschaftliche Macht bringt Verantwortung mit sich&#8216;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EU-Klimakommissar machte deutlich, dass er der Meinung ist, dass China, das sich jetzt r\u00fchmt, die zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Welt zu sein, ein Beitragszahler und nicht ein Nutznie\u00dfer des Fonds f\u00fcr Sch\u00e4den und Verluste sein sollte. &#8222;China hat enorme Fortschritte gemacht. Es ist die zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Welt. Es hat ungef\u00e4hr die gleiche Anzahl von Elektrofahrzeugen wie die Europ\u00e4ische Union. (&#8230;) Mit all dem Wohlstand und all der wirtschaftlichen Macht kommt auch Verantwortung&#8220;, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er f\u00fcgte hinzu, dass dies &#8222;der Fall f\u00fcr China ist. Es gilt auch f\u00fcr andere. Wer die M\u00f6glichkeit hat zu zahlen, sollte auch zahlen&#8220;. Der &#8222;Loss and Damage Fonds sollte wirklich f\u00fcr die Bed\u00fcrftigsten da sein&#8220;, schloss Hoekstra.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kommissar sagte, der Fonds solle &#8222;nur an eine begrenzte Anzahl von L\u00e4ndern ausbezahlt werden und nicht f\u00fcr alle, die von Klimakatastrophen betroffen sind&#8220;. So sollten zum Beispiel kleine Inseln und afrikanische Staaten, die nicht f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich sind, aber von D\u00fcrren, \u00dcberschwemmungen und starken Regenf\u00e4llen betroffen sind, davon profitieren. Er wies darauf hin, dass der Fonds &#8222;nicht dazu dient, Verluste und Sch\u00e4den zu kompensieren&#8220;, sondern lediglich sicherstellen soll, dass ein Land, das von einer Klimakatastrophe betroffen ist, &#8222;in der Lage ist, weiterzumachen&#8220; und zu funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige L\u00e4nder, die an der COP28 teilnehmen, sind sogar &#8222;etwas unsicher, ob der Fonds deshalb &#8218; loss and damage&#8216; hei\u00dfen sollte&#8220;, obwohl er solche Fragen als zweitrangig bezeichnete. &#8222;Es ist einfach wichtig, dass wir erkl\u00e4ren, was die Kriterien f\u00fcr die F\u00f6rderf\u00e4higkeit sind und f\u00fcr welche (&#8230;) der Fonds gedacht ist&#8220;, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der auf der letzten COP beschlossene Loss and Damage Fonds soll j\u00e4hrlich 100 Milliarden US-Dollar an Hilfsgeldern f\u00fcr gef\u00e4hrdete L\u00e4nder bereitstellen. Die Entwicklungsl\u00e4nder erwarten, dass vor allem die reichen Industriel\u00e4nder Geld geben. Und einige hoffen auf einen dreistelligen Milliardenbetrag pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die versprochenen Gelder sind zwar betr\u00e4chtlich, aber nur ein Bruchteil der zwei Billionen US-Dollar, die nach Sch\u00e4tzungen der Vereinten Nationen bis 2030 j\u00e4hrlich ben\u00f6tigt werden, um die Bem\u00fchungen zur Anpassung an den Klimawandel und die damit verbundene Hilfe f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder zu finanzieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Kampf gegen das Klima kann nur &#8222;mit einem breiten Konsens gelingen&#8220;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU ist f\u00fcr sieben Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich, und der Kampf gegen den Klimawandel &#8222;kann nur mit einem breiten Konsens&#8220; mit L\u00e4ndern, Gro\u00dfunternehmen und B\u00fcrgern erfolgreich sein, sagte Hoekstra.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In anderthalb Monaten hat der ehemalige niederl\u00e4ndische Au\u00dfenminister neben Belgien 13 weitere L\u00e4nder bereist, darunter Brasilien, Chile, Spanien und Saudi-Arabien, und 55 Treffen mit Ministern, Sondergesandten, Unterh\u00e4ndlern und Leitern internationaler Organisationen abgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wir m\u00fcssen auch in dem vor uns liegenden Jahrzehnt viel mehr tun, um sicherzustellen, dass wir Br\u00fccken zum Rest der Welt bauen&#8220;, sagte Hoekstra. Der Niederl\u00e4nder hat ein von allen 27 EU-L\u00e4ndern best\u00e4tigtes Verhandlungsmandat in der Tasche, in dem er unter anderem eine Verdreifachung der installierten Kapazit\u00e4t an erneuerbaren Energien bis 2030, eine Verdoppelung der Energieeffizienzrate und eine Begrenzung der Subventionen f\u00fcr Kohlenwasserstoffe fordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie zielt auch darauf ab, den Rest der Welt, einschlie\u00dflich der Erd\u00f6l produzierenden L\u00e4nder, davon zu \u00fcberzeugen, dass es notwendig ist, von fossilen Brennstoffen im Allgemeinen und &#8222;Kohle im Besonderen&#8220; wegzukommen, sagte er. &#8222;Kohle ist unter den fossilen Brennstoffen derjenige, der am meisten Schaden anrichtet&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man die &#8222;verschiedenen Positionen und die verschiedenen Interessen der L\u00e4nder&#8220; betrachte, sei es &#8222;schon unter normaleren Umst\u00e4nden&#8220; kompliziert. Mit Blick auf die letzten Jahre, in denen &#8222;die Dinge aufgrund der (&#8230;) Geopolitik nur unendlich schwieriger geworden sind&#8220;, w\u00e4re es schwierig, das Ziel zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig gibt es keine andere Wahl, als eine Einigung zu erzielen, sagt Hoekstra Der Planet selbst zieht &#8222;rote Linien&#8220;, argumentiert er. Die Ambitionen seien hoch, weil die Wissenschaft diese vorgebe. &#8222;Und wir sind leider noch lange nicht am Ziel.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird w\u00f6chentlich&nbsp;ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neue EU-Kommissar f\u00fcr Klimapolitik, Wopke Hoekstra, bereitet sich auf einen harten Klimagipfel Ende dieses Monats in Dubai vor. Die teilnehmenden L\u00e4nder sind weit davon entfernt, sich zu einigen, w\u00e4hrend die Welt brennt, wei\u00df Hoekstra. Der European Newsroom sprach mit ihm im Vorfeld der COP28.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":164747,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[12144,12145,535],"class_list":["post-180824","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-cop28","tag-hoekstra-2","tag-klima"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180824","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180824"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180824\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180824"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180824"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180824"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}