{"id":1825794,"date":"2025-11-26T13:03:39","date_gmt":"2025-11-26T12:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1825794"},"modified":"2025-11-26T13:03:44","modified_gmt":"2025-11-26T12:03:44","slug":"eu-us-zollabkommen-washington-erhoeht-den-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-us-zollabkommen-washington-erhoeht-den-druck\/","title":{"rendered":"EU-US Zollabkommen: Washington erh\u00f6ht den Druck"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer gehofft hatte, dass mit dem <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/trade\/eu-us-trade-deal_en\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/trade\/eu-us-trade-deal_en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zollabkommen<\/a> zwischen der Europ\u00e4ischen Kommission und den USA das Thema vom Tisch sei und Staaten sowie Unternehmen damit Planungssicherheit h\u00e4tten, ist eines Besseren belehrt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umsetzung verl\u00e4uft schleppend. Am Montag trafen US-Handelsminister <strong>Howard Lutnick <\/strong>und der Handelsbeauftragte <strong>Jamieson Gree<\/strong>r erstmals seit Juli mit den EU-Handelsministern zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Abkommen sollte einen Handelskrieg verhindern und sieht einen US-Zollsatz von 15 Prozent f\u00fcr die meisten EU-Exporte vor \u2013 doch beide Seiten dr\u00e4ngen weiterhin auf mehr Zugest\u00e4ndnisse und weisen auf ungel\u00f6ste Probleme hin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die EU von den USA eine Senkung der 50-prozentigen Z\u00f6lle auf Stahl und Aluminium fordert, will Washington, dass Br\u00fcssel Regulierungen im Umwelt- und Digitalbereich zur\u00fccknimmt, die nach Ansicht der USA amerikanische Unternehmen benachteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lutnick verkn\u00fcpfte die beiden Themen nach dem Treffen ausdr\u00fccklich miteinander und forderte die EU auf, ihren Ansatz bei der Technologie-Regulierung zu \u00fcberdenken, um im Gegenzug eine Einigung \u00fcber die Senkung der Z\u00f6lle auf europ\u00e4ische Stahl- und Aluminiumexporte zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Abkommen muss vor der weiteren Umsetzung au\u00dferdem noch vom Europ\u00e4ischen Parlament angenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die wichtigsten Eckpunkte des Zoll-Deals<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das am 25. Juli zwischen Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>und US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> vereinbarte Abkommen sollte laut EU \u201eStabilit\u00e4t und Vorhersehbarkeit\u201c wiederherstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigsten vereinbarten Punkte waren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>15 Prozent Z\u00f6lle f\u00fcr die meisten EU-Exporte, darunter Autos, Halbleiter, Pharmazeutika und Holz;<\/li>\n\n\n\n<li>Null- oder Nahezu-Null-Z\u00f6lle f\u00fcr einige wichtige Produktgruppen, darunter nicht verf\u00fcgbare Rohstoffe, Flugzeuge (und -teile);<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinsame Bem\u00fchungen, die Stahl- und Aluminiumsektoren vor unfairem und verzerrendem Wettbewerb zu sch\u00fctzen;<\/li>\n\n\n\n<li>Liberalisierung des gegenseitig vorteilhaften Handels, Abbau nichttarif\u00e4rer Handelshemmnisse und Zusammenarbeit im Bereich der wirtschaftlichen Sicherheit;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Absicht der EU, Fl\u00fcssigerdgas, \u00d6l und Kernenergieprodukte aus den USA zu beziehen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem Termin im Juli gab es aber eine Reihe von Kurswechseln im Wei\u00dfen Haus, oft schneller, als europ\u00e4ische Institutionen und Regierungen mithalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"735\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/a1ebe2ff-98e3-42d9-ac0c-7fb715e3520e-980x735-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1509353\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/a1ebe2ff-98e3-42d9-ac0c-7fb715e3520e-980x735-1.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/a1ebe2ff-98e3-42d9-ac0c-7fb715e3520e-980x735-1-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 980px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">27. Juli 2025. Die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, Ursula von der Leyen (Mitte\/links), und US-Pr\u00e4sident Donald Trump (Mitte\/rechts) treffen sich in Turnberry, Schottland. Foto: Ansgar Haase\/dpa\/European Newsroom <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wo hakt der Deal?&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump hat den Umfang der Stahlz\u00f6lle ausgeweitet, sodass nun auch Produkte betroffen sind, die im Juli noch nicht zollpflichtig waren. Im August f\u00fcgte die US-Regierung 407 Produkttypen zu einer Liste von Waren hinzu, die als \u201eDerivate von Stahl und Aluminium\u201c gelten und daher h\u00f6heren Z\u00f6llen unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es herrscht auch Sorge in Br\u00fcssel hinsichtlich weiterer potenzieller Z\u00f6lle auf kritische Mineralien oder Windturbinen, die das Juli-Abkommen gef\u00e4hrden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU machte mehrere Zugest\u00e4ndnisse und versprach unter anderem, bis zum Ende von Trumps Amtszeit im Januar 2029 von den US Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen, sowie andere bedeutende Investitionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der europ\u00e4ische Kommissar f\u00fcr Handel und wirtschaftliche Sicherheit, <strong>Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d<\/strong>, sagte, die EU sei entschlossen, ihre Verpflichtungen zu erf\u00fcllen. Er betonte die Fortschritte, die der Block bei der Umsetzung des Abkommens gemacht habe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">A full day of valuable exchanges with Secretary <a href=\"https:\/\/twitter.com\/howardlutnick?ref_src=twsrc%5Etfw\">@howardlutnick<\/a> and Ambassador <a href=\"https:\/\/twitter.com\/jamiesongreer?ref_src=twsrc%5Etfw\">@jamiesongreer<\/a>. <br><br>Our priority remains clear: implementing the \ud83c\uddea\ud83c\uddfa\ud83c\uddfa\ud83c\uddf8 agreement in a way that advances our trade, investment, partnership. <br><br>The work continues &#8211; and we&#39;re committed to getting it right. <a href=\"https:\/\/t.co\/MJ4EiaNOOW\">pic.twitter.com\/MJ4EiaNOOW<\/a><\/p>&mdash; Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d\ud83c\uddea\ud83c\uddfa (@MarosSefcovic) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MarosSefcovic\/status\/1993020890657800365?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 24, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er sagte, die EU habe Energie aus den USA im Wert von 200 Milliarden Dollar gekauft. Der US-Anteil an den Fl\u00fcssigerdgas-Importen (LNG) der EU sei von 45 auf 60 Prozent gestiegen. Die EU-Investitionen in den USA h\u00e4tten seit Januar \u00fcber 150 Milliarden Dollar erreicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kommissar wies auch darauf hin, dass Verfahren und demokratische Prozesse in Europa mehr Zeit brauchen als in Washington. Zwei Verordnungen aus dem EU-US-Abkommen \u00fcber Z\u00f6lle warten beispielsweise noch auf die Genehmigung durch das Europ\u00e4ische Parlament, das in dieser Frage gespalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der tschechische Minister f\u00fcr Industrie und Handel, <strong>Luk\u00e1\u0161 Vl\u010dek<\/strong>, sagte bei dem Treffen: \u201eDas Problem der gr\u00f6\u00dften Handelsbeziehung der Welt ist m\u00f6glicherweise nicht die H\u00f6he bestimmter Zoll-Komponenten, sondern die Nicht-Zoll-Komponenten.\u201c Damit sind alle Handelsbeschr\u00e4nkungen gemeint, die keine Z\u00f6lle sind, aber dennoch den Waren- und Dienstleistungsverkehr \u00fcber Grenzen hinweg beeinflussen, wie etwa Vorschriften, unterschiedliche Standards oder Verwaltungsanforderungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digitaler Druck<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zentraler Streitpunkt betrifft den Technologiesektor. Die USA fordern, dass die EU ihre digitalen Vorschriften lockert \u2013 nur dann w\u00e4ren sie bereit, die 50-prozentigen Einfuhrz\u00f6lle auf Stahl und Aluminium zu senken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn [die Minister] diesen ausgewogenen Ansatz finden k\u00f6nnen, und ich denke, das k\u00f6nnen sie, dann werden wir \u2013 gemeinsam mit ihnen \u2013 die Stahl[- und Aluminium-]Fragen angehen\u201c, sagte Lutnick nach dem Treffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump hat die digitalen Vorschriften der EU wiederholt kritisiert, insbesondere im Hinblick auf mehrere Verfahren, die die Europ\u00e4ische Kommission gegen US-Konzerne wie Google, Amazon, Apple und Microsoft eingeleitet hat. Besonders umstritten sind der Digital Services Act (DSA) und der Digital Markets Act (DMA).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im September drohte Trump mit Vergeltungsz\u00f6llen als Reaktion auf eine von der EU gegen Google verh\u00e4ngte massive Geldstrafe in H\u00f6he von 2,95 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Vereinigten Staaten haben seit vielen Jahren erhebliche Bedenken hinsichtlich des Digital Markets Act und \u00e4hnlicher Gesetze in der EU,\u201c sagte Greer. Er f\u00fcgte hinzu, oft seien fast ausschlie\u00dflich US-Unternehmen betroffen, die Durchsetzung sei \u201emanchmal ziemlich aggressiv\u201c und Geldstrafen w\u00fcrden hoch ausfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel bestand bislang darauf, es werde anderen Staaten nicht erlauben, die Digitalgesetzgebung der EU zu diktieren \u2013 doch die Z\u00f6lle belasten die Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten, und es gibt Anzeichen f\u00fcr interne Spaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Wirtschaftsministerin <strong>Katherina Reiche <\/strong>forderte am Rande des Treffens weniger digitale Vorschriften und eine st\u00e4rkere Nutzung von k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) in Deutschland. \u201eDeutschland hat klargemacht, dass wir Chancen wollen, in der digitalen Welt mitzuspielen, AI zu implementieren in unsere Industrieprozesse,\u201c sagte Reiche. \u201eOhne Implementierung von AI-Modellen wird es keine gute Zukunft geben,\u201c f\u00fcgte sie hinzu und erkl\u00e4rte, dass sich die deutsche Regierung f\u00fcr die Lockerung restriktiver Vorschriften auf EU-Ebene einsetze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Frage, ob die digitalen Vorschriften der EU eine rote Linie darstellen, wollte sich \u0160ef\u010dovi\u010d am Montag nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er merkte an, dass Lutnick auch Vertreterinnen und Vertreter der Kommission getroffen habe, die f\u00fcr die digitale Agenda zust\u00e4ndig sind. \u201eWir wollen dem Minister versichern, dass unsere Gesetze nicht diskriminierend sind, sie richten sich nicht gegen amerikanische Unternehmen.\u201c Er f\u00fcgte hinzu, dass die Kommission bereit sei, diese Frage zu beantworten, sobald die USA bereit seien, \u00fcber die Anliegen der EU zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/urn_binary_dpa_com_20090101_250210-935-446044-FILED-1024x684.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1805248\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Zukunft der Stahlindustrie in den Staaten der Europ\u00e4ischen Union ist ungewiss. Foto: Hauke-Christian Dittrich\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stahl und Aluminium<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Exporteure von Stahl, Aluminium und Produkten, die diese Metalle enthalten, unterliegen in den USA weiterhin einem Zollsatz von 50 Prozent. Eine Reduzierung auf 15 Prozent war ein zentrales Ziel der Europ\u00e4er, wie der polnische stellvertretende Entwicklungsminister <strong>Micha\u0142 Baranowski<\/strong> vor dem Treffen am Montag erkl\u00e4rte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl das Juli-Abkommen und die formelle gemeinsame Erkl\u00e4rung der EU und der USA im August nicht direkt auf Stahl und Aluminium eingehen, sei die Beibehaltung der derzeit hohen Z\u00f6lle \u201ezumindest teilweise gegen den Geist\u201c des Abkommens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUns ist bewusst, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, insbesondere im Bereich Stahl und Derivate, wo wir versuchen, Z\u00f6lle zu senken und gemeinsam die globale \u00dcberkapazit\u00e4t anzugehen,\u201c sagte \u0160ef\u010dovi\u010d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel hofft, mit Washington einen gemeinsamen Nenner zu finden und auch gemeinsam&nbsp; chinesische \u00dcberkapazit\u00e4ten im Stahlsektor zu bek\u00e4mpfen. \u0160ef\u010dovi\u010d dr\u00e4ngt seine US-Gespr\u00e4chspartner, sich auf Importquoten f\u00fcr Stahl zu einigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist ein Thema, das f\u00fcr beide Seiten wichtig ist. Der Weltmarkt ist \u00fcberflutet mit Stahl- und Aluminiumprodukten sowie deren Derivaten. Es ist ein Problem, das beide Volkswirtschaften belastet,\u201c sagte Vl\u010dek. \u201eEs geht darum, dass wir eine gemeinsame L\u00f6sung finden k\u00f6nnen, denn der eigentliche Handelsgegner hier ist China, nicht die Vereinigten Staaten,\u201c f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir haben nicht nur bilaterale Themen besprochen, sondern auch einige der Herausforderungen, denen wir gemeinsam gegen\u00fcberstehen: die \u00dcberkapazit\u00e4t (&#8230;), Chinas Rolle in der Weltwirtschaft und andere Themen, bei denen wir unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln m\u00fcssen,\u201c sagte der d\u00e4nische Au\u00dfenminister <strong>Lars L\u00f8kke Rasmussen<\/strong>, dessen Land derzeit die rotierende EU-Ratspr\u00e4sidentschaft innehat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oktober verdoppelte die EU die Z\u00f6lle auf ausl\u00e4ndischen Stahl, um die heimische Industrie vor einer Flut billiger chinesischer Exporte zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wirtschaftliche Auswirkungen und nationale Interessen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mitgliedstaaten der EU sind von den US-Z\u00f6llen unterschiedlich stark betroffen, je nach Gewichtung ihrer Exportsektoren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission bem\u00fcht sich weiterhin um eine Ausnahme von Z\u00f6llen im Wein- und Spirituosensektor, was auch f\u00fcr Frankreich Priorit\u00e4t hat: Diplomatinnen und Diplomaten sagten, die EU-Staaten st\u00fcnden kurz davor, eine Liste von Sektoren fertigzustellen, die von Abgaben ausgenommen werden sollen, darunter Wein und Spirituosen \u2013 und m\u00f6glicherweise auch Pasta, die bereits Gegenstand von Spannungen zwischen Rom und Washington ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das US-Handelsministerium wirft italienische Unternehmen in diesem Sektor Dumping vor und verh\u00e4ngte einen Zollsatz von 91,74 Prozent zus\u00e4tzlich zu den bereits bestehenden 15 Prozent, wodurch die Gesamtabgabe auf das Produkt auf fast 107 Prozent steigt. Der neue \u201eSuperzoll\u201c k\u00f6nnte im Januar 2026 in Kraft treten, und die Branche bef\u00fcrchtet verheerende wirtschaftliche Auswirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien setzt sich daf\u00fcr ein, dass mehr Produkte, wie etwa Oliven\u00f6l, zollfrei bleiben. Laut Wirtschaftsministe<strong>r Carlos Cuerpo<\/strong> produziert die USA nur 2 Prozent des Oliven\u00f6ls, das sie konsumiert. \u201eDaher ist es wichtig, dass sie zollfreien Zugang zu diesem Produkt haben, und es ist auch f\u00fcr unsere Produzierenden von Vorteil,\u201c sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Portugal betrachtet das Zollabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den USA mit gemischten Gef\u00fchlen \u2013 w\u00e4hrend es einerseits hilft, eine protektionistische Eskalation zu vermeiden, sieht die Regierung den Freihandel und den Abbau von Zollschranken als Hauptziel. Diese Z\u00f6lle k\u00f6nnten 2026 einen negativen Einfluss von etwa 0,15 Prozentpunkten auf das portugiesische BIP haben. Das l\u00f6st Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die nationale Wirtschaft aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der polnische Premierminister <strong>Donald Tusk <\/strong>sagte bereits im Juli, dass sein Land nach vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzungen durch die 15-Prozent-Z\u00f6lle etwa 2 Milliarden Euro verlieren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bulgarische Ministerium f\u00fcr Wirtschaft und Industrie sch\u00e4tzte in diesem Herbst die direkten Auswirkungen der Z\u00f6lle auf 468 Millionen Euro, mit zus\u00e4tzlichen 158 Millionen Euro als indirekte Konsequenzen. Minister <strong>Peter Dilov<\/strong> hob die indirekten Verluste f\u00fcr das Land hervor, da ein erheblicher Teil der bulgarischen Exporte in die EU und den Rest der Welt mit Zwischenprodukten zusammenh\u00e4ngt, die von Handelspartnern in ihren Exporten in die USA verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im November betonte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des bulgarischen Verbands der Metallindustrie, <strong>Politimi Paunova<\/strong>, dass der metallurgische\/stahlverarbeitende Sektor exportorientiert sei und die Handelspolitik der EU ihn direkt beeinflusse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel wird nun davon abh\u00e4ngen, wie schnell die EU alle Punkte der gemeinsamen Erkl\u00e4rung dieses Sommers umsetzt. \u201eEs ist wirklich schwierig, zuerst an andere Themen zu denken,\u201c warnte Greer und schloss vor\u00fcbergehend die T\u00fcr f\u00fcr die von der EU geforderten Ausnahmen (etwa f\u00fcr Pasta, Wein und K\u00e4se), wegen denen der Druck einzelner Mitgliedstaaten sehr hoch bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die transatlantischen Handelsbeziehungen sind angespannt. Washington und Br\u00fcssel sind uneins in der Frage, wie das Zollabkommen vom Juli umgesetzt werden soll. Die USA fordern mehr Zugest\u00e4ndnisse \u2013 und verlangen von der EU, bei zentralen politischen Themen nachzugeben.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":1823338,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[22478,1193,20826,22477,603,22476],"class_list":["post-1825794","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-digitalisierung","tag-handel","tag-handelsstreit","tag-stahl","tag-usa","tag-zollabkommen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1825794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1825794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1825794\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1823338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1825794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1825794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1825794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}