{"id":1847024,"date":"2025-12-03T14:51:06","date_gmt":"2025-12-03T13:51:06","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1847024"},"modified":"2025-12-03T14:51:10","modified_gmt":"2025-12-03T13:51:10","slug":"einfluss-liegt-wegen-eingefrorener-russischer-gelder-auf-eis-eu-draengt-auf-rolle-in-friedensgespraechen-zur-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/einfluss-liegt-wegen-eingefrorener-russischer-gelder-auf-eis-eu-draengt-auf-rolle-in-friedensgespraechen-zur-ukraine\/","title":{"rendered":"Einfluss liegt wegen eingefrorener russischer Gelder auf Eis: EU dr\u00e4ngt auf Rolle in Friedensgespr\u00e4chen zur Ukraine"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorsto\u00df der USA, einen Friedensplan f\u00fcr die Ukraine durchzusetzen, hat die Anforderungen an die Europ\u00e4ische Union erh\u00f6ht: Sie muss bald eine Entscheidung \u00fcber die Verwendung eingefrorener russischer Gelder zur Finanzierung Kiews treffen und gleichzeitig einen Weg an den Verhandlungstisch finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Washingtons 28-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges hatte vorgesehen, dass Kiew sich aus den Gebieten zur\u00fcckzieht, die es noch in der \u00f6stlichen Region Donezk kontrolliert, und dass die USA die Regionen Donezk, Krim und Luhansk de facto als russisch anerkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Dienstag lehnte der russische Pr\u00e4sident <strong>Wladimir Putin <\/strong>die von Kiew und europ\u00e4ischen Regierungen vorgeschlagenen \u00c4nderungen am urspr\u00fcnglichen 28-Punkte-Friedensplan der USA ab. Putin erkl\u00e4rte au\u00dferdem, Russland habe nicht die Absicht, einen Krieg mit Europa zu beginnen. \u201eAber wenn Europa pl\u00f6tzlich beschlie\u00dft zu k\u00e4mpfen und einen Krieg beginnt, dann sind wir sofort bereit,\u201c sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>hatte Unterst\u00fctzung bei den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten gesucht, die bef\u00fcrchteten, dass der US-Plan \u2013 der ohne Beteiligung Kiews oder Europas ausgearbeitet wurde \u2013 wie eine Wunschliste f\u00fcr Moskau klingt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die diplomatischen Bem\u00fchungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Krieg, der Zehntausende Zivilisten und Soldaten das Leben gekostet und Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer vertrieben hat, keine Anzeichen einer Entspannung zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast vier Jahre nach Beginn der gro\u00df angelegten Offensive Russlands in der Ukraine zeigt eine Analyse der Agence France-Presse (AFP) von Daten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW), dass die russische Armee im vergangenen Monat ihren gr\u00f6\u00dften Vorsto\u00df in der Ukraine seit November 2024 unternommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lage f\u00fcr Kiew ist gerade durch einen Korruptionsskandal weiter erschwert worden, der den inneren Kreis von Selenskyj ersch\u00fcttert hat und letzte Woche zur Entlassung seines obersten Unterh\u00e4ndlers und Stabschefs <strong>Andrij Jermak <\/strong>f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen bem\u00fcht sich die EU nicht nur um einen Platz am Verhandlungstisch, sondern einige Mitgliedstaaten dr\u00e4ngen auch darauf, dass die Europ\u00e4ische Union die eingefrorenen Verm\u00f6genswerte der russischen Zentralbank nutzt, um Kiew einen \u201eReparationskredit\u201d zu gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kein Frieden ohne die Ukraine und Europa<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Chefdiplomatin der Europ\u00e4ischen Union, <strong>Kaja Kallas<\/strong>, sagte am Montag, dass die Friedensbem\u00fchungen zur Beendigung des russischen Krieges in der Ukraine nach einer neuen Verhandlungsrunde zwischen den USA und der Ukraine am Wochenende in eine entscheidende Phase eintreten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs k\u00f6nnte eine entscheidende Woche f\u00fcr die Diplomatie werden,\u201d sagte Kallas am Montag vor Journalisten in Br\u00fcssel, als sie zu einem Treffen der EU-Verteidigungsminister eintraf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">This week could be pivotal for diplomacy. <br><br>It is clear that Russia does not want peace, and therefore we need to make Ukraine as strong as possible.<br><br>My doorstep ahead of today\u2019s Foreign Affairs Council on Defence \u2193 <a href=\"https:\/\/t.co\/SzWnYJy4iw\">pic.twitter.com\/SzWnYJy4iw<\/a><\/p>&mdash; Kaja Kallas (@kajakallas) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kajakallas\/status\/1995418582361280848?ref_src=twsrc%5Etfw\">December 1, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Dienstag trafen sich der US-Gesandte <strong>Steve Witkoff <\/strong>und der russische Pr\u00e4sident Putin in Moskau. Medienberichten zufolge bezeichnete ein Berater Putins die Gespr\u00e4che als \u201ekonstruktiv\u201c, aber wesentliche Durchbr\u00fcche hinsichtlich eines Friedensabkommens hat es nicht gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europa wurde von den USA in den Bem\u00fchungen von US-Pr\u00e4sident <strong>Donald <\/strong>Trump, den Krieg des Kremls in der Ukraine zu beenden, weitgehend au\u00dfen vor gelassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAuch wenn Friedensverhandlungen im Gange sind, sehe ich keine Anzeichen daf\u00fcr, dass Russland bereit ist, die Feindseligkeiten in der Ukraine einzustellen. Das muss ber\u00fccksichtigt werden, damit Europa nicht naiv am Rande zur\u00fcckbleibt,\u201c sagte der d\u00e4nische Verteidigungsminister <strong>Troels Lund Poulsen<\/strong>, dessen Land derzeit die rotierende EU-Pr\u00e4sidentschaft innehat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selenskyj sagte am Montag, es sei \u201enicht fair\u201c, die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten von den Gespr\u00e4chen \u00fcber den Wiederaufbau der Ukraine auszuschlie\u00dfen, w\u00e4hrend die Bem\u00fchungen zur Beilegung des Krieges mit Russland in vollem Gange seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der EU, Frankreich und Deutschland, setzen sich f\u00fcr eine Beteiligung Europas ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron <\/strong>sagte, dass ein Plan zur Beendigung der Feindseligkeiten zwischen Russland und der Ukraine nur unter Einbeziehung Kiews und der europ\u00e4ischen M\u00e4chte finalisiert werden k\u00f6nne. Sein deutscher Amtskollege, Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz<\/strong>, sagte ebenfalls, dass es in der Ukraine \u201ekeinen diktierten Frieden\u201c geben d\u00fcrfe und dass Kiew und seine europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten in jede Vereinbarung zur Beendigung des Krieges einbezogen werden m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der polnische Ministerpr\u00e4sident <strong>Donald Tusk <\/strong>bekr\u00e4ftigte, dass die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs sich f\u00fcr einen gerechten und dauerhaften Frieden f\u00fcr die Ukraine einsetzten: \u201eDas ist ganz klar. Wir werden die Ukraine weiterhin unterst\u00fctzen. Ihr Zusammenbruch w\u00e4re eine direkte Bedrohung f\u00fcr Polen. Ich hoffe, dass dies endlich von allen verstanden wird, insbesondere in Polen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb der EU gab es Forderungen, entweder die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Ursula von der Leyen<\/strong>, die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas oder beide zu beauftragen, im Namen der EU Friedensverhandlungen zu f\u00fchren \u2013 aber nicht alle Mitgliedstaaten sind der Meinung, dass die EU zum jetzigen Zeitpunkt daran teilnehmen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der slowakische Pr\u00e4sident <strong>Peter Pellegrini <\/strong>findet, dass sich andere Weltm\u00e4chte zun\u00e4chst einigen m\u00fcssen, bevor die EU in den Prozess eintritt. Seiner Meinung nach wird der Block aufgrund seiner Lage und seiner politischen F\u00fchrung derzeit nicht als starke und relevante Supermacht wahrgenommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der niederl\u00e4ndische Au\u00dfenminister <strong>David van Weel <\/strong>h\u00e4lt es nicht f\u00fcr notwendig, dass eine oder zwei Personen im Namen der EU \u00fcber den Frieden in der Ukraine sprechen. Van Weel hat zuvor erkl\u00e4rt: \u201eF\u00fcr uns ist wichtig, dass die Ukraine hinter dem Friedensplan steht, der auf dem Tisch liegt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/urnnewsmldpa.com20090101251128-935-985712-v1-s2048.jpeg\" alt=\"Aufnahme des Finanzinstituts Euroclear. Bei dem sogenannten Zentralverwahrer wurden nach Sanktionsentscheidungen der Europ\u00e4ischen Union Verm\u00f6genswerte der russischen Zentralbank im dreistelligen Milliardenwert immobilisiert. Ein Teil des Geldes soll nun f\u00fcr Kredite an die von Russland angegriffene Ukraine genutzt werden. (zu dpa: \u00abStreit um Russen-Gelder: Belgiens Premier schickt Brandbrief\u00bb)\" class=\"wp-image-1846742\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Hauptsitz von Euroclear in Br\u00fcssel. Foto: Ansgar Haase\/dpa<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eingefrorene russische Verm\u00f6genswerte dominieren EU-Diskurs<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der 28-Punkte-Friedensplan der USA f\u00fcr die Ukraine sah im Wesentlichen vor, rund 200 Milliarden Euro an Verm\u00f6genswerten der russischen Zentralbank, die in der EU gehalten werden, freizugeben und einen Teil des Geldes an die USA und den Kreml zu \u00fcbergeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr viele EU-Staats- und Regierungschefs ging das weit \u00fcber das Akzeptable hinaus \u2013 und sie dr\u00e4ngten Trump schnell, diese Forderung fallen zu lassen. \u201eDie Europ\u00e4er sind die einzigen, die mitbestimmen k\u00f6nnen, was wir mit den in Europa eingefrorenen russischen Verm\u00f6genswerten tun,\u201c betonte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Macron am Dienstag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Besorgnis wurde noch dadurch verst\u00e4rkt, dass der Vorschlag der USA genau zu dem Zeitpunkt kam, als die EU die Idee diskutierte, die in Belgien eingefrorenen Verm\u00f6genswerte zur Finanzierung eines 140-Milliarden-Euro-Kredits f\u00fcr die Ukraine zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kallas bekr\u00e4ftigte die Position der EU: Der Block m\u00fcsse den Druck auf Russland durch Sanktionen gegen Moskau erh\u00f6hen und sich darauf einigen, die unter EU-Sanktionen eingefrorenen russischen Staatsgelder Kiew als Darlehen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Union hat die EU rund 210 Milliarden Euro an russischem Staatsverm\u00f6gen eingefroren \u2013 der gr\u00f6\u00dfte Teil davon wird von Euroclear, einem Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Belgien, verwaltet. Im Bericht von Euroclear \u00fcber das Jahresergebnis 2024 hei\u00dft es, dass das Unternehmen 183 Milliarden Euro dieser Verm\u00f6genswerte verwaltet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vorgeschlagene \u201eReparationskredit\u201d der EU sieht vor, dass die Ukraine die Mittel erst zur\u00fcckzahlen muss, wenn Russland f\u00fcr die durch seine Invasion verursachten Sch\u00e4den aufgekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Belgien hat allerdings Bedenken hinsichtlich der finanziellen und rechtlichen Risiken der Verwendung der eingefrorenen Verm\u00f6genswerte ge\u00e4u\u00dfert, die gr\u00f6\u00dftenteils bei Euroclear in Br\u00fcssel verwahrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vergangene Woche bekr\u00e4ftigte der belgische Premierminister <strong>Bart De Wever <\/strong>seine Bedenken in einem Brief an die Pr\u00e4sidentin der Kommission, in dem er das Darlehensprogramm als \u201egrunds\u00e4tzlich falsch\u201d bezeichnete. Seiner Meinung nach w\u00fcrde die Verwendung der Verm\u00f6genswerte \u201eein Grundprinzip des V\u00f6lkerrechts\u201d verletzen und zu Instabilit\u00e4t auf den globalen Finanzm\u00e4rkten f\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4nder mit bedeutenden Reserven in Europa k\u00f6nnten sich daf\u00fcr entscheiden, diese abzuziehen, so De Wever \u2013 selbst dann, wenn die EU behauptet, dass der Plan keine rechtswidrige Beschlagnahme darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bestehe ein reales Risiko, dass die EU letztlich zur R\u00fcckzahlung der Gelder gezwungen werde, schrieb De Wever in dem Brief. Dies w\u00fcrde Garantien seitens der Mitgliedstaaten erfordern. Er argumentiert au\u00dferdem, dass alle L\u00e4nder, in denen eingefrorene Verm\u00f6genswerte liegen, zu dem Plan beitragen sollten, nicht nur Belgien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So erkl\u00e4rte beispielsweise der bulgarische Ministerpr\u00e4sident <strong>Rosen Zhelyazkov<\/strong>, dass die in Bulgarien eingefrorenen russischen Verm\u00f6genswerte nicht Teil der Garantien f\u00fcr den Kredit an die Ukraine seien: \u201eBei den sogenannten russischen Verm\u00f6genswerten handelt es sich um Finanzmittel, die bei der Europ\u00e4ischen Zentralbank hinterlegt und von Euroclear gesperrt sind. In Bulgarien sind Verm\u00f6genswerte, die sanktionierten Personen oder Unternehmen geh\u00f6ren, nicht Teil dieses Finanzpools. Sie sind in Bulgarien eingefroren, und es k\u00f6nnen keine Transaktionen mit ihnen durchgef\u00fchrt werden,\u201c sagte der Ministerpr\u00e4sident.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">De Wever warnte auch vor m\u00f6glichen Vergeltungsma\u00dfnahmen Russlands, insbesondere gegen Euroclear und Belgien. Er sagte au\u00dferdem, dass eingefrorene Verm\u00f6genswerte bei k\u00fcnftigen Friedensverhandlungen eine Rolle spielen k\u00f6nnten und dass ihre Verwendung zum jetzigen Zeitpunkt diese Gespr\u00e4che erschweren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) erkl\u00e4rte am Dienstag, dass sie den EU-Plan nicht unterst\u00fctzen k\u00f6nne, was weitere Zweifel an einer Einigung in diesem Monat aufkommen l\u00e4sst. Laut der \u201cFinancial Times\u201d hatte die Europ\u00e4ische Kommission bei der EZB angefragt, ob sie als Kreditgeberin der letzten Instanz f\u00fcr Euroclear fungieren k\u00f6nne, um eine Liquidit\u00e4tskrise zu vermeiden, wie aus informierten Kreisen bekannt wurde. Doch die Zentralbank der 20 L\u00e4nder umfassenden Eurozone erkl\u00e4rte, dies sei unm\u00f6glich, \u201eda dies wahrscheinlich gegen Vertr\u00e4ge zum Verbot der monet\u00e4ren Finanzierung versto\u00dfen w\u00fcrde\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der slowenische Ministerpr\u00e4sident <strong>Robert Golob <\/strong>betonte, dass Slowenien die Position Belgiens und dessen Erwartung von Garantien f\u00fcr den Fall einer Inanspruchnahme dieser Mittel verstehe: \u201eAndererseits bleibt es eine Tatsache, dass eingefrorene Verm\u00f6genswerte das wirksamste Instrument im Arsenal Europas sind, das mit einem einzigen Ziel eingesetzt werden sollte: Frieden in der Ukraine zu erreichen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Polen unterst\u00fctzt den Plan der EU, erkl\u00e4rte der stellvertretende Verteidigungsminister <strong>Pawe\u0142 Zalewski <\/strong>nach dem Treffen der EU-Verteidigungsminister am Montag in Br\u00fcssel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Portugals Finanzminister <strong>Joaquim Miranda Sarmento <\/strong>best\u00e4tigte, dass die Regierung seines Landes \u201eaus allgemeiner Sicht\u201c die Schaffung eines Kredits auf der Grundlage eingefrorener russischer Verm\u00f6genswerte unterst\u00fctzt. Er wies jedoch darauf hin, dass dies \u201eein komplexes Thema\u201c sei und dass noch \u201eeinige technische Aspekte zu kl\u00e4ren\u201c seien, nicht zuletzt, weil Belgien klare Garantien und Verpflichtungen der anderen europ\u00e4ischen L\u00e4nder fordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend eines Besuchs des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj in Madrid am 18. November hatte der spanische Ministerpr\u00e4sident <strong>Pedro S\u00e1nchez <\/strong>erkl\u00e4rt, er unterst\u00fctze die Verwendung eingefrorener russischer Verm\u00f6genswerte f\u00fcr den Wiederaufbau der Ukraine. Er k\u00fcndigte au\u00dferdem an, im folgenden Monat 615 Millionen Euro der in diesem Jahr zugesagten 1 Milliarde Euro Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die Ukraine sowie 202 Millionen Euro f\u00fcr den Wiederaufbau bereitzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts des belgischen Widerstands gegen den Plan hat von der Leyen andere Optionen f\u00fcr die weitere Finanzierung Kiews vorgestellt. Die erste besteht darin, den Spielraum im zentralen Haushalt der EU zu nutzen, um Geld auf den Kapitalm\u00e4rkten aufzunehmen, und die zweite darin, dass die Mitgliedstaaten gemeinsam Kredite beantragen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Beamte und Diplomaten warnen aber, dass beide Pl\u00e4ne in einer Zeit, in der die nationalen Haushalte unter Druck stehen, h\u00f6here Kosten f\u00fcr die L\u00e4nder verursachen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Staats- und Regierungschefs der EU werden auf einem Gipfeltreffen am 18. Dezember dar\u00fcber beraten, ob die Verm\u00f6genswerte zur Finanzierung eines Kredits f\u00fcr die Ukraine verwendet werden sollen \u2013 oder ob eine andere Option gefunden werden muss, um das Land \u00fcber Wasser zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU will sich an den beginnenden Friedensverhandlungen f\u00fcr die Ukraine beteiligen, ist aber weiterhin au\u00dfen vor. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union w\u00e4chst der Druck, eingefrorene russische Verm\u00f6genswerte zur Finanzierung Kiews zu nutzen \u2013 Belgien h\u00e4lt jedoch an seiner ablehnenden Position fest.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":1847025,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[147,22575,22574,835,115],"class_list":["post-1847024","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-eu","tag-euroclear-4","tag-friedensgespraechen","tag-russland-de","tag-ukraine"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1847024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1847024"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1847024\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1847025"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1847024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1847024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1847024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}