{"id":1850907,"date":"2025-12-04T10:48:46","date_gmt":"2025-12-04T09:48:46","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1850907"},"modified":"2025-12-05T14:40:49","modified_gmt":"2025-12-05T13:40:49","slug":"eu-kommission-auch-in-deutschland-eingefrorenes-russisches-geld-soll-genutzt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-kommission-auch-in-deutschland-eingefrorenes-russisches-geld-soll-genutzt-werden\/","title":{"rendered":"EU-Kommission: Auch in Deutschland eingefrorenes russisches Geld soll genutzt werden"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Deutschland und mehrere andere Staaten sollen genauso wie Belgien festgesetzte russische Gelder f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine bereitstellen. Das sieht nach Angaben von EU-Beamten der jetzt von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> vorgestellte Vorschlag f\u00fcr ein sogenanntes Reparationsdarlehen in H\u00f6he von bis zu 210 Milliarden Euro vor. Neben Deutschland sind demnach auch Frankreich, Schweden und Zypern m\u00f6gliche Geber von russischem Staatsverm\u00f6gen f\u00fcr das Vorhaben, wobei in Frankreich das meiste Geld liegen soll. Das vom belgischen Finanzinstitut Euroclear verwaltete russische Zentralbankverm\u00f6gen wird auf rund 185 Milliarden Euro beziffert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die belgische Regierung hatte eine Beteiligung anderer EU-Staaten in den vergangenen Monaten wiederholt gefordert, um das Risiko zu mindern, dass Belgien alleiniges Ziel von m\u00f6glichen Vergeltungsma\u00dfnahmen wird. Dabei wird unter anderem die Gefahr gesehen, dass Moskau europ\u00e4ische Privatpersonen und Unternehmen in Russland enteignet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutsche Wirtschaft sieht gro\u00dfe Risiken<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, <strong>Matthias Schepp<\/strong>, warnte zuletzt, dass deutsches Verm\u00f6gen von \u00fcber 100 Milliarden Euro in Gefahr sei. \u00abDeutschland hat wie kein anderes Land in Russland investiert. Es hat deshalb bei der geplanten Nutzbarmachung russischer Zentralbankgelder f\u00fcr Waffenk\u00e4ufe zugunsten der Ukraine am meisten zu verlieren\u00bb, sagte er im Oktober der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bundesregierung h\u00e4lt genaue Zahlen geheim<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viel russisches Zentralbankgeld in Deutschland liegt, h\u00e4lt die deutsche Regierung bislang geheim. Kommuniziert wurde zuletzt nur, dass im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine insgesamt Verm\u00f6genswerte in H\u00f6he von rund 3,5 Milliarden Euro eingefroren oder immobilisiert wurden. Dies umfasse eingefrorene Gelder und wirtschaftliche Ressourcen von gelisteten Personen bzw. Entit\u00e4ten sowie \u00abAuslandswerte der russischen Zentralbank, die einem Transaktionsverbot unterliegen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Diplomaten hie\u00df es zuletzt, dass es bei dem Zentralbank-Verm\u00f6gen vermutlich um eine eher kleinere dreistellige Millionensumme gehe. Die Bundesregierung hat sich bislang \u00f6ffentlich nicht klar zu der Frage positioniert, ob sie bereit w\u00e4re, auch in Deutschland liegende Verm\u00f6gen beizusteuern. Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagte am Abend der Deutschen Presse-Agentur: \u00abDie Bundesregierung wertet den Vorschlag aus.\u00bb Man bitte um Verst\u00e4ndnis, dass diese Auswertung noch laufe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Showdown in zwei Wochen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber den am Mittwoch pr\u00e4sentierten Plan der EU-Kommission m\u00fcssen nun Regierungen der Mitgliedstaaten beraten. Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen hofft, dass die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten ihn in zwei Wochen bei ihrem Dezember-Gipfel billigen. In den n\u00e4chsten beiden Jahren sollen zun\u00e4chst rund 90 Milliarden Euro in die Ukraine flie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Alternative zu dem Konzept f\u00fcr die Verwendung der russischen Gelder legte von der Leyen zudem einen konkreten Vorschlag f\u00fcr die Aufnahme neuer EU-Schulden f\u00fcr die Ukraine vor. Zahlreiche L\u00e4nder wie Deutschland lehnen dies allerdings ab und setzen darauf, den bislang anhaltenden Widerstand Belgiens gegen die Nutzung der russischen Gelder zu brechen. Das EU-Land spielt eine zentrale Rolle bei dem Vorhaben, da ein Gro\u00dfteil der russischen Gelder dort derzeit von dem Unternehmen Euroclear verwaltet wird. (3. Dezember)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission will festgesetztes russisches Verm\u00f6gen nutzen, um den Finanzbedarf der Ukraine zu decken. Bislang wurde dabei vor allem nach Belgien geschaut. Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"author":127,"featured_media":831494,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[147,22591,22592,115],"class_list":["post-1850907","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eu","tag-reparationsdarlehen-2","tag-russisches-vermoegen","tag-ukraine"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1850907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/127"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1850907"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1850907\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/831494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1850907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1850907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1850907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}