{"id":1857023,"date":"2025-12-05T16:00:18","date_gmt":"2025-12-05T15:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1857023"},"modified":"2025-12-05T16:00:22","modified_gmt":"2025-12-05T15:00:22","slug":"antwort-auf-mehr-konsum-und-kriminalitaet-eu-verstaerkt-kampf-gegen-drogenhandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/antwort-auf-mehr-konsum-und-kriminalitaet-eu-verstaerkt-kampf-gegen-drogenhandel\/","title":{"rendered":"Antwort auf mehr Konsum und Kriminalit\u00e4t: EU verst\u00e4rkt Kampf gegen Drogenhandel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Kommission hat am Donnerstag erkl\u00e4rt, dass Europa im Zusammenhang mit dem Handel und Konsum illegaler Drogen vor massiven Herausforderungen steht &#8211; und zwar in Punkto Sicherheit ebenso wie bei Gesundheit, Umwelt und sozialen Themen. Um das Wohlergehen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu sch\u00fctzen und das Problem an der Wurzel zu bek\u00e4mpfen, wurden nun eine EU-Drogenstrategie und ein Aktionsplan gegen den Drogenhandel vorgestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas illegale Drogen angeht, erreicht Europa einen kritischen Punkt,\u201c erkl\u00e4rte <strong>Magnus Brunner<\/strong>, EU-Kommissar f\u00fcr Inneres und Migration, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Br\u00fcssel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eHeute ergreifen wir dringende Ma\u00dfnahmen, um einen Wandel herbeizuf\u00fchren. Mit der heutigen EU-Drogenstrategie und dem Aktionsplan senden wir den Drogenbaronen und ihren Organisationen eine sehr deutliche Botschaft: Europa wehrt sich,\u201c f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00fcngeren Generationen seien am anf\u00e4lligsten, so Brunner, sowohl f\u00fcr den Drogenkonsum als auch daf\u00fcr, in Drogenhandel und kriminelle Netzwerke hineingezogen zu werden. Die Kommission schl\u00e4gt Pr\u00e4ventionsinitiativen und mehr Wiedereingliederung vor, um das Bewusstsein zu sch\u00e4rfen. Au\u00dferdem will sie den Mitgliedstaaten ein neues EU-Instrumentarium f\u00fcr Minderj\u00e4hrige und ein gemeinsames Handbuch zur Zerschlagung illegaler Produktionsst\u00e4tten f\u00fcr synthetische Drogen an die Hand geben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue EU-Drogenstrategie und der Aktionsplan sind wichtige Ergebnisse der Europ\u00e4ischen Strategie f\u00fcr innere Sicherheit mit dem Titel \u201eProtectEU\u201c, die von der Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Ursula von der Leyen<\/strong>, vorgestellt wurde. Die 19-Punkte-Strategie und der Plan geben die Leitlinien f\u00fcr den Zeitraum 2026 bis 2030 vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Vorsorge und Reaktionszeiten zu verbessern, wurden neue Systeme zur Verbesserung der Alarm- und Fr\u00fchwarnsysteme entwickelt. Au\u00dferdem werden Bedrohungsanalysen zu hochwirksamen synthetischen Opioiden vorgenommen und 2026 ein neuer Sicherheits- und Innovationscampus er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sicherheit bleibt ein Eckpfeiler der Kommissionsstrategie, die auf die Zusammenarbeit mit Beh\u00f6rden wie der EU-Grenzschutzagentur Frontex setzt, eine neue Herangehensweise in H\u00e4fen auf den Weg bringt und strengere Vorschriften gegen organisierte Kriminalit\u00e4t, Drogenproduktion, Drogenhandel und kriminelle Infiltration einf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Rahmen werden aktualisierte Vorschriften f\u00fcr die \u00dcberwachung und Kontrolle von Drogenausgangsstoffen vorgeschlagen. Die Europ\u00e4ische Drogenagentur (EUDA) wird au\u00dferdem eine neue EU-weite Substanzdatenbank einrichten, um die Mitgliedstaaten bei der Identifizierung neuer synthetischer Drogen und von Drogenausgangsstoffen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drogenausgangsstoffe sind Chemikalien, die f\u00fcr die illegale Herstellung von Drogen ben\u00f6tigt werden und die wichtigsten Rohstoffe f\u00fcr Amphetamine und MDMA, allgemein bekannt als Ecstasy, sind. Sie werden aber auch oft f\u00fcr pharmazeutische oder textile Zwecke verwendet. Angesichts der raschen Zunahme von Designer-Ausgangsstoffen ohne bekannte legitime Verwendung waren jedoch neue, ma\u00dfgeschneiderte Rechtsvorschriften erforderlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">We must fight back on all fronts &#8211; prevention, treatment and security.<br><br>With today\u2018s EU Drugs Strategy and the Action Plan we send a clear message. <a href=\"https:\/\/t.co\/vE6E4y9BtN\">pic.twitter.com\/vE6E4y9BtN<\/a><\/p>&mdash; Magnus Brunner (@magnusbrunner) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/magnusbrunner\/status\/1996546329582125250?ref_src=twsrc%5Etfw\">December 4, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Drogen, neue Gefahren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der europ\u00e4ische Drogenmarkt entwickelt sich rasant, weil sowohl Anbieterinnen und Anbieter als auch Konsumentinnen und Konsumenten Wege finden, sich an geopolitische Instabilit\u00e4t, Globalisierung und technologische Fortschritte anzupassen, wie der im Juni von der EUDA ver\u00f6ffentlichte Europ\u00e4ische Drogenbericht 2025 gezeigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus hebt der Bericht die zunehmende Integration neuer Stimulanzien \u2013 wie synthetischer Cathinone und hochwirksamer synthetischer Opioide \u2013 in den europ\u00e4ischen Markt f\u00fcr illegale Drogen hervor, und zwar zus\u00e4tzlich zu einem beunruhigenden Anstieg beim Konsum h\u00e4ufiger verwendeter illegaler Substanzen wie Cannabis und Kokain.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das stelle neue Herausforderungen bei der Sensibilit\u00e4t bestehender \u00dcberwachungssysteme f\u00fcr neu auftretende Sch\u00e4den und bei der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit bestehender Ma\u00dfnahmen auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene dar, hei\u00dft es in dem Bericht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz zahlreicher positiver Entwicklungen, die durch den aktuellen Drogenrahmen eingef\u00fchrt wurden, kam die Kommission in ihrer Bewertung der EU-Drogenstrategie 2021-2025 zu dem Schluss, dass sich die Drogensituation in der EU in den vergangenen f\u00fcnf Jahren in vielerlei Hinsicht verschlechtert habe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders hervorgehoben wird, dass es immer mehr kriminelle Unterwanderung gebe. Dem Bericht zufolge sind im Jahr 2019 insgesamt 419 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, sechsmal mehr als vor einem Jahrzehnt. Auch das Risiko drogenbedingter Todesf\u00e4lle und psychischer Gesundheitsprobleme habe erheblich zugenommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus nutzten Drogenorganisationen K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), um den Drogenhandel zu optimieren, ihre Verbindungen zu internationalen kriminellen Netzwerken, insbesondere in Lateinamerika, zu st\u00e4rken und Korruption und Gewalt als Dienstleistung einzusetzen, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Kommissar Brunner h\u00e4lt eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit mit Drittl\u00e4ndern f\u00fcr entscheidend, insbesondere innerhalb Lateinamerikas. Er erw\u00e4hnte gemeinsame Bem\u00fchungen mit Kolumbien \u2013 mit dem Land gibt es einen Wissenstransfer, der in der Aufdeckungsstrategie der European Ports Alliance seinen Ursprung hat. \u201eMeiner Meinung nach sollte der Kampf gegen den Drogenhandel beginnen, bevor er unsere L\u00e4nder erreicht,\u201c sagte Brunner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mitgliedstaaten schlagen Alarm<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In allen Mitgliedstaaten formiert sich aufgrund des zunehmenden illegalen Drogenhandels und der damit verbundenen Kriminalit\u00e4t gerade eine Welle der Dringlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bulgarien meldete laut Innenminister <strong>Daniel Mitow <\/strong>einen Rekordanstieg beim Sicherstellen von Drogen in den ersten f\u00fcnf Monaten des Jahres 2025. Nach Angaben der Generaldirektion f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der organisierten Kriminalit\u00e4t (GDCOC) waren die beschlagnahmten Mengen bereits dreimal so hoch wie die im gesamten Jahr 2024 beschlagnahmten Mengen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Untersuchungen zeigen einen besorgniserregenden Trend, dass Kinder und Jugendliche in den Drogenhandel hineingezogen werden. Mitow warnte auch davor, dass der lebenslange Drogenkonsum unter Bulgarinnen und Bulgaren im Alter von 15 bis 64 Jahren zwischen 2020 und 2024 um 30 Prozent gestiegen sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Nachbarland Rum\u00e4nien sind Drogenkonsum und Drogenhandel \u2013 insbesondere mit synthetischen Substanzen \u2013 nach wie vor ein Problem f\u00fcr die nationale Sicherheit, das sowohl von innenpolitischen Entwicklungen als auch von transnationalen kriminellen Netzwerken beeinflusst wird. Auf einer Sitzung des Obersten Rates f\u00fcr Nationale Verteidigung im November wurde erneut die Notwendigkeit koordinierter institutioneller Ma\u00dfnahmen bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Slowenien stehen mehr als 500 verschiedene Substanzen auf der Liste der verbotenen Drogen. Nach den neuesten Daten des Nationalen Instituts f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit (NIJZ) nimmt die Verf\u00fcgbarkeit von Drogen zu, und bei jungen Menschen sei ein etwas anderes Muster des Substanzkonsums als in der Vergangenheit zu beobachten, das teilweise mit sozialen \u00c4ngsten und Isolation w\u00e4hrend der Covid-19-Pandemie zusammenh\u00e4ngt. Dennoch stellte die slowenische Polizei einen signifikanten R\u00fcckgang bei Straftaten im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Handel mit illegalen Drogen fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der statistische Dienst des franz\u00f6sischen Innenministeriums (SSMSI) ver\u00f6ffentlichte am Mittwoch eine Einsch\u00e4tzung zum Drogenhandel und -konsum, die einen Anstieg seit 2016 zeigt. Cannabis wird f\u00fcr den Zeitraum von 2016 bis 2024 als die am h\u00e4ufigsten verkaufte und konsumierte Droge im Land aufgef\u00fchrt: 78 Prozent der wegen Drogenhandels Angeklagten hatten mit Cannabis zu tun, bei den angeklagten Konsumentinnen und Konsumenten waren es sogar 92 Prozent.Allerdings nehme auch der Handel mit Kokain und Ecstasy rapide zu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend drogenbedingte Morde in franz\u00f6sischen St\u00e4dten, die mit Drogenkriminalit\u00e4t zu k\u00e4mpfen haben, wie beispielsweise Marseille, oft Schlagzeilen machen, l\u00f6ste der j\u00fcngste Mord an dem 20-j\u00e4hrigen Bruder des Anti-Drogen-Aktivisten <strong>Amine Kessaci <\/strong>landesweite Forderungen nach einer Bek\u00e4mpfung der Drogenkriminalit\u00e4t aus. Innenminister <strong>Laurent Nu\u00f1ez <\/strong>bezeichnete das Verbrechen als \u201eWendepunkt\u201d, und Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron <\/strong>forderte Frankreich auf, seine Ma\u00dfnahmen zu verst\u00e4rken und denselben Ansatz zu verfolgen wie im Kampf gegen den Terrorismus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/urnnewsmldpa.com20090101251122-99-715377-v1-s2048.jpeg\" alt=\"Der franz\u00f6sische Anti-Drogen-Aktivist Amine Kessaci (Mitte r) und seine Mutter Ouassila Benhamdi Kessaci (Mitte l) nehmen an einem Gedenkmarsch f\u00fcr Mehdi Kessaci an dem Kreisverkehr teil, an dem er ermordet wurde, und um gegen den Drogenhandel zu protestieren.\" class=\"wp-image-1856180\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-1 wp-block-paragraph\" style=\"color:#747a7d\"><em>Der franz\u00f6sische Anti-Drogen-Aktivist Amine Kessaci (Mitte r) und seine Mutter Ouassila Benhamdi Kessaci (Mitte l) nehmen an einem Gedenkmarsch f\u00fcr Mehdi Kessaci an dem Kreisverkehr teil, an dem er ermordet wurde. Foto: Clement Mahoudeau\/AFP\/dpa<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Macron warf den Drogenkonsumentinnen und -konsumenten aus der st\u00e4dtischen Mittelschicht au\u00dferdem vor, eine durch Drogen verursachte Kriminalit\u00e4tswelle zu f\u00f6rdern, w\u00e4hrend sie sich gleichzeitig \u00fcber deren Folgen beschwerten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>In Europa hergestellt \u2013 oder importiert?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Niederlande sind laut dem Jahresbericht der EUDA eines der f\u00fchrenden L\u00e4nder in Europa, sowohl als Importeur von Kokain als auch als Produzent zahlreicher anderer Drogen. So seien sie beispielsweise eine Drehscheibe im europ\u00e4ischen MDMA-Handel und ein wichtiger Akteur bei der Herstellung von Speed (Amphetamin) und Heroin, wie Daten zu stillgelegten Produktionsst\u00e4tten zeigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EUDA gab jedoch an, dass die Menge der beschlagnahmten Drogen und die Zahl der Festnahmen von Drogenh\u00e4ndlerinnen und -h\u00e4ndlern im Jahr 2024 um fast die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen sei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein signifikanter R\u00fcckgang war laut EUDA im vergangenen Jahr auch im Hafen von Antwerpen zu verzeichnen. So beschlagnahmte der belgische Zoll in der ersten H\u00e4lfte dieses Jahres im Hafengebiet von Antwerpen 16,7 Tonnen Kokain, das seien 5 Tonnen weniger gewesen als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Im gleichen Zeitraum habe es einen deutlichen Anstieg der Menge an Kokain gegeben, die in S\u00fcdamerika beschlagnahmt wurde und f\u00fcr Belgien bestimmt war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas Ungeheuer ist jedoch nicht verschwunden,\u201c sagte <strong>Kristian Vanderwaeren<\/strong>, Generaldirektor der belgischen Zollbeh\u00f6rde im Finanzministerium. Nach Angaben belgischer Beamtinnen und Beamter streuen Kriminelle ihre Risiken, indem sie die Mengen reduzieren &#8211; ein Trend, der seit einiger Zeit zu beobachten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zollbeh\u00f6rden gehen davon aus, dass ein Teil des Drogenhandels in den Benelux-L\u00e4ndern nach Frankreich und Spanien verlagert worden sei, da sich die Menge der beschlagnahmten Drogen in Frankreich im vergangenen Jahr verdoppelt habe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien ist aufgrund seiner geografischen Lage, seiner Hafen- und Luftverkehrskapazit\u00e4ten und seiner Verbindungen zu Lateinamerika, Nordafrika und Europa ein logistischer Knotenpunkt f\u00fcr den legalen und illegalen Handel, insbesondere mit Kokain und Cannabis. Laut der Nationalen Strategie gegen organisierte Kriminalit\u00e4t und Schwerverbrechen 2025 habe es in den vergangenen Jahren einen \u201edeutlichen Anstieg\u201d bei der Kokainbeschlagnahme in H\u00e4fen gegeben, und auch die Beschlagnahmungen von Drogen in Handgep\u00e4ck, Containern und Luftfracht n\u00e4hmen an Flugh\u00e4fen \u201eimmer \u00f6fter\u201d zu, \u201ein bisher nie dagewesenen Mengen\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Strategie Spaniens zielt darauf ab, organisierte Kriminalit\u00e4t in diesem Bereich zu verhindern, aufzudecken, strafrechtlich zu verfolgen und einzud\u00e4mmen. Der Mittelmeerstaat ist jedoch nicht das einzige Land, das sich aktiv mit den Risiken des Drogenhandels und Drogenkonsums auseinandersetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie Staaten zu(r\u00fcck)schlagen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beh\u00f6rden in Albanien, das ein EU-Beitrittskandidaten-Land ist, haben mehrere Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Drogen ergriffen, darunter die Versch\u00e4rfung der Grenzkontrollen, die Zerst\u00f6rung von Cannabisplantagen und die verst\u00e4rkte Zusammenarbeit mit internationalen Beh\u00f6rden wie Europol und Interpol. Au\u00dferdem sind strengere Gesetze zum Verbot der Herstellung und des Vertriebs von Drogen erlassen worden, w\u00e4hrend gleichzeitig Anstrengungen unternommen werden, junge Menschen \u00fcber die Folgen von Drogenkonsum aufzukl\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kroatien koordinieren das Gesundheitsministerium und das Kroatische Institut f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit die Umsetzung der Nationalen Aktionsstrategie im Bereich Sucht f\u00fcr den Zeitraum bis 2030. Sie legen besonderen Wert auf Investitionen in die Pr\u00e4vention, um den Teufelskreis aus Sucht, Armut und organisierter Kriminalit\u00e4t zu durchbrechen. Das Innenministerium hat k\u00fcrzlich bekannt gegeben, dass Kroatien die Einrichtung eines nationalen Zentrums plane, in dem mehrere Beh\u00f6rden zusammenarbeiten, um Schmuggel in Echtzeit zu bek\u00e4mpfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Engagement Rum\u00e4niens f\u00fcr den Schutz der Bev\u00f6lkerung, insbesondere der J\u00fcngsten, zeigt sich in einer strengeren Kontrolle chemischer Vorl\u00e4ufersubstanzen, der Ausweitung des nationalen \u00dcberwachungs- und Meldesystems und der Verbesserung des Zugangs zu Behandlungsm\u00f6glichkeiten. Die Beh\u00f6rden haben au\u00dferdem mehrere grenz\u00fcberschreitende Schleuserbanden zerschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu passend&nbsp; startete die bulgarische Grenzpolizei Anfang November eine gro\u00df angelegte internationale Operation gegen den Menschenhandel entlang der Landesgrenzen. Der Schwerpunkt der Mission lag auf der Verfolgung und Bek\u00e4mpfung des illegalen Handels mit Menschen, Drogen und Verbrauchsteuer-Waren auf bulgarischem Grund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Frankreich k\u00fcndigte Innenminister Nu\u00f1ez am Mittwoch an, dass die Plattform Pharos zur Meldung illegaler Inhalte im Internet auch im Kampf gegen den Drogenhandel eingesetzt werden soll, insbesondere um Websites zu identifizieren, die synthetische Drogen verkauften und frei zug\u00e4nglich seien. \u201eVor einigen Tagen wurden mehrere Dutzend Kilogramm synthetischer Drogen aus Paketen beschlagnahmt, die aus den Niederlanden kamen,\u201c sagte er.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die franz\u00f6sische Nationalversammlung wird am 17. Dezember eine Debatte \u00fcber die Bek\u00e4mpfung des Drogenhandels f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa steht nach Einsch\u00e4tzung der Europ\u00e4ischen Kommission vor einer Trendwende in Sachen Drogenkriminalit\u00e4t. Als Antwort pr\u00e4sentiert die Kommission eine strengere Strategie und einen neuen Aktionsplan f\u00fcr die Jahre 2026 bis 2030. 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