{"id":185996,"date":"2023-12-11T17:12:09","date_gmt":"2023-12-11T16:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=185996"},"modified":"2023-12-11T17:12:16","modified_gmt":"2023-12-11T16:12:16","slug":"wirtschaft-lobt-eu-sanierungskompromiss-kritik-von-umweltschuetzern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wirtschaft-lobt-eu-sanierungskompromiss-kritik-von-umweltschuetzern\/","title":{"rendered":"Wirtschaft lobt EU-Sanierungskompromiss &#8211; Kritik von Umweltsch\u00fctzern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die EU-Einigung auf neue Vorgaben f\u00fcr die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden st\u00f6\u00dft bei Umweltsch\u00fctzern auf Kritik. Verb\u00e4nde von Eigent\u00fcmern, der Wohnungswirtschaft und des Handwerks \u00e4u\u00dferten sich am Freitag hingegen weitgehend positiv, auch weil nach ihrem Verst\u00e4ndnis eine umfassende Sanierungspflicht f\u00fcr besonders schlecht ged\u00e4mmte Wohngeb\u00e4ude vom Tisch ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Donnerstagabend hatten sich Unterh\u00e4ndler des Europaparlaments und der EU-Staaten im Kampf gegen den Klimawandel auf strengere Anforderungen an die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden geeinigt. Konkret soll der Energieverbrauch von Wohngeb\u00e4uden im Schnitt bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent sinken. F\u00fcr Geb\u00e4ude, die nicht zum Wohnen gedacht sind, sehen die Vorschriften vor, dass 16 Prozent der am wenigsten energieeffizienten Geb\u00e4ude bis 2030 und 26 Prozent bis 2033 renoviert werden m\u00fcssen. Wie diese Ziele konkret erreicht werden, k\u00f6nnen die EU-Staaten zu gro\u00dfen Teilen selbst festlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Eigent\u00fcmerverband Haus &amp; Grund teilte mit, die Gefahr eines massiven Wertverfalls von Geb\u00e4uden durch konkrete Sanierungspflichten sei vom Tisch. \u00abNichtsdestotrotz stehen die Hauseigent\u00fcmer in Deutschland und ganz Europa vor enormen Herausforderungen\u00bb, sagte Verbandspr\u00e4sident Kai Warnecke mit Blick auf die beschlossenen Einsparziele. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sprach von einem guten Weg. Es sei unstrittig, dass die CO2-Emissionen von Geb\u00e4uden weniger werden m\u00fcssten. Noch strengere Vorgaben h\u00e4tten nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Eigent\u00fcmer hart treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Irmela Cola\u00e7o<\/strong>, Geb\u00e4udeexpertin beim deutschen Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), kritisiert, dass eine zentrale Ma\u00dfnahme f\u00fcr Klimaschutz bei Geb\u00e4uden vernachl\u00e4ssigt wurde. Sie pl\u00e4dierte f\u00fcr strengere Vorgaben besonders f\u00fcr ineffiziente Geb\u00e4ude, um die Klimakrise und Energiearmut zu bek\u00e4mpfen. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) \u00e4\u00fc\u00dferte \u00e4hnliche Bedenken und betonte, dass Menschen mit niedrigem Einkommen, die oft in schlecht sanierten Geb\u00e4uden leben, besonders von hohen Energiepreisen betroffen sind. (8. Dezember)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Meta deutet EU-Start von Threads am 14. Dezember an<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Menlo Park &#8211; Der Start des Kurznachrichtendienstes Threads des Facebook-Konzerns Meta in der EU scheint nur noch wenige Tage entfernt zu sein. Nutzer aus der Europ\u00e4ischen Union bekommen seit Freitag auf der Threads-Website einen Countdown zu sehen, der am 14. Dezember auslaufen soll. Der Dienst ist eine Alternative zu Elon Musks Online-Plattform X (ehemals Twitter).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meta hatte beim Start von Threads im Juli die Europ\u00e4ische Union ausgelassen. Der Konzern begr\u00fcndete dies mit rechtlichen Unklarheiten mit Blick auf \u00abneue Digitalgesetze\u00bb. Nach Einsch\u00e4tzung von Beobachtern d\u00fcrfte damit das Doppelpaket Digital Services Act (DSA) und Digital Markets Act (DMA) gemeint gewesen sein &#8211; und die automatische Verkn\u00fcpfung der Nutzerdaten von Instagram und Threads k\u00f6nnte unter Umst\u00e4nden Probleme f\u00fcr Meta mit sich bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine offizielle Ank\u00fcndigung eines Starts gab es nicht &#8211; und so blieb unter anderem auch unklar, ob Threads in der EU eventuell andere Funktionen haben k\u00f6nnte als in anderen L\u00e4ndern. Das \u00abWall Street Journal\u00bb hatte vor einigen Tagen geschrieben, mit Blick auf die EU-Regeln solle es auch die Option geben, Threads nur zum Lesen von Beitr\u00e4gen zu nutzen, ohne eigene Posts schreiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Musk den Kurznachrichtendienst Twitter kaufte und in X umbenannte, sinken laut Marktforschern die Nutzerzahlen der Online-Plattform. Mehrere Konkurrenten sehen die Chance, mit Alternativen an die einstige Bedeutung von Twitter anzukn\u00fcpfen. Threads gilt dabei als ein besonders starker Kandidat, weil der Dienst auf Metas Foto- und Video-Plattform Instagram mit hunderten Millionen bereits miteinander verbundenen Nutzern aufsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Threads komme auf knapp 100 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Nutzer, sagte Facebook-Gr\u00fcnder und Meta-Chef Mark Zuckerberg im Oktober. Threads hatte nach dem Start im Juli binnen weniger Tage die Marke von 100 Millionen Anmeldungen geknackt &#8211; danach ging die Aktivit\u00e4t der Nutzer jedoch wieder zur\u00fcck. Zuckerberg zeigte sich weiter \u00fcberzeugt, dass aus Threads in einigen Jahren ein Dienst mit einer Milliarde Nutzer werden k\u00f6nnte. Instagram-Chef Adam Mosseri stellte bereits im Oktober in Aussicht, dass Threads in wenigen Monaten schlie\u00dflich auch in der EU verf\u00fcgbar werden k\u00f6nnte. (9. Dezember)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europol: Terror-Gefahr in Europa nach Hamas-Anschl\u00e4gen zugenommen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Haag &#8211; Die Gefahr von terroristischen Anschl\u00e4gen in Europa ist nach Angaben von Europol seit dem Krieg in Gaza deutlich gestiegen. Die j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge in Br\u00fcssel und Paris seien dadurch motiviert worden, sagte die Direktorin von Europol, <strong>Catherine De Bolle<\/strong>, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Den Haag. \u00abDie terroristische Bedrohung hat nach dem Angriff von Hamas auf Israel und die Reaktionen von Israel darauf im Gazastreifen zugenommen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte Terrorgefahr geht nach Aussagen der Europol-Chefin von dschihadistischen Gruppierungen aus. Die europ\u00e4ische Polizeibeh\u00f6rde beobachtet auch deutliche \u00dcberschneidungen bei Hamas, Islamistischer Staat und Al Kaida. F\u00fcr Al Kaida und IS sei der neu entflammte Konflikt im Nahen Osten eine M\u00f6glichkeit, sich erneut international zu profilieren. Und Hamas wolle seine Reichweite \u00fcber Pal\u00e4stina hinaus erweitern, sagte De Bolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die islamistischen Terrororganisationen w\u00fcrden gezielt Jugendliche oder Menschen mit psychischen Problemen zu solchen Anschl\u00e4gen bewegen. Eine entscheidende Hilfe seien dabei das Internet und soziale Medien. Nach Auffassung der Europol-Chefin muss das Bild von allein handelnden T\u00e4tern korrigiert werden. \u00abSie ver\u00fcben die Anschl\u00e4ge vielleicht alleine, aber sie sind Teil einer Gemeinschaft im Internet.\u00bb (8. Dezember)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der dpa-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der dpa.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Einigung auf neue Vorgaben f\u00fcr die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden st\u00f6\u00dft bei Umweltsch\u00fctzern auf Kritik, Verb\u00e4nde von Eigent\u00fcmern, der Wohnungswirtschaft und des Handwerks \u00e4u\u00dferten hingegen positiv. Au\u00dferdem: In wenigen Tagen startet in der EU der Kurznachrichtendienst Threads des Facebook-Konzerns Meta. Die Gefahr von terroristischen Anschl\u00e4gen in Europa ist Europol zufolge seit dem Krieg in Gaza deutlich gestiegen.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":185733,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-185996","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/185996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=185996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/185996\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/185733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=185996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=185996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=185996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}