{"id":1871603,"date":"2025-12-09T14:31:36","date_gmt":"2025-12-09T13:31:36","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1871603"},"modified":"2025-12-09T14:32:34","modified_gmt":"2025-12-09T13:32:34","slug":"kritik-an-neuer-us-sicherheitsstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/kritik-an-neuer-us-sicherheitsstrategie\/","title":{"rendered":"Kritik an neuer US-Sicherheitsstrategie"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin (dpa) &#8211; Die Europ\u00e4ische Union muss nach Auffassung von Ratspr\u00e4sident <strong>Ant\u00f3nio Costa<\/strong> Konsequenzen aus der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der USA ziehen. Die Drohung einer Einmischung in das politische Leben Europas, sei inakzeptabel, sagte der Politiker bei einer Konferenz des Jacques Delors Institute in Paris. Die Vereinigten Staaten k\u00f6nnten nicht an die Stelle der europ\u00e4ischen B\u00fcrger treten und entscheiden, welche Parteien gut und welche schlecht sind. \u00abVerb\u00fcndete drohen einander nicht mit Einmischung in ihr politisches Leben und ihre innenpolitischen Entscheidungen\u00bb, betonte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Antwort auf die Strategie sollte sich die EU nach Einsch\u00e4tzung von Costa nun konsequent unabh\u00e4ngig von den USA machen. Zudem sprach er sich daf\u00fcr aus, dass die Europ\u00e4er im Jahr 2027 die F\u00fchrung innerhalb der Nato \u00fcbernehmen sollten. Was er sich genau darunter vorstellt, f\u00fchrte er allerdings nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritik auch aus Deutschland<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vize-Regierungssprecher der deutschen Bundesregierung, <strong>Sebastian Hille<\/strong>, sagte in Berlin, die Regierung teile die Analyse grunds\u00e4tzlich in vielen Punkten. Er begr\u00fcndete dies mit dem \u00abGrundgedanken, dass wir unsere Sicherheit breit denken m\u00fcssen\u00bb. Europa und die USA seien zudem historisch, wirtschaftlich sowie kulturell verbunden und blieben Partner.&nbsp;Die Bundesregierung weise aber die von der Regierung unter US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong> hervorgebrachten kritischen T\u00f6ne gegen\u00fcber der EU zur\u00fcck, so Hille. Die Anw\u00fcrfe w\u00fcrden mehr als Ideologie denn als Strategie gesehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontroverse um Russland\u00a0<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland teile nicht die Ansicht, dass Russland nicht mehr als Bedrohung gesehen werde, sagte Hille ausdr\u00fccklich auch im Namen von Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz<\/strong>. Vielmehr bleibe es die \u00fcbereinstimmende Einsch\u00e4tzung Deutschlands und seiner europ\u00e4ischen Partner, dass \u00abRussland die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung von Stabilit\u00e4t, von Frieden und Freiheit in Europa ist\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrer neuen Sicherheitsstrategie beklagen die USA unter anderem einen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa. \u00dcber Migration hei\u00dft es, der angebliche wirtschaftliche Niedergang Europas werde von der Gefahr einer \u00abzivilisatorischen Ausl\u00f6schung\u00bb \u00fcberlagert. Europ\u00e4ischen Politikern wirft die Trump-Regierung eine politische Blockadehaltung im Ringen um Frieden mit Moskau vor. Diese erschwere die Wiederherstellung von Stabilit\u00e4t auf dem Kontinent.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutscher Au\u00dfenminister verwahrt sich gegen US-Rat<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Deutschland und anderen europ\u00e4ischen Staaten war bereits scharfe Kritik gekommen. Der deutsche Au\u00dfenminister <strong>Johann Wadephul<\/strong> sagte zu den kritischen \u00c4u\u00dferungen zur Meinungsfreiheit, er glaube \u00abnicht, dass irgendjemand uns dazu Ratschl\u00e4ge geben muss\u00bb. <strong>Norbert R\u00f6ttgen, <\/strong>Au\u00dfenpolitiker der Christlich-Demokratischen Union (CDU), sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: \u00abErstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stehen die USA nicht mehr an der Seite der Europ\u00e4er\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcnen-Vorsitzende <strong>Franziska Brantner<\/strong> setzt daher auf eine verst\u00e4rkte sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der EU: \u00abJeder, der jetzt immer noch auf rein nationale statt europ\u00e4ische Sicherheit setzt, gef\u00e4hrdet unser aller Freiheit und Sicherheit in Europa\u00bb, sagte sie der Funke-Mediengruppe. Die Chefin der Linken<strong>, Ines Schwerdtner<\/strong>, forderte in Berlin eine St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Souver\u00e4nit\u00e4t. \u00abDas bedeutet, dass die deutsche Bundesregierung wirklich auch den Bruch mit den Trumpisten wagen muss.\u00bb (8. Dezember)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue US-Sicherheitsstrategie sorgt in Europa f\u00fcr Unruhe. Kritik kommt unter anderem von EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa und aus Deutschland. Was sollen die Konsequenzen aus den europakritischen T\u00f6nen aus Washington sein? <\/p>\n","protected":false},"author":127,"featured_media":1871978,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[117,147,10168,603],"class_list":["post-1871603","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-deutschland","tag-eu","tag-sicherheitspolitik","tag-usa"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1871603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/127"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1871603"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1871603\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1871978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1871603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1871603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1871603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}