{"id":187831,"date":"2023-12-19T14:17:35","date_gmt":"2023-12-19T13:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=187831"},"modified":"2023-12-19T14:17:45","modified_gmt":"2023-12-19T13:17:45","slug":"baerbock-verspricht-afrika-unterstuetzung-im-kampf-gegen-krankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/baerbock-verspricht-afrika-unterstuetzung-im-kampf-gegen-krankheiten\/","title":{"rendered":"Baerbock verspricht Afrika Unterst\u00fctzung im Kampf gegen Krankheiten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kigali &#8211; Im Kampf gegen Pandemien und andere Krankheiten hat die deutsche Au\u00dfenministerin <strong>Annalena Baerbock<\/strong> Afrika die Unterst\u00fctzung Deutschlands und der Europ\u00e4ischen Union versprochen. \u00abDer Kampf gegen Krankheiten ist kein Kurzstreckenlauf, den irgendein Land dieser Welt im Solo-Sprint gewinnen kann\u00bb, sagte die Gr\u00fcnen-Politikerin am Montag bei einem Treffen mit ihrem Kollegen <strong>Vincent Biruta<\/strong> in der ruandischen Hauptstadt Kigali.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der afrikanische Kontinent war in der Corona-Pandemie erheblich vom Mangel an Impf<strong>stoffen betroffen. Ruandas Pr\u00e4sident Paul Kagame<\/strong> erinnerte bei der Einweihung eines Teils der ersten kommerziellen mRNA-Impfstofffabrik in Afrika, die das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech in Kigali baut, daran. Nun beginne eine neue Phase der Zusammenarbeit &#8211; \u00abund wir brauchen mehr davon\u00bb, forderte Kagame. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin<strong> Ursula von der Leyen <\/strong>sagte, eine zweite Anlage zur Herstellung von Impfstoffen solle in Zusammenarbeit mit dem westafrikanischen Senegal in Dakar entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Biontech f\u00fcr Afrika: Bei Malaria in der Testung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem modular aufgebauten Komplex in Kigali sollen von 2025 an Impfstoffe f\u00fcr den afrikanischen Markt hergestellt werden. Welcher mRNA-Impfstoff zum Start produziert wird, steht laut Biontech noch nicht fest. \u00abBei den jeweiligen Impfstoffkandidaten gegen Malaria, Mpox und Tuberkulose sind wir in der klinischen Testung\u00bb, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin der Deutschen Presse-Agentur. Bei denen gegen Tuberkulose und Malaria brauche es noch einige Jahre. Es sei zudem wichtig, in Kigali auch die Herstellung des Covid-19-Impfstoffs zu trainieren, sagte Sahin. \u00abSARS-CoV-2 ist ein Erreger, der sich st\u00e4ndig wandelt.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben des operativen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers Sierk Poetting wird es 2025 in Kigali zun\u00e4chst Testproduktionsl\u00e4ufe geben. Biontech plant 2025 mit 100 Mitarbeitern in Kigali, die Investitionen beziffern die Mainzer auf rund 150 Millionen US-Dollar (rund 138 Millionen Euro).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Baerbock: Sagen \u00abstillen Killern\u00bb den Kampf an<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Baerbock sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass immer noch eine halbe Million Kinder in Afrika j\u00e4hrlich an Malaria st\u00fcrben und auch Tuberkulose vielen das Leben koste. \u00abAuch wenn es noch etwas dauert, bis erste Impfstoffe hier ausgeliefert werden: In Kigali sagen wir diesen stillen Killern von Millionen Menschen den Kampf an, gemeinsam, mit Impfstoffen aus Afrika f\u00fcr Afrika.\u00bb Heute werde nur eine von 100 Impfdosen, die in Afrika verimpft w\u00fcrden, auch dort hergestellt. 2040 sollten es schon 60 Mal mehr sein. Dies mache das EU-Projekt Global Gateway mit 1,2 Milliarden Euro bis 2027 m\u00f6glich &#8211; 550 Millionen Euro daf\u00fcr k\u00e4men aus Deutschland. Gemeinsam k\u00f6nnten Europa und Afrika ein st\u00e4rkeres globales Gesundheitssystem aufbauen und globale Krisen bew\u00e4ltigen, sagte Baerbock. (18. Dezember)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verhandlungen \u00fcber EU-Asylreform gehen in n\u00e4chste Runde<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die Verhandlungen auf EU-Ebene zu einer Reform des gemeinsamen Asylsystems sind in eine weitere, m\u00f6glicherweise entscheidende Runde gestartet. Die Gespr\u00e4che zwischen Unterh\u00e4ndlern von Europaparlament und EU-Staaten k\u00f6nnten sich bis tief in die Nacht zu Dienstag und gegebenenfalls auch bis Mittwoch ziehen. Ob am Ende ein Kompromiss steht, ist offen. Es ist voraussichtlich die letzte Verhandlungsrunde in diesem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Bundesinnenministerin <strong>Nancy Faeser<\/strong> hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass eine finale politische Einigung gelingen werde. Mit der geplanten Asylreform soll unter anderem die irregul\u00e4re Migration begrenzt werden. So soll bei einem besonders starken Anstieg der Migration der Zeitraum verl\u00e4ngert werden k\u00f6nnen, in dem Menschen unter haft\u00e4hnlichen Bedingungen festgehalten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeit dr\u00e4ngt: Projekte, die bis zur Europawahl im Juni 2024 nicht mit den Regierungen der Mitgliedstaaten ausgehandelt sind, k\u00f6nnten anschlie\u00dfend wieder infrage gestellt werden und sich lange verz\u00f6gern. Im Fall der geplanten Reform des Asylsystems w\u00e4re dies ein besonders gro\u00dfer R\u00fcckschlag. An dem Projekt wird bereits seit Jahren gearbeitet. (18. Dezember)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/urnnewsmldpa.com20090101231215-99-312604-v5-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-187873\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Charles Michel, Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates, k\u00fcndigte einen Sondergipfel an. Foto: Virginia Mayo\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU setzt Sondergipfel zu Ukraine-Hilfen und Haushaltsstreit an<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die EU will sp\u00e4testens am 1. Februar eine Entscheidung \u00fcber milliardenschwere neue Finanzhilfen f\u00fcr die Ukraine treffen. EU-Ratspr\u00e4sident <strong>Charles Michel <\/strong>k\u00fcndigte am Montag in Br\u00fcssel an, dass an diesem Tag ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs organisiert werden soll. Dieser k\u00f6nnte bis dahin vereinbarte Pl\u00e4ne entweder best\u00e4tigen oder noch einmal abschlie\u00dfende Verhandlungen erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neuen Milliardenhilfen f\u00fcr die Ukraine sind Teil eines Projekts zur \u00dcberarbeitung des langfristigen EU-Haushalts, das eigentlich bereits Ende der vergangenen Woche beim letzten regul\u00e4ren EU-Gipfel dieses Jahres vereinbart werden sollte. Der ungarische Ministerpr\u00e4sident <strong>Viktor Orban<\/strong> verhinderte dies allerdings mit einem Veto. Er hatte die Haushaltspl\u00e4ne zuvor mehrfach kritisiert und in diesem Zusammenhang auch darauf verwiesen, dass die EU aus seiner Sicht zu Unrecht f\u00fcr sein Land vorgesehene Gelder aus dem Gemeinschaftshaushalt eingefroren hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte in den kommenden Wochen keine L\u00f6sung mit Ungarn gefunden werden, wollen die anderen EU-Staaten im 26er-Kreis handeln. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>sagte am Freitag, man arbeite hart an einer L\u00f6sung, der alle EU-Staaten zustimmen k\u00f6nnen. Man werde aber auch m\u00f6gliche Alternativen entwickeln. Beim n\u00e4chsten Gipfel werde es eine funktionierende L\u00f6sung geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugest\u00e4ndnisse an Orban werden dabei offiziell ausgeschlossen. So sagte der deutsche Bundeskanzler <strong>Olaf Scholz<\/strong> (SPD) nach dem EU-Gipfel: \u00abEs darf keine Verkn\u00fcpfung von Fragen geben, die nicht miteinander zusammenh\u00e4ngen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00fcngsten Pl\u00e4ne sehen konkret vor, f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung der von Russland angegriffenen Ukraine in den kommenden vier Jahren 17 Milliarden Euro an Zusch\u00fcssen und 33 Milliarden Euro an Krediten einzuplanen. Zus\u00e4tzliches Geld ist zudem f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie in der EU und die Migrationspolitik der EU vorgesehen. (18. Dezember)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der dpa-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der dpa.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Au\u00dfenministerin Baerbock ist nach Ruanda gereist und sagt \u00abstillen Killern\u00bb den Kampf an. Die Verhandlungen \u00fcber die EU-Asylreform gehen in die n\u00e4chste, m\u00f6glicherweise entscheidende Runde. 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