{"id":1879814,"date":"2025-12-10T12:28:00","date_gmt":"2025-12-10T11:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1879814"},"modified":"2025-12-12T15:05:29","modified_gmt":"2025-12-12T14:05:29","slug":"eu-zollreform-neue-behoerde-soll-handel-sicherer-und-effizienter-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-zollreform-neue-behoerde-soll-handel-sicherer-und-effizienter-machen\/","title":{"rendered":"EU-Zollreform: Neue Beh\u00f6rde soll Handel sicherer und effizienter machen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">T\u00e4glich erreichen mehr als 12 Millionen Pakete die Europ\u00e4ische Union. F\u00fcr die Zollbeh\u00f6rden wird es zunehmend schwieriger, illegale oder nicht deklarierte Waren zu kontrollieren oder Z\u00f6lle zu erheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele dieser Pakete sind Kleinsendungen \u2013 im Jahr 2024 kamen etwa 4,6 Milliarden Pakete mit einem deklarierten Wert von weniger als 22 Euro in der EU an. Die EU Kommission berichtete im August, dass nur 0,0082 Prozent aller importierten Produkte von den Zollbeh\u00f6rden kontrolliert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Europ\u00e4ischen Rechnungshof zufolge seien die Zollkontrollen in einigen Mitgliedstaaten nicht streng genug, und die uneinheitliche Anwendung der Vorschriften innerhalb der EU erleichtere Betrug.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zollreform: Was ist geplant?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits<a href=\"https:\/\/taxation-customs.ec.europa.eu\/customs\/eu-customs-reform_en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> 2023 <\/a>legte die Europ\u00e4ische Kommission Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine umfassende Reform vor. Ihr Ziel ist es, B\u00fcrokratie zu reduzieren und auf Herausforderungen wie den starken Anstieg des E-Commerce zu reagieren. Ein zentraler Punkt der Reformpl\u00e4ne ist die Bew\u00e4ltigung der enormen Flut an Paketen und Sendungen, die aus Drittl\u00e4ndern in die EU gelangen, insbesondere aus China.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erster Schritt in diese Richtung ist die geplante Einf\u00fchrung einer zeitlich befristeten allgemeinen Bearbeitungsgeb\u00fchr von 2 Euro f\u00fcr jedes Paket mit geringem Wert (unter 150 Euro), die voraussichtlich 2026 in Kraft treten wird. Die EU plant au\u00dferdem, die derzeitige Zollfreigrenze von 150 Euro f\u00fcr Pakete abzuschaffen, um bis 2028 gleiche Wettbewerbsbedingungen f\u00fcr Unternehmen zu gew\u00e4hrleisten \u2013 bis dahin sollen vor\u00fcbergehende Ma\u00dfnahmen in Kraft bleiben. Mitte Dezember sprachen sich die Mitgliedstaaten au\u00dferdem die Einf\u00fchrung einer allgemeinen Abgabe von 3 Euro auf Pakete mit geringem Wert aus, die ab Juli 2026 gelten soll. Auch dies ist eine zeitich befristete Ma\u00dfnahme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Internationales-Postzentrum-IPZ-am-Frankfurter-Flughafen-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1879934\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Internationales-Postzentrum-IPZ-am-Frankfurter-Flughafen-1-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Internationales-Postzentrum-IPZ-am-Frankfurter-Flughafen-1-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">19. November 2025, Hessen, Frankfurt am Main: Auf Paketwagen h\u00e4ngen Schilder mit der Aufschrift \u201eZoll\u201c. Mitte November begann im Internationalen Postzentrum am Frankfurter Flughafen die gesch\u00e4ftigste Zeit des Jahres. T\u00e4glich kommen bis zu 370.000 E-Commerce-Sendungen im IPZ an.  Foto: Hannes P Albert\/dpa <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reform soll also Zollverfahren modernisieren, die Zusammenarbeit zwischen den Zollbeh\u00f6rden der Mitgliedstaaten st\u00e4rken und die Kontrollen von Importen und Exporten verbessern. Dar\u00fcber hinaus verspricht sie eine verbesserte Erhebung von Z\u00f6llen und Steuern sowie einen besseren Schutz des Binnenmarktes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu diesem Zweck soll ein neues EU-Zentrum f\u00fcr Zolldaten eingerichtet werden, das von der \u2013 noch zu gr\u00fcndenden \u2013 EU-Zollbeh\u00f6rde (EUCA) \u00fcberwacht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EUCA soll als zentrale Anlaufstelle dienen, um die nationalen Zollbeh\u00f6rden zu unterst\u00fctzen. Zu ihren Aufgaben geh\u00f6rt,&nbsp; Zollverfahren zu vereinfachen, die Sicherheit von Online-K\u00e4ufen f\u00fcr EU-B\u00fcrgerinnen und -B\u00fcrger zu verbessern und den nationalen Beh\u00f6rden einfachere und einheitlichere Werkzeuge zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sollen eine Reihe von Vorteilen realisiert werden, etwa vereinfachte Meldepflichten \u00fcber eine einzige Schnittstelle, was mit den Versprechen von Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong>,&nbsp; B\u00fcrokratie abzubauen, Hand in Hand geht. Die EU rechnet zudem mit Einsparungen von bis zu 2 Milliarden Euro pro Jahr, da das Zentrum IT-Infrastruktur der Zollbeh\u00f6rden in den Mitgliedstaaten ersetzen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>EU-Zollbeh\u00f6rde \u2013 Mittelmeer oder Nordeuropa als Standort?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Zollbeh\u00f6rde soll ab 2026 eingerichtet werden, wobei die Europ\u00e4ische Kommission f\u00fcr deren Einf\u00fchrung verantwortlich ist. Der erste Zugang von Unternehmen zum Datenzentrum ist f\u00fcr 2028 geplant, die freiwillige Nutzung von allen Unternehmen bis 2032 und die verpflichtende Nutzung dann ab 2038.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste wichtige Entscheidung betrifft den Standort der Beh\u00f6rde. <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/customs\/selection-seat-european-union-customs-authority-euca_en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Neun Mitgliedstaaten<\/a> haben sich beworben: Belgien (L\u00fcttich), Kroatien (Zagreb), Frankreich (Lille), Italien (Rom), die Niederlande (Den Haag), Polen (Warschau), Portugal (Porto), Rum\u00e4nien (Bukarest) und Spanien (M\u00e1laga).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission wird nun pr\u00fcfen, ob die Bewerbungen die Vorgaben erf\u00fcllen: Der Standort soll es der EUCA erm\u00f6glichen, ihre Aufgaben und Befugnisse auszuf\u00fchren, hochqualifiziertes und spezialisiertes Personal zu rekrutieren und Schulungsm\u00f6glichkeiten anzubieten. Eine Entscheidung wird f\u00fcr Februar erwartet und gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gastgeberland muss gew\u00e4hrleisten, dass die Beh\u00f6rde ab Inkrafttreten der Verordnung betriebsbereit ist. Dazu geh\u00f6ren sofort verf\u00fcgbare Geb\u00e4ude, eine fortschrittliche IT- und Sicherheitsinfrastruktur, Platz f\u00fcr mindestens 250 Mitarbeitende, hochmoderne Besprechungsr\u00e4ume und ein \u201esicherer Bereich\u201c f\u00fcr die Verwaltung vertraulicher Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Kriterien umfassen internationale Erreichbarkeit, Hotelkapazit\u00e4ten f\u00fcr Tagungen und Konferenzen, das Vorhandensein mehrsprachiger Schulen f\u00fcr die Kinder der Mitarbeitenden, Zugang zu Gesundheitsversorgung sowie zum Arbeitsmarkt f\u00fcr Ehepartner und -partnerinnen und Familienangeh\u00f6rige. Ein zus\u00e4tzliches Kriterium ist die geografische Gewichtung, die die Diversit\u00e4t der EU-Mitglieder reflektieren soll.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Belgien<\/strong> hat L\u00fcttich als Kandidaten f\u00fcr die EUCA ins Spiel gebracht. Die Bewerbung wird von der Bundesregierung und der Region Wallonie unterst\u00fctzt. In ihr wird&nbsp; das Forschungszentrum f\u00fcr Zollrecht an der Universit\u00e4t L\u00fcttich hervorgehoben, das 2018 er\u00f6ffnet wurde,&nbsp; sowie die vorhandene Expertise im Zusammenhang mit dem Airport L\u00fcttich. Der Flughafen, der ein hohes Volumen an eingehenden Kleinsendungen verzeichnet, bietet Forschenden und Praktikerinnen und Praktikern direkte Einblicke in die Herausforderungen internationaler E-Commerce-Str\u00f6me, so die Bef\u00fcrwortenden der Bewerbung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eL\u00fcttich ist eine strategische Wahl f\u00fcr Europa, ein bedeutender Logistik-Knotenpunkt mit seinem Frachtflughafen, seinem Binnenhafen und seiner multimodalen Konnektivit\u00e4t, im Herzen der Handelsstr\u00f6me,\u201c sagte <strong>Pierre-Yves Jeholet<\/strong>, Wirtschaftsminister der Region um L\u00fcttich. \u201eDiese Kandidatur zeigt unseren Ehrgeiz, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht nur in der Wallonie, sondern auch in Belgien und Europa zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kroatische Regierung schlug Zagreb als Standort vor, wo ein derzeit von der Universit\u00e4t genutztes Geb\u00e4ude als Hauptquartier dienen k\u00f6nne. In der Bewerbung betonte<strong> Kroatien<\/strong> den Zugang zu qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften, die leichte Erreichbarkeit aller EU-Hauptst\u00e4dte, die hohe Lebensqualit\u00e4t und eines der kosteneffizientesten Umfelder innerhalb der Union.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frankreich<\/strong> nominierte Lille, das nur eine kurze Zugfahrt von Br\u00fcssel entfernt liegt. Die franz\u00f6sische Kandidatur \u201ewird von Frankreichs Engagement getragen, den Binnenmarkt der Europ\u00e4ischen Union zu sch\u00fctzen, den internationalen Handel zu erleichtern und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Unternehmen zu gew\u00e4hrleisten,\u201c hie\u00df es in einer Pressemitteilung zur Bekanntgabe der Kandidatur im Juni.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte Frankreich von den europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden ausgew\u00e4hlt werden, w\u00fcrde die Beh\u00f6rde im Gesch\u00e4ftsviertel Euralille angesiedelt werden. \u201eLille liegt an der Kreuzung wichtiger europ\u00e4ischer Logistik- und internationaler Handelsrouten und genie\u00dft eine strategische Lage, nur eine halbe Stunde von Br\u00fcssel, den europ\u00e4ischen Institutionen und der Weltzollorganisation entfernt,\u201c sagte die Ministerin f\u00fcr \u00f6ffentliche Finanzen, <strong>Am\u00e9lie de Montchalin<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Italien<\/strong> sieht Rom als starke Kandidatin f\u00fcr den Sitz der EU-Zollbeh\u00f6rde. Der Vorschlag fu\u00dft auf der \u201eExpertise der [italienischen] Zoll- und Monopolagentur (ADM), die als eine der fortschrittlichsten in Europa in den Bereichen Digitalisierung, Datenintegration, Betrugspr\u00e4vention und Umsetzung des Unionszollkodex anerkannt ist,\u201c so eine gemeinsame Erkl\u00e4rung des Wirtschafts- und Finanzministeriums, der Zollbeh\u00f6rde und der Stadtverwaltung von Rom. Italien betonte zudem seine strategische Lage im Mittelmeerraum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medienberichten in den <strong>Niederlanden<\/strong>&nbsp; zufolge mache das internationale Profil Den Haags mit zahlreichen europ\u00e4ischen und internationalen Organisationen die Stadt zu einem geeigneten Kandidaten. Die bereits vorhandene Infrastruktur und die Kooperationsm\u00f6glichkeiten mit Institutionen wie Europol seien ein Vorteil. Zudem liege Den Haag in der N\u00e4he zweier wichtiger logistischer Knotenpunkte \u2013 dem Flughafen Schiphol und dem Hafen von Rotterdam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Polens<\/strong> Finanzminister <strong>Andrzej Doma\u0144ski<\/strong> sagte, Warschau sei \u201ebereit, sehr bereit\u201c f\u00fcr die Aufgabe, die neue Beh\u00f6rde zu beherbergen. Er betonte, dass die Zollreform eine der Priorit\u00e4ten der polnischen EU-Ratspr\u00e4sidentschaft gewesen sei. Als St\u00e4rken der Bewerbung nannte der Minister die \u201estrategische Lage und Erfahrung im Management der EU-Au\u00dfengrenzen\u201c, eine \u201emoderne und effektive\u201c Zollverwaltung sowie die bereits bestehende Zusammenarbeit mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex, deren Hauptsitz ebenfalls in Warschau liegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/08ae471a-28b8-4c7b-ad45-980604695dd5-1024x683.jpg\" alt=\"Vista da cidade do Porto\n\nFotografia tirada na Cimeira Social da UE em maio de 2021\nDa esquerda para a direita: Charles Michel (o antigo presidente do Conselho Europeu), David Sassoli (ex-presidente do Parlamento Europeu), Ant\u00f3nio Costa (antigo primeiro-ministro de Portugal e agora presidente do Conselho Europeu), Ursula von der Leyen (ent\u00e3o e atual presidente da Comiss\u00e3o Europeia)\nDireitos de autor: Uni\u00e3o Europeia\" class=\"wp-image-1844156\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/08ae471a-28b8-4c7b-ad45-980604695dd5-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/08ae471a-28b8-4c7b-ad45-980604695dd5-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">EU-Spitzenpolitikernnen und -politiker genie\u00dfen die Aussicht auf Porto. Archivfoto, aufgenommen beim EU-Sozialgipfel im Mai 2021. Von links nach rechts: Charles Michel (ehemaliger Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates), David Sassoli (ehemaliger Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Parlaments), Ant\u00f3nio Costa (ehemaliger Ministerpr\u00e4sident Portugals und derzeitiger Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates), Ursula von der Leyen ( Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission). Foto: Europ\u00e4ische Union<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die portugiesische Regierung erkl\u00e4rte bereits im September, dass <strong>Portugal<\/strong> die notwendigen Voraussetzungen erf\u00fclle, um die Beh\u00f6rde zu beherbergen, insbesondere aufgrund der geografischen Lage des Landes f\u00fcr den transatlantischen und interkontinentalen Handel in Europa.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Stadt Porto zufolge bietet ihr ehemaliges Industriegebiet \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliche Bedingungen\u201c, um die EU-Zollbeh\u00f6rde aufzunehmen, jedoch gebe es \u201eharte Konkurrenz\u201c durch andere St\u00e4dte. Gleichzeitig wies Portugal auf Herausforderungen wie den schwierigen Zugang zum Immobilienmarkt hin, der durch die aktuelle Wohnungskrise im Land versch\u00e4rft wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rum\u00e4nien<\/strong> betonte in seiner Bewerbung, dass die EU-Zollbeh\u00f6rde dort angesiedelt werden sollte, wo operative Bed\u00fcrfnisse, beschleunigte Digitalisierung und die Realit\u00e4ten der europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen direkt aufeinandertreffen. Rum\u00e4nien und seine Hauptstadt Bukarest seien ein solcher strategischer Ort, da das Land eine der l\u00e4ngsten Au\u00dfengrenzen der EU habe und j\u00e4hrlich ein bedeutendes Handelsvolumen abwickle. Millionen Tonnen Waren passierten j\u00e4hrlich die rum\u00e4nischen Zollstellen, was das Land zu einem wichtigen operativen Knotenpunkt f\u00fcr die wirtschaftliche Sicherheit der EU mache. Diese Tatsache und die Erfahrung Rum\u00e4niens im Grenzmanagement und bei Handelsstr\u00f6men positionierten es als reifen Partner, der bereit sei, zur neuen Zollarchitektur der EU beizutragen, so die Bewerbung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die spanische Regierung ist der Ansicht, dass M\u00e1laga an der Costa del Sol alle notwendigen Anforderungen und Standards erf\u00fcllt, um die neue Beh\u00f6rde zu beherbergen. Besonders hervorgehoben wurden die guten technischen und logistischen Bedingungen in der Stadt, wie etwa ihre fortschrittliche Telekommunikationsinfrastruktur. <strong>Spanien<\/strong> versucht damit, den Sitz einer neuen EU-Agentur zu sichern, nachdem es vor einem Jahr erfolglos f\u00fcr die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde zur Bek\u00e4mpfung von Geldw\u00e4sche (AMLA) kandidiert hatte, die nun in Frankfurt ans\u00e4ssig ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Priorit\u00e4ten der Mitgliedstaaten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSicherer Handel bedeutet ein sichereres Europa,\u201c sagte Doma\u0144ski und f\u00fcgte hinzu, dass eine \u201estarke und widerstandsf\u00e4hige\u201c Zollunion den Schutz des Binnenmarktes, die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie eine stabile wirtschaftliche Entwicklung garantiere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch wie diese gemeinsamen Handels- und Zollpolitiken umgesetzt werden sollen, bleibt umstritten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europa solle bestimmte strategische Sektoren, wie die Stahlindustrie, sch\u00fctzen, gleichzeitig aber offen f\u00fcr Investitionen mit hohem Mehrwert aus anderen L\u00e4ndern bleiben, sagte der scheidende tschechische Industrieminister <strong>Luk\u00e1\u0161 Vl\u010dek<\/strong> am Montag in Br\u00fcssel nach Gespr\u00e4chen mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus anderen EU-L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tschechien geh\u00f6rt zu den lautst\u00e4rksten Gegnern von Vorschl\u00e4gen, dass die EU nur Produkte \u201eMade in Europe\u201c kaufen sollte. Diese Position wird vor allem von Frankreich vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Kommission hatte urspr\u00fcnglich geplant,&nbsp; in diesem Monat eine Initiative zu ver\u00f6ffentlichen, die darauf abzielt, Produkte aus europ\u00e4ischer Herstellung zu priorisieren. Sie stie\u00df jedoch auf Widerstand, unter anderem aus Tschechien, der Slowakei, Irland, Schweden und Lettland. Laut der \u201eFinancial Times\u201c hat die Kommission beschlossen, den Vorschlag bis zum 28. Januar zu verschieben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem von den Tschechen angesto\u00dfenen Diskussionspapier hei\u00dft es, dass jede Form europ\u00e4ischer Pr\u00e4ferenz unbeabsichtigte Folgen f\u00fcr die Offenheit oder Integrit\u00e4t des Binnenmarktes vermeiden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Redaktioneller Hinweis: Die KS wurde aktualisiert, um die am 12. Dezember getroffene Entscheidung zur Einf\u00fchrung einer Abgabe von 3 Euro widerzuspiegeln und die vor\u00fcbergehenden Ma\u00dfnahmen zu pr\u00e4zisieren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zollvorschriften der Europ\u00e4ischen Union sind mehr als nur noch mehr B\u00fcrokratie mit einem Br\u00fcsseler Absender. 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