{"id":1893386,"date":"2025-12-11T18:53:30","date_gmt":"2025-12-11T17:53:30","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1893386"},"modified":"2025-12-11T18:53:35","modified_gmt":"2025-12-11T17:53:35","slug":"eu-defizitverfahren-oesterreich-beansprucht-ausnahme-fuer-verteidigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-defizitverfahren-oesterreich-beansprucht-ausnahme-fuer-verteidigung\/","title":{"rendered":"EU-Defizitverfahren: \u00d6sterreich beansprucht Ausnahme f\u00fcr Verteidigung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel (APA) &#8211; \u00d6sterreichs Finanzminister <strong>Markus Marterbauer<\/strong> (SP\u00d6) wird &#8222;zur Erhaltung von Budget-Spielr\u00e4umen&#8220; die sogenannte &#8222;nationale Ausweichklausel&#8220; auf EU-Ebene in Anspruch nehmen. Das hat Marterbauer am Donnerstag in Br\u00fcssel angek\u00fcndigt. Die Ausweichklausel erlaubt ein sanktionsfreies Abweichen vom Budget, wenn die Verteidigungsausgaben erh\u00f6ht werden. Marterbauer betonte die Ma\u00dfnahme als reine Vorsicht, &#8222;wir haben keine Sorge, dass der Budgetfahrplan nicht eingehalten werden kann&#8220;, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Defizitverfahren gegen \u00d6sterreich wird aufgrund der Inanspruchnahme der Ausweichklausel nicht beeinflusst. \u00d6sterreich liegt mit seinem aktuellen Budgetdefizit von \u00fcber vier Prozent klar \u00fcber der erlaubten Grenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung. Geplant ist, dass \u00d6sterreich sein Budget konsolidiert und bis Ende 2028 aus dem Defizitverfahren herauskommt. Das bleibe weiterhin das Ziel, betonte der Finanzminister in einem Pressegespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unsichere Zeiten <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unsicheren Zeiten gelte es aber, Spielr\u00e4ume zu sichern. \u00d6sterreich erf\u00fclle die Voraussetzungen f\u00fcr die Ausweichklausel: Im Jahr 2025 betrage die Erh\u00f6hung der Verteidigungsausgaben 0,2 Prozentpunkte des Bruttoinlandprodukts. &#8222;Die Ausgabenseite k\u00f6nnen wir gut beeinflussen, die Einnahmenseite nicht&#8220;, stellte Marterbauer fest. Auch wenn die vorliegenden Wirtschaftszahlen &#8222;eindeutig besser&#8220; seien als urspr\u00fcnglich angenommen, m\u00fcsse man bei den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen vorsichtig sein. Die Inanspruchnahme der Klausel beruhe nicht auf der st\u00e4rkeren Bundesl\u00e4nder-Verschuldung, sagte der Finanzminister auf eine entsprechende Frage. &#8222;Die Bundesl\u00e4nder-Verschuldung ist nur ein Teil der Unsicherheit&#8220;, so Marterbauer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00f6lf EU-Mitglieder haben bereits im April die Ausweichklausel genutzt. Genannt wurden Deutschland, Belgien, D\u00e4nemark, Estland, Finnland, Griechenland, Ungarn, Lettland, Polen, Portugal, die Slowakei und Slowenien. Schon damals hie\u00df es, weitere Antr\u00e4ge auf eine Inanspruchnahme der &#8222;nationalen Ausweichklausel&#8220; w\u00fcrden erwartet, so Wirtschaftskommissar <strong>Valdis Dombrovskis<\/strong>. Im April sei man noch nicht so weit gewesen, sagte Marterbauer dazu: &#8222;Da waren wir gerade im Amt&#8220;. Die erh\u00f6hten Verteidigungsausgaben seien erst sp\u00e4ter &#8222;im Budget abbildbar&#8220; geworden. (11.12.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich will wie bereits zw\u00f6lf andere EU-L\u00e4nder ein sanktionsfreies Abweichen vom Budget f\u00fcr Verteidigungsausgaben. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1893387,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-1893386","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1893386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1893386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1893386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1893387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1893386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1893386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1893386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}