{"id":190311,"date":"2024-01-04T15:12:33","date_gmt":"2024-01-04T14:12:33","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=190311"},"modified":"2024-01-04T15:12:42","modified_gmt":"2024-01-04T14:12:42","slug":"eu-chefdiplomat-israelische-minister-aeusserungen-zu-gaza-hetzerisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-chefdiplomat-israelische-minister-aeusserungen-zu-gaza-hetzerisch\/","title":{"rendered":"EU-Chefdiplomat: Israelische Minister-\u00c4u\u00dferungen zu Gaza hetzerisch"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; EU-Chefdiplomat <strong>Josep Borrell <\/strong>hat die \u00abhetzerischen und unverantwortlichen \u00c4u\u00dferungen\u00bb aus Israels Regierung zu einer m\u00f6glichen Vertreibung von Pal\u00e4stinensern aus dem Gazastreifen scharf kritisiert. Die israelischen Minister<strong> Itamar Ben-Gvir<\/strong> und <strong>Bezalel Smotrich<\/strong> h\u00e4tten mit ihren \u00c4u\u00dferungen die pal\u00e4stinensische Bev\u00f6lkerung des Gazastreifens verleumdet und einen Plan f\u00fcr ihre Auswanderung gefordert, schrieb Borrell am Mittwochabend auf der Plattform X (ehemals Twitter). \u00abZwangsumsiedlungen sind als schwere Verletzung des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts strengstens verboten &amp; Worte z\u00e4hlen\u00bb, so Borrell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die rechtsextremen Minister hatten sich f\u00fcr eine israelische Wiederbesiedlung des Gazastreifens nach dem Krieg gegen die Hamas ausgesprochen. Ben-Gvir sagte am Montag, der Krieg sei eine Gelegenheit, die \u00abUmsiedlung der Bewohner des Gazastreifens\u00bb zu f\u00f6rdern. Smotrich sagte am Sonntag dem israelischen Armeesender, wenn Israel richtig vorgehe, werde es eine Abwanderung von Pal\u00e4stinensern geben, \u00abund wir werden im Gazastreifen leben\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch von der Bundesregierung sowie von den Regierungen der USA und Frankreichs kam bereits scharfe Kritik. (3. Januar)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">I strongly condemn the inflammatory &amp; irresponsible statements by Israeli ministers Ben Gvir &amp; Smotrich slandering the Palestinian population of Gaza &amp; calling for a plan for their emigration.<br>Forced displacements are strictly prohibited as a grave violation of IHL &amp; words matter<\/p>&mdash; Josep Borrell Fontelles (@JosepBorrellF) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/JosepBorrellF\/status\/1742622650919170430?ref_src=twsrc%5Etfw\">January 3, 2024<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EZB: Ergebnisse des Bankenstresstests zu Cyberrisiken im Sommer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main &#8211; Die EZB-Bankenaufsicht will im Sommer Ergebnisse ihres ersten Stresstests zu Cyberrisiken f\u00fcr Banken ver\u00f6ffentlichen. Bei 109 direkt beaufsichtigten Geldh\u00e4usern werde 2024 gepr\u00fcft, wie diese auf einen Cyberangriff reagieren und wie sie ihren Gesch\u00e4ftsbetrieb wiederherstellen, teilte die <strong>Europ\u00e4ische Zentralbank <\/strong>(EZB) am Mittwoch in Frankfurt mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abIm Stresstestszenario verursacht ein erfolgreicher Cyberangriff St\u00f6rungen im Tagesgesch\u00e4ft der Banken. Dann testen die Banken ihre als Reaktion auf einen Cyberangriff und zur Wiederherstellung des Gesch\u00e4ftsbetriebs vorgesehenen Ma\u00dfnahmen\u00bb, erl\u00e4uterte die EZB. \u00abAnschlie\u00dfend beurteilt die Aufsicht, inwieweit die Banken mit einem solchen Szenario umgehen k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vertiefte Pr\u00fcfung bei 28 Geldh\u00e4usern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">28 Institute werden nach EZB-Angaben im Zuge des Tests eingehender unter die Lupe genommen. Sie m\u00fcssen zus\u00e4tzliche Informationen dazu bereitstellen, wie sie mit dem Cyberangriff umgegangen sind. Diese Stichprobe umfasse Banken mit verschiedenen Gesch\u00e4ftsmodellen aus diversen geografischen Gebieten, teilte die EZB mit. So solle \u00abein aussagekr\u00e4ftiges Bild des Bankensystems im Euroraum gewonnen\u00bb werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die f\u00fchrenden Banken im Euroraum direkt. Derzeit sind dies 113 Institute, darunter aus Deutschland unter anderen: Deutsche Bank und Commerzbank, DZ Bank und Dekabank sowie Deutschlands gr\u00f6\u00dfte deutsche Sparkasse, die Hamburger Haspa, au\u00dferdem die Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank (Apo-Bank), die Volkswagen Bank und diverse Landesbanken (BayernLB, LBBW, Helaba, Nord LB).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zuletzt wieder mehr Cyberattacken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hinschauen will die EZB dort, wo Banken IT-Prozesse an Drittanbieter \u00fcbergeben, um Geld zu sparen, wie<strong> Anneli Tuominen<\/strong>, die dem Aufsichtsgremium der EZB-Bankenaufsicht angeh\u00f6rt, im November ank\u00fcndigte: \u00abDas geht nicht unbedingt mit gutem Risikomanagement einher.\u00bb IT- oder Cloud-Anbieter seien \u00absicherlich ein Thema, mit dem wir uns eingehender besch\u00e4ftigen m\u00fcssen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bankenaufseher hatten sich von der zuletzt zunehmenden Zahl an Angriffen auf IT-Systeme von Banken alarmiert gezeigt. Bislang habe es zwar keinen so schwerwiegenden Angriff gegeben, dass einzelne Institute oder gar das gesamte Bankensystem destabilisiert worden w\u00e4re, hatte Tuominen im November gesagt. Doch sie warnte: \u00abEine erfolgreiche Attacke ist jederzeit m\u00f6glich.\u00bb (3. Januar)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Russlands staatlicher Diamantenf\u00f6rderer auf EU-Sanktionsliste<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211;  Zus\u00e4tzlich zu dem seit Jahresanfang geltenden Einfuhrverbot f\u00fcr russische Diamanten haben die EU-Staaten weitere Sanktionen gegen Russlands staatlichen Diamantenf\u00f6rderer Alrosa und deren Chef verh\u00e4ngt. Sie seien f\u00fcr Handlungen verantwortlich, \u00abdie die territoriale Unversehrtheit, Souver\u00e4nit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohen\u00bb, teilten der Europ\u00e4ische Rat am Mittwoch mit. Alrosa und dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Pawel Marinytschew st\u00fcnden nun auf der EU-Sanktionsliste. Das erg\u00e4nze das Einfuhrverbot f\u00fcr russische Diamanten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alrosa sei das gr\u00f6\u00dfte Diamantenf\u00f6rderunternehmen der Welt und decke mehr als 90 Prozent der gesamten russischen Diamantenproduktion ab. \u00abDas Unternehmen ist ein wichtiger Teil eines Wirtschaftssektors, der der Regierung der Russischen F\u00f6deration betr\u00e4chtliche Einnahmen beschert\u00bb, so die L\u00e4nder. 2021 hatte der staatliche Diamantenf\u00f6rderer Alrosa Einnahmen in H\u00f6he von 332 Milliarden Rubel (rund 3,4 Milliarden Euro). Russland gilt als weltweit gr\u00f6\u00dfter Produzent von Rohdiamanten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Dezember hatte die Europ\u00e4ische Union das Importverbot f\u00fcr Diamanten aus Russland beschlossen. Die Ma\u00dfnahme soll der Staatsf\u00fchrung in Moskau eine wichtige Einnahmequelle nehmen und damit auch die F\u00e4higkeit einschr\u00e4nken, den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Von der EU-Kommission wurden Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Diamanten zuletzt auf rund vier Milliarden Euro pro Jahr gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlie\u00df die EU bislang Sanktionen gegen fast 2000 Personen und Organisationen. Die Strafma\u00dfnahmen umfassen auch Reisebeschr\u00e4nkungen. Zudem m\u00fcssen in der EU vorhandene Verm\u00f6genswerte von den Betroffenen eingefroren werden. Auch ist es verboten, ihnen Geld oder anderen wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. (3. Januar)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der dpa-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der dpa.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell hat die \u00c4u\u00dferungen von rechtsextremen israelischen Ministern scharf kritisiert. Die Europ\u00e4ische Zentralbank will im Sommer Ergebnisse zu Cyberrisiken vorstellen. 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